{"id":25234,"date":"2023-10-29T10:19:10","date_gmt":"2023-10-29T09:19:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=25234"},"modified":"2023-10-23T10:34:05","modified_gmt":"2023-10-23T08:34:05","slug":"genuss-am-wochenende-solidarische-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=25234","title":{"rendered":"Genuss am Wochenende &#8211; Solidarische Landwirtschaft"},"content":{"rendered":"\n<p>Solawi ist die Abk\u00fcrzung f\u00fcr Solidarische Landwirtschaft. Dies ist das Projekt von Sophie L\u00f6bbering, die an der FH M\u00fcnster Oecotrophologie \u2013 Facility Management studiert hat. Die von ihr gegr\u00fcndete Gemeinschaft hei\u00dft \u201eSolawi Crowdsalat e.V.\u201c. Schnell hat sie weitere MitstreiterInnen gefunden, die nun mit ihr und ihrem Mann das gepachtete Feld bewirtschaften. G\u00e4rtner hat sie in einer Bio-G\u00e4rtnerei gelernt und nach Ihrer Masterarbeit zum Thema Solawi entschieden, dieses Modell selbst zu gr\u00fcnden. F\u00fcnfundf\u00fcnfzig Gem\u00fcsesorten werden mittlerweile auf dem St\u00fcck Land von einigen Teilzeit-Angestellten sowie den Mitgliedern gez\u00fcchtet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Crowdsalat_SophieLoebberung_FotoFHMuenster.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"678\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Crowdsalat_SophieLoebberung_FotoFHMuenster-1024x678.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25236\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Crowdsalat_SophieLoebberung_FotoFHMuenster-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Crowdsalat_SophieLoebberung_FotoFHMuenster-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Crowdsalat_SophieLoebberung_FotoFHMuenster-768x509.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Crowdsalat_SophieLoebberung_FotoFHMuenster.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sophie L\u00f6bbering betreibt die \u201eSolawi Crowdsalat\u201c in D\u00fclmen und hat an der FH M\u00fcnster am Fachbereich Oecotrophologie \u2013 Facility Management studiert. (Foto: FH M\u00fcnster\/Frederik Tebbe) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Bericht von Frederik Tebbe<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Zukunftslabor in D\u00fclmen: Sophie betreibt die solidarische Landwirtschaft \u201eCrowdsalat\u201c<br>Sophie L\u00f6bbering schlie\u00dft den Schuppen auf und l\u00e4dt einen kleinen Handpflug in die Schubkarre. Es geht raus aufs Feld: Der Acker muss f\u00fcr die n\u00e4chste Saat vorbereitet werden. Denn erst am Vormittag haben sie und ihr Team frisch geerntet, schon bald wird das Gem\u00fcse abgeholt \u2013 von der Gemeinschaft des \u201eSolawi Crowdsalat e.V.\u201c, den Sophie gegr\u00fcndet hat. \u201eSolawi\u201c steht f\u00fcr \u201eSolidarische Landwirtschaft\u201c. Ein Konzept eines gemeinschaftlichen Anbaus, das seine Mitglieder unabh\u00e4ngig von Marktschwankungen zu fairen Preisen mit Lebensmitteln versorgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mair\u00fcbchen sind auf dem Feld in D\u00fclmen gewachsen. \u201eBis wir die Solawi hier gegr\u00fcndet haben, waren mir die R\u00fcben nicht wirklich gel\u00e4ufig\u201c, sagt Sophie und stellt den Pflug kurz beiseite. \u201eAber wir bauen hier saisonal an. Das ist auch mit einer Art Bildungsauftrag verbunden: Wir lernen, was man mit dem Gem\u00fcse eigentlich machen kann und geben der Gemeinschaft auch Tipps daf\u00fcr mit auf den Weg. Im Grunde betreiben wir hier eine vergleichsweise kleine, aber sehr effiziente Biog\u00e4rtnerei mit zus\u00e4tzlichem Kommunikationsaufwand.