{"id":27659,"date":"2024-10-22T09:36:29","date_gmt":"2024-10-22T07:36:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=27659"},"modified":"2024-10-17T09:55:57","modified_gmt":"2024-10-17T07:55:57","slug":"so-leben-festplatten-laenger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=27659","title":{"rendered":"So leben Festplatten l\u00e4nger"},"content":{"rendered":"\n<p>Autoren: <a href=\"https:\/\/www.toshiba-storage.com\/de\/\">Rainer W. Kaese, Senior Manager Business Development Storage Products bei Toshiba Electronics Europe<\/a>\/dcg<\/p>\n\n\n\n<p>Moderne Enterprise-Festplatten sind \u00e4u\u00dferst zuverl\u00e4ssig und lassen sich meist problemlos \u00fcber die Garantiezeit hinaus einsetzen, ohne dass die Ausfallraten signifikant ansteigen. Das gilt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Laufwerke gut behandelt und unter optimalen Bedingungen betrieben werden. Andernfalls steigt die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr Ausf\u00e4lle deutlich an. Doch was sind die optimalen Betriebsbedingungen und worauf m\u00fcssen Unternehmen achten, wenn sie die Lebensdauer ihrer Festplatten maximieren wollen?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Toshiba_mood_19-002-1024x684.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-27661\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Toshiba_mood_19-002-1024x684.webp 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Toshiba_mood_19-002-300x200.webp 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Toshiba_mood_19-002-768x513.webp 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Toshiba_mood_19-002.webp 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Festplatten m\u00f6gen einen ruhigen und gleichm\u00e4\u00dfigen Betrieb bei Temperaturen von m\u00f6glichst nicht mehr als 40 Grad Celsius (Quelle: Toshiba Electronics Europe)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst ben\u00f6tigen Festplatten einen ruhigen und gleichm\u00e4\u00dfigen Betrieb, denn da sie bewegliche Teile besitzen, k\u00f6nnen Bewegungen oder Ersch\u00fctterungen die empfindliche Mechanik besch\u00e4digen. Am besten aufgehoben sind mit Festplatten best\u00fcckte Systeme daher fest montiert in einem Rack. Ger\u00e4te im Tower-Format, die sich dort nicht unterbringen lassen, sollten an einem Ort stehen, an dem man nicht versehentlich gegen sie sto\u00dfen oder treten kann \u2013 also auch nicht auf dem Schreibtisch. Zumal dort die Tischplatte als Resonanzk\u00f6rper dient und alle Ersch\u00fctterungen direkt auf die Ger\u00e4te \u00fcbertr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen die Festplatten gut im Ger\u00e4t befestigt werden. Sie lediglich ins Geh\u00e4use zu legen, kann aufgrund der schnell rotierenden Disks im Inneren f\u00fcr kleinere Bewegungen des Laufwerks und somit f\u00fcr Besch\u00e4digungen sorgen. Gerade preiswerte Systeme setzen zudem oft auf Klemmen oder Einsch\u00fcbe aus Kunststoff, die den Festplatten etwas Spiel lassen beziehungsweise selbst nicht hundertprozentig fest im Geh\u00e4use sitzen. In solchen F\u00e4llen ist es empfehlenswert, die Festplatten und Einsch\u00fcbe zum Beispiel mit kleinen Gummist\u00fccken richtig zu arretieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hohe Temperaturen verk\u00fcrzen die Lebensdauer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Enterprise-Festplatten sind f\u00fcr Betriebstemperaturen zwischen 5 und 60 Grad Celsius ausgelegt. Das hei\u00dft allerdings nur, dass sie in diesem Bereich korrekt funktionieren \u2013 bei h\u00f6heren Temperaturen verschlei\u00dfen die elektronischen und mechanischen Komponenten wie das Lager der Spindel schneller. Ideal ist ein Betrieb am oberen Ende des spezifizierten Bereichs aber auch nicht, denn er kann zu einer h\u00f6heren Fehlerwahrscheinlichkeit f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die in den Datenbl\u00e4tter aufgef\u00fchrte Mean Time To Failure (MTTF) bezieht sich auf eine durchschnittliche Betriebstemperatur von maximal 40 Grad Celsius. Bei den meisten Enterprise-Festplatten betr\u00e4gt sie 2,5 Millionen Stunden, was einer Annualized Failure Rate (AFR) von 0,35 Prozent entspricht. Von 1.000 Laufwerken w\u00fcrden im Laufe eines Jahres also voraussichtlich drei bis vier ausfallen. Bei Temperaturen \u00fcber 40 Grad Celsius steigt die Ausfallrate an \u2013 erfahrungsgem\u00e4\u00df um rund 30 Prozent pro 5 Grad Celsius. Ein dauerhafter Betrieb von Festplatten bei 55 Grad Celsius kann die AFR somit auf 0,76 Prozent erh\u00f6hen, sodass binnen eines Jahres mit dem Ausfall von sieben bis acht Laufwerken zu rechnen ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcberlastung erh\u00f6ht den Verschlei\u00df<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus beeinflusst auch die Nutzung die Lebensdauer von Festplatten, denn diese sind f\u00fcr eine bestimmte Betriebsdauer und Arbeitslast ausgelegt. Im Falle von Desktop-Laufwerken sind das \u00fcblicherweise 16 Stunden pro Tag und 55 TB pro Jahr \u2013 in NAS-Systemen und Servern, in denen sie 24\/7 laufen und h\u00f6heren Arbeitslasten ausgesetzt sind, haben diese Modelle daher nichts zu suchen. NAS- und Enterprise-Festplatten hingegen verkraften einen Betrieb rund um die Uhr und kommen mit 180 beziehungsweise 550 TB zurecht. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Daten geschrieben oder gelesen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wollen Unternehmen das Maximum an Lebenszeit aus ihren Festplatten herausholen, sollten sie darauf achten, die spezifizierten Arbeitslasten nicht zu \u00fcberschreiben, die Laufwerke vor Ersch\u00fctterungen und Vibrationen zu sch\u00fctzen und konstant bei h\u00f6chstens 40 Grad Celsius zu betreiben. Dann steht einer Nutzung \u00fcber die Garantiezeit hinaus meist nichts im Wege \u2013 allerdings kommt einer regelm\u00e4\u00dfigen Datensicherung dann eine noch gr\u00f6\u00dfere Bedeutung zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Autor: Rainer W. Kaese, Senior Manager, HDD Business Development bei Toshiba Electronics Europe<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"979\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Toshiba_RainerKaeseBW-002-979x1024.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-27662\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Toshiba_RainerKaeseBW-002-979x1024.webp 979w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Toshiba_RainerKaeseBW-002-287x300.webp 287w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Toshiba_RainerKaeseBW-002-768x803.webp 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Toshiba_RainerKaeseBW-002.webp 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 979px) 100vw, 979px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Rainer W. Kaese, Senior Manager, HDD Business Development bei Toshiba Electronics Europe (Quelle: Toshiba Electronics Europe)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autoren: Rainer W. 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