{"id":26925,"date":"2024-06-27T10:39:47","date_gmt":"2024-06-27T08:39:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=26925"},"modified":"2024-06-18T10:47:57","modified_gmt":"2024-06-18T08:47:57","slug":"in-sechs-schritten-zu-einer-nachhaltigen-cloud-architektur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=26925","title":{"rendered":"In sechs Schritten zu einer nachhaltigen Cloud-Architektur"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/www.codecentric.de\/\">Dennis Breitling, Experte f\u00fcr Cloud und Nachhaltigkeit bei codecentric<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>Das Zeitalter des Cloud-Computing ist l\u00e4ngst angebrochen. Digitalisierung ohne Cloud \u2013 heute kaum noch vorstellbar. Die Zahlen sprechen f\u00fcr sich: Laut einer Bitkom-Studie wollen mehr als die H\u00e4lfte der Unternehmen (54 Prozent) noch in diesem Jahr in Cloud-L\u00f6sungen investieren, \u00fcber zwei Drittel haben dies in den kommenden Jahren vor. Gleichzeitig steigt auch der Druck, nachhaltiger zu wirtschaften und CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Nutzung einer Public Cloud bietet hierf\u00fcr gro\u00dfe Potenziale, birgt aber auch unbestreitbare Herausforderungen. F\u00fcr die Nutzung einer Public Cloud sind allerdings einige Punkte zu beachten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"681\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dennis_Breitling_business-002-681x1024.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-26927\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dennis_Breitling_business-002-681x1024.webp 681w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dennis_Breitling_business-002-200x300.webp 200w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dennis_Breitling_business-002-768x1154.webp 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dennis_Breitling_business-002-1022x1536.webp 1022w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dennis_Breitling_business-002-1363x2048.webp 1363w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dennis_Breitling_business-002-1320x1984.webp 1320w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Dennis_Breitling_business-002-scaled.webp 1703w\" sizes=\"auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: codecentric<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>1.<\/strong> <strong>Analyse des Ist-Zustands<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Schritt zur nachhaltigen Cloud-Optimierung ist die Analyse der aktuellen Emissionen. Im Gegensatz zu Private-Cloud-Nutzern, die selbst \u00fcber alle Daten verf\u00fcgen k\u00f6nnen, sind die Nutzer einer Public Cloud hierbei auf die Bem\u00fchungen der gro\u00dfen Cloud-Provider angewiesen. Mittlerweile bieten AWS, Microsoft Azure, Google Cloud und Co. jedoch L\u00f6sungen an, mit denen sich die Klimarelevanz der Cloud-Nutzung nachvollziehen l\u00e4sst. Um Optimierungspotenziale zu identifizieren und eine ad\u00e4quate Vergleichsgrundlage zu erhalten, sind die Daten der gro\u00dfen Anbieter in jedem Fall aufschlussreich. Im Hinblick auf wichtige Faktoren wie den Strommix oder die Auslastung l\u00e4sst die Transparenz der gro\u00dfen Cloud-Anbieter indes noch zu w\u00fcnschen \u00fcbrig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.<\/strong>\u00a0<strong>Wahl der Cloud-Region<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Wahl der Cloud-Region ist ganz entscheidend f\u00fcr Nachhaltigkeit und Performance. Zwei Faktoren sind zu ber\u00fccksichtigen: der Strommix in der Cloud-Region und die geographische Distanz zum Unternehmen. Die gute Nachricht: Die meisten Services werden in mehreren Regionen angeboten. Regionen mit nachhaltigem Strommix und kurzer Entfernung zum Unternehmen sind gut geeignet, da sie weniger Energie f\u00fcr den Datenverkehr ben\u00f6tigen und so die Emissionen reduzieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.