{"id":30759,"date":"2026-01-24T11:53:54","date_gmt":"2026-01-24T10:53:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=30759"},"modified":"2026-01-23T11:57:09","modified_gmt":"2026-01-23T10:57:09","slug":"digitale-souveraenitaet-im-finanzsektor-europa-setzt-auf-eigene-zahlungsloesungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=30759","title":{"rendered":"Digitale Souver\u00e4nit\u00e4t im Finanzsektor: Europa setzt auf eigene Zahlungsl\u00f6sungen"},"content":{"rendered":"\n<p>Claudia Plattner, Pr\u00e4sidentin des Bundesamtes f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), hat auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) im schweizerischen Davos mit internationalen Wirtschaftsexperten \u00fcber Wege zu mehr digitaler Souver\u00e4nit\u00e4t im europ\u00e4ischen Finanzsektor diskutiert. Im Mittelpunkt standen strategische Abh\u00e4ngigkeiten Europas von au\u00dfereurop\u00e4ischen Technologien und Infrastrukturen. Besonderes Augenmerk galt dabei dem Zahlungsverkehr als kritischer Bestandteil der digitalen Wirtschaft. Plattner betonte die Bedeutung gemeinsamer europ\u00e4ischer Initiativen, um langfristig handlungsf\u00e4hig zu bleiben. Ziel sei es, technologische Kontrolle und Sicherheit innerhalb Europas zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"570\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/BSI_WorldEconomicForum-1024x570.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-30760\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/BSI_WorldEconomicForum-1024x570.webp 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/BSI_WorldEconomicForum-300x167.webp 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/BSI_WorldEconomicForum-768x427.webp 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/BSI_WorldEconomicForum-800x445.webp 800w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/BSI_WorldEconomicForum.webp 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">BSI-Pr\u00e4sidentin Claudia Plattner (3.v.l.) sprach beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit Stefan Schaible (1.v.l.), Global Managing Partner bei Roland Berger, Michael Theurer, (2.v.l., Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank) und Sebastian Schmid (r., Chefredakteur der B\u00f6rsen-Zeitung) \u00fcber Strategien f\u00fcr ein digital souver\u00e4nes Europa. &#8211; Quelle: BSI<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Derzeit werden rund 60 Prozent aller Kartenzahlungen im Euroraum \u00fcber au\u00dfereurop\u00e4ische Systeme abgewickelt, \u00fcberwiegend durch US-amerikanische Anbieter. Bei Kreditkartenzahlungen in Deutschland liegt der Marktanteil dieser L\u00f6sungen sogar bei nahezu 100 Prozent. Auch im stark wachsenden Segment des mobilen Bezahlens nehmen US-Unternehmen eine dominierende Rolle ein. Diese Marktstruktur f\u00fchrt zu strategischen Abh\u00e4ngigkeiten, die aus Sicht des BSI sicherheits- und wirtschaftspolitisch relevant sind. Vor diesem Hintergrund w\u00e4chst der Handlungsdruck auf europ\u00e4ischer Ebene.<\/p>\n\n\n\n<p>BSI-Pr\u00e4sidentin Claudia Plattner unterstrich in Davos die Notwendigkeit eines geschlossenen europ\u00e4ischen Vorgehens. In einer zunehmend instabilen Welt k\u00f6nne Fortschritt nur durch B\u00fcndelung der Kr\u00e4fte erreicht werden. Die digitale Zukunft Europas biete dabei konkrete Chancen, etwa durch die Kombination aus europ\u00e4ischer digitaler Identit\u00e4t und eigenen Zahlungssystemen. Mit der EUDI Wallet und dem digitalen Euro entst\u00fcnden Instrumente, die Europa ein internationales Alleinstellungsmerkmal verschaffen k\u00f6nnten. Diese w\u00fcrden einen wesentlichen Beitrag zur digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t leisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die EUDI Wallet (European Digital Identity Wallet) ist als digitale Brieftasche f\u00fcr Smartphones konzipiert und soll EU-B\u00fcrgern ab 2027 zur Verf\u00fcgung stehen. Sie erm\u00f6glicht die sichere Speicherung und Nutzung offizieller Dokumente wie Personalausweis, F\u00fchrerschein oder Bildungsnachweise \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg. Dar\u00fcber hinaus ist sie als Basis f\u00fcr Identit\u00e4ts- und Zugriffsmanagement in der digitalen Welt vorgesehen. Damit schafft sie eine einheitliche Infrastruktur f\u00fcr vertrauensw\u00fcrdige digitale Identit\u00e4ten in Europa. Dies gilt als zentraler Baustein f\u00fcr zahlreiche digitale Dienste.<\/p>\n\n\n\n<p>Der digitale Euro wiederum ist als digitale Erg\u00e4nzung zum Bargeld geplant und soll von der Europ\u00e4ischen Zentralbank ausgegeben werden. Er zielt darauf ab, eine sichere, kostenfreie und europaweit einsetzbare Zahlungsm\u00f6glichkeit zu schaffen. Geplant ist zudem eine Offline-Funktionalit\u00e4t, um die Nutzbarkeit in unterschiedlichen Situationen zu gew\u00e4hrleisten. Durch den digitalen Euro soll die Abh\u00e4ngigkeit von au\u00dfereurop\u00e4ischen Zahlungsanbietern reduziert werden. Insgesamt sehen Experten darin einen wichtigen Schritt zur St\u00e4rkung der europ\u00e4ischen digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Link zum BSI: <a href=\"https:\/\/www.bsi.bund.de\/DE\/Home\/home_node.html\">BSI &#8211; Bundesamt f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Claudia Plattner, Pr\u00e4sidentin des Bundesamtes f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), hat auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) im schweizerischen Davos mit internationalen Wirtschaftsexperten \u00fcber Wege zu mehr digitaler Souver\u00e4nit\u00e4t im europ\u00e4ischen Finanzsektor diskutiert. Im Mittelpunkt standen strategische Abh\u00e4ngigkeiten Europas von au\u00dfereurop\u00e4ischen Technologien und Infrastrukturen. Besonderes Augenmerk galt dabei dem Zahlungsverkehr als kritischer Bestandteil der digitalen Wirtschaft. 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