{"id":23146,"date":"2023-03-31T11:21:00","date_gmt":"2023-03-31T09:21:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=23146"},"modified":"2023-03-28T10:41:36","modified_gmt":"2023-03-28T08:41:36","slug":"produkt-des-monats-les-v4-von-thomas-krenn-kompakter-server-mit-niedrigem-energieverbrauch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=23146","title":{"rendered":"Produkt des Monats: LES v4 von Thomas-Krenn \u2013 Kompakter Server mit niedrigem Energieverbrauch"},"content":{"rendered":"\n<p>Dr. G\u00f6tz G\u00fcttich<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem LES (Low Energy Server) in der Version 4 bietet Thomas-Krenn ein kompaktes Server-System, das ohne L\u00fcfter auskommt und sich damit bestens f\u00fcr den Einsatz in B\u00fcros eignet. Da die Ger\u00e4te zudem f\u00fcr einen 24-Stunden-Betrieb ausgelegt sind und in einem staubgesch\u00fctzten Geh\u00e4use kommen, lassen sie sich auch f\u00fcr Industrieanwendungen nutzen. Wir haben eines der Produkte im Testlabor unter die Lupe genommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LES.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LES-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23148\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LES-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LES-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LES-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LES-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LES-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LES-1320x881.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der LES v4 (Bild: Thomas-Krenn)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Der LES v4 kommt mit drei 2,5-GBit\/s-LAN-Anschl\u00fcssen (auf Basis des Intel I225-V-Chipsatzes) und standardm\u00e4\u00dfig 4 GByte RAM, die sich bis zu 32 GByte aufr\u00fcsten lassen. Unser Testger\u00e4t verf\u00fcgte \u00fcber 16 GByte RAM (SO-DIMM DDR4 3200). Als Speichermedium k\u00f6nnen 2,5-Zoll-SATA-SSDs zum Einsatz kommen, und zwar bis zu einer Kapazit\u00e4t von 7,68 TByte. Unser System verf\u00fcgte \u00fcber eine 240 GByte gro\u00dfe ATP A600Sc Superior M.2 mit Power-Loss-Protection und eignete sich somit f\u00fcr den Server-Betrieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Als CPU kommt ein Intel Celeron J6412 mit vier Kernen zum Einsatz. Die Onboard-Grafik setzt auf der Intel UHD-Grafik auf und erm\u00f6glicht eine maximale Aufl\u00f6sung von 4096 mal 2160 Punkten bei 60 Hertz. Die Gr\u00f6\u00dfe des Geh\u00e4uses liegt bei 45 Millimeter mal 126,5 Millimeter mal 150 Millimeter (H\u00f6he\/Breite\/Tiefe) und es geh\u00f6rt eine 100 mal 100 VESA-Halterung zum Lieferumfang. Abgesehen davon bringt das System auch einen Nano-SIM-Kartenhalter mit und l\u00e4sst sich im Temperaturbereich zwischen Null und 40 Grad einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LESv4.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"781\" height=\"572\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LESv4.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-23149\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LESv4.webp 781w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LESv4-300x220.webp 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LESv4-768x562.webp 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 781px) 100vw, 781px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Ger\u00e4temanager des Servers nach der Installation der Grafiktreiber (Screenshot: Sysbus)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>An Betriebssystemen unterst\u00fctzt der LES v4 neben Debian-Linux und diversen Ubuntu-Varianten auch Red Hat, die Virtualisierungsumgebung Proxmos, FreeBSD, OPENsense sowie Windows 10 und 11. Die Ger\u00e4te sind auf Wunsch auch mit einem individuellen Branding und Logo erh\u00e4ltlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der LES v4 bringt neben zwei Display-Port- und einer HDMI-Schnittstelle auch einen HD-Audio-Port (Line-in, Line-out und Mic-in) sowie einen seriellen Port (RS232C) mit. Dar\u00fcber hinaus bietet das Geh\u00e4use an der Vorderseite insgesamt sechs USB-Anschl\u00fcsse, davon unterst\u00fctzen drei USB 2.0 und drei USB 3.0.