{"id":22392,"date":"2022-11-30T11:20:00","date_gmt":"2022-11-30T10:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=22392"},"modified":"2022-11-30T14:57:41","modified_gmt":"2022-11-30T13:57:41","slug":"produkt-des-monats-usb-deviceserver-utnserver-promax-ueber-das-netz-auf-usb-geraete-zugreifen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=22392","title":{"rendered":"<strong>Produkt des Monats: USB Deviceserver \u201cutnserver ProMAX\u201d \u2013 \u00dcber das Netz auf USB-Ger\u00e4te zugreifen<\/strong>"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. G\u00f6tz G\u00fcttich<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der USB-Deviceserver \u201cutnserver ProMAX\u201d von SEH verf\u00fcgt \u00fcber insgesamt vier USB-Ports. Einer davon ist ein USB-C-Port, die anderen haben den Formfaktor USB Typ-A. Alle Ports unterst\u00fctzen USB 3.0 SuperSpeed. Schlie\u00dfen die Anwender USB-Ger\u00e4te an diese Ports an, so k\u00f6nnen diese danach \u00fcber die UTN-Funktionalit\u00e4t (USB to Network) und eine passende Software auf den Endpoints \u00fcber das Netz so auf den einzelnen Clients genutzt werden, wie lokal angeschlossene Ger\u00e4te. Wir haben uns angesehen, wie das in der Praxis funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/UTN_Promax_perspective_left.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"413\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/UTN_Promax_perspective_left-1024x413.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-22394\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/UTN_Promax_perspective_left-1024x413.png 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/UTN_Promax_perspective_left-300x121.png 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/UTN_Promax_perspective_left-768x310.png 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/UTN_Promax_perspective_left-1536x619.png 1536w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/UTN_Promax_perspective_left-2048x826.png 2048w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/UTN_Promax_perspective_left-1320x532.png 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bild: SEH<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben den bereits erw\u00e4hnten USB-Ports verf\u00fcgt der utnserver ProMax auch \u00fcber eine 2.5GBASE-T-Netzwerkschnittstelle und eine Status-LED. Dazu kommen LED-Anzeigen, die Auskunft \u00fcber den Zustand der einzelnen USB-Ports geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ger\u00e4t ist schnell in Betrieb genommen: Es gen\u00fcgt, es mit dem Ethernet-Netzwerk zu verbinden und die Stromversorgung herzustellen. Danach f\u00e4hrt die L\u00f6sung hoch und es besteht die M\u00f6glichkeit, \u00fcber den \u201cSEH Product Manager\u201d, der unter <a href=\"https:\/\/www.seh-technology.com\/services\/downloads\/download-deviceserver\/utnserver-promax.html\">https:\/\/www.seh-technology.com\/services\/downloads\/download-deviceserver\/utnserver-promax.html<\/a> zum Download zur Verf\u00fcgung steht, auf das Ger\u00e4t zuzugreifen. Falls die Software den utnserver nicht findet, gibt es auch die Option, genau anzugeben, welche Netzwerkbereiche sie durchsuchen soll. Im Test fand die Software die L\u00f6sung im zweiten Versuch und erm\u00f6glichte uns den Zugriff auf das Web-Interface des Produkts, \u00fcber das die eigentliche Konfiguration abl\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Arbeit mit dem Konfigurationswerkzeug<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verbindet sich der Anwender mit dem Web-basierten Konfigurations-Tool des utnserver, so hat er die M\u00f6glichkeit, den aktuellen Ger\u00e4testatus einzusehen und die Netzwerkkonfiguration vorzunehmen. Die L\u00f6sung unterst\u00fctzt dabei IPv4 und IPv6 und es ist auch m\u00f6glich, den angeschlossenen USB-Ger\u00e4ten einzelne VLANs zuzuordnen. Abgesehen davon kann das Produkt auch Alerts per Mail verschicken, unterst\u00fctzt Bonjour und bietet die Option, \u00dcberwachungsdaten auf einen WebDAV\u2013 oder Syslog-ng-Server zu \u00fcbertragen. Bei Bedarf ist es auch m\u00f6glich, die ein System-Backup auf einem WebDAV-Server zu erstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus erm\u00f6glicht das Web-Interface auch noch das Setzen der Zeitzone, das Einstellen der Uhrzeit und die Konfiguration eines NTP-Servers. Genauso ist es unter anderem m\u00f6glich, die Kommunikations-Ports festzulegen, ein Firmware-Update durchzuf\u00fchren und das Ger\u00e4t neu zu starten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Sicherheitskonfiguration<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da die an den utnserver angeschlossenen USB-Ger\u00e4te, wie Speicherkomponenten, bestimmte Drucker oder auch Dongles, nicht jedem im Netz zug\u00e4nglich sein sollten, verf\u00fcgt das Produkt \u00fcber ausgefeilte Sicherheitsfunktionen. So lassen sich nicht nur der Zugriff auf das Web-Interface, der Mail-Verkehr und die Verbindungen \u00fcber WebDAV verschl\u00fcsseln, sondern auch die USB-Kommunikation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus besteht die M\u00f6glichkeit, den TCP-Zugriff auf bestimmte IP\u2013 beziehungsweise MAC-Adressen einzuschr\u00e4nken und die einzelnen USB-Ports mit Schl\u00fcsseln abzusichern, das bedeutet, es werden nur Anwender in die Lage versetzt, auf die angeschlossenen Ger\u00e4te zugreifen, die den dazugeh\u00f6rigen Schl\u00fcssel kennen. Dabei sind zwei Schl\u00fcssel pro Port m\u00f6glich. Die IT-Verantwortlichen k\u00f6nnen deren G\u00fcltigkeitsdauer jederzeit beschr\u00e4nken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/utnserver.