{"id":26313,"date":"2024-03-20T10:15:07","date_gmt":"2024-03-20T09:15:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=26313"},"modified":"2024-03-12T10:37:55","modified_gmt":"2024-03-12T09:37:55","slug":"enterprise-search-setzt-generativer-ki-sinnvolle-grenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=26313","title":{"rendered":"Enterprise Search setzt generativer KI sinnvolle Grenzen"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/www.intrafind.com\/de\">Franz K\u00f6gl, Vorstand bei IntraFind<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmen und Beh\u00f6rden, die ChatGPT (Generative Pretrained Transformer) und Co. mit organisationseigenen Daten nutzen m\u00f6chten, stehen vor einem Dilemma: Generative KI birgt trotz beeindruckender Vorteile einige Sicherheitsrisiken. In eine Enterprise-Search-L\u00f6sung integriert, erhalten die intelligenten Helfer jedoch sinnvolle Grenzen und spielen dennoch ihre St\u00e4rken voll aus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Franz-Koegl-683x1024.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-26315\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Franz-Koegl-683x1024.webp 683w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Franz-Koegl-200x300.webp 200w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Franz-Koegl-768x1152.webp 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Franz-Koegl-1024x1536.webp 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Franz-Koegl-1365x2048.webp 1365w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Franz-Koegl-1320x1980.webp 1320w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Franz-Koegl-scaled.webp 1707w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Autor Franz K\u00f6gl ist Vorstand bei IntraFind in M\u00fcnchen, einem Spezialisten f\u00fcr Enterprise Search und KI. (Quelle: IntraFind)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Generative KI einzusetzen, ist immer mit gewissen Risiken verbunden. So praktisch auf dieser Technologie basierende Helfer wie ChatGPT auch sind, sie sind keinesfalls perfekt. Beeindruckende Ergebnisse liefern sie dennoch und Texte, Bilder oder Videos, die sie eigenst\u00e4ndig erstellen, wirken fast wie von Menschenhand. Unternehmen und Beh\u00f6rden wollen logischerweise von diesen Kapazit\u00e4ten profitieren, ihr vorhandenes Wissen einbeziehen und ihre Produktivit\u00e4t verbessern. Bei aller Euphorie sollten sie aber die Risiken beachten und \u201eGenAI\u201c im richtigen Kontext und Umfeld einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Keine Macht den Halluzinationen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erfinden KI-Tools wie ChatGPT vermeintliche Fakten einfach, spricht man gemeinhin von \u201eHalluzinationen\u201c. Diese Fehlinformationen sind nicht ungef\u00e4hrlich, insbesondere wenn der k\u00fcnstlichen Intelligenz quasi blind vertraut wird. Warum KI-Systeme halluzinieren, liegt an der Art und Weise, wie sie Texte erzeugen: Generative KI arbeitet sich Wort f\u00fcr Wort voran und f\u00fcgt an das jeweils letzte Wort in einem Satz eben jenes an, das nach den Regeln der Wahrscheinlichkeit sinnvollerweise darauf folgen m\u00fcsste. Die Wahrheit bleibt dabei aktuell oft noch auf der Strecke. Da die KI-generierten Texte sich formal dennoch geradezu perfekt lesen, bleiben unbeabsichtigte Schwindeleien des digitalen Assistenten ohne genaue Pr\u00fcfung der Ergebnisse durch den Anwender nicht selten unbemerkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Themen Datenschutz und -sicherheit bringen ganz eigene Risikofaktoren mit sich. Grunds\u00e4tzlich gilt: Eine lupenreine Compliance und der Schutz der Daten vor dem Zugriff Unbefugter sind bei Sprachmodellen, die in einer Cloud betrieben werden, in den wenigsten F\u00e4llen durchsetzbar. Auch dieser potenzielle Kontrollverlust \u00fcber sensible Gesch\u00e4ftsdaten ist beim Einsatz generativer KI-Tools zu bedenken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bew\u00e4hrte Strukturen f\u00fcr h\u00f6chste Sicherheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem gibt es durchaus M\u00f6glichkeiten, generative KI zu nutzen, ohne sich angreifbar zu machen oder den Datenschutz zu vernachl\u00e4ssigen. Daf\u00fcr m\u00fcssen Unternehmen die Technologie allerdings \u201eb\u00e4ndigen\u201c und in eine bereits vorhandene sowie bew\u00e4hrte Struktur einbetten \u2013 etwa in eine Enterprise-Search-L\u00f6sung. Ein solches System gibt quasi nativ die Rahmenbedingungen vor, in denen generative k\u00fcnstliche Intelligenzen agieren d\u00fcrfen. Statt also v\u00f6llig unabh\u00e4ngig von Regeln und Einschr\u00e4nkungen nach einer Antwort auf die gestellten Fragen zu suchen, k\u00f6nnen sie nicht \u00fcber die festgelegten Grenzen der Unternehmenssuche hinaus gehen. Da Enterprise-Search-L\u00f6sungen im Bestfall nur mit relevanten und legalen Datenquellen verbunden sind, finden Nutzer auch nur Informationen, die wirklich faktisch korrekt sind. Halluzinieren wird dadurch auf ein Mindestma\u00df reduziert. Und um das Restrisiko weiter zu minimieren, liefern smarte Systeme auch die Quellenbez\u00fcge der erzeugten