{"id":27874,"date":"2024-11-24T07:38:00","date_gmt":"2024-11-24T06:38:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=27874"},"modified":"2024-11-12T12:14:02","modified_gmt":"2024-11-12T11:14:02","slug":"genuss-am-wochenende-wissenswertes-zu-hafer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=27874","title":{"rendered":"Genuss am Wochenende &#8211; Wissenswertes zu Hafer"},"content":{"rendered":"\n<p>Fr\u00fcher standen Weizen und Mais im Mittelpunkt der Getreidesorten. Doch dies hat sich gewandelt: Hafer ist fester Bestandteil vieler Ern\u00e4hrungstypen. Ob im M\u00fcsli, als Milchalternative oder  Zutat im Knusperriegel. Auch bei Backwaren werden vermehrt Hafermehl oder Haferflocken genutzt. Viele Menschen mit Glutenintoleranz sch\u00e4tzen die Alternativen mit glutenfreiem Hafermehl. Hafer ist sehr nahrhaft und hat einen hohen Gehalt an Beta-Glucan. Gleichzeitig liefert Hafer Vitamine und Mineralstoffe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/HaferLust_\u00a9UNIFERM-1024x768.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-27875\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/HaferLust_\u00a9UNIFERM-1024x768.webp 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/HaferLust_\u00a9UNIFERM-300x225.webp 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/HaferLust_\u00a9UNIFERM-768x576.webp 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/HaferLust_\u00a9UNIFERM.webp 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Wissensforum Backwaren e.V.  \/ Foto: \u00a9UNIFERM<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Hafer: ein Plus f\u00fcr Gesundheit und Genuss<\/strong><br><br>Lange Zeit ein bescheidenes Getreide im Schatten von Weizen und Mais, ist Hafer aus der modernen K\u00fcche inzwischen nicht mehr wegzudenken. Ob im morgendlichen M\u00fcsli, als pflanzliche Milchalternative oder als knusprige Zutat im Riegel \u2013 Hafer hat sich zu einem echten Star der gesunden Ern\u00e4hrung entwickelt. Und auch vielen Broten, Br\u00f6tchen und anderen Backwaren kann er das gewisse Plus an Gesundheit und Genuss verleihen. Doch was macht dieses Getreide eigentlich so besonders?<br><br>Hafer war lange Zeit weniger bedeutend als andere Getreidearten, insbesondere in der westlichen Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung. W\u00e4hrend Weizen als Hauptgetreide f\u00fcr Brot und Backwaren angebaut und Mais wegen seines hohen Ertrags f\u00fcr Viehfutter und industrielle Anwendungen gesch\u00e4tzt wurde, spielte Hafer nur eine Nebenrolle. Nach und nach wurde man sich jedoch seiner Vorteile f\u00fcr Gesundheit und Umwelt, seiner Vielseitigkeit in der K\u00fcche und seiner Genussaspekte bewusst. Die wachsende Nachfrage nach pflanzlichen Milchalternativen und ballaststoffreichen Lebensmitteln hat schlie\u00dflich dazu beigetragen, dass Hafer heute als \u201eSuperfood\u201c im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde ist.<br><br>Anbau und Ernte: ein Getreide-Jungspund mit hartn\u00e4ckiger Schale<br>Hafer ist noch eine relativ junge Kulturpflanze, aber auf dem Feld ein echter Hingucker. Die Pflanze tr\u00e4gt ihre K\u00f6rner in kleinen \u00c4hren an filigranen, seitlich verzweigten \u00c4sten, die wie kleine B\u00fcschel aus den Rispen herausragen. Die K\u00f6rner sind fest von sch\u00fctzenden Spelzen umgeben, die sich nicht so einfach l\u00f6sen lassen. F\u00fcr die Verarbeitung zu Lebensmitteln sind deshalb spezielle Techniken n\u00f6tig. Es gibt zwar auch Spelz-freie Varianten, den sogenannten \u201eNackthafer\u201c, doch dieser wird in Europa nur selten angebaut.<br><br>Trotz seiner steigenden Beliebtheit macht Hafer nach wie vor nur einen kleinen Teil der heimischen Getreideproduktion aus \u2013 2023 waren es nur rund zwei Prozent. Ein gro\u00dfer Teil davon wird im Futtersektor verwendet, aber auch im Nahrungsbereich wird Hafer zunehmend gesch\u00e4tzt: Pro Kopf verzehren die Deutschen etwa vier Kilogramm j\u00e4hrlich.<br><br>Das steckt drin: Hafer, der N\u00e4hrstoffheld<br>Hafer ist ein echter N\u00e4hrstoffheld. Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Beta-Glucan, einem l\u00f6slichen Ballaststoff, der nachweislich den Cholesterinspiegel senken und den Blutzucker stabilisieren kann. Hiermit darf sogar auf entsprechenden Lebensmitteln geworben werden, es sind sogenannte \u201eHealth-Claims\u201c zugelassen. Au\u00dferdem ist Hafer reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Vitamin B1.