Sicherheitsexperte Wieland Alge zum Angriff auf die Telekom

Autor/Redakteur: Wieland Alge, Vice President und General Manager EMEA bei Barracuda Networks/gg

Die Attacke auf die Telekom und deren Kundeninfrastruktur zeigt klar auf, dass das Internet immer noch sehr verletzlich ist. Neben Angreifern mit kommerziellem Interesse – wie kürzlich in San Francisco – warnen Geheimdienste zunehmend vor Attacken mit strategischem Interesse. Die aus dem Kalten Krieg bekannten, aber schon fast vergessenen Methoden der Desinformation und Manipulation funktionieren in der digitalen Welt erheblich besser und skalierbarer. Deshalb werden beispielsweise elektronische Wahlen speziell von Internetveteranen immer wieder sehr kritisch gesehen. Die harte Wirklichkeit ist ja die – und das betrifft alle Provider in praktisch allen Staaten der Welt: Es kann niemand mit Sicherheit sagen, wie viele Heimanschlüsse bereits angegriffen wurden und eventuell manipulierbar sind.

Es wurden in der letzten Zeit sehr viele Überlegungen angestellt, wie denn ein heißer Cyber War aussieht, das heißt, Angriffe auf Energieversorgung, Verkehrssysteme und ähnliche Institutionen. Daneben gibt es aber den Kalten Cyber-Krieg, der offenbar mit zunehmender Härte ausgefochten wird.