{"id":30471,"date":"2025-12-17T06:09:00","date_gmt":"2025-12-17T05:09:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=30471"},"modified":"2025-12-15T12:14:02","modified_gmt":"2025-12-15T11:14:02","slug":"on-premises-software-im-aufschwung-mit-perpetual-lizenzen-aus-der-broadcom-kostenfalle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=30471","title":{"rendered":"On-Premises-Software im Aufschwung &#8211; Mit Perpetual-Lizenzen aus der Broadcom-Kostenfalle"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Nach der \u00dcbernahme von VMware durch Broadcom erlitten auch hier viele Software-Kunden einen regelrechten Preisschock. Jetzt suchen europ\u00e4ische IT-Entscheider in Beh\u00f6rden und Unternehmen nach Auswegen und planen die Migration. Doch es gibt eine andere Alternative: Wer (gebrauchte) On-Premises-Lizenzen mit Drittanbieter-Support kombiniert, kann seine VMware-Infrastrukturen noch viele Jahre unabh\u00e4ngig von Broadcom betreiben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Kommentar von Andreas E. Thyen, Pr\u00e4sident des Verwaltungsrats der <a href=\"https:\/\/www.lizenzdirekt.com\/\">LizenzDirekt AG<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1022\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/LizenzDirektAG-Andreas_E_Thyen-1024x1022.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-30473\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/LizenzDirektAG-Andreas_E_Thyen-1024x1022.webp 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/LizenzDirektAG-Andreas_E_Thyen-300x300.webp 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/LizenzDirektAG-Andreas_E_Thyen-150x150.webp 150w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/LizenzDirektAG-Andreas_E_Thyen-768x767.webp 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/LizenzDirektAG-Andreas_E_Thyen.webp 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Andreas E. Thyen, Pr\u00e4sident des Verwaltungsrats der LizenzDirekt AG -Quelle: LizenzDirekt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Cloud-Euphorie von Unternehmen in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz sinkt auf den Boden der Realit\u00e4t zur\u00fcck. Wie eine <a href=\"https:\/\/www.t-systems.com\/resource\/blob\/1038756\/ffe54f9c76c06a141835be1e1b6e8872\/gc-cloud-migration-study-2025-t-systems-de-01-2025-data.pdf\">Studie von CIO, CSO und Computerwoche zeigt<\/a>, haben ein Viertel der Befragten bereits wieder Applikationen ins eigene Rechenzentrum zur\u00fcckgeholt. Fast die H\u00e4lfe (47 Prozent) Prozent planen einen Rollback in den kommenden Jahren. Gleichzeitig erlebt On-Premises-Software einen Aufschwung, so der aktuelle Trend-Report des iSCM-Instituts. Die Ums\u00e4tze in diesem Segment steigen und erreichten im Oktober 2025 sogar Gleichstand mit Investitionen f\u00fcr Software aus der Cloud. Immer mehr Kunden besinnen sich auf den Wert von Perpetual-Lizenzen, die sie \u2013 einmal gekauft&nbsp;\u2013 uneingeschr\u00e4nkt nutzen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Cloud sind Unternehmen dagegen mit kontinuierlichen Preiserh\u00f6hungen und Lizenz\u00e4nderungen konfrontiert. Besonders schmerzhaft mussten dies VMware-Kunden erfahren: Nachdem Broadcom den beliebten Virtualisierungs-Anbieter Ende 2023 \u00fcbernommen hatte, wurden Anwender in die Cloud gedr\u00e4ngt, Dauerlizenzen auf Abo-Modelle umgestellt und bisher einzeln verf\u00fcgbare Produkte geb\u00fcndelt. Bei vielen Kunden f\u00fchrte dies zu einer Kostenexplosion. Einige berichten sogar von Preissteigerungen bis zu <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Broadcom-und-VMware-ein-Albtraum-fuer-Virtualisierungskunden-10453042.html\">1.500 Prozent<\/a>, so der europ\u00e4ische Cloud-Verband CISPE. Im Mai 2025 hat der IT-Anwenderverband VOICE daher Beschwerde gegen Broadcom bei der EU-Kommission eingelegt, weil der Tech-Gigant seine Marktmacht missbrauche.