{"id":25492,"date":"2023-12-06T12:11:42","date_gmt":"2023-12-06T11:11:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=25492"},"modified":"2023-11-23T12:20:52","modified_gmt":"2023-11-23T11:20:52","slug":"platform-engineering-alles-unter-einem-hut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=25492","title":{"rendered":"Platform Engineering: Alles unter einem Hut"},"content":{"rendered":"\n<p>Autorin\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/www.cloudbees.com\/\">Hope Lynch, Senior Director, Plattform bei CloudBees<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>IT-F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen sich haupts\u00e4chlich um zwei Gruppen k\u00fcmmern, die h\u00e4ufig im Widerspruch zueinander agieren: Die Unternehmensleiter und die Entwicklerteams, die die Anwendungen erstellen, auf die sich Unternehmen verlassen, um ihren Umsatz zu steigern und die Rentabilit\u00e4t zu maximieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Hope-Lynch-scaled.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Hope-Lynch-1024x683.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-25495\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Hope-Lynch-1024x683.webp 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Hope-Lynch-300x200.webp 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Hope-Lynch-768x512.webp 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Hope-Lynch-1536x1025.webp 1536w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Hope-Lynch-2048x1366.webp 2048w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/Hope-Lynch-1320x880.webp 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: CloudBees<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die F\u00fchrungsetage will nat\u00fcrlich, dass qualitativ hochwertige Anwendungen so schnell wie m\u00f6glich und zu den geringstm\u00f6glichen Kosten entwickelt werden. In aller Regel wollen Entwicklerteams das Gleiche \u2013 und etwas mehr. Sie wollen die Freiheit haben, mit dem besten Tool f\u00fcr die jeweilige Aufgabe innovativ zu sein. Ohne diese Flexibilit\u00e4t ist es in der Regel nur eine Frage der Zeit, bis die besten Entwickler mit den F\u00fc\u00dfen abstimmen und ihr F\u00e4higkeiten einem anderen Unternehmen zur Verf\u00fcgung stellen, das Innovationen genauso sch\u00e4tzt wie sie selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Gl\u00fccklicherweise bietet der Trend in Richtung Platform Engineering IT-F\u00fchrungskr\u00e4ften die Gelegenheit, den Bed\u00fcrfnissen beider Gruppen gerecht zu werden. Dabei geht es darum, Best Practices f\u00fcr DevOps in gro\u00dfem Umfang mittels interner Entwicklerplattformen (IDPs) zu implementieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Platform Engineering erkl\u00e4rt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Platform Engineering definiert eine Methode zur automatisierten Verwaltung von DevOps-Plattformen, die auch das Entwicklererlebnis (DevX) verbessert. Entwicklerteams m\u00fcssen nicht mehr ihre eigene DevOps-Plattform verwalten, weil Platform Engineering das Management dieser Plattformen zentralisiert, um Engp\u00e4sse zu beseitigen und die Gesamtkosten der Anwendungsentwicklung zu senken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein solcher Ansatz sorgt daf\u00fcr, dass Entwicklerteams ihre Zeit nicht damit verschwenden, die Eigenheiten verschiedener Plattformen in Einklang zu bringen, und dass die Arbeitsabl\u00e4ufe zwischen mehreren Teams wesentlich reibungsloser werden. Dies wiederum bietet die M\u00f6glichkeit, Standards einzuf\u00fchren und zu automatisieren, sodass manuelle Aufgaben eliminiert werden, die aktuell noch das Tempo der Anwendungsentwicklung verringern. Platform Engineering schafft somit Ordnung in den oft chaotischen Prozessen der Anwendungsentwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Gesellschaftsvertrag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Kernproblem, mit dem IT-F\u00fchrungskr\u00e4fte regelm\u00e4\u00dfig konfrontiert sind, ist die Tatsache, dass Entwickler ihre Privilegien sch\u00e4tzen. Die meisten Entwickler sind misstrauisch gegen\u00fcber jeder Platform-Engineering-Initiative, die sie bei der Wahl ihrer Tools einzuschr\u00e4nken scheint. F\u00fcr IT-F\u00fchrungskr\u00e4fte ist es somit entscheidend, das richtige Gleichgewicht zu finden. Laut dem <a href=\"https:\/\/www.software.com\/reports\/code-time-report#developers-code-less-than-one-hour-per-day-\">Global Code Time Report<\/a> von Software.com verbringen Entwickler im Moment einen Gro\u00dfteil ihrer Arbeitszeit mit anderen Aufgaben als dem Schreiben von Code. Wenn ein Platform-Engineering-Team also nachweisen kann, dass die kognitive Belastung der Entwicklerteams reduziert wird, werden entsprechende Initiativen vermutlich eher angenommen. Je mehr Zeit Entwickler f\u00fcr das Schreiben von qualitativ hochwertigem Code gewinnen, desto eher sind sie bereit, ein bisschen Entscheidungsfreiheit zu opfern. Das bedeutet nicht, dass sich die Entwickler nicht das Recht vorbehalten, ein neues Tool oder eine neue Plattform f\u00fcr die Erstellung einer Anwendung zu nutzen. Aber es bedeutet, dass sie sich der Vorteile der Zusammenarbeit bewusst sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunde arbeiten