CloudDigitalisierung/Digitale Transformation

Materna präsentiert Sinfonie für souveräne Digital Humans

Materna stellt mit Sinfonie eine Plattform für digitale Fachassistenten vor, die generative KI, Sprachinteraktion und interaktive 3D-Avatare verbindet. Die Lösung soll Mitarbeitende bei der Wissensarbeit, internen Serviceprozessen und komplexen Fragestellungen unterstützen. Die Komponenten sind für den lokalen Betrieb in der Infrastruktur des jeweiligen Kunden ausgelegt, sodass Daten diese Umgebung nicht verlassen müssen. Technologisch setzt Materna auf Open Source sowie auf NVIDIA-Technologien, darunter Audio2Face für die Animation digitaler Avatare. Entstanden ist die Plattform aus einem Kundenprojekt für eine Landesverwaltung in Nordrhein-Westfalen und soll nun auch in anderen Behörden und Unternehmen zum Einsatz kommen.

Quelle: Materna/AdobeStock

Von der Wissensassistenz zum digitalen Fachbegleiter

Sinfonie erweitert klassische textbasierte Chatbots um Sprachdialog und visuelle Interaktion. Die digitalen Assistenten verfügen über eine eigene Stimme und eine individuelle Identität; Mimik und Gestik sollen die Kommunikation natürlicher gestalten. Anwender können Fragen stellen und Informationen über einen interaktiven 3D-Avatar erhalten.

Der ursprüngliche Ansatz entstand in einem Projekt für eine Landesverwaltung in Nordrhein-Westfalen. Dort sollte eine Lösung Beschäftigte bei Fragen zu internen Abläufen, Regelwerken und Wissensbeständen unterstützen. Zugleich galten hohe Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit und digitale Souveränität. Materna hat diesen Ansatz zu einer übertragbaren Plattform weiterentwickelt, die Wissensmanagement, KI-gestützte Assistenz und visuelle Kommunikation zusammenführt.

Als Einsatzbereiche nennt das Unternehmen unter anderem das Onboarding neuer Mitarbeitender, interne Serviceprozesse und die Unterstützung bei komplexen Fachverfahren. Die Plattform soll sich dabei in vorhandene Wissensquellen und Fachsysteme integrieren lassen.

Lokaler Betrieb und NVIDIA-Technologien

Sinfonie ist für den On-Premises-Betrieb konzipiert. Sprachverarbeitung, KI-Modelle und Avatar-Animation sollen innerhalb der Kundeninfrastruktur ausgeführt werden. Damit richtet sich die Lösung insbesondere an Behörden, öffentliche IT-Dienstleister und regulierte Branchen, in denen Datenzugriff, Datenschutz und Compliance besondere Anforderungen an den KI-Betrieb stellen.

Für die Animation nutzt Materna eigene Engines, die auf Open-Source-Technologien oder NVIDIA-Komponenten wie NVIDIA Audio2Face basieren können. Die Plattform verarbeitet gesprochene Sprache, greift auf Informationen aus angebundenen Wissensbeständen zu und gibt Antworten über den digitalen Avatar aus.

Nach Angaben von Materna soll der lokale Betrieb die Kontrolle über Daten und KI-Verarbeitung bei der jeweiligen Organisation belassen. Thomas Feld, Vice President Datamanagement & AI bei Materna, hebt hervor, dass Sprachverstehen, Wissenssuche und Avatar vollständig in der Kundeninfrastruktur laufen können. Welche Hardware-Anforderungen sich aus den verschiedenen Betriebsvarianten ergeben, führt die Ankündigung nicht näher aus.

Integration in bestehende Organisationsstrukturen

Die Plattform soll sich in vorhandene Rollen- und Berechtigungskonzepte sowie Fachverfahren einbinden lassen. Damit zielt Materna auf Einsatzszenarien, in denen digitale Assistenten nicht nur allgemeine Fragen beantworten, sondern organisationsspezifisches Wissen bereitstellen und interne Prozesse unterstützen.

Mit Sinfonie setzt Materna auf eine Weiterentwicklung generativer KI von textbasierten Dialogen hin zu sprachgesteuerten, visuell dargestellten Fachassistenten. Ob und in welchem Umfang die Lösung in konkreten Kundenumgebungen bereits produktiv eingesetzt wird, geht aus der Ankündigung nicht hervor. Vorgestellt wird die Plattform auf der NVIDIA GTC.

Weitere Informationen bietet die Website von Materna.

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