{"id":21548,"date":"2022-08-01T11:36:00","date_gmt":"2022-08-01T09:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=21548"},"modified":"2022-07-25T09:40:13","modified_gmt":"2022-07-25T07:40:13","slug":"observability-die-wachabloesung-fuer-traditionelles-monitoring","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=21548","title":{"rendered":"Observability: Die Wachabl\u00f6sung f\u00fcr traditionelles Monitoring?"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/www.vmware.com\/de.html\">Bj\u00f6rn Brundert, Principal Technologist im Office of the CTO, Global Field, bei VMware<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>Der Einfluss von Observability-Tools w\u00e4chst. Immer mehr Unternehmen setzen auf einen ganzheitlichen \u00dcberblick, wenn es darum geht, die Stabilit\u00e4t Cloud-nativer Apps zu gew\u00e4hrleisten. Das ist das Ergebnis des <a href=\"https:\/\/tanzu.vmware.com\/content\/ebooks\/state-of-observability-2022\">State of Observability Reports 2022 von VMware<\/a>, bei dem 315 IT-Fachleute befragt wurden, die f\u00fcr den reibungslosen Ablauf unternehmenskritischer Cloud Anwendungen verantwortlich sind. Traditionelle Monitoring Tools sto\u00dfen dabei insbesondere in modernen Hybrid- und Multi-Cloud Umgebungen an ihre Grenzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/illu-sec-servers-observe-whtbg.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"512\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/illu-sec-servers-observe-whtbg-1024x512.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-21549\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/illu-sec-servers-observe-whtbg-1024x512.png 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/illu-sec-servers-observe-whtbg-300x150.png 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/illu-sec-servers-observe-whtbg-768x384.png 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/illu-sec-servers-observe-whtbg-1536x768.png 1536w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/illu-sec-servers-observe-whtbg-2048x1024.png 2048w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/illu-sec-servers-observe-whtbg-1320x660.png 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Grafik: VMware<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Observability \u2013 was ist das eigentlich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff Observability taucht immer h\u00e4ufiger in Verbindung mit modernen Applikationen und Multi-Cloud Umgebungen auf. H\u00e4ufig wird er dabei synonym f\u00fcr den Ausdruck Monitoring verwendet. Monitoring umfasst typischerweise die \u00dcberwachung der Performance eigener Anwendungen und der Stabilit\u00e4t der Infrastruktur. Zwischen Observability und Monitoring gibt es allerdings Unterschiede. So verstehen manche Monitoring eher als Unterkategorie von Observability, bei der Daten gesammelt werden und so der Zustand der Komponenten einer IT-Infrastruktur (zum Beispiel von Servern) \u00fcberpr\u00fcft wird. Meist ist der Optimalzustand dieser in sich geschlossenen Systeme mit Metriken und Alarmen gut beschreibbar und bekannt. Und man wei\u00df auch, wann ein System kritische Schwellwerte \u00fcberschreitet und entsprechende Operationen eingeleitet