{"id":29572,"date":"2025-07-26T11:17:06","date_gmt":"2025-07-26T09:17:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=29572"},"modified":"2025-07-31T11:39:30","modified_gmt":"2025-07-31T09:39:30","slug":"audit-risiko-lizenzkosten-open-source-shift-unternehmen-unter-druck-durch-java-compliance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=29572","title":{"rendered":"Audit-Risiko, Lizenzkosten, Open-Source-Shift: Unternehmen unter Druck durch Java-Compliance"},"content":{"rendered":"\n<p>Azul und das ITAM Forum, eine globale gemeinn\u00fctzige Mitgliedervereinigung aus Experten f\u00fcr IT-Asset-Management (ITAM), haben heute die Ergebnisse einer gemeinsamen globalen Umfrage ver\u00f6ffentlicht. Die Ergebnisse der Befragung von 500 ITAM- und Software-Asset-Management (SAM)-Experten zeigen, wie kostspielig Fehler bei der Softwarelizenzierung geworden sind: 27 Prozent der Unternehmen geben mittlerweile j\u00e4hrlich mehr als 500.000 US-Dollar aus, um Softwarelizenzverst\u00f6\u00dfe zu beheben. Oracle Java ist dabei weiterhin der Hauptgrund f\u00fcr Besorgnis, da 73 Prozent der Unternehmen in den letzten drei Jahren einem Audit durch Oracle Java unterzogen wurden. Fast acht von zehn Unternehmen sind bereits zu Open-Source Java-Alternativen gewechselt oder planen eine Migration, um Risiken und Kosten zu reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/AzulKeyFindingsITAM-SAM-Infographic-Portrait-1024x576.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-29566\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/AzulKeyFindingsITAM-SAM-Infographic-Portrait-1024x576.webp 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/AzulKeyFindingsITAM-SAM-Infographic-Portrait-300x169.webp 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/AzulKeyFindingsITAM-SAM-Infographic-Portrait-768x432.webp 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/AzulKeyFindingsITAM-SAM-Infographic-Portrait.webp 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">ITAM\/SAM Survey &amp; Report von Azul und ITAM &#8211; Quelle: Azul<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Hinter diesen Zahlen verbirgt sich eine wachsende Herausforderung: Hybride Cloud-Architekturen und eine zunehmende Anzahl von Anwendungen haben die Komplexit\u00e4t der Anbieterbedingungen vervielfacht. Das macht es schwieriger denn je, \u00fcber Teams hinweg Compliance und Transparenz aufrechtzuerhalten. Die Umfrage zeigt, dass es Unternehmen schwerf\u00e4llt, Softwarenutzung sowohl lokal als auch in der Cloud einheitlich zu erfassen. Hierdurch steigt das Risiko, bei Audits auf Unstimmigkeiten zu sto\u00dfen \u2013 mit potenziell kostspieligen Folgen. In diesem Kontext haben sich der Umfang und die Bedeutung von ITAM- und SAM-Funktionen mit ihren essenziellen Tools und Prozessen grundlegend gewandelt: von einfacher Asset-Verfolgung zu einer gesch\u00e4ftskritischen Disziplin, die Budgets sch\u00fctzt, Audit-Risiken mindert und strategische Technologieentscheidungen leitet.<br><br>Unternehmen ringen mit der Verwaltung von Softwarelizenz-Compliance<br>Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Umfrageteilnehmer gibt an, dass Compliance inklusive der Verwaltung zahlreicher Lizenzen das Hauptproblem im eigenen Unternehmen darstellt. Neben den j\u00e4hrlich geleisteten Zahlungen zur L\u00f6sung von Lizenzproblemen \u2013 einschlie\u00dflich Audits, zus\u00e4tzlicher Lizenzen und Strafzahlungen \u2013 berichten 25 Prozent der Teilnehmer, dass komplexe Softwarekonfigurationen die Nachverfolgung der Anwendungsnutzung erschweren. Compliance erfordert Wissen dar\u00fcber, wo die Software installiert ist, welche Anwendungen laufen und wo die entsprechenden Informationen verwaltet werden. ITAM\/SAM-Fachleute berichten, dass ihre Unternehmen Schwierigkeiten haben, diese Informationen zu verwalten. Insbesondere bei der Dokumentation von team\u00fcbergreifender Software-Nutzung oder zwischen lokalen und Cloud-basierten Plattformen (29 Prozent).<br><br>Weitere Herausforderungen im Zusammenhang mit der Verwaltung von Softwarelizenzen und Compliance umfassen:<br>\u2022 Schwierigkeiten bei der Abstimmung von verschiedenen Bereichen, wie IT, Softwareentwicklung, Rechtsabteilung und Einkauf (27 Prozent).<br>\u2022 Eingeschr\u00e4nkte Ressourcen zur effektiven Verwaltung der Lizenz-Compliance (24 Prozent).