Produkt des Monats: Das Headset Voyager 4220 Office – Starkes Headset für den Alltag

Dr. Götz Güttich

Mit dem Voyager 4220 Office wendet sich Poly hauptsächlich an Nutzer in Büros und Home Offices, die Videokonferenzen und Telefongespräche durchführen müssen. Das Headset eignet sich aber durchaus auch zum Gaming und zum Anhören von Musik. Wir haben es im Testlabor unter die Lupe genommen.

Das Headset Voyager 4220 Office (Bild: Poly)

Das Voyager 4220 Office unterstützt die Kommunikation via Bluetooth 5.0 und kann auf diese Art und Weise direkt mit Smartphones und Tablets verbunden werden. Für die Zusammenarbeit mit Laptops und PCs stellt der Hersteller entweder ein Bluetooth-Dongle oder eine Docking-Station bereit. Wir hatten in unserem Test die Variante mit der Docking Station im Einsatz.

Eine Besonderheit des Headsets liegt darin, dass das Mikrofon komplett drehbar angebracht wurde. Das macht es möglich, es entweder auf der rechten, oder auf der linken Seite zu tragen. Der Hersteller empfiehlt allerdings die rechte Seite, da sonst die Stereokanäle vertauscht werden.

Das Aufladen des Headsets nimmt etwa 90 Minuten in Anspruch und die Sprechzeit liegt bei etwa zwölf Stunden bei 13 Tagen Standby-Zeit. Im tägliche Betrieb stehen verschiedene Steuerungstasten zur Verfügung, etwa zum Annehmen von Anrufen (in diesem Fall leuchtet auch eine rote LED am Gehäuse auf, damit andere sehen, dass der Anwender sich im Gespräch befindet) oder zum Einstellen der Lautstärke. Ein lautlos Modus lässt sich jederzeit über eine weitere Taste anschalten und deaktivieren. Es gibt also keine automatische Mute-Funktion, wenn der Benutzer das Mikrofon nach oben klappt. Beim Musikhören lassen sich die Tasten zum Annehmen von Anrufen zusätzlich nutzen, um das Playback zu pausieren, zu spulen oder zum nächsten oder letzten Track zu springen. Im Test funktionierte das alles wie erwartet.

Da das Headset kabellos arbeitet, schränkt es während der Benutzung die Bewegungsfreiheit des Anwenders nicht ein. Die Reichweite beträgt laut Hersteller im Betrieb bis zu 91 Meter. Noise Cancelling-Funktionen blenden während der Benutzung unerwünschte Nebengeräusche aus und zwei Mikrofone (ein unidirektionales und ein MEMS-direktionales) sorgen dafür, dass die Sprachaufnahmen in hoher Qualität ins Netz geschickt werden. Das Gewicht des Headsets liegt bei 150 Gramm.

Der Plantronics Hub für Windows in Betrieb (Screenshot: Sysbus)

Die Docking Station dient nicht nur zur Aufbewahrung des Headset, wenn es nicht gebraucht wird, sondern lässt sich auch nutzen, um das Gerät aufzuladen und zusätzlich zur Bluetooth-Verbindung ein traditionelles Telefon anzuschließen. Das Voyager 4220 Office kann also auch in Verbindung mit kompatiblen Telefonen (beispielsweise von Cisco) zum Einsatz kommen.

Die Lösung wurde zertifiziert für die Zusammenarbeit Alcatel-Lucent, Avaya, AWS, Cisco Webex, Google Cloud, Microsoft Teams, Mitel, Ribbon, Skype und Zoom.

Verfügbare Software

Für weitere Einstellungen bietet der Hersteller die Software “Plantronics Hub” an, die auf Desktop-Systemen unter Android, iOS, MacOS und Windows zum Einsatz kommen kann. Über sie lassen sich Firmware-Aktualisierungen durchführen, Einstellungen zu Klingeltönen und Software durchführen und eine Hilfefunktion nutzen.

Abgesehen davon lässt sich das Headset auch nutzen, um mit einer auf dem verbundenen Smartphone vorhandenen Alexa-App zu kommunizieren. Dazu reicht es, auf den Alexa-Knopf zu tippen und einen Befehl ins Mikrofon zu sprechen. Auch hierbei traten im Test keine Probleme zu Tage.

Zusätzlich arbeitet das Voyager 4220 Office auch mit „Tile“ zusammen. Tile lässt sich nutzen, um verlorene Komponenten schnell und einfach wieder zu finden. Auch hier gab es im Test – nachdem wir Tile installiert und ein entsprechendes Konto angelegt hatten – keine Schwierigkeiten. Es war zum Einrichten der Suchfunktion nur noch erforderlich, Tile in der PLT-Hub-App auf unserem Smartphone zu aktivieren und das Headset anschließend via Tile-App mit Tile zu verbinden. Danach konnten wir das Voyager 4220 vom Handy aus klingeln lassen, um es zu finden.

Die Tile-App nach der Herstellung einer Verbindung zum Headset (Screenshot: Sysbus)

Zusammenfassung und Fazit

Das Voyager 4220 Office kam bei uns im Test in Verbindung mit PCs (über die Docking-Station und über Bluetooth-Dongles von Drittanbietern) sowie mit Smartphones von Huawei und Samsung zum Einsatz. Dabei kam es zu keinen Schwierigkeiten. Das System war schnell eingerichtet und verhielt sich von Anfang an wie erwartet.

Während des Tests verwendeten wir die Lösung sowohl für Telefon- und Videokonferenzen, als auch zum Musikhören und während des Betrachtens von Videos. Dabei fiel uns die wirklich ausgezeichnete Tonqualität auf. Zusätzlich testeten wir das Produkt noch mit dem Testvideo, das unter https://youtu.be/J0a2Prc_MQo zur Verfügung steht. Dabei kamen wir zu folgenden Ergebnissen: Während des Videos konnte unsere 14-jährige Testperson Frequenzen von 25 bis 15.000 Herz wahrnehmen. Der Ton war im Quality-Test bei allen Frequenzen klar und auch beim Stereo-Test konnte das Headset ein gutes Ergebnis erzielen. Das gleiche gilt für die übrigen Tests des Videos. Unter dem Strich kann das Headset damit definitiv überzeugen.

Anmerkung:

Der Hersteller hat uns das Produkt für diesen Test kostenlos und dauerhaft zur Verfügung gestellt. Der Bericht wurde davon nicht beeinflusst und bleibt neutral und unabhängig, ohne Vorgaben Dritter. Diese Offenlegung dient der Transparenz.