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Test<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Test installierten wir auf dem System zun\u00e4chst einmal Windows Server 2019. Dieses Betriebssystem wird zwar nicht offiziell unterst\u00fctzt, wir wollten den LES v4 aber nutzen, um rund um die Uhr gewisse Basisdienste wie DHCP-Server, DNS-Server, Active Directory und \u00c4hnliches bereit zu stellen und zudem unsere Netzwerk\u00fcberwachungsl\u00f6sung \u201cPRTG\u201d von Paessler zu betreiben. Dazu eignet sich der Windows Server am besten. Nach der Installation suchten wir uns zun\u00e4chst einmal die Treiber f\u00fcr die vorhandenen Systemkomponenten zusammen und spielten, nachdem alles lief, den genannten PRTG-Netzwerkmonitor ein. Danach lie\u00dfen wir das System mehrere Wochen laufen und beobachteten, wie es sich in der Praxis verhielt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Installation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Windows-Installation l\u00e4uft \u00fcber einen USB-Stick ab und sollten keinen Administratoren vor irgendwelche Probleme stellen. Nach dem Abschluss des Setups stehen weder die LAN-Ports, noch eine h\u00f6here Aufl\u00f6sung als die Default-Aufl\u00f6sung von Windows zur Verf\u00fcgung. Deswegen machten wir uns jetzt zun\u00e4chst einmal auf Treibersuche. Als erstes installierten wir den Treiber f\u00fcr den Netzwerk-Chipsatz. Dieser steht auf der Thomas-Krenn-Webseite unter <a href=\"https:\/\/www.thomas-krenn.com\/de\/download.html\">Downloads zu LES v4 (thomas-krenn.com)<\/a> bereit. Um ihn zu installieren, muss man allerdings die Treibersignatur von Windows ausschalten, da er sich sonst nicht einspielen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem das Netz zur Verf\u00fcgung stand, suchten wir als n\u00e4chstes den Treiber f\u00fcr die Intel-UHD-Grafik. Dieser findet sich unter <a href=\"https:\/\/www.intel.com\/content\/www\/us\/en\/download\/762755\/intel-6th-10th-gen-processor-graphics-windows.html\">Intel\u00ae 6th-10th Gen Processor Graphics &#8211; Windows<\/a>. Nach der Installation dieser Software konnten wir die Aufl\u00f6sung des Servers an die unseres Monitors anpassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LES.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"781\" height=\"572\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LES.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-23150\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LES.webp 781w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LES-300x220.webp 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/LES-768x562.webp 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 781px) 100vw, 781px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Ger\u00e4temanager des Servers nach dem Abschluss der Installation (Screenshot: Sysbus)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im n\u00e4chsten Schritt konfigurierten wir den Server, f\u00fcgten ihn als Dom\u00e4nencontroller zu unserer Dom\u00e4ne hinzu und installierten die von uns ben\u00f6tigten Dienste. Zum Schluss machten wir uns daran, die im Ger\u00e4temanager noch nicht erkannten Devices mit Treibern zu versehen. Dabei handelte es sich um diverse PCI-Ger\u00e4te und einen SM-Bus-Controller. Dazu f\u00fchrten wir auf dem System erst einmal das Tool \u201csetupchipset.exe\u201d von <a href=\"https:\/\/www.intel.de\/content\/www\/de\/de\/download\/19347\/chipset-inf-utility.html\">Chipsatz-INF-Utility (intel.de)<\/a> aus. Danach fehlt nur noch der Intel-Treiber f\u00fcr die Management-Engine, der sich unter <a href=\"https:\/\/www.intel.com\/content\/www\/us\/en\/download\/682431\/intel-management-engine-drivers-for-windows-10-and-windows-11.html\">Intel\u00ae Management Engine Drivers for Windows\u00ae 10 and Windows\u00ae 11<\/a> findet (wir fanden das anhand von Vendor- und Device-ID heraus). Danach erkannte Windows alle Hardware-Komponenten und alles funktionierte wie erw\u00fcnscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss installierten wir noch den PRTG-Server auf dem Ger\u00e4t. Danach stellte es alle von uns gew\u00fcnschten Dienste im Netz bereit und der Server funktionierte einwandfrei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zusammenfassung und Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit den genannten Diensten kommt der LES v4 auf eine durchschnittliche Prozessorlast von etwa sechs bis acht Prozent. Das System l\u00e4sst sich problemlos einrichten und konfigurieren und das ganze Ger\u00e4t macht einen hochwertigen Einsatz. Die Idle Power unseres Systems lag bei 10,33 Watt und die Busy Power bei 18,86 Watt. Wer einen stromsparenden, kleinen Server ben\u00f6tigt, sollte sich die L\u00f6sung einmal n\u00e4her ansehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Hersteller hat uns das Produkt f\u00fcr diesen Test kostenlos und dauerhaft zur Verf\u00fcgung gestellt. Der Bericht wurde davon nicht beeinflusst und bleibt neutral und unabh\u00e4ngig, ohne Vorgaben Dritter. Diese Offenlegung dient der Transparenz.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem LES (Low Energy Server) in der Version 4 bietet Thomas-Krenn ein kompaktes Server-System, das ohne L\u00fcfter auskommt und sich damit bestens f\u00fcr den Einsatz in B\u00fcros eignet. Da die Ger\u00e4te zudem f\u00fcr einen 24-Stunden-Betrieb ausgelegt sind und in einem staubgesch\u00fctzten Geh\u00e4use kommen, lassen sie sich auch f\u00fcr Industrieanwendungen nutzen. 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