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Ein bemerkenswerter Aspekt ist auch der vergleichsweise hohe Fettgehalt von rund sieben Prozent, der h\u00f6chste unter den Getreidearten. Dabei handelt es sich \u00fcberwiegend um einfach und mehrfach unges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren. Auch der Eiwei\u00dfgehalt von Hafer kann sich sehen lassen: Mit etwa 13 Prozent stellt er eine wertvolle pflanzliche Proteinquelle dar.<br><br>Dass Hafer so n\u00e4hrstoffreich ist, liegt daran, dass bei der Herstellung von fast allen Haferprodukten der gesamte Haferkern erhalten bleibt \u2013 inklusive Mehlk\u00f6rper, Randschichten und Keimling.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Die Gluten-Frage: \u00fcber Unvertr\u00e4glichkeiten und Backf\u00e4higkeit<br>Geht es um Getreide, geht es auch immer wieder um die Frage des Glutengehalts. Dieser ist aus verschiedenen Gr\u00fcnden von Bedeutung. Zum einen aufgrund der Backf\u00e4higkeit. Gluten, auch Klebereinwei\u00df genannt, ist der Stoff, der einen Teig zusammenh\u00e4lt, wenn er mit Backtriebmitteln wie Hefe oder Sauerteig zum Gehen gebracht wird. Glutenfreie Getreide sind demnach nicht backf\u00e4hig \u2013 womit gemeint ist, dass man damit kein volumin\u00f6ses Geb\u00e4ck herstellen kann, Fladen kann man nat\u00fcrlich schon daraus backen.<br><br>Zum anderen ist die Gluten-Frage wichtig f\u00fcr Menschen, die unter einer Glutenunvertr\u00e4glichkeit, einer Z\u00f6liakie oder einer Allergie leiden. Diese m\u00fcssen ein Leben lang eine streng glutenfreie Di\u00e4t einhalten.<br><br>Bei Hafer ist die Gluten-Frage nun besonders kompliziert, denn irgendwie enth\u00e4lt er Gluten, irgendwie aber auch nicht. Gluten setzt sich aus verschiedenen Proteinfraktionen zusammen. Das Gluten, das im Hafer enthalten ist, ist anders zusammengesetzt als das in anderen glutenhaltigen Getreidearten. Das spezielle Hafer-Gluten wirkt somit im Organismus anders und ist in der Regel f\u00fcr Menschen mit Z\u00f6liakie gut vertr\u00e4glich. Beim Backen hat es aber daf\u00fcr auch nicht den gew\u00fcnschten Klebereffekt, Hafer ist also von sich aus nicht backf\u00e4hig.<br><br>Leider ist die Gluten-Frage damit noch nicht abschlie\u00dfend beantwortet, denn bei der Verarbeitung, Lagerung und Verpackung von Hafer kann es leicht zu Verunreinigungen mit Gluten aus anderen Getreidearten kommen. Menschen mit Z\u00f6liakie sollten daher unbedingt auf speziell als glutenfrei gekennzeichneten Hafer achten. Dieser wird unter besonders strengen Bedingungen angebaut und verarbeitet, damit es nicht zu Kontaminationen kommt.<br><br>Hafer in der Backstube \u2013 und es geht doch!<br>Auch wenn Hafer f\u00fcr sich genommen nicht backf\u00e4hig ist, hat er in der Backstube trotzdem seinen Platz. In der klassischen Teigzubereitung ist er zwar eher eine Erg\u00e4nzung als die Basis. Dennoch sind Haferflocken und gemahlener Hafer eine wunderbare Zutat, um Backwaren einen nussig-aromatischen Geschmack zu verleihen. Haferflocken sorgen dabei aber nicht nur f\u00fcr Geschmack, sondern auch f\u00fcr eine gute Textur im Geb\u00e4ck und passen hervorragend zu Broten, Br\u00f6tchen oder Keksen.<br><br>Haferflocken lassen sich vielseitig einsetzen, sei es als Zutat zum Teig oder als knuspriges Topping, das beim Backen leichte R\u00f6staromen entwickelt und den Backwaren eine rustikale Note verleiht. In Kombination mit anderen Getreidemehlen, die Gluten enthalten, ist es gut m\u00f6glich, Hafer in Brotteigen zu verwenden, um so seine feinen Aromen einzubringen. Auch in s\u00fc\u00dfen Rezepten wie Muffins oder Bananenbrot kann Hafer die Textur verbessern und den Teig saftiger machen. Kurz gesagt: Hafer bietet vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten f\u00fcr kreative Backideen und bringt eine willkommene Abwechslung in die Welt der Backwaren.<br>Zeichen 6.000 (inkl. Leerzeichen)<br><br>Viele weitere Informationen gibt es hier: <a href=\"https:\/\/wissensforum-backwaren.de\/\">Home &#8211; Wissensforum Backwaren e.V.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher standen Weizen und Mais im Mittelpunkt der Getreidesorten. Doch dies hat sich gewandelt: Hafer ist fester Bestandteil vieler Ern\u00e4hrungstypen. Ob im M\u00fcsli, als Milchalternative oder  Zutat im Knusperriegel. Auch bei Backwaren werden vermehrt Hafermehl oder Haferflocken genutzt. Viele Menschen mit Glutenintoleranz sch\u00e4tzen die Alternativen mit glutenfreiem Hafermehl. Hafer ist sehr nahrhaft und hat einen hohen Gehalt an Beta-Glucan. 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