{"id":22674,"date":"2023-01-24T11:33:00","date_gmt":"2023-01-24T10:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=22674"},"modified":"2023-01-16T09:54:49","modified_gmt":"2023-01-16T08:54:49","slug":"trends-fuer-2023-in-monitoring-und-it","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=22674","title":{"rendered":"Trends f\u00fcr 2023 in Monitoring und IT"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor: <a href=\"https:\/\/www.paessler.com\/de\">Thomas Timmermann, Senior Market Expert bei der Paessler AG<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Um den Jahreswechsel herum ist es vielerorts \u00fcblich, die Entwicklungen der letzten Monate Revue passieren zu lassen und Spekulationen dar\u00fcber anzustellen, wie die Entwicklung wohl im n\u00e4chsten Jahr weitergehen wird. Dabei stehen Fragen wie &#8222;Welche Themen sind im Moment besonders wichtig?&#8220;, &#8222;Was ist aus den Trends der letzten Jahre geworden?&#8220; und &#8222;Was haben wir in naher Zukunft zu erwarten?&#8220; im Mittelpunkt. Ich habe, als &#8222;Market Expert&#8220;, der bei einem Monitoring-Unternehmen t\u00e4tig ist, einen besonderen Einblick in die Trends, die einen direkten Bezug auf das IT-Monitoring haben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Paessler_TrendThema_Thomas-Timmermann-600x675px-002.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Paessler_TrendThema_Thomas-Timmermann-600x675px-002-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-22676\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Paessler_TrendThema_Thomas-Timmermann-600x675px-002-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Paessler_TrendThema_Thomas-Timmermann-600x675px-002-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Paessler_TrendThema_Thomas-Timmermann-600x675px-002-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Paessler_TrendThema_Thomas-Timmermann-600x675px-002.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bild: Sysbus\/Paessler<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Sicherheit: PAM<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sicherheit war immer schon Thema und wird immer Thema sein. Nat\u00fcrlich auch in 2023. Allerdings hat 2022 kein so schlagzeilentr\u00e4chtiger Hack wie 2020 die Sunburst-Attacke auf Solarwinds oder 2021 die Ransomware-Attacke auf Kaseya stattgefunden \u2013 oder das Level f\u00fcr schlagzeilenrelevante Hacks hat sich wieder einmal nach oben verschoben. Sprich, Sicherheit ist nach wie vor eines der zentralen Themen der IT, aber nicht wirklich ein Trend.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir von Trends im Bereich Sicherheit sprechen wollen, dann scheint derzeit PAM angesagt: Privileged Access Management. Dabei geht es vorrangig um den Schutz von privilegierten Zugangsrechten, sprich Administratoren und \u201eSuper-Nutzern\u201c, die erweiterten Zugriff auf Systeme und Applikationen ben\u00f6tigen. Hier reicht es in der Regel nicht, entsprechende Rollen zu vergeben und mit Passw\u00f6rtern zu versehen. Es m\u00fcssen erweiterte Sicherheitsma\u00dfnahmen getroffen werden wie zum Beispiel das Monitoring des Nutzerverhaltens, gesicherte Passwort-Generierung, -Rotation und -Updates oder die Trennung von Nutzer und Passwort, um auch im Fall von erfolgreichen Phishing-Attacken nicht das gesamte System unkontrolliertem Zugriff auszusetzen. Eine wichtige Anforderung an zeitgem\u00e4\u00dfe PAM-Systeme ist es, sicheren Zugriff zu gew\u00e4hrleisten, ohne unn\u00f6tige H\u00fcrden zu schaffen und Prozesse zu beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n\n\n\n<p>IT-Monitoring spielt beim Thema PAM eine doppelte Rolle: Zum einen ben\u00f6tigen