\u201c Das Prinzip \u201eSolidarische Landwirtschaft\u201c sieht vor, dass dessen Mitglieder pro Jahr einen von ihnen selbst gew\u00e4hlten Beitrag f\u00fcr die Ernte zahlen. Solidarisch, das hei\u00dft: Jede*r gibt, was f\u00fcr sie oder ihn im Jahr m\u00f6glich ist, bekommt aber den gleichen Anteil wie alle anderen auch. \u201eWir stellen zu Beginn des Anbaujahres unsere geplante Kostenkalkulation transparent vor. In einer Bieterrunde k\u00f6nnen die Mitglieder dann einen Beitrag nennen, den sie sich leisten k\u00f6nnen \u2013 im Geheimen, um solidarisch zu bleiben. Wenn wir unsere Kosten decken, kann es losgehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auf das Modell gesto\u00dfen ist Sophie 2018 w\u00e4hrend ihrer Masterarbeit im Studiengang Nachhaltige Dienstleistungs- und Ern\u00e4hrungswirtschaft. Darin hat sie das Potenzial der solidarischen Landwirtschaft erforscht und das Modell auf die Wirtschaftsweise einer B\u00e4ckerei \u00fcbertragen. \u201eDanach war mir im Grunde klar: Ich muss so etwas selber gr\u00fcnden.\u201c Auf dem Hof in der D\u00fclmener Bauernschaft Welte, den sie gemeinsam mit ihrem Mann Sebastian von ihrem Schwiegervater gepachtet hat, hat sie die passende Grundlage f\u00fcr die Solawi gefunden. Gegr\u00fcndet hat das Paar sie schlie\u00dflich 2021 mit zehn Mitgliedern der \u201eCoesfeld-for-Future\u201c-Bewegung. Diese sind heute zum Gro\u00dfteil im Vorstand der Solawi oder aktive ehrenamtliche Mitglieder des Vereins.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie man Gem\u00fcse biologisch anbaut, hat Sophie wiederum von einem G\u00e4rtner gelernt, der auf dem Hof als Gartenbauleiter angestellt ist und die Anforderungen an einen \u00f6kologischen Gem\u00fcseanbau nach Demeter-Standard kennt. \u201eIch sage immer: Ich bin auszubildende G\u00e4rtnerin\u201c, sagt Sophie, die die Solawi in Teilzeit betreibt, au\u00dferdem noch in der ebenfalls von ihr mitgegr\u00fcndeten Organisationsberatung \u201einiciato\u201c und als Lehrbeauftragte an unserer Hochschule t\u00e4tig ist. Und wer mit ihr \u00fcber den Hof geht, merkt, dass sie seit der Gr\u00fcndung eine Menge dabei gelernt hat. Sie pfl\u00fcgt die Feldreihen und inspiziert im gro\u00dfen Gem\u00fcsetunnel auf dem Grundst\u00fcck mit inzwischen geschultem Auge verschiedenes Gem\u00fcse, darunter Gurken, Tomaten oder Stangenbohnen. Zum Feld und Gem\u00fcsetunnel auf dem Hof kommen noch ein Hektar Ackerland sowie acht Hektar Gr\u00fcnland \u2013 insgesamt gedeihen dort 55 Gem\u00fcsekulturen. Vier Personen in Teilzeit plus die Mitglieder arbeiten daran, dass das Modell aufgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie man Gem\u00fcse biologisch anbaut, hat Sophie wiederum von einem G\u00e4rtner gelernt, der auf dem Hof als Gartenbauleiter angestellt ist und die Anforderungen an einen \u00f6kologischen Gem\u00fcseanbau nach Demeter-Standard kennt. \u201eIch sage immer: Ich bin auszubildende G\u00e4rtnerin\u201c, sagt Sophie, die die Solawi in Teilzeit betreibt, au\u00dferdem noch in der ebenfalls von ihr mitgegr\u00fcndeten Organisationsberatung \u201einiciato\u201c und als Lehrbeauftragte an unserer Hochschule t\u00e4tig ist. Und wer mit ihr \u00fcber den Hof geht, merkt, dass sie seit der Gr\u00fcndung eine Menge dabei gelernt hat. Sie pfl\u00fcgt die Feldreihen und inspiziert im gro\u00dfen Gem\u00fcsetunnel auf dem Grundst\u00fcck mit inzwischen geschultem Auge verschiedenes Gem\u00fcse, darunter Gurken, Tomaten oder Stangenbohnen. Zum Feld und Gem\u00fcsetunnel auf dem Hof kommen noch ein Hektar Ackerland sowie acht Hektar Gr\u00fcnland \u2013 insgesamt gedeihen dort 55 Gem\u00fcsekulturen. Vier Personen in Teilzeit plus die Mitglieder arbeiten daran, dass das Modell aufgeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Solawi ist die Abk\u00fcrzung f\u00fcr Solidarische Landwirtschaft. Dies ist das Projekt von Sophie L\u00f6bbering, die an der FH M\u00fcnster Oecotrophologie \u2013 Facility Management studiert hat. Die von ihr gegr\u00fcndete Gemeinschaft hei\u00dft \u201eSolawi Crowdsalat e.V.\u201c. Schnell hat sie weitere MitstreiterInnen gefunden, die nun mit ihr und ihrem Mann das gepachtete Feld bewirtschaften. G\u00e4rtner hat sie in einer Bio-G\u00e4rtnerei gelernt und nach Ihrer Masterarbeit zum Thema Solawi entschieden, dieses Modell selbst zu gr\u00fcnden. 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