Künstliche IntelligenzNews

Flexera und Atlassian schaffen Datengrundlage für KI-gestütztes Service Management

Flexera und Atlassian erweitern ihre Zusammenarbeit, um Technologiedaten von Flexera in die Atlassian Service Collection zu integrieren. IT-, Operations- und Business-Service-Teams sollen dadurch einen umfassenderen Überblick über IT-Assets, Services und deren Abhängigkeiten erhalten. Die Daten werden unter anderem um Informationen zu Lebenszyklen, Ausgaben, Verträgen, Nutzung und Risiken ergänzt. Damit sollen sich Serviceprozesse automatisieren, Störungen schneller beheben und Änderungen fundierter bewerten lassen. Die Kooperation adressiert zugleich ein grundlegendes Problem beim Einsatz von KI im IT-Betrieb: Ohne verlässliche und vollständige Daten fehlt KI-Systemen der notwendige Kontext für belastbare Entscheidungen.

Becky Trevino, Chief Product Officer bei Flexera – Quelle: Flexera

Technologiedaten in operative Workflows integrieren

Die Atlassian Service Collection bündelt Service- und Operations-Management in einer integrierten Suite. Sie stellt Teams und KI-Anwendungen Informationen über Assets, Services und deren Zusammenhänge bereit und unterstützt Prozesse in der IT, bei Business Services und im Kundensupport.

Die IT-Management-Plattform Flexera One führt Geräte-, Anwendungs- und Herstellerdaten in einer zentralen, bereinigten und standardisierten Sicht zusammen. Ergänzend werden Lifecycle-Informationen und geschäftlicher Kontext berücksichtigt, beispielsweise zu Technologieausgaben, Verträgen, Nutzung und Risiken.

Atlassian nutzt diese Technology Intelligence als Datenbasis für Automatisierungen und Workflows innerhalb der Service Collection. Unternehmen sollen dadurch Incidents schneller bearbeiten, Änderungen besser einschätzen und Asset-Lebenszyklen vorausschauender planen können.

Datenqualität als Voraussetzung für KI

Die Zusammenarbeit setzt bei einem verbreiteten Problem im IT-Service-Management an: In vielen Unternehmen sind Bestandsdaten unvollständig, über verschiedene Systeme verteilt oder veraltet. Auch fehlender Geschäftskontext und nicht aktuelle Einträge in Configuration Management Databases (CMDBs) erschweren Automatisierungen und können operative Risiken erhöhen.

Wie anspruchsvoll die Umsetzung eines verlässlichen CMDB-Konzepts ist, verdeutlicht eine von Flexera angeführte Gartner-Analyse. Demnach liegt die Erfolgsquote bei der Implementierung von CMDBs trotz einer rund 40-jährigen Geschichte des Konzepts bei lediglich 29 Prozent.

Atlassian sieht in der Integration der Flexera-Daten eine Möglichkeit, sowohl Service-Teams als auch KI-Agenten mit einem umfassenderen Kontext zu versorgen. Flexera betont seinerseits, dass KI bestehende Probleme mit fragmentierten oder veralteten Daten nicht automatisch behebt. Vielmehr könne sie deren Auswirkungen verstärken, wenn die zugrunde liegenden Informationen nicht zuverlässig sind.

Grundlage für automatisierte IT-Prozesse

Durch die Verknüpfung technischer Bestandsinformationen mit Geschäfts- und Arbeitsprozessen wollen die Unternehmen die Transparenz über die Technologielandschaft verbessern. Die Daten sollen helfen, Entscheidungen zu beschleunigen, Risiken besser einzuschätzen und Technologiekosten gezielter zu steuern.

Die Integration soll damit eine Grundlage für stärker KI-gestützte IT-Service- und Betriebsprozesse schaffen. Entscheidend bleibt dabei die Qualität der Daten, auf die Automatisierungen und KI-Agenten zugreifen.

Weitere Informationen zur Partnerschaft bieten Flexera, Atlassian Service Collection und Flexera One.

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