Monitoring-Tools Zugriff zu vielen kritischen Bereichen, das hei\u00dft, dass ein umfassendes PAM-Konzept auch Monitoring-Tools einschlie\u00dfen muss. Auf der anderen Seite kann Monitoring PAM-L\u00f6sungen erg\u00e4nzen und \u00fcberwachen, indem es ungew\u00f6hnliches Verhalten im Netzwerk entdeckt, aber auch ganz konkret das Funktionieren der PAM-L\u00f6sung in das Monitoring integriert. Voraussetzung sind dabei entsprechende Schnittstellen auf beiden Seiten, sowohl bei der Monitoring- als auch bei der PAM-L\u00f6sung, die eine technische Integration erst m\u00f6glich machen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Strom sparen im Rechenzentrum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rechenzentren geh\u00f6ren zu den gr\u00f6\u00dften Stromverbrauchern \u00fcberhaupt. Schon das Streamen eines Films bei Netflix verursacht bei manchen Menschen ein schlechtes Gewissen angesichts des erschreckend hohen Energieaufwands. Nat\u00fcrlich ist das nicht erst jetzt zum Thema geworden, aber die Klimakrise verlangt seit Jahren und immer dr\u00e4ngender nach verantwortungsvollem Handeln, und der Krieg in der Ukraine hat die Energiekosten 2022 in schwindelerregende H\u00f6hen getrieben. Strom und allgemein Ressourcen sparen kann ganz sicher als Trend f\u00fcr 2023 gelten. Dabei geht es in der IT beziehungsweise im Rechenzentrum nicht einfach nur um Stromsparen, sondern um ein umfassendes und durchdachtes Gesamtkonzept. Erleidet beispielsweise ein Ger\u00e4t einen Defekt aufgrund zu hoher Temperaturen, ergibt das m\u00f6glicherweise eine schlechtere Energie- beziehungsweise Kostenbilanz als K\u00fchlma\u00dfnahmen zur Verhinderung des Defekts. Bereits leicht erh\u00f6hte Betriebstemperaturen k\u00f6nnen einen deutlich erh\u00f6hten Verschlei\u00df bei vielen Ger\u00e4ten bewirken. Andererseits verbraucht eine zu starke K\u00fchlung sehr viel Energie beziehungsweise Kosten; unter Umst\u00e4nden mehr, als ein leicht erh\u00f6hter Verschlei\u00df an Folgen h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die richtige Balance zu finden, ist ein umfassendes Monitoring notwendig. Zwar gibt es dedizierte DCIM-L\u00f6sungen (Datacenter Infrastructure Management), jedoch sind diese relativ komplex und schwerf\u00e4llig. Ein zus\u00e4tzliches Monitoring mit einer geeigneten L\u00f6sung kann im t\u00e4glichen Betrieb St\u00f6rungen fr\u00fchzeitig erkennen und so kurzfristig Ausf\u00e4llen vorbeugen und unn\u00f6tigen Ressourcenverbrauch vermeiden. Allerdings muss die eingesetzte Monitoring-L\u00f6sung dazu die entsprechenden Protokolle und Methoden wie etwa Modbus oder MQTT beherrschen, um die im Rechenzentrum eingesetzte Geb\u00e4udetechnik in das Monitoring einbeziehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kaufen oder kooperieren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Karl Marx hat die Konzentrationstheorie in dem pr\u00e4gnanten Satz \u201eKapital konzentriert sich\u201c zusammengefasst. Ich will hier um Himmels willen keinen ideologischen Diskurs vom Zaun brechen, aber wenn man den IT-Markt \u00fcber Jahre beobachtet, kann man immer wieder feststellen, dass gro\u00dfe Fische gern kleine Fische schlucken, um weiter zu wachsen. Allerdings habe ich in den letzten Jahren das Gef\u00fchl, dass das Tempo der Konzentration etwas nachgelassen hat. Offensichtlich bilden Covid, Krieg und Erderw\u00e4rmung nicht das ideale Klima f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Investitionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nichtsdestotrotz sind die Tage der Einzelk\u00e4mpfer gez\u00e4hlt: Keine IT-L\u00f6sung kann auf Dauer isoliert bestehen. Eine API ist heute selbstverst\u00e4ndlich, die