<br>\u2022 Steigende Preise f\u00fcr Lizenzverl\u00e4ngerungen, zus\u00e4tzliche Lizenzen, Wartung etc. (24 Prozent).<br>\u2022 Sicherstellung der Compliance mit sich \u00e4ndernden Lizenzregeln oder aktualisierten Anbieterrichtlinien (23 Prozent).<br><br>Die meisten Unternehmen f\u00fchren Audits intern durch, k\u00e4mpfen jedoch mit Genauigkeit, Ressourcen und wiederkehrenden St\u00f6rungen<br><br>ITAM\/SAM-Verantwortliche berichten von Herausforderungen bei Koordination, Zusammenarbeit und Organisation im Zuge der Software-Inventarisierung. Dennoch geben 74 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass ihr Unternehmen Lizenzanalysen und Softwareaudits haupts\u00e4chlich oder vollst\u00e4ndig intern durchf\u00fchrt. Dieser eigenst\u00e4ndige Ansatz bringt Schwierigkeiten mit sich, da Unternehmen Probleme haben, ihre Softwarenutzung korrekt zu dokumentieren (26 Prozent). Komplexe Lizenzbedingungen zu verstehen (23 Prozent) und genaue Compliance-Metriken bereitzustellen (23 Prozent) werden ebenfalls als Probleme genannt. Dar\u00fcber hinaus f\u00fchren 81 Prozent der Unternehmen mindestens zweimal j\u00e4hrlich Lizenzpr\u00fcfungen durch, 25 Prozent sogar kontinuierlich. Etwa ein Viertel berichtet von wiederholten Strafzahlungen und rechtlichen Ma\u00dfnahmen gegen sie.<br><br>Umfrageteilnehmer berichten au\u00dferdem, dass Softwareaudits sowohl operativ als auch wirtschaftlich stark st\u00f6rend wirken. Mehr als 30 Prozent erleben unerwartete Folgen, wie zum Beispiel:<br><br>\u2022 St\u00f6rungen des Betriebs in der gesamten Organisation<br>\u2022 Unerwartete Auswirkungen auf das Budget<br>\u2022 Entscheidung, den Anbieter zu wechseln<br>\u2022 Projektverz\u00f6gerungen<br><br>Audit-Druck durch Oracle Java treibt Massenmigration voran<br><br>Die Umfrage zeigt akute Herausforderungen bei der Oracle-Java-Lizenzierung. Neben der hohen Anzahl von Befragten, die bereits Oracle-Java-Audits erlebt haben, \u00e4u\u00dferten 96 Prozent ihre Besorgnis \u00fcber die Preis- und Lizenzpolitik von Oracle. Vieles davon resultiert aus Oracles mitarbeiterbasiertem Preismodell f\u00fcr Java. Unternehmen, die Zahlungen an Oracle vermeiden wollen, sind gezwungen in neue Monitoring-Systeme, Tracking-Tools und interne Audit-Prozesse zu investieren. Nur so kann sichergestellt werden, dass keine Java-Instanzen betrieben werden, die eine Oracle-Lizenz ben\u00f6tigen.<br>Als Reaktion auf die Bedenken hinsichtlich der Preis- und Lizenzpolitik von Oracle sind 79 Prozent der Unternehmen entweder bereits von Oracle Java migriert, befinden sich im Migrationsprozess oder planen, zu Open-Source-Alternativen zu wechseln. Diejenigen, die eine Migration in Betracht ziehen, nennen Sicherheit und Zuverl\u00e4ssigkeit als Hauptgr\u00fcnde (51 Prozent), gefolgt von Kostenreduktion (42 Prozent) und vereinfachter Compliance (40 Prozent). Bei den Unternehmen, die eine Migration bereits abgeschlossen haben, spielt Sicherheit eine noch gr\u00f6\u00dfere Rolle. Hier geben 57 Prozent Sicherheit und Zuverl\u00e4ssigkeit als ihre Hauptmotivation an.<br><br>Die Kosteneinsparungen durch Open-Source Java-Alternativen sind erheblich: 66 Prozent der Umfrageteilnehmer sch\u00e4tzen, dass sie im Vergleich mit Oracle-Java-Lizenzkosten mindestens 40 Prozent einsparen k\u00f6nnten. Nur ein Prozent erwarten, dass sie durch den Wechsel keine Einsparungen erzielen w\u00fcrden.<br><br>Wachsender Markt spiegelt zunehmende Herausforderungen wider<br>Die Umfrageergebnisse fallen in eine Phase starken Marktwachstums: Der globale ITAM-Markt ist von etwa 1,15 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019 auf 1,49 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 gewachsen (Zion Market Research). Dies entspricht einer j\u00e4hrlichen Wachstumsrate von 6,9 Prozent. Das Teilsegment SAM wird voraussichtlich bis 2029 mit einer noch schnelleren j\u00e4hrlichen Wachstumsrate von 16 Prozent zulegen (Markets and Markets), ein deutliches Zeichen f\u00fcr die steigende Komplexit\u00e4t und Bedeutung des Software Asset Managements in Unternehmen.<br><br>Zu den Treibern dieser Entwicklung geh\u00f6ren steigende Softwareausgaben \u2013 die inzwischen durchschnittlich 29 Prozent der IT-Budgets ausmachen \u2013 komplexer werdende Lizenzmodelle durch Cloud Computing und Virtualisierung sowie zunehmende Anforderungen an die regulatorische Compliance.