Frage der Woche: Was erwarten Sie vom Jahr 2016? (Teil 3)

FDW

Heute der dritte Teil der Frage der Woche zum Thema “Marktprognosen für 2016”. Es äußern sich Wireless Logic, TP-Link, totemo, Qualys, Jakobsoftware, Host Europe, Axis und Mindjet.

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Ulrich Kaindl, Geschäftsführer der Wireless Logic GmbH, macht für heute den Anfang: “Die digitale Transformation wird in 2016 in Deutschland Fahrt aufnehmen. Diesen Prozess unterstützen wir durch die Bereitstellung von sicherer M2M Datenkommunikation über Mobilfunk. Verlässliche, einfache Vernetzung diverser Sensoren in Maschinen und Fahrzeugen ist für viele Branchen ein zentrales Element der Digitalisierung. Deswegen wird das Jahr sicherlich eines, in dem wir viel zu tun haben.”

Thomas Jell

“Zwei Neuerungen bringt das Jahr 2016: Alle wichtigen Telekommunikationsanbieter stellen ihre Anschlüsse auf das Telefonieren übers Internet um”, erklärt Thomas Jell, Sales Director Consumer, bei TP-Link. “Voice over Internet Protocol wird zum Standard. Aber auch die Abschaffung des Routerzwangs sorgt für größere Freiheit bei der Gerätewahl. TP-Link hat hierauf bereits reagiert und bietet seinen Kunden attraktive Router-Alternativen für ALL-IP. Damit sind die Anwender gut gerüstet und surfen rasant ins neue Jahr.”

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“Das Internet of Things wird Unternehmen und Verbraucher besonders beschäftigen, da die Kommunikation zwischen den Endgeräten oft angreifbar ist”, meint Marcel Mock, CTO und Mitbegründer von totemo. “Das liegt daran, dass Anbieter vor allem im Consumer-Bereich meist nicht das erforderliche Know-how in Sachen Sicherheit haben. Ein Beispiel sind Babyphones und Kameras zum Überwachen der Sprösslinge, die leicht zu hacken sind und bei denen Hacker schon mal Videoaufnahmen aus dem heimischen Umfeld auf Youtube stellten. Das Problem wird sich noch verschärfen, denn innovative Produktideen treffen auf vielbeschäftigte Eltern, die sich jederzeit vom Wohlergehen ihrer Kinder überzeugen möchten – und dazu vermehrt vernetzte Geräte einsetzen.”

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“Eines der Schlagworte für 2016 heißt Cyber-Hygiene, ein ganzheitliches Sicherheitskonzept, das statt auf Reaktion auf Prävention setzt”, so Wolfgang Kandek, CTO bei Qualys. “Prävention vermeidet beziehungsweise minimiert Schäden und reduziert im Vergleich zu einer verspäteten Reaktion die Folgekosten. Ein zentrales Element der Cyber-Hygiene ist das kontinuierliche Scannen und Überwachen des Netzwerks zur Erkennung von Veränderungen und Schwachstellen.”

Jürgen Jakob, Geschäftsführer Jakobsoftware und Sicherheitsexperte (Quelle: Jakobsoftware)

“Nach wie vor gibt es in Sachen IT-Security einiges zu tun – auch 2016”, denkt Jürgen Jakob, Geschäftsführer von Jakobsoftware. “Das packen wir als Value Added Distributor an, indem wir unseren Händlern ein volles Service-Angebot bieten – darunter Webinare und Händlerveranstaltungen sowohl zu unseren Produkten und deren Vertrieb als auch zu den technischen Aspekten. Der Dialog mit den Resellern wird im Zentrum stehen, um ihnen den nötigen Entwicklungsschritt zum IT-Service-Anbieter so leicht wie möglich zu machen.”

Dr. Claus Boyens

Dr. Claus Boyens, Geschäftsführer bei Host Europe: “Die Komplexität in der Cloud wächst. Für IT-Entscheider ist es zu einer wesentlichen Aufgabe geworden, aus der Fülle an neuen Tools und Anwendungen in der Cloud diejenigen zu identifizieren, die ihren Bedürfnissen am besten gerecht werden und die sich langfristig in bestehende Infrastrukturen integrieren lassen. Nicht immer ist es dabei leicht, kurzfristige Hypes von echten Innovationen zu unterscheiden. Insbesondere auf kleine und mittelständische Unternehmen kommen bei Einrichtung und Betrieb unternehmenskritischer Webanwendungen größere Herausforderungen zu. Anbieter müssen dazu beitragen, Komplexität zu reduzieren und umfassenden Service und Beratung bieten, um den Kunden das Arbeiten in der Cloud so leicht wie möglich zu machen.”

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“Die Cloud bleibt auch im kommenden Jahr eines der Trendthemen in vielen Branchen und eröffnet neue Möglichkeiten im Sicherheits- und Überwachungssektor: Denn nun kann Sicherheit als eine Dienstleistung angeboten werden, die aus der Ferne gesteuert wird”, denkt Marco Pompili, Senior Business Development Manager bei Axis Communications. “Das entlastet Mitarbeiter und spart Geld, da niemand mehr für die Überwachung von Eigentum oder Veranstaltungen physisch vor Ort sein muss.”

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“2016 wird das Arbeiten in Projektstrukturen weiter zunehmen und das Management von Unternehmenswissen an Bedeutung gewinnen”, schließt Jörg Steiss, General Manager MindManager EMEA der Mindjet GmbH, das Thema für heute ab. “Der Digitalisierungstrend wird sich fortsetzen und Prozesse, Produkte und Arbeitsweisen verändern. Das führt einerseits zu Erleichterungen, bringt aber auch mehr Komplexität mit sich. Die Masse an Informationen im Blick zu haben und zu steuern, wird eine zentrale Aufgabe der IT sein.”