Herausforderung Cloud: Verwaltung und Schutz von Unternehmensdaten

Ein FinOps-Ansatz kann dazu beitragen, die Kosten zu kontrollieren. Dabei arbeiten Teams aus den Bereich Finanzen, IT und DevOps funktionsübergreifend zusammen, um die Cloud-Kosten zu reduzieren. Der Erfolg hängt aber weitgehend von der Architektur der bereitgestellten Anwendungen ab. Wenn diese aus Legacy-Systemen stammen, die auf unterschiedlichen Kostenstrukturen basieren, wird ein einheitliches Framework kompliziert. Alternativ dazu kann die Modernisierung eines alten und komplexen Application Stacks ebenso kostspielig sein, wenn nicht sogar technisch unmöglich. Oft fehlen die Experten für die Umsetzung.

Was die Datenarchitektur und deren Schutz betrifft, so gibt es Tools von Drittanbietern, die Wachstum und unnötige Duplizierung begrenzen. Ebenso lassen sich durch diese Tools verschiedene Speicherebenen besser nutzen, die von Cloud-Anbietern je nach Datengröße und Zugriffsanforderung angeboten werden. Wie so oft vor einem Umzug kann das Sortieren und Reorganisieren helfen, die Kosten niedrig zu halten. 

Experten und Fachwissen

Die optimale Nutzung der Cloud sowie die Anwendung bewährter Praktiken in diesem Bereich erfordern Experten. Doch diese sind rar und teuer. Rekrutierung und Bindung der Experten an ein Unternehmen können die Kosten erheblich in die Höhe treiben. Dies ist auch wahrscheinlich einer der Gründe für den wachsenden Erfolg von Software-as-a-Service (SaaS) und Database-as-a-Service (DBaaS). Auf ähnliche Weise ist es möglich, auf spezialisierte Integratoren und andere Partner zurückzugreifen und dadurch an Fachwissen zu gelangen. Dies sollte aber bei der endgültigen Kostenaufstellung stets berücksichtigt werden – besonders bei einem kontinuierlichen Service.

Sicherheitsaspekte

Ransomware-Angriffe haben in diesem Jahr kolossale materielle Schäden verursacht und dem Ruf der betroffenen Unternehmen geschadet. Daher kann sich keine Firma mehr leisten, den Schutz seiner Cloud-Strukturen zu vernachlässigen. Der aktuelle geopolitische Kontext erfordert es, dass sich Unternehmen stärker rüsten müssen. Resilienz wird zu einem immer wichtigeren Thema.

Genau wie bei der unternehmenseigenen Infrastruktur ist die Sicherheit in der Cloud eine große Herausforderung für Unternehmen. Firmen benötigen hierfür spezielle Fähigkeiten und Know-how, um einen widerstandsfähigen Schutz gegen Cyberangriffe zu etablieren. Das betrifft vor allem Assets, die sich auf die Geschäftsabläufe auswirken können. Die Sicherheit in der Cloud basiert auf anderen Paradigmen und daher auf anderen Kostenstrukturen. Das kann Unternehmensprognosen im Falle eines Angriffs nachhaltig beeinflussen. Der Schutz und die Wiederherstellung des normalen Betriebs können auf unterschiedlichen Mechanismen beruhen, die durch die Komplexität einer Multi-Cloud nur noch verstärkt werden.

Datenmigration vorbereiten

Auf der technologischen Seite bieten öffentliche Clouds unbestreitbare Vorteile. Sie können Unternehmen helfen, wettbewerbsfähiger zu werden. Vor allen Dingen sind die erleichterte Einführung und Entwicklung neuer Dienste eine große Unterstützung. Nur wenige Unternehmen auf der Welt verfügen über die notwendigen Ressourcen, um die Flexibilität der weltweit führenden Cloud-Anbieter zu erreichen – besonders da diese ihre Dienste in rasantem Tempo skalieren. Wirtschaftlich gesehen ist die Kostenaufstellung undurchsichtig. Die reinen Kosten mögen zwar wettbewerbsfähig erscheinen, die Migration einer bereits bestehenden Infrastruktur in die Cloud erfordert allerdings andere Methoden und spezifische Tools. Der Schlüssel liegt in der strategischen Vorbereitung: Unternehmen sollten sich vorab darüber klar sein, was sie benötigen, um vertragliche, technologische Hindernisse zu überwinden und den Mangel an Experten auszugleichen. Gleichzeitig müssen sie ihre Kosten im Blick behalten und eine ausreichende Datensicherheit gewährleisten. So bilden sie eine gute Grundlage für Innovationen im kommenden Jahr.