Der Beruf des Systemadministrators im Wandel: Vom Betreiber zum internen Dienstleister und Security-Manager

Autor/Redakteur: Claus Koch, Bereichsleiter Productivity Infrastructure bei Fritz & Macziol/gg

Claus Koch, Bereichsleiter Productivity Infrastructure bei Fritz & Macziol
Claus Koch, Bereichsleiter Productivity Infrastructure bei Fritz & Macziol

Er ist die Versicherung im Hintergrund, an die im Unternehmen erst gedacht wird, wenn man schon vor einem Scherbenhaufen steht. Wenn alles wie am Schnürchen läuft, vergisst man ihn schnell. So in etwa sieht das Leben eines Systemadministrators aus. Doch dieses so beschriebene Berufsbild hat sich in nur wenigen Jahren komplett gewandelt.

Vor zehn Jahren umfasste das Aufgabenfeld eines Systemadministrators in erster Linie das Management und den Betrieb der firmeneigenen IT. Das Arbeitsspektrum war damals schon komplex, hauptsächlich auf Grund der Aufgabenvielfalt. Dazu zählten die Einhaltung interner Prozesse sowie die Update-Durchführung, der Austausch von Client-Systemen sowie Backup und Restore von lokalen Exchange- und Datenbanksystemen. Lösungen für Probleme wurden meist auf der Basis von Ideen der eigenen IT-Fachleute entworfen und implementiert. Der Fokus lag oft auf der Ressourcenerweiterung, wie zum Beispiel auf neuen Storage-Systemen und Backup-Erweiterungen. Eine Zusammenarbeit mit externen Partnern machte alles noch komplizierter und kostete viel Zeit, etwa durch die Implementierung von Systemen mit verschiedenen Authentifizierungsverfahren.

Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger

All das hat sich enorm geändert: Heute sind es meist die Fachabteilungen und Anwender selbst, die mit Wünschen nach neuen Services an die IT-Abteilung herantreten. Für diese muss der Systemadministrator dann – am besten sofort – eine Lösung finden. Der Admin ist nun Dienstleister im eigenen Unternehmen, die Fachabteilungen der Kunde. Doch der Admin muss die Lösungen heutzutage nicht immer selbst entwickeln, denn oftmals können Anforderungen mit externen Cloud-Lösungen zeitnah und kostengünstiger erfüllt und den Abteilungen zur Verfügung gestellt werden. Von selbst finden und testen sich diese Lösungen jedoch nicht und auch implementieren und managen muss sie nach wie vor meist der Administrator.