<\/strong>\u00a0<strong>Optimierung der Hardware<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch in der Public Cloud ist die Wahl der richtigen Hardware wichtig. Die einfache L\u00f6sung ist es, sehr leistungsf\u00e4hige Server mit reichlich Puffer einzuplanen, um auch unerwartete Lastspitzen bearbeiten zu k\u00f6nnen. Die Hardware sollte jedoch genau den spezifischen Anforderungen entsprechen, um unn\u00f6tige Kosten und Emissionen zu vermeiden. Ein detailliertes Monitoring hilft, die bestm\u00f6gliche Hardware-Auslastung zu bestimmen und Skalierungspotenziale zu identifizieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch dynamisch skalierbare Systeme tragen ma\u00dfgeblich zur Emissions- und Kostenreduktion bei. Denn diese reagieren flexibel auf sich \u00e4ndernde Bedingungen, insbesondere bei schwankenden und schwer planbaren Zugriffszahlen. Auf diese Weise werden die Cloud-Ressourcen effizient genutzt und Kosten reduziert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4.<\/strong>\u00a0<strong>Effiziente Cloud-Nutzung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Systeme laufen rund um die Uhr, was zu hohem Stromverbrauch und Emissionen f\u00fchrt. Systeme sollten deshalb nur laufen, wenn sie auch wirklich ben\u00f6tigt werden. Dies spart Energie und senkt die Betriebskosten. Zudem sollten rechenintensive Aufgaben in Zeiten geringerer Auslastung ausgef\u00fchrt werden, da Cloud-Anbieter ihre Ressourcen dann oft g\u00fcnstiger anbieten. Dadurch lassen sich kosten- und energieintensive Auslastungsspitzen vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5.<\/strong>\u00a0<strong>Nutzung von Microservices<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Flexibilit\u00e4t ist entscheidend f\u00fcr eine klimafreundliche Cloud. Um Nutzungszeiten zu optimieren, sollten sich einzelne Workloads gezielt steuern und bei Bedarf herunterfahren lassen. Ein wirksames Instrument sind Microservices, die es erm\u00f6glichen, unterschiedliche Funktionen unabh\u00e4ngig voneinander zu betreiben. Dies spart Kapazit\u00e4ten und reduziert Emissionen. Voraussetzung daf\u00fcr ist eine genaue Kenntnis der Nutzungsprofile. Auf diese Weise kann festgestellt werden, wann welche Dienste in Anspruch genommen werden und aktiv sein m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6.<\/strong>\u00a0<strong>Effiziente Datenspeicherung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ufig wird \u00fcbersehen, dass auch eine effiziente Datenhaltung die Emissionen senken kann: Unn\u00f6tige Daten sollten regelm\u00e4\u00dfig gel\u00f6scht werden, um Speicher- und Energiekosten zu senken. Dies ist h\u00e4ufig ohne gro\u00dfen Aufwand m\u00f6glich: Denn die meisten Public-Cloud-Anbieter stellen daf\u00fcr inzwischen automatisierte Funktionen bereit. Und wer weniger Speicherplatz verbraucht, zahlt weniger.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmen k\u00f6nnen also mit gezielten Ma\u00dfnahmen den CO2-Fu\u00dfabdruck ihrer Cloud reduzieren, ohne Abstriche bei der Leistung machen zu m\u00fcssen. Der Weg zur klimafreundlichen Cloud ist allerdings individuell und h\u00e4ngt von den spezifischen Gegebenheiten und Bed\u00fcrfnissen des Unternehmens ab. Organisationen m\u00fcssen sich auch dar\u00fcber im Klaren sein, dass es sich um einen kontinuierlichen Prozess handelt, der immer wieder Anpassungen und Neujustierungen erfordern wird. Eines ist jedoch sicher: Eine nachhaltige Cloud n\u00fctzt nicht nur der Umwelt, sondern reduziert auch ma\u00dfgeblich die Kosten\u00a0der Clouds.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Zeitalter des Cloud-Computing ist l\u00e4ngst angebrochen. Digitalisierung ohne Cloud \u2013 heute kaum noch vorstellbar. Die Zahlen sprechen f\u00fcr sich: Laut einer Bitkom-Studie wollen mehr als die H\u00e4lfte der Unternehmen (54 Prozent) noch in diesem Jahr in Cloud-L\u00f6sungen investieren, \u00fcber zwei Drittel haben dies in den kommenden Jahren vor. 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