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"586\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/utnserver-1024x586.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-22395\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/utnserver-1024x586.png 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/utnserver-300x172.png 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/utnserver-768x440.png 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/utnserver.png 1163w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Dashboard des Web-Interfaces der L\u00f6sung (Screenshot: Sysbus)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit nicht einfach jemand ein USB-Ger\u00e4t an einen anderen, ungesicherten Port kann, existiert auch eine so genannte Ger\u00e4tezuordnung. Diese weist einem USB-Port ein bestimmtes Ger\u00e4t fest zu. Damit nicht alle User s\u00e4mtliche USB-Devices sehen k\u00f6nnen, besteht zudem die M\u00f6glichkeit, gesicherte Ger\u00e4te auf den Clients auszublenden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Betrieb haben die zust\u00e4ndigen Mitarbeiter zudem die Option, bestimmte Ports (beispielsweise bei Nichtbenutzung) abzuschalten. Genauso besteht auch die M\u00f6glichkeit, bestimmte USB-Ger\u00e4tetypen zu blocken. Abgesehen davon unterst\u00fctzt der utnserver auch Authentifizierung via IEEE 802.1X und die Ger\u00e4te\u00fcberwachung via SNMP. Dem Einsatz der L\u00f6sung in Unternehmensnetzen steht also nichts im Wege.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Arbeit auf dem Client<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die an den utnserver angeschlossenen USB-Devices auf den Endpoints nutzen zu k\u00f6nnen, kommt der \u201cSEH UTN Manager\u201d zum Einsatz. Diese Software steht f\u00fcr Linux, MacOS und Windows zur Verf\u00fcgung, ihr Download findet sich ebenfalls unter <a href=\"https:\/\/www.seh-technology.com\/services\/downloads\/download-deviceserver\/utnserver-promax.html\">https:\/\/www.seh-technology.com\/services\/downloads\/download-deviceserver\/utnserver-promax.html<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Installation kann man den utnserver zu der Liste der angeschlossenen Ger\u00e4te hinzuf\u00fcgen. Danach zeigt das Tool die verf\u00fcgbaren USB-Ports an und erm\u00f6glicht es, diese Ports und damit die daran angeschlossenen Ger\u00e4te zu verbinden. Es besteht immer nur die M\u00f6glichkeit, ein USB-Ger\u00e4t mit einem Client kommunizieren zu lassen, soll ein anderes System darauf Zugriff erhalten, so muss die bestehende Verbindung zuerst getrennt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der UTN Manager erlaubt es bei Bedarf auch, USB-Ger\u00e4te automatisch zu verbinden und Zugriffsschl\u00fcssel f\u00fcr gesicherte USB-Devices einzugeben. Im Test verwendeten wir die Software unter Linux und Windows, dabei traten keine Probleme auf. Anwender m\u00fcssen in diesem Zusammenhang aber wissen, dass die Eingabe der Zugriffs-Keys mit denen angeschlossene Ger\u00e4te gesichert werden k\u00f6nnen, nur mit der Version 3.3.8 und sp\u00e4ter des UTN Managers m\u00f6glich ist. Die zu Beginn des Tests aktuelle Version 3.3.5 unterst\u00fctzte dies nicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Manager.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"874\" height=\"562\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Manager.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-22396\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Manager.png 874w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Manager-300x193.png 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Manager-768x494.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 874px) 100vw, 874px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der UTN Manager mit zwei verbundenen Ger\u00e4ten (Screenshot: Sysbus)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zusammenfassung und Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim utnserver ProMAX handelt es sich um ein n\u00fctzliches Werkzeug f\u00fcr alle, die USB-Ger\u00e4te \u00fcber das Netz von mehreren Clients aus nutzen wollen. Das ergibt vor allem bei Dongles und Druckern Sinn, f\u00fcr die kein Printserver zur Verf\u00fcgung steht. Bei Speichermedien tritt gegen\u00fcber NAS-Servern der Nachteil zu Tage, das die betroffenen Ger\u00e4te immer nur von einem Client aus verwendet werden k\u00f6nnen und nicht von mehreren Endpoints parallel zueinander. Dennoch sind auch hier viele sinnvolle Einsatzgebiete denkbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es besteht \u00fcbrigens die Option, an den utnserver auch USB-Ger\u00e4te anzuschlie\u00dfen, die \u00fcber ein USB-Kabel angebunden werden. Dieses darf lauf SEH aber nicht l\u00e4nger als zwei Meter sein. Interessant ist noch, dass sich die L\u00f6sung per Mail administrieren l\u00e4sst. Diese Funktion w\u00fcrde aber den Rahmen unseres Kurztests sprengen und wird zudem hervorragend in der Dokumentation beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Anmerkung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Der Hersteller hat uns das Produkt f\u00fcr diesen Test kostenlos und dauerhaft zur Verf\u00fcgung gestellt. Der Bericht wurde davon nicht beeinflusst und bleibt neutral und unabh\u00e4ngig, ohne Vorgaben Dritter. Diese Offenlegung dient der Transparenz.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der USB-Deviceserver \u201cutnserver ProMAX\u201d von SEH verf\u00fcgt \u00fcber insgesamt vier USB-Ports. Einer davon ist ein USB-C-Port, die anderen haben den Formfaktor USB Typ-A. Alle Ports unterst\u00fctzen USB 3.0 SuperSpeed. 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