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leere Reihen statt voller Hallen: der Markt verschiebt sich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie unzufrieden Kunden und Partner mit Broadcoms r\u00fccksichtlosem Gesch\u00e4ftsgebaren sind, verdeutlicht die diesj\u00e4hrige VMware-Hausmesse Explore in Las Vegas. Statt voller Hallen herrschte dort g\u00e4hnende Leere, weil die Teilnehmerzahlen auf weniger als <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Brutaler-Absturz-der-VMware-Explore-10627791.html\">ein Viertel<\/a> eingebrochen waren. Broadcom feierte sich trotzdem selbst und verzeichnet immer noch Kursgewinne am Aktienmarkt. Doch fr\u00fcher oder sp\u00e4ter d\u00fcrfte dem US-Konzern das Lachen vergehen. <a href=\"https:\/\/www.techzine.eu\/news\/applications\/134595\/gartner-35-percent-of-vmware-workloads-will-disappear\/\">Gartner prognostiziert<\/a>, dass bis im Jahr 2028 mehr als ein Drittel der aktuellen VMware-Workloads auf anderen Virtualisierungsl\u00f6sungen laufen werden. Immer mehr Kunden kehren Broadcom den R\u00fccken zu. Laut einer <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Umfrage-unter-VMware-Kunden-Mehr-als-die-Haelfte-zieht-Wechsel-in-Betracht-9867380.html\">Umfrage des Cloud-Anbieters Civo<\/a> ziehen 51,9 Prozent der Befragten eine Migration in Betracht, wobei 48,7 Prozent aktiv nach Alternativen suchen. Der \u00f6sterreichische Cloud-Provider Anexia hat den Wechsel bereits erfolgreich vollzogen und mehr als 12.000 virtuelle Maschinen (VM) von VMware auf die Open-Source-L\u00f6sung KVM migriert. Anexia bietet an 100 Standorten weltweit Cloud-Dienste und umfangreiche IT Services an. Die Migration sei zwar nicht einfach gewesen, habe sich aber gelohnt, so CEO Alexander Windbichler gegen\u00fcber dem Magazin <a href=\"https:\/\/www.theregister.com\/2025\/01\/13\/anexia_vmware_to_kvm_migration\/\">The Register<\/a>. Auch der britische Cloud-Anbieter Beeks hat sich schon von VMware verabschiedet und fast <a href=\"https:\/\/www.theregister.com\/2024\/12\/02\/beeks_group_vmware_opennebula_migration\/\">20.000 VMs zu OpenNebula umgezogen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gebrauchte On-Premises-Lizenzen als Alternative<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung, VMware zu verlassen, f\u00e4llt nicht leicht. Denn die meisten Kunden haben die Virtualisierungs-L\u00f6sung \u00fcber viele Jahre hinweg tief in ihre IT-Infrastrukturen integriert. Eine Migration ist daher aufw\u00e4ndig und mit einem gr\u00f6\u00dferen IT-Projekt verbunden. Doch es gibt noch eine andere Alternative: Indem Unternehmen und Beh\u00f6rden so lange wie m\u00f6glich an ihren On-Premises-Lizenzen festhalten oder auf gebrauchte Lizenzen setzen, k\u00f6nnen sie ihre VMware-Virtualisierungen weiterhin nutzen, ohne sich den Knebelbedingungen von Broadcom zu unterwerfen. In Kombination mit unabh\u00e4ngigem Support durch einen spezialisierten Dienstleister wird daraus ein verl\u00e4ssliches, nachhaltiges Modell.<\/p>\n\n\n\n<p>Perpetual-Lizenzen haben den gro\u00dfen Vorteil, dass sie zeitlich unbegrenzt gelten und rechtssicher weiterverkauft werden d\u00fcrfen, sofern dabei die europ\u00e4ischen Gesetze gewahrt bleiben. Auf dem Sekund\u00e4rmarkt sind sie im Vergleich zum Neupreis erheblich g\u00fcnstiger erh\u00e4ltlich. Entscheidend ist, mit einem erfahrenen H\u00e4ndler f\u00fcr Gebrauchtsoftware zusammenzuarbeiten, der nicht nur juristisch einwandfreie Lizenzen bereitstellt, sondern auch strategisch zum Software Asset Management (SAM) ber\u00e4t und \u00fcber Partnerschaften mit renommierten Support-Anbietern verf\u00fcgt. SAM-Spezialisten helfen dabei, die bestehende Lizenzlandschaft zu analysieren, zu konsolidieren und den k\u00fcnftigen Bedarf passgenau zu ermitteln. Der Support-Dienstleister unterst\u00fctzt im laufenden Betrieb und sorgt f\u00fcr operative Resilienz. Dadurch stehen Kunden nicht mehr unter Druck, in die Broadcom-Cloud zu wechseln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mit Perpetual Lizenzen und unabh\u00e4ngigem Support die digitale Souver\u00e4nit\u00e4t st\u00e4rken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Perpetual Lizenzen kombiniert mit unabh\u00e4ngigem Support bieten die gro\u00dfe