Antworten oder Zusammenfassungen nahtlos mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Gute Enterprise-Search-L\u00f6sungen verf\u00fcgen au\u00dferdem \u00fcber eine rollenbasierte Zugriffskontrolle. So k\u00f6nnen Unternehmen und vor allem Beh\u00f6rden ausschlie\u00dfen, dass Mitarbeiter Einblick in Datens\u00e4tze bekommen, f\u00fcr die sie keine Freigabe haben, und Datenschutzverst\u00f6\u00dfe verhindern. Da gerade Beh\u00f6rden oft sehr strenge Compliance-Anforderungen haben und mit hochsensiblen Informationen arbeiten, sind sie auf eine hohe Transparenz der generativen Modelle angewiesen. Open-Source-Technologien, die sie ohne Abh\u00e4ngigkeiten zu externen Dienstleistern und Stakeholdern auf eigenen Servern ausf\u00fchren k\u00f6nnen, sind in diesem Fall die bessere Wahl als propriet\u00e4re Modelle.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Enterprise Search: sicherer Partner f\u00fcr zahlreiche Use Cases<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was Unternehmen und Beh\u00f6rden sich vom Einsatz einer Enterprise-Search-L\u00f6sung mit generativen KI-Kapazit\u00e4ten in jedem Fall versprechen k\u00f6nnen, ist ein ganzes Portfolio produktivit\u00e4tssteigernder und gleichzeitig sicherer Use Cases. Umfangreiche Berichte, Pr\u00e4sentationen oder digitalisierte Akten k\u00f6nnen vom KI-Assistent schnell und unkompliziert zusammengefasst werden \u2013 Quellenangaben inklusive. Natural Language Processing, also die Verarbeitung nat\u00fcrlicher Sprache, erlaubt generativer KI in Form eines Chatbots Suchanfragen zu beantworten und mehr noch: Nutzer k\u00f6nnen sogar gezielt Fragen zu den Inhalten der gefundenen Dateien stellen, ohne beispielsweise Akten oder Vertr\u00e4ge selbst zu \u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese weitreichenden F\u00e4higkeiten generativer KI bieten im Zusammenhang mit einer Enterprise-Search-L\u00f6sung unter anderem folgende Vorteile:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Verbesserte User Experience:<\/strong> Da Nutzer gezielter und unkomplizierter exakt die Informationen erhalten, die sie ben\u00f6tigen, steigert sich die Benutzererfahrung einer ohnehin schon komfortablen Enterprise-Search-L\u00f6sung.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Leichtere und intuitivere Bedienung:<\/strong> Ein elaboriertes Frage-Antwort-System, das auf Natural Language Processing mit Unterst\u00fctzung durch generative KI beruht, hebt das \u201eQuestion Answering\u201c auf ein h\u00f6heres Niveau \u2013 bei internen Suchvorg\u00e4ngen ebenso wie beim Kunden- oder B\u00fcrgerkontakt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Optimiertes Knowledge-Management:<\/strong> Der Zugang zum gesammelten Know-how eines Unternehmens oder einer Beh\u00f6rde wird erleichtert, was weitere Vorteile in zweiter Instanz mit sich bringt. So k\u00f6nnen neue Mitarbeiter um ein Vielfaches leichter eingearbeitet werden und die \u00dcbergabe beim Ausscheiden von Kollegen findet reibungslos statt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Erstklassige Customer Experience:<\/strong> Gerade Industrieunternehmen haben oft anspruchsvollen Kundenkontakt. Durch die Option, sich die oft un\u00fcbersichtlichen technischen Dokumentationen mittels einfacher Fragen zusammenfassen zu lassen, k\u00f6nnen Service-Mitarbeiter Kunden schneller helfen \u2013 und damit deren Zufriedenheit steigern.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Schnelleres Fallmanagement im Amt:<\/strong> Ein sogenannter Vermerkassistent kann von Beh\u00f6rden eingesetzt werden, um Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern beim Erstellen von Aktenvermerken zu helfen. Generative KI fasst in diesem Zusammenhang den jeweiligen Sachverhalt zusammen und f\u00fcgt die Information als Vermerk der Akte hinzu. Das zust\u00e4ndige Personal bleibt zwar weiterhin f\u00fcr die Beurteilung und abschlie\u00dfende Bewertung verantwortlich, erh\u00e4lt aber alle relevanten Details auf einen Blick.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Workflows sind Unternehmenssache<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Beispiele zeigen die breiten Anwendungsgebiete, die generative KI in Verbindung mit der Unternehmenssuche bereitstellt. Welche Use Cases allerdings wirklich interessant f\u00fcr das jeweilige Unternehmen oder die einzelne Beh\u00f6rde sind, das wissen sie selbst am besten. In den meisten F\u00e4llen lohnt es sich, die weitreichenden F\u00e4higkeiten einer Enterprise-Search-L\u00f6sung und generativer KI miteinander zu kombinieren, um mehr aus den eigenen Daten herauszuholen. Allein das verbesserte Wissensmanagement und die damit einhergehende Produktivit\u00e4tssteigerung macht generative KI und Enterprise Search zum absoluten Dream Team f\u00fcr Organisationen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unternehmen und Beh\u00f6rden, die ChatGPT (Generative Pretrained Transformer) und Co. mit organisationseigenen Daten nutzen m\u00f6chten, stehen vor einem Dilemma: Generative KI birgt trotz beeindruckender Vorteile einige Sicherheitsrisiken. 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