{"id":25163,"date":"2023-10-20T11:04:25","date_gmt":"2023-10-20T09:04:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=25163"},"modified":"2023-10-05T11:18:13","modified_gmt":"2023-10-05T09:18:13","slug":"edge-computing-der-netzwerkrand-rueckt-in-den-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=25163","title":{"rendered":"Edge Computing \u2013 Der Netzwerkrand r\u00fcckt in den Fokus"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/www.dc1.com\/\">Wolfgang Kaufmann, CEO Datacenter One<\/a>\/gg<strong><br><br><\/strong>Innovative Technologien wie das Internet der Dinge (IoT) oder Smart Cities treiben die Digitalisierung voran. Damit produzieren sowohl Unternehmen als auch Verbraucher immer mehr Daten, die gespeichert und verarbeitet werden m\u00fcssen. Laut Prognose wird die weltweite Datenmenge bis 2025 auf mehr als 180 Zettabyte ansteigen. Ein Aspekt wird in diesem Zusammenhang zunehmend wichtig: Die Verarbeitung der Daten vor Ort beziehungsweise dezentral am Rande des Netzwerks. Wenn zum Beispiel autonome Fahrzeuge miteinander kommunizieren oder eine Fabrik die Abnutzung ihrer Anlagen verfolgt, um vorbeugende Wartungsarbeiten zu einem bestm\u00f6glichen Zeitpunkt zu planen, dann muss die Verf\u00fcgbarkeit der Daten uneingeschr\u00e4nkt gew\u00e4hrleistet sein und diese m\u00fcssen m\u00f6glichst schnell verarbeitet werden k\u00f6nnen. Dies erfordert eine st\u00e4rkere Dezentralisierung von Rechenzentren, auch abseits der Ballungsr\u00e4ume.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/DC1_Wolfgang-Kaufmann-scaled.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/DC1_Wolfgang-Kaufmann-1024x683.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-25165\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/DC1_Wolfgang-Kaufmann-1024x683.webp 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/DC1_Wolfgang-Kaufmann-300x200.webp 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/DC1_Wolfgang-Kaufmann-768x512.webp 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/DC1_Wolfgang-Kaufmann-1536x1024.webp 1536w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/DC1_Wolfgang-Kaufmann-2048x1365.webp 2048w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/DC1_Wolfgang-Kaufmann-1320x880.webp 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Quelle: Datacenter One<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Edge Computing: dezentral, schnell und sicher<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Edge Computing bedeutet, dass Daten am Rande des Netzwerks beziehungsweise am physischen Standort der Nutzenden verarbeitet werden. IT-Ressourcen werden also weder in einem entfernten Rechenzentrum noch in der Cloud zur Verf\u00fcgung gestellt. Der Vorteil: eine geringere Latenz, also eine Antwortzeit, die nur wenige Millisekunden betr\u00e4gt. Am Beispiel des autonomen Fahrzeugs bedeutet dies, dass die Daten in einem Edge-Rechenzentrum vor Ort verarbeitet werden, anstatt hunderte Kilometer entfernt. Denn bei innovativen Technologien wie im Fall von selbst fahrenden Autos kann bereits der Zeitraum eines Augenzwinkerns entscheidend f\u00fcr die Sicherheit der Insassen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die dezentrale Datenverarbeitung hat neben der Schnelligkeit noch weitere Vorteile: Da Edge-Rechenzentren auf modernen und innovativen Technologien basieren, garantieren sie Zuverl\u00e4ssigkeit und eine hohe Leistungsf\u00e4higkeit. Zudem sind sie skalierbar und k\u00f6nnen je nach Kapazit\u00e4tsbedarf schnell angepasst werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcr jeden Bedarf das Passende<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Edge-Rechenzentren k\u00f6nnen ganz unterschiedlich gestaltet sein \u2013 von einzelnen Servern \u00fcber Racks bis hin zu ganzen Rechenzentrumsbereichen. Dabei lassen sie sich in drei verschiedene Kategorien einteilen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Legacy-Edge Computing: Die Daten werden lokal in den R\u00e4umlichkeiten des Unternehmens verarbeitet. Diese Rechenzentren sind klein und bestehen meist nur aus wenigen einzelnen Servern.