Chance, die Machtstrukturen der Hersteller zu durchbrechen und wieder mehr Selbstbestimmung und Kontrolle zur\u00fcckzugewinnen. Seit sich die transatlantischen Beziehungen verschlechtert haben, gewinnt das Thema digitale Souver\u00e4nit\u00e4t endlich die Aufmerksamkeit, die es seit Langem erfordert. \u00dcber viele Jahre hinweg haben sich Unternehmen und Beh\u00f6rden stark auf gro\u00dfe US-Anbieter wie VMware und Microsoft verlassen, die ihren Einfluss durch eine konsequente Cloud-Strategie weiter ausgebaut haben. Wer einmal tief im Abo-Modell und den zugeh\u00f6rigen \u00d6kosystemen steckt, hat oft nur begrenzten Handlungsspielraum und muss Preiserh\u00f6hungen sowie \u00c4nderungen der Lizenzbedingungen mittragen, sofern die Gesch\u00e4ftskontinuit\u00e4t nicht gef\u00e4hrdet werden soll. Dar\u00fcber hinaus macht uns die digitale Abh\u00e4ngigkeit auch politisch erpressbar und gef\u00e4hrdet unsere Daten. Denn US-Anbieter fallen unter den US Cloud-Act, der sie verpflichtet, Kundendaten auf Verlangen der US-Beh\u00f6rden herauszugeben. Aus gutem Grund haben Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron j\u00fcngst auf dem <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/digitale-souveraenitaet-2394250\">deutsch-franz\u00f6sischen Souver\u00e4nit\u00e4ts-Gipfel<\/a> bekr\u00e4ftigt, wie wichtig digitale Souver\u00e4nit\u00e4t f\u00fcr Europa ist. Jetzt m\u00fcssen den sch\u00f6nen Worten auch Taten folgen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die beste L\u00f6sung ist eine hybride Strategie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>VMware-Kunden k\u00f6nnen ihre digitale Souver\u00e4nit\u00e4t st\u00e4rken, indem sie so lange wie m\u00f6glich Perpetual-Lizenzen einsetzen. In Kombination mit Drittanbieter-Support lassen sich VMware-Infrastrukturen noch viele Jahre unabh\u00e4ngig betreiben. Dabei bringt die Option, auch gebrauchte Lizenzen zu erwerben, noch mehr Wahlfreiheit und Kostenersparnis. Denn auf dem Sekund\u00e4rmarkt sind sowohl aktuelle als auch \u00e4ltere Software-Versionen erh\u00e4ltlich, die die Hersteller so nicht mehr anbieten. Die Zukunft liegt in einer durchdachten, hybriden IT-Strategie, die Public Cloud-Services nur dort einsetzt, wo es unbedingt erforderlich ist, und sonst On-Premises-Lizenzen bevorzugt \u2013 mit Deployments in einer Infrastruktur der eigenen Wahl, ob im eigenen Rechenzentrum oder im BYOL-Modell (bring your own license) in einer unabh\u00e4ngigen Cloud.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der \u00dcbernahme von VMware durch Broadcom erlitten auch hier viele Software-Kunden einen regelrechten Preisschock. Jetzt suchen europ\u00e4ische IT-Entscheider in Beh\u00f6rden und Unternehmen nach Auswegen und planen die Migration. Doch es gibt eine andere Alternative: Wer (gebrauchte) On-Premises-Lizenzen mit Drittanbieter-Support kombiniert, kann seine VMware-Infrastrukturen noch viele Jahre unabh\u00e4ngig von Broadcom betreiben. &#8211; Lesen Sie hier den Artikel von Andreas E. Thyen, Pr\u00e4sident des Verwaltungsrats der LizenzDirekt AG<\/p>\n","protected":false},"author":81,"featured_media":30473,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[10751,8],"tags":[23942,23945,23943,23941],"class_list":["post-30471","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-advertorials","category-artikel","tag-broadcom","tag-lizenzdirekt","tag-lizenzenkosten","tag-onpremisesoftware"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30471","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/81"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=30471"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30471\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30474,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30471\/revisions\/30474"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/30473"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=30471"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=30471"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=30471"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}