die IT-Verantwortlichen dadurch mit einem \u00c4quivalent zum Gesellschaftsvertrag, wie er von Philosophen wie John Locke und Jean-Jacques Rousseau postuliert wurde: Wenn ein solcher Ansatz f\u00fcr eine Demokratie gut genug ist, sodass auf Basis von Zustimmung regiert wird, ohne dass es zu einem Aufstand kommt, sollte er auch f\u00fcr Entwicklerteams in Unternehmen gut genug sein. Entwickler werden \u2013 wie jeder B\u00fcrger \u2013 implizit erkennen, dass die potenziellen Vorteile den Verlust (oder den vermeintlichen Verlust) der pers\u00f6nlichen Freiheit bei weitem \u00fcberwiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herausforderung besteht darin, diese Vorteile allen Beteiligten klarzumachen, ohne dabei das n\u00f6tige Gesp\u00fcr zu vernachl\u00e4ssigen. Es m\u00fcssen Leitplanken errichtet werden, um die Sicherheit der Anwendungen zu gew\u00e4hrleisten, aber sie m\u00fcssen so implementiert werden, dass die Entwickler sie eher als hilfreich denn als hinderlich empfinden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mit Platform Engineering arbeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmen werden die von ihnen verwendete CI\/CD-Plattform (Continuous Integration\/Continuous Delivery) in der Regel nicht durch Plattform Engineering ersetzen \u2013 die Kosten w\u00e4ren einfach zu hoch. Es ist jedoch m\u00f6glich, dass ein Platform-Engineering-Team eine moderne IDP als Erweiterung der bestehenden CI\/CD-Plattform einsetzt. Die Entwickler k\u00f6nnen dann mithilfe einer Reihe von Vorlagen die Entwicklungsumgebungen in wenigen Minuten aufsetzen und selbst verwalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu einer IDP geh\u00f6rt viel mehr als der Zugriff auf eine Reihe von Vorlagen, die stark in eine CI\/CD-Plattform integriert sind. Es muss auch eine Steuerungsebene vorhanden sein, die es den Entwicklern erm\u00f6glicht, Codeversionen einfach zu verwalten. Auch bedarf es einer Registry, die die Zusammenarbeit f\u00f6rdert, \u00dcberwachungs-, Analyse- und Beobachtungstools, Frameworks f\u00fcr die Verwaltung von Secrets und die Umsetzung von Richtlinien sowie schlie\u00dflich eines vereinfachten Zugangs zur Infrastruktur, die als Code bereitgestellt werden kann. Secrets sind Authentifizierungsdaten, die in DevOps-Diensten und -Anwendungen verwendet werden, darunter API-Tokens, Verschl\u00fcsselungsschl\u00fcssel, Benutzernamen, Passw\u00f6rter und Secure Shell (SSH)-Schl\u00fcssel. Jedes Unternehmen muss selbst entscheiden, ob es die verschiedenen Komponenten, aus denen sich eine IDP zusammensetzt, von einem Plattform-Engineering-Team kombinieren und pflegen lassen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausweg Platform Engineering<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Probleme, die das Platform Engineering adressiert, sind den Verantwortlichen seit langem bekannt. Sie lassen sich nat\u00fcrlich nicht \u00fcber Nacht l\u00f6sen, aber eine IDP, die eng in eine CI\/CD-Plattform integriert ist, legt den Grundstein f\u00fcr einen kulturellen Wandel. Ein Wandel, der bei viel zu vielen Unternehmen l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig ist. Zu einem sinnvollen Wandel geh\u00f6rt auch ein Dialog, der am Anfang des Prozesses steht. Die Entwickler erwarten von den IT-F\u00fchrungskr\u00e4ften zurecht, dass sie schnell konkrete Ma\u00dfnahmen ergreifen, um den Developern tats\u00e4chlich ein besseres Arbeitsumfeld zu bieten. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Entwickler Platform Engineering nur als ein weiteres leeres Versprechen betrachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Unabh\u00e4ngig von der Herangehensweise kann jeder in einem Unternehmen die Bedeutung eines produktiveren Software-Developments leicht erkennen. Der schwierige Teil besteht darin, alle Beteiligten davon zu \u00fcberzeugen, dass Platform Engineering der richtige Weg ist, dieses Ziel zu erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>IT-F\u00fchrungskr\u00e4fte m\u00fcssen sich haupts\u00e4chlich um zwei Gruppen k\u00fcmmern, die h\u00e4ufig im Widerspruch zueinander agieren: Die Unternehmensleiter und die Entwicklerteams, die die Anwendungen erstellen, auf die sich Unternehmen verlassen, um ihren Umsatz zu steigern und die Rentabilit\u00e4t zu maximieren.<\/p>\n","protected":false},"author":81,"featured_media":25495,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[8,197],"tags":[11233,7128,4602,6014,17691],"class_list":["post-25492","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-entwicklung","tag-ci-cd","tag-cloudbees","tag-devops","tag-idp","tag-platform-engineering"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25492","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/81"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25492"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25492\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25496,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25492\/revisions\/25496"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/25495"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25492"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25492"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25492"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}