HCI oder 3-Tier-Architektur – Strategien für eine zukunftssichere Infrastruktur

Autoren/Redakteur: Christian Melzer, Technical Lead Dell Technologies Primary Storage bei der SVA System Vertrieb Alexander GmbH und Marco Hieronymus, Technical Lead Dell Technologies HCI und Netzwerk bei der SVA System Vertrieb Alexander GmbH/gg

Im Rechenzentrum gewinnen hyperkonvergente Infrastrukturlösungen zunehmend an Bedeutung. Sie stehen für mehr Flexibilität und sparen IT-Ressourcen ein. Jedoch verliert die klassische 3-Tier-Architektur dadurch nicht ihre Berechtigung. Für die richtige Wahl sind die individuellen Anforderungen der Nutzer entscheidend.

Christian Melzer, Technical Lead für Dell Primary Storage bei SVA begleitet Kunden in Storage-Projekten von der Idee bis zur Umsetzung (Bild: SVA)

Marco Hieronymus ist seit 2019 als System Engineer bei der SVA und seit August 2020 Technical Lead für Dell HCI und Netzwerk tätig (Bild: SVA)

Das Rechenzentrum soll modernisiert werden. Doch welcher Ansatz ist der Richtige? Unternehmen, die vor dieser Entscheidung stehen, brauchen meist eine schnelle und unkomplizierte Lösung. Zwei Ansätze eignen sich hierfür besonders:

Die 3-Tier-Architektur

Dieser Ansatz wird bisher in den meisten Rechenzentren angewendet. Er besteht aus drei separaten Ebenen: den Servern, den Netzwerkkomponenten und den Storage-Systemen. Sein großer Vorteil: Die einzelnen Komponenten kommen in der Regel von unterschiedlichen Anbietern und die IT-Infrastruktur kann somit auf die individuellen Anforderungen der Nutzer abgestimmt werden. Nach den Erfahrungswerten des IT-Dienstleisters SVA System Vertrieb Alexander GmbH sprechen vor allem die Zuverlässigkeit dieser IT-Architektur und der hohe Reifegrad für dieses Modell. Es bietet Unternehmen zudem einen großen Spielraum für das Feintuning ihrer IT-Infrastruktur. Dies ist vor allem für größere Unternehmen relevant, die über eine ausreichende Server- und Netzwerkexpertise verfügen und somit aus den einzelnen Komponenten die maximale Leistung herausholen können. Kleinere Unternehmen mit weniger IT-Kapazitäten profitieren eher von anderen Ansätzen – beispielsweise hyperkonvergenten Infrastrukturlösungen (HCI).

HCI-Systeme

Diese verknüpfen Server, Storage und teilweise auch Netzwerkkomponenten mithilfe einer Visualisierungssoftware – wie VMware vSAN, VMware vSphere oder Microsoft Hyper-V. Dabei sind alle Bestandteile aufeinander abgestimmt und werden meist von einem einzelnen Anbieter bereitgestellt, inklusive technischem Support. Somit ist nur ein geringer Aufwand für die Inbetriebnahme der Systeme und den laufenden Prozess notwendig. Anbieter von HCI-Lösungen sind beispielsweise die Reihe VxRail von Dell Technologies oder vSAN-Ready Nodes etwa von Lenovo, Fujitsu oder ebenfalls Dell Technologies.