Zusätzliches Backup in Microsoft Cluster Server-Umgebungen

Microsoft-Cluster-Server-Umgebungen gewährleisten durch einen automatischen Failover die Hochverfügbarkeit von Informationen und Applikationen. Dabei können die einzelnen Knoten flexibel auf einen Pool an Speichergeräten zurückgreifen. Fällt einer aus, werden die Clusterressourcen auf die anderen, noch verfügbaren Nodes gelenkt. Dadurch können die Applikationen den Ausfall verkraften und stehen weiter zur Verfügung.

Screenshot: Veritas

Viele IT-Administratoren wollen allerdings noch weitere Backup-Lösungen für eine zusätzliche Sicherung der Informationen implementieren. Dies ist auch mit Veritas Backup Exec möglich. Dabei sollten Sie folgende Dinge beachten:

Grundsätzlich unterstützt Backup Exec verschiedene Konfigurationen zwischen zwei und acht Knoten in einem Fibre-Channel-SAN mit lokal oder an einem gemeinsamen SCSI-Bus angeschlossenen Speichergeräten. Sie sollten allerdings vermeiden, Veritas Backup Exec auf demselben Datenträger einzurichten, auf dem das Clusterquorum installiert ist.

Nach erfolgtem Anlegen der Serverfarm-Umgebung definieren Sie den Speichergeräte-Pool, der alle lokal angeschlossenen Medien enthält, die bei einer Umleitung einer Anwendung verwendet werden sollen. Das gewährleistet, dass die Backup-Jobs auf den an die Knoten angeschlossenen Speichergeräten ausgeführt werden.

In einer Konfiguration mit gemeinsam genutzten Bandrobotern kann ein Speichermedium beim Umschalten auf ein Ersatzsystem – je nach Funktionsumfang der verschiedenen SAN-Komponenten – unter Umständen im Bandlaufwerk verbleiben, bis der fehlgeschlagene Knoten wieder aktiv ist.

Falls die Markierungen für das Auftragsende vor dem Failover nicht auf die Datenträger geschrieben wurden, meldet Backup Exec bei der Ausführung des nächsten Anhängeauftrags eventuell das Medium als nicht anhängefähig. Damit bleibt es in diesem Zustand, bis es überschrieben wird. Bei Wechselmedien können Sie im Wechsler-Inventarisierungsbericht anzeigen, ob es als nicht anhängefähig gekennzeichnet wurde.

Für alle Dateiwiederherstellungen und deren Umleitungen folgen Sie dem üblichen Ablauf. Leiten Sie die Informationen beim Zurückspielen auf gemeinsam verwendete Laufwerke zum virtuellen Server oder zum steuernden Knoten der Ressource weiter. Bei der Wiederherstellung einzelner Datensätze aus Microsoft SQL Server oder Exchange Server empfiehlt es sich, diese auf einen virtuellen Server einer spezifischen SQL- oder Exchange-Installation zu übertragen.