it-sa 2026: CoreView stärkt die Sicherheit von Microsoft 365 und Copilot
Mit dem Rollout von Microsoft Copilot wuchs in Unternehmen die Sorge, dass KI-Assistenten auf zu weit freigegebene SharePoint-Daten zugreifen. Ursache waren häufig über Jahre gewachsene Berechtigungsstrukturen, die nicht regelmäßig überprüft wurden. Auf der it-sa 2026 sprachen wir mit Martin Baron, Channel Account Manager Deutschland bei CoreView darüber, wie Unternehmen ihre Microsoft-365-Umgebungen absichern und Zugriffsrechte besser kontrollieren können. Zum Ansatz des Unternehmens gehörten das Härten von Einstellungen, das Erkennen unerwünschter Veränderungen und die Wiederherstellung eines sicheren Zustands. Im Interview ging es außerdem um die Entwicklung von CoreView, die Absicherung von Copilot und die Lösung CoreView Control for SharePoint.

sysbus: Wie ist CoreView entstanden und wie hat sich das Unternehmen entwickelt?
Martin Baron: Wir sind ursprünglich aus einem italienischen IT-Dienstleister hervorgegangen. Dort entstand der Bedarf an einem Werkzeug, mit dem sich Microsoft-365-Umgebungen verwalten und automatisieren lassen. Zunächst lag ein Schwerpunkt darauf, ungenutzte Lizenzen zu erkennen und Einsparpotenziale aufzudecken. Mit der Zeit wurde deutlich, dass rund um Microsoft 365 auch bei der Sicherheit und beim Betrieb großer Umgebungen Unterstützung gefragt ist.
sysbus: Was macht diesen Bereich besonders?
Martin Baron: Microsoft 365 hat sich von einer Sammlung einzelner Office-Anwendungen zu einer Plattform für Kommunikation, Zusammenarbeit und viele weitere Unternehmensprozesse entwickelt. Damit wächst auch die Komplexität der Berechtigungen und Einstellungen. Unsere Nische ist die Absicherung und Verwaltung dieser Microsoft-365-Umgebungen. Das betrifft Unternehmen unterschiedlicher Größen; besonders umfassend kommt der Funktionsumfang bei großen Umgebungen mit mehreren Tausend Nutzern zum Tragen.
sysbus: Wie unterstützt CoreView Unternehmen dabei, ihre Microsoft-365-Umgebung widerstandsfähiger zu machen?
Martin Baron: Wir betrachten dafür drei Schritte: die Umgebung härten, Veränderungen erkennen und nach einem Vorfall wiederherstellen. Unternehmen müssen ihre Einstellungen und Berechtigungen zunächst so konfigurieren, dass unnötige Risiken reduziert werden. Danach gilt es, unerwünschte oder verdächtige Änderungen zu erkennen. Wurde eine Umgebung kompromittiert, sollte sie sich möglichst schnell in einen bekannten sicheren Zustand zurückversetzen lassen.
sysbus: Warum können KI-Assistenten wie Copilot bestehende Berechtigungsprobleme verschärfen?
Martin Baron: Copilot arbeitet mit den Berechtigungen des jeweiligen Nutzers. Wenn Mitarbeitende Zugriff auf sensible SharePoint-Dateien haben, kann ein KI-Assistent diese Inhalte entsprechend auffinden und in Antworten einbeziehen. Laut dem CoreView-Report zur Sicherheit von Microsoft 365 hatte rund zwei Drittel der befragten Unternehmen den Copilot-Rollout deshalb verschoben oder eingeschränkt. Das Problem liegt oft in Freigaben, die sich über Jahre angesammelt haben und nicht mehr benötigt werden.
sysbus: Was leistet CoreView Control for SharePoint in diesem Zusammenhang?
Martin Baron: Die Lösung macht Berechtigungen auf Datei- und Ordnerebene sichtbar. IT-, Sicherheits- und Compliance-Teams können damit riskante Zugriffe erkennen und korrigieren sowie den Berechtigungsstatus dokumentieren. So erhalten Unternehmen eine bessere Grundlage, um Copilot kontrolliert einzuführen. CoreView Control for SharePoint ergänzt damit den Blick auf die Sicherheit der gesamten Microsoft-365-Umgebung um den Schutz von SharePoint-Inhalten.
Direkter Link: CoreView | Microsoft 365 Cyber Resilience