<\/li>\n\n\n\n<li>Geografisches Edge Computing: Hierbei handelt es sich um Content-Delivery-Netze und Cloud-Dienste, die \u00fcberwiegend in Colocation-Rechenzentren gehostet werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Dynamisches Edge Computing: Diese Kategorie umfasst in erster Linie IoT- oder Streaming-Dienste. Dynamische Edge-Ger\u00e4te verf\u00fcgen in der Regel nur \u00fcber eine mobile Internetverbindung und sind daher auf geeignete Datenverbindungen angewiesen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><strong>Augenmerk auf Sicherheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Besonderes Augenmerk m\u00fcssen Unternehmen und Betreiber von Rechenzentren bei Edge Computing auf die Sicherheitsma\u00dfnahmen legen. Die Anbindung an verschiedene dezentrale und damit verteilte Datacenter erh\u00f6ht die Gefahr f\u00fcr Sicherheitsl\u00fccken. Dabei geht es nicht nur um Datendiebstahl, sondern auch um die Sicherheit von Infrastrukturkomponenten wie beispielsweise K\u00fchlsystemen. Denn werden diese manipuliert, drohen Ausf\u00e4lle und Datenverlust. Schlie\u00dflich gelten bei Edge Computing die gleichen flankierenden Sicherheitsma\u00dfnahmen wie in traditionellen Rechenzentren auch. So muss zum Beispiel an jedem einzelnen Ort sichergestellt werden, dass Servicepersonal eine l\u00fcckenlose \u00dcberwachung sicherstellt. F\u00fcr Unternehmen ist dies ein erheblicher Kostenfaktor, weshalb es sinnvoll ist, mit externen Rechenzentrumsanbietern zusammenzuarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sinnvolle Erg\u00e4nzung zu herk\u00f6mmlichen Rechenzentren \u2013 und der Cloud<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmen haben erkannt, dass sie schnell handeln m\u00fcssen, um mit den digitalen Entwicklungen Schritt zu halten. Viele Organisationen, die bisher klassische Rechenzentren genutzt haben, erkennen daher zunehmend die Notwendigkeit, Edge-Technologien in ihre IT-Landschaft zu integrieren. Laut einer aktuellen Studie von Eclipse Foundation setzt bereits mehr als die H\u00e4lfte (53 Prozent) der befragten Unternehmen auf IoT und Edge Computing oder plant deren Einsatz innerhalb der n\u00e4chsten zw\u00f6lf Monate. Weitere 24 Prozent geben an, in den kommenden zwei bis drei Jahren damit starten zu wollen. Die hohe Relevanz der Technologie zeige sich laut Studienautoren auch darin, dass die F\u00fchrungsebene in jedem dritten Unternehmen ma\u00dfgeblich \u00fcber die H\u00f6he der Investitionen entscheidet.<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Entwicklung sind \u00fcbrigens auch jene Unternehmen beteiligt, die bisher auf die Cloud gesetzt haben. Lange standen Rechenzentren beziehungsweise Edge und Cloud Computing zumeist im Gegensatz zueinander. Mit dem Einzug von IoT in die Organisationen ergibt diese Trennung jedoch keinen Sinn mehr. Statt sich kontr\u00e4r gegen\u00fcberzustehen, bilden Edge und Cloud vielmehr eine sinnvolle Erg\u00e4nzung. Beispielsweise kommt Edge Computing zum Einsatz, um die Nachteile der Cloud \u2013 bei Datensicherheit oder Skalierbarkeit &#8211; auszugleichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innovative Technologien wie das Internet der Dinge (IoT) oder Smart Cities treiben die Digitalisierung voran. 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