Produkt des Monats – Canary-View: Weitwinkel-Kamera mit guter Nachtsicht-Funktion

Inbetriebnahme

Um die Kamera in Betrieb zu nehmen, genügt es, sie an der gewünschten Stelle zu platzieren und mit dem Stromnetz zu verbinden. Anschließend ist es erforderlich, die Canary-App aus dem App- oder dem Play-Store herunterzuladen und zu installieren.

Jetzt muss man, falls noch nicht vorhanden, ein Konto bei Canary anlegen und sich einloggen. Danach wählten wir in der App als Kamera-Typ „Canary View“ aus und berührten die Oberseite der Kamera, bis ein blaues Licht anfing zu blinken. Daraufhin verband sich die Kamera via Bluetooth mit unserem Smartphone und wir konnten die Zugangsdaten zu unserem 2,4 GHz-WLAN eingeben. 5 GHz WLANs unterstützt die Lösung nicht. Die Zugangsdaten wurden nun über Bluetooth an die Kamera übertragen, die sich daraufhin im WLAN anmeldete. Wir finden diese Art der Verbindungsaufnahme sehr gut, da sie es überflüssig macht, WLANs zu wechseln und so viele Probleme, die bei der ersten Einbindung eines Geräts ins Funknetz auftreten können, von vornherein verhindert.

Nachdem sich die Kamera in unserem WLAN befand, startete in der App ein Wizard, mit dem wir die Erstkonfiguration vornehmen konnten. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass die Kamera drei unterschiedliche Betriebsarten kennt, „Unterwegs“, „Zuhause“ und „In der Nacht“. Man kann im Betrieb über seine App andere Personen, beispielsweise Familienmitglieder oder Mitbewohner in seine Canary-Gruppe einladen. Diese müssen sich dann auf ihren Endgeräten ebenfalls die Canary-App installieren und ein Konto erzeugen. Danach gehören sie zur Gruppe der Menschen, anhand deren Aufenthaltsort bestimmt wird, in welchem Modus die Kamera arbeitet: Hält sich eines der Smartphones aus der Gruppe am Standort der Kamera oder in der Nähe auf, so läuft sie im Zuhause-Modus. Sind alle Smartphones weg, so schaltet sie in den Unterwegs-Modus.

Der Assistent wollte im Test nun unter anderem wissen, ob die Kamera im Unterwegs-Modus alle Bewegungen erkennen sollte, oder nur die von Personen. Wir entschieden uns an dieser Stelle für Personen. Außerdem fragte der Wizard, ob der Live-Stream im Zuhause-Modus an oder aus sein sollte, hier selektierten wir „aus“. Zum Schluss fragte uns das System noch, ob es im Nachtmodus die Bewegung von Personen oder nichts aufzeichnen sollte. Hier wählten wir „nichts“. Es existiert übrigens auch ein Privatmodus, in dem sich die Kamera komplett abschalten lässt.

Die erste Verbindungaufnahme erfolgt via Bluetooth

Der Nachtmodus wird anhand der Uhrzeit an- und ausgeschaltet. Die automatische Modus-Umschaltung lässt sich bei Bedarf aber auch deaktivieren. Im Test führte die Kamera nach Abschluss der Erstkonfiguration ein Firmware-Update durch. Danach aktivierten wir die Premium-Dienste über die App mit dem uns von Hersteller bereitgestellten Code, anschließend war die Kamera einsatzbereit.

Im Betrieb und Fazit

Während des täglichen Einsatzes konnte uns die Kamera voll überzeugen. Das Bild ist scharf und ermöglicht dank der Dreifach-Zoom-Option auch das Erkennen von Details. Die Nachtsicht-Funktion arbeitet einwandfrei und ermöglicht auch in dunklen Zimmern das Erkennen aller relevanten Vorgänge. Bewegungen von Personen im Unterwegs-Modus wurden wie gesagt zuverlässig erkannt und aufgezeichnet, währen die Vögel in unserem Testraum keine Aktionen auslösten. Sämtliche Aufzeichnungen werden in der Cloud übrigens mit 256-Bit-AES verschlüsselt, die Übertragung erfolgt mit Hilfe von SSL/TLS.

Die Zusammenarbeit mit Alexa lief im Test nach der Aktivierung des entsprechenden Canary-Skills und der Verknüpfung der Konten problemlos. Es lassen sich dann Befehle wie „Alexa zeige Kamera!“ realisieren. Die Alert-Funktion mit den Benachrichtigungen auf das Smartphone funktionierte einwandfrei. Das gleiche gilt für das Herunterladen von Videos, die dann – je nach Inhalt – als Beweis für Einbrüche oder als Familienvideos nutzbar sind.

Besonders positiv fiel uns die Notruf-Funktion auf. Bei dieser hinterlegt die App die lokalen Notrufnummern für Polizei, Feuerwehr und ärztlichen Notdienst und diese lassen sich dann direkt aus dem Videobild heraus anwählen. Das ist sehr praktisch, wenn man auf dem Bild etwas sieht, das einen in Panik versetzt und spart sicher in Krisen wertvolle Zeit.

Anmerkung:

Der Hersteller hat uns das Produkt für diesen Test kostenlos und dauerhaft zur Verfügung gestellt. Der Bericht wurde davon nicht beeinflusst und bleibt neutral und unabhängig, ohne Vorgaben Dritter. Diese Offenlegung dient der Transparenz.