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VDI und Cloud Computing: Basis für Remote Work

Autor/Redakteur: Prashant Ketkar, Chief Technology & Product Officer bei Corel/gg

Remote Work ist aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Viele Unternehmen planen, dieses Arbeitskonzept auch nach der Pandemie beizubehalten. Dabei geht es nicht nur darum, den Beschäftigten zu ermöglichen, ortsunabhängig zu arbeiten. Vielmehr sollten Unternehmen ihnen die jeweils beste Lösung in die Hand geben, um von überall produktiv zu arbeiten. Damit Remote Work zum Erfolg führt, brauchen Unternehmen Lösungen, mit denen sich die Leistung der Mitarbeiter auch außerhalb des Büros maximieren lässt. Dazu zählen neben Collaboration-Tools vor allem Cloud-Dienste sowie Technologien wie VDI (Virtual Desktop Infrastructure) mit denen sich die Unternehmens-IT für Remote Work optimieren lässt. 

Bild: Corel

VDI ermöglicht den Mitarbeitern einen schnellen und sichereren Zugriff auf das interne Unternehmensnetzwerk. Auf diese Weise können IT-Verantwortliche gewährleisten, dass alle Mitarbeiter von zuhause zeitgleich auf dieselbe IT-Seite zugreifen. Dem Hernstein Management Report zufolge sollen in Zukunft durchschnittlich zwei von fünf Arbeitstagen remote möglich sein. 39 Prozent der befragten Führungskräfte aus Österreich und Deutschland bestätigen dies. Momentan arbeiten Beschäftigte rund die Hälfte ihrer Arbeitszeit aus der Ferne. Vor der Pandemie traf dies nur auf etwa 15 Prozent zu. Das Arbeitsverhalten hat sich also deutlich gewandelt und die Akzeptanz von VDI in den IT-Abteilungen positiv beeinflusst.

Minimierte Sicherheitsrisiken durch virtuelle Desktops

Allerdings ist es oft schwer, den Mitarbeitern im Homeoffice den gleichen Schutz vor Cyber-Angriffen zu bieten wie im Büro. Dadurch steigt das Sicherheitsrisiko für Unternehmensdaten, auf die Mitarbeiter mit ihren privaten Geräten zugreifen. Darüber hinaus bestätigen 30 Prozent der Remote-Mitarbeiter unter 24 Jahren, dass sie firmeninterne Sicherheitsbestimmungen missachten, wenn diese ihre Arbeit beeinträchtigen. Und die Kriminalität im Internet nimmt weiter zu. Nach Prognosen von Forbes werden die Kosten für Ransomware bis 2031 auf über 265 Milliarden Dollar ansteigen. Mit VDI-Lösungen lassen sich Sicherheitsverletzungen im Homeoffice vermeiden.

Unternehmensdaten müssen die Mitarbeiter nicht auf ihren Geräten speichern, um darauf zugreifen zu können. Sie liegen zentral in einer VDI-Umgebung, beispielsweise in einem Rechenzentrum oder einer öffentlichen Cloud-Umgebung. Die Sicherung eines einzelnen Rechners ist außerdem wesentlich einfacher, als unzählige Endgeräte zu schützen. Zudem lassen sich zentral gehostete Anwendungen und Desktops leichter überwachen, patchen und sichern.

Flexible Endgerätewahl

VDI ermöglicht es Mitarbeitern, von Zuhause auf alle ihre Dateien, Daten und Anwendungen zuzugreifen – egal ob am Laptop, Smartphone oder Tablet. Neben der Möglichkeit, Dokumente für die Zusammenarbeit zu teilen, bietet VDI auch BYOD-Funktionen (Bring Your Own Device). Damit können Unternehmen ihren Mitarbeiter erlauben, ihre eigenen Geräte für die Arbeit zu nutzen. Und schließlich stellt VDI sicher, dass sich auch ältere Geräte verwenden lassen – ohne Mehrkosten fürs Homeoffice bei bereits vorhandener Büro-Hardware.