Informationsmanagement und -verwaltung: Content-zentrische Anwendungen mit yuuvis RAD selber entwickeln

Autor/Redakteur: Sven Hoffmann, Leiter Produktmanagement bei der OPTIMAL SYSTEMS GmbH/gg

Die Digitalisierung der Welt schreitet unaufhaltsam voran. Nicht zuletzt sorgt die zunehmende Verbreitung entsprechender Technologien im industriellen Bereich – wie Internet of Things (IoT), Augmented Reality und künstliche Intelligenz – für ein exponentielles Datenwachstum. Einer Studie der International Data Corporation (IDC)  zufolge soll sich die weltweite Datenmenge von 33 Zettabyte (ZB) im Jahr 2018 auf 175 ZB im Jahr 2025 steigern. Die Hauptanforderung stellt jedoch nicht die Speicherung dar, sondern die Nutzung: Fast 30 Prozent der weltweiten Daten werden in Echtzeit verarbeitet werden müssen, um sie effizient nutzen zu können. Dafür sind Anwendungen mit Content-zentrischem Ansatz notwendig, die eine Verwaltung und Auswertung entsprechend großer Informationsmengen in kürzester Zeit erlauben. Optimal Systems stellt mit yuuvis RAD die Entwicklungsplattform für das Informationszeitalter zur Verfügung. Der Anwendungsbaukasten bietet sowohl einen No-Code-/Low-Code-Ansatz für ein schnelles Time-to-Market wie auch das Potenzial zur Entwicklung komplexester Lösungen.

Sven Hoffmann, Leiter Produktmanagement OPTIMAL SYSTEMS

Einfach und schnell zur eigenen Applikation – und dann weiter

Programmieren, ohne zu coden: Bei yuuvis RAD sorgt ein konsequenter No-Code-/Low-Code-Ansatz für die einfache und schnelle Entwicklung Content-zentrischer Anwendungen. Das bedeutet: Der Inhalt und dessen Verwaltung sowie Verarbeitung stehen im Vordergrund. Für den Zugriff auf Informationen und Metadaten können Entwickler und Integratoren daher out-of-the-box auf eine Vielzahl klassischer Enterprise Content Management (ECM)-Funktionalitäten zugreifen. Zur Verfügung stehen unter anderem OCR/Capture, Langzeitarchivierung und -speicherung, Compliance und Auditierung, Zugriffsauthentifizierung, -autorisierung und -protokollierung inklusive Historie sowie eine Versionierung. Über ein modellbasiertes Design, Scripting, Plugins und projektspezifische Sichten (Custom States) lassen sich Content-zentrische Applikationen mit geringem Aufwand entwickeln sowie modifizieren. Eigene Custom-Microservices erlauben darüber hinaus eine flexible Anpassung sowie den weiteren Ausbau. Bereits bestehende Anwendungen können damit beispielsweise in kurzer Zeit um Archivfunktionalitäten erweitert werden – unabhängig vom enthaltenen Content. Die Komplexität jeder yuuvis RAD-Anwendung lässt sich beliebig steigern. Dafür steht „Much Code“ zur Verfügung und dem flexiblen Customizing nichts mehr im Wege.

Das Rahmenkonzept der yuuvis RAD-Plattform (Grafik: OPTIMAL SYSTEMS)

Aus Daten werden Informationen 

Bei der Informationsbeschaffung nimmt yuuvis RAD zwischen Daten und Inhalten keine konzeptionelle Unterscheidung vor: Sämtliche Datensätze wie auch reine Inhalte sowie datenbezogene Inhalte können gleichermaßen verwaltet werden. Das macht die Plattform für Entwickler, Systemintegratoren und IT-Abteilungen interessant, die mit der Verwaltung großer Informationsmengen in unterschiedlichen Formaten sowie Dateigrößen betraut sind und schnelle Ergebnisse vorweisen wollen. Einen großen Anteil an der hohen Zugänglichkeit und Integrationsflexibilität hat das API-first-Design von yuuvis RAD. Die kompletten Funktionalitäten stehen daher auch über eine wohldefinierte REST-API zur Verfügung, was die Integration externer Anwendungen sowie den Online-Zugriff erleichtert. Die Entwicklungsumgebung bietet einen modernen Microservices-Stack, mit dem sich kundenspezifische Endbenutzeranwendungen auf webbasierter IT-Ebene betreiben und über einen responsiven Web-Client (Angular/HTML5) bereitstellen lassen. Die Gefahr eines Vendor Lock-ins besteht aufgrund der durchgängigen Offenheit der Plattform nicht. 

yuuvis RAD erleichtert die Verwaltung großer Informationsmengen (Grafik: OPTIMAL SYSTEMS)

Vom schnellen Erfassen, Suchen und Finden

Die Erfassung von Dokumenten und Daten erfolgt auf unterschiedliche Arten: via OCR-Scan und Import über die yuuvis-API bis zur Ablage im Client. Über 60 Dateitypen beziehungsweise Formate lassen sich automatisch konvertieren sowie indizieren. Selbst in Videos hinterlegte Metadaten können erfasst werden. Auf diese Weise entstehen intelligente Archive, die sowohl Inhalte aus dem Volltext wie auch den Metadaten enthalten. Bei der Erschließung und Bereitstellung setzt yuuvis konsequent auf Geschwindigkeit. Die Verwendung der Suchmaschine Elasticsearch in Verbindung mit relationalen Datenbanken wie Microsoft SQL Server und PostgreSQL stellt kurze Antwortzeiten sicher. Selbst gerade frisch importierte Daten tauchen bereits kurze Zeit später in den Suchergebnissen auf und können unmittelbar zur Verfügung gestellt werden. Konkret bedeutet das: Ergebnisse werden im Milli- bis maximal Sekundenbereich angezeigt – unabhängig von der Komplexität der Fragestellung, Anzahl der Daten, deren Größe sowie unter Beachtung der Zugriffsrechte. Bei Globus, einem deutschen Traditionsunternehmen im Bereich Baumärkte und Fachhandel, lassen sich mit yuuvis beispielsweise rund 180 Millionen Volltext-Dokumente in unter drei Sekunden durchsuchen. 

yuuvis RAD vereinfacht das Webhosting (Grafik: OPTIMAL SYSTEMS)