<br>\u201eDie Ergebnisse heben ein grundlegendes Ungleichgewicht zwischen der Komplexit\u00e4t moderner Softwarelizenzierung und den Ressourcen hervor, auf die sich Unternehmen zur effektiven Verwaltung von Software-Compliance verlassen\u201c, erkl\u00e4rt Martin Thompson, Gr\u00fcnder des ITAM Forums. \u201eITAM- und SAM-Experten werden zunehmend unverzichtbar, da Unternehmen immer mehr erkennen, dass schlechte Lizenzverwaltung zu erheblichen Strafzahlungen und betrieblichen St\u00f6rungen f\u00fchren kann. Sie m\u00fcssen \u00fcber die n\u00f6tigen Ressourcen und die Unterst\u00fctzung der F\u00fchrungsebene verf\u00fcgen, um Compliance und eine erfolgreiche Lizenzverwaltung sicherzustellen.\u201c<br><br>\u201eDie Daten zeigen einen besorgniserregenden Trend. Durch die zunehmende Komplexit\u00e4t der Lizenzierung und Preisgestaltung der Anbieter wird eine routinem\u00e4\u00dfige Wartung zur wiederkehrenden Compliance-\u00dcbung, die Kosten im sechsstelligen Bereich verursacht. Wenn 73 Prozent der Unternehmen bereits Audits durchlaufen haben und eines von vier Unternehmen jetzt mehr als 500.000 US-Dollar pro Jahr f\u00fcr die Behebung von Lizenzproblemen ausgibt, sind die Kosten f\u00fcr die blo\u00dfe Einhaltung von Softwarelizenzierung und deren Preisgestaltung nicht nachhaltig\u201c, sagt Scott Sellers, Mitgr\u00fcnder und CEO von Azul. \u201eInsbesondere wenn es um die Unsicherheit der sich st\u00e4ndig \u00e4ndernden Java-Lizenzbedingungen von Oracle geht, sollten Unternehmen nicht gezwungen sein, ITAM-Ressourcen zu verbrennen, Projekte zu unterbrechen oder \u00fcberraschende Strafen zu zahlen, nur um ihre Anwendungen auszuf\u00fchren. Der Wechsel zu Open-Source-Alternativen erm\u00f6glicht es ihnen, sich aus dem Audit-Loop zu befreien, Budgets zur\u00fcckzugewinnen und sich auf echten Mehrwert zu konzentrieren.\u201c<br><br><strong>\u00dcber die Umfrage<\/strong><br>Dimensional Research, ein f\u00fchrendes Marktforschungsunternehmen, f\u00fchrte die elektronische Umfrage vom 11. Februar bis 3. M\u00e4rz 2025 durch. Das ITAM Forum und Azul verfassten den vorliegenden Report basierend auf den Umfrageergebnissen. Die Datengrundlage stammt von insgesamt 500 Fachkr\u00e4ften aus dem Bereich IT Asset Management und Software Asset Management aus sechs Kontinenten, die Java in ihrem Unternehmen einsetzen. Alle Befragten hatten direkte Verantwortlichkeiten im Software Asset Management und erhielten eine symbolische Verg\u00fctung f\u00fcr ihre Teilnahme.<br><br><strong>Um auf die vollst\u00e4ndige ITAM\/SAM Survey &amp; Report zuzugreifen, besuchen Sie<\/strong><br>&#x1f449; <a class=\"\" href=\"https:\/\/azul.com\/what-keeps-itam-sam-leaders-up-at-night\/\">azul.com\/what-keeps-itam-sam-leaders-up-at-night\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue globale Umfrage von Azul und dem ITAM Forum zeigt: Softwarelizenzierung wird f\u00fcr Unternehmen zur teuren Herausforderung. 27\u202f% zahlen j\u00e4hrlich \u00fcber 500.000 US-Dollar f\u00fcr die Behebung von Lizenzverst\u00f6\u00dfen, vor allem durch Oracle Java. 79\u202f% migrieren bereits oder planen den Wechsel zu Open-Source-Alternativen \u2013 aus Sorge vor Audits und Kosten. Fehlende Transparenz in hybriden IT-Landschaften erschwert die Einhaltung der Compliance-Vorgaben. ITAM\/SAM-Teams geraten zunehmend unter Druck und werden zur gesch\u00e4ftskritischen Instanz.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":29566,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[10140],"tags":[22112,22113,22114,3848,22115],"class_list":["post-29572","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-compliance","tag-itassetmanagement","tag-javacompliance","tag-opensourcejav","tag-sam","tag-softwareaudits"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29572","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29572"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29572\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29690,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29572\/revisions\/29690"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/29566"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29572"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29572"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}