Mit strukturierter Verkabelung in die digitale Zukunft

Autorin/Redakteur: Petra Adamik, freie IT-Autorin aus München/gg

Die digitale Zukunft von Industrie und Wirtschaft steht und fällt mit einer guten Versorgung rund um alle Telekommunikationsdienste. Das schafft die Grundvoraussetzung für die Einführung neuer Anwendungen wie IoT, Industrie 4.0 oder Smart Office. Mit einem leistungsstarken Glasfasernetz sorgt der Telekommunikationsdienstleister envia TEL in Mitteldeutschland dafür, dass die regionale Wirtschaft im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig bleibt. In den sieben eigenen Rechenzentren des innovativen Unternehmens sorgt die zukunftsorientierte Verkabelungstechnologie von Rosenberger OSI für einen reibungslosen Dauerbetrieb.

Bild: envia TEL

Etwa 6.000 Kilometer Glasfaserkabel, ein ultraschnelles Internet, sieben eigene Rechenzentren und ein Rund-um-die-Uhr-Service an 365 Tagen im Jahr, haben envia TEL im Segment Telekommunikation unter die Top-Dienstleister in Mitteldeutschland katapultiert. Das Unternehmen entstand im Februar 2000 aus der Fusion von estel (Chemnitz), WesTel (Taucha) und LausitzNET (Cottbus), den ehemaligen Telekommunikationstochterunternehmen der einstigen regionalen Energieversorger EVS AG (Chemnitz), WESAG (Markkleeberg) und ESSAG (Cottbus). Rund 350 Industrie- und Gewerbestandorte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen hat das Unternehmen bis heute an sein Glasfasernetz angeschlossen. Im Jahr 2019 generierte envia TEL einen Umsatz von 59,2 Millionen Euro und setzt damit sein erfolgreiches Wachstum der vergangenen Jahre fort.

Colocation Rechenzentrum mit Zertifizierung

Das neue Datacenter Leipzig 2 von envia TEL wurde erst kürzlich in Betrieb genommen und ist als reines Colocation Rechenzentrum konzipiert. Es erfüllt heute die Anforderung VK3/SK3 gemäß der EN 50600-Zertifizierung für Colocation RZ.

In den alten Rechenzentren dagegen basierte die Infrastruktur auf den Verkabelungs-Produkten verschiedener Hersteller. Dieses heterogene Netz entstand, weil Colocation-Kunden unterschiedliche Lösungen präferierten. Dadurch war kein klares Bild einer strukturierten Verkabelung möglich.

Bild: envia TEL

Der neue Standort bietet überwiegend freie Flächen, die der Dienstleister seinen Kunden für deren eigene IT-Komponenten zur Verfügung stellt. In der professionellen RZ-Umgebung bekommt der Kunde nicht nur den gewünschten Raum für seine eigene IT-Infrastruktur, sondern kann bei Bedarf auch noch eine Reihe begleitender Services hinzubuchen.

Moderner Standort mit neuem Konzept

Für den Neubau konnte envia TEL ein für das Unternehmen bis dato neues Konzept aufsetzen, um alle Vorgaben für SK3/VK3 der EN 50600-Zertifizierung zu erfüllen. Geplant war eine strukturierte Verkabelung mit einheitlichen Komponenten. Um eine kongruente Struktur aufzubauen, wollte envia TEL für die passiven Komponenten nur noch einen einzigen Lieferanten mit an Bord nehmen. Auswahlkriterien für die Produkte waren neben Qualität, Flexibilität und Zukunftssicherheit auch ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis. Wichtig war envia TEL zudem die verfügbare Packungsdichte, denn die ist ausschlaggebend für die Platzersparnis, die im neuen Rechenzentrum angestrebt wurde. Darüber hinaus wünschte sich der Telekommunikationsdienstleister während der gesamten Projektphase eine kompetente technische Beratung und Unterstützung durch die Fachleute des Lieferanten. Rosenberger OSI konnte nicht nur das ausgeschriebene Anforderungsprofil vollständig erfüllen, sondern legte auch ein überzeugendes Konzept vor, mit dem envia TEL die Digitalisierung auch in Zukunft vorantreiben kann. Nach einem kurzen Auswahlverfahren erhielt der Verkabelungsspezialist den Zuschlag für das Projekt.