Integration mit anderen Tools und Systemen unabdingbar; wenn nicht mit einer zugekauften L\u00f6sung, dann halt durch Integration mit der L\u00f6sung eines anderen Unternehmens \u2013 idealerweise im Rahmen einer Partnerschaft oder gleich eines Partnernetzwerks. Vielleicht ist das ja auch mehr als nur eine valide Alternative, wenn sich Unternehmen auf ihre Kernkompetenz fokussieren und sich, statt auf s\u00e4mtlichen Hochzeiten zu tanzen, auf die nachgewiesene Expertise anderer Unternehmen verlassen. Das Feedback, das ich in den letzten Jahren auf unsere Vernetzung mit zahlreichen anderen Unternehmen von Analysten und Journalisten bekommen habe, best\u00e4tigt mein Gef\u00fchl ebenso wie die zahlreichen Kooperationsanfragen: Es gibt einen gewissen Trend zu Allianzen und Kooperationen in der IT.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Paessler kann hier exemplarisch f\u00fcr das Kooperationsmodell stehen: F\u00fcr einen Monitoring-Hersteller sind bestimmte Kooperationen eine Pflicht\u00fcbung. Um sicherzustellen, dass unsere Produkte in der Lage sind, Standard-Hardware und -Applikationen zuverl\u00e4ssig zu \u00fcberwachen, m\u00fcssen wir eng mit den Marktf\u00fchrern in der IT zusammenarbeiten. Dar\u00fcber hinaus versprechen aber viele Kooperationen mit kleineren, innovativen Unternehmen zus\u00e4tzlichen Mehrwert f\u00fcr unsere Kunden. Voraussetzung ist die technische Integration der L\u00f6sungen \u2013 damit sind wir in der Lage, Systeme anzubieten, die IT-Management \u00fcber reines Monitoring hinaus leisten. Unsere Monitoring-L\u00f6sung PRTG stellt dabei Verf\u00fcgbarkeit und Performance der integrierten Systeme sicher und umfasst gleichzeitig das Dashboard, das einen zentralen \u00dcberblick \u00fcber alle integrierten L\u00f6sungen liefert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Digitalisierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>IoT hat als Trend oder Schlagwort im professionellen Bereich sein Verfallsdatum schon l\u00e4nger \u00fcberschritten. Das bedeutet allerdings nicht, dass IoT nicht mehr stattfindet oder kein Thema mehr ist. Im Gegenteil: IoT hat sich weiterentwickelt. Heute wird in der Regel differenziert, wir sprechen von IIoT, Smart City, Intelligent Building oder, allgemeiner, von Digitalisierung. Was vor einigen Jahren noch Zukunftsmusik war, ist heute in der Breite angekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor ein paar Jahren hatte ich ein Gespr\u00e4ch mit dem IT-Leiter einer gro\u00dfen deutschen Klinik \u00fcber das Thema Digitalisierung. Er hatte von einem Streit zwischen der IT und den Fachabteilungen gesprochen, bei dem er, beziehungsweise die IT, bisher s\u00e4mtliche Auseinandersetzungen bis auf eine gewonnen habe. Diese eine war damals noch nicht beendet, aber er war sicher, dass er auch die gewinnen w\u00fcrde. Hat er in der Zwischenzeit. Bei dem Streit ging es um Zugriff der IT auf die medizinischen Systeme, die bis dahin fest in der Hand der Fachabteilungen waren. Die Digitalisierung hat eine v\u00f6llig neue Ausgangslage geschaffen. Wollte fr\u00fcher der Arzt mit dem Patienten dessen R\u00f6ntgenbilder besprechen, dann bekam er einen Abzug aus der R\u00f6ntgenabteilung. Heute erwartet der Arzt, auf s\u00e4mtliche Daten des Patienten zu jeder Zeit und \u00fcberall digital zugreifen zu k\u00f6nnen. Das funktioniert allerdings nur \u00fcber die IT, die zum einen die IT-Systeme f\u00fcr die Speicherung, den Transport und die Anzeige der Daten verantwortet, zum anderen aber auch Zugriff auf die medizinischen Ger\u00e4te und Systeme und damit auf die dort erzeugten Daten braucht.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich wie im Krankenhaus funktioniert die Digitalisierung in so gut wie allen Branchen, von der Industrie \u00fcber Geb\u00e4udetechnik bis hin zu Flugh\u00e4fen oder Fu\u00dfballstadien: \u00dcberall gibt es branchenspezifische Ger\u00e4te und Systeme, die pl\u00f6tzlich in den Verantwortungsbereich der IT kommen. Das stellt die IT vor v\u00f6llig neue Herausforderungen. Riesige Datenmengen m\u00fcssen pl\u00f6tzlich verarbeitet werden, von branchenspezifischen Methoden und Protokollen in IT-kompatible \u00fcbersetzt werden, um dann weiterverarbeitet und ausgewertet werden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute ist die Digitalisierung erwachsen geworden. Es geht nicht mehr darum, passende Systeme zu entwickeln oder zu etablieren, es geht darum, die st\u00e4ndig steigende Nachfrage zu erf\u00fcllen. Digitalisierung ist ein Trend, der viele betrifft. Dabei spielt Monitoring eine wesentliche Rolle: Um bereichs\u00fcbergreifende Systeme und Prozesse zuverl\u00e4ssig warten zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen IT-Teams Tools, die \u00fcber die klassische IT hinaus auch Verf\u00fcgbarkeit und Zustand von Produktionsanlagen, Geb\u00e4udetechnik oder medizinischen Systemen \u00fcberwachen k\u00f6nnen. Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass diese Monitoring-Systeme entsprechende Methoden und Protokolle wie beispielsweise OPC-UA, Modbus oder MQTT im Produktionsumfeld oder DICOM und HL7 im Gesundheitswesen unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Automatisierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Suchen Sie gerade h\u00e4nderingend IT-Fachleute? Dann sind Sie nicht die einzigen. Fachkr\u00e4ftemangel in der IT ist ein riesengro\u00dfes Thema. Einfache Marktgesetze wie der Zusammenhang von Nachfrage und Preis versch\u00e4rfen die Situation: Qualifiziertes Personal wird immer teurer. Eine m\u00f6gliche L\u00f6sung bietet die Automatisierung. Nicht \u00fcberall sind qualifizierte Fachkr\u00e4fte 1:1 ersetzbar, aber komplexe Prozesse k\u00f6nnen unter Umst\u00e4nden durch Automatisierungsma\u00dfnahmen vereinfacht werden, einfache Aufgaben von automatisierten Prozessen \u00fcbernommen werden. Das entlastet das Fachpersonal und gibt Ressourcen frei.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Bereich Monitoring kann Automatisierung auf unterschiedlichen Ebenen f\u00fcr Entlastung sorgen. So bieten manche Monitoring-Tools die Option, im Fall einer St\u00f6rung ein Skript auszul\u00f6sen, das beispielsweise eine Firewall bootet oder einen Dienst neu startet. Komplexere Automatisierungsprozesse lassen sich durch die Integration unterschiedlicher Tools bewerkstelligen. So kann beispielsweise PRTG eine Fehlermeldung an NetBrain schicken, NetBrain generiert eine kontextsensitive Map und spielt diese an PRTG zur\u00fcck, so dass der zust\u00e4ndige Experte nicht nur den Fehler, sondern auch die davon betroffene Peripherie im Blick hat. Gleichzeitig triggert NetBrain ein sogenanntes Runbook, das erste Ma\u00dfnahmen ausl\u00f6st. Ein derartiges System entlastet Helpdesk- und Bereitschaftsteams und sorgt f\u00fcr zus\u00e4tzliche Sicherheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um den Jahreswechsel herum ist es vielerorts \u00fcblich, die Entwicklungen der letzten Monate Revue passieren zu lassen und Spekulationen dar\u00fcber anzustellen, wie die Entwicklung wohl im n\u00e4chsten Jahr weitergehen wird. Dabei stehen Fragen wie &#8222;Welche Themen sind im Moment besonders wichtig?&#8220;, &#8222;Was ist aus den Trends der letzten Jahre geworden?&#8220; und &#8222;Was haben wir in naher Zukunft zu erwarten?&#8220; im Mittelpunkt. 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