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it-sa 2026: Mehr als 33.000 Fachbesucher und 1.005 Aussteller in Nürnberg

Die it-sa 2026 verzeichnete mehr als 33.000 Fachbesucher aus über 70 Ländern und damit rund 20 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr. Insgesamt präsentierten sich 1.005 Aussteller auf der Fachmesse für IT-Sicherheit in Nürnberg. Drei Messetage standen im Zeichen aktueller Bedrohungslagen, neuer Sicherheitstechnologien und Strategien für den Schutz digitaler Infrastrukturen. Im Rahmenprogramm wurden unter anderem Künstliche Intelligenz, Cloud-Sicherheit, digitale Resilienz und der Schutz Kritischer Infrastrukturen behandelt. Darüber hinaus kündigte die Messegesellschaft die Erweiterung der it-sa EXPO um Halle 10 sowie die Einführung der it-sa CONFERENCE für 2027 an.

it-sa Nürnberg 2026 – Quelle: sysbus.eu

Die Veranstaltung brachte Anbieter, Anwender, Behörden, Wissenschaft und Politik zusammen. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch über aktuelle Cyberbedrohungen sowie die Frage, wie Unternehmen und Organisationen ihre Sicherheitsmaßnahmen an veränderte Angriffsbedingungen anpassen können.

„Die diesjährige it-sa hat eindrucksvoll gezeigt, welche Dynamik der Cyber-Security-Markt derzeit entwickelt. Das starke Wachstum bei den Besucherzahlen, die hohe Internationalität und die erstmals mehr als 1.000 Aussteller sind ein klares Signal für die Relevanz der Veranstaltung“, sagte Thimo Holst, Head of Brand Strategy der it-sa. Besonders hob er die Gespräche an den Messeständen und in den Foren hervor. Cybersicherheit sei inzwischen ein strategisches Thema für Wirtschaft, Staat und Gesellschaft.

Von links nach rechts: Thimo Holst (Head of Brand Strategy it-sa, Moderation), Susanne Dehmel (Mitglied der Geschäftsleitung Recht & Sicherheit, Bitkom e. V.), Prof. Dr. Norbert Pohlmann (Vorstandsvorsitzender, Bundesverband IT-Sicherheit e. V. – TeleTrusT) und Dr. Joanna Świątkowska (Secretary-General, European Cyber Security Organisation – ECSO) beim Pressefrühstück der it-sa 2026. – Quelle: sysbus.eu

Das Rahmenprogramm umfasste sechs offene Foren sowie den begleitenden Congress@it-sa. Neben Fachvorträgen und Best-Practice-Berichten wurden aktuelle Entwicklungen und strategische Fragestellungen diskutiert. Zu den Themen gehörten unter anderem KI, Cloud-Sicherheit und der Schutz industrieller sowie kritischer Infrastrukturen. Auch aktuelle Schwachstellen und deren Auswirkungen auf die Sicherheitslage waren Gegenstand der Diskussionen.

Am letzten Messetag stand die Special Keynote „Cyber Incident Simulation“ mit Prof. Dr. Marco Gercke auf dem Programm. Anhand eines simulierten Cyberangriffs auf ein fiktives mittelständisches Unternehmen wurden mögliche Auswirkungen eines Sicherheitsvorfalls und die Bedeutung von Krisenkommunikation und Entscheidungsprozessen dargestellt. Die Teilnehmer übernahmen dabei die Rolle des Managementboards und mussten in Echtzeit über verschiedene Maßnahmen entscheiden. Dazu gehörte unter anderem die Frage, wie kritisch einzelne Vorfälle einzustufen sind und ob eine Lösegeldforderung der Angreifer bezahlt werden sollte. Die unterschiedlichen Abstimmungsergebnisse verdeutlichten, dass Entscheidungen in Krisensituationen nicht automatisch einen Konsens finden. Deshalb sollten Verantwortlichkeiten, Entscheidungswege und Handlungsoptionen bereits im Vorfeld eines Sicherheitsvorfalls festgelegt werden.

Der ATHENE Startup Award UP26@it-sa ging an das Bochumer Unternehmen Fuzzware. Das Startup überzeugte beim Live-Pitch-Wettbewerb mit einer Lösung für Sicherheitstests eingebetteter Systeme. Die Technologie ermöglicht das Fuzzing vollständiger Firmware-Systeme ohne physische Hardware und basiert auf einer Analyse des Binärcodes. Damit sollen Schwachstellen in Embedded-Software frühzeitig identifiziert werden. Fuzzware erhielt für den ersten Platz ein Preisgeld von 7.500 Euro, gestiftet von der Deutsche Telekom Security GmbH.

Den zweiten Platz belegte Complioty aus München mit einer Plattform zur Unterstützung der Umsetzung des Cyber Resilience Act im Maschinenbau. RedCastle aus Heubach erreichte mit einem KI-gestützten Security Operations Center für mittelständische Unternehmen den dritten Platz.

Mit dem erstmals veranstalteten Cyber thought leaders dialogue stellte die Marke it-sa außerdem die neue it-sa CONFERENCE vor. An dem Austausch am ersten Messetag beteiligten sich Vertreter aus Politik, Verwaltung und Cybersecurity. Zu den Teilnehmern gehörten Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Barbara Kluge, stellvertretende Leiterin der Abteilung Cyber- und Informationssicherheit im Bundesministerium des Innern, sowie Heli Tiirmaa-Klaar, Vorsitzende der Steuerungsgruppe der IT Coalition der Ukraine Defence Contact Group.

Mit der Weiterentwicklung der Marke it-sa sollen künftig drei Formate zusammengeführt werden: die it-sa EXPO als Fachmesse, die it-sa CONFERENCE als Plattform für den strategischen Dialog und it-sa 365 für die ganzjährige Vernetzung der Cybersecurity-Community. Die it-sa EXPO wird 2027 aufgrund der hohen Nachfrage um die Halle 10 erweitert und damit künftig sechs Messehallen umfassen. Gleichzeitig erhält die Marke einen neuen visuellen Auftritt, der die drei Veranstaltungsbereiche stärker miteinander verbindet.

Die nächste it-sa EXPO findet vom 5. bis 7. Oktober 2027 im Messezentrum Nürnberg statt. Die it-sa CONFERENCE wird am 5. und 6. Oktober 2027 parallel zu den ersten beiden Messetagen veranstaltet. Ein digitaler Messe-Rückblick ist für den 19. November 2026 auf der Plattform it-sa 365 angekündigt.

Direkter Link: it-sa Expo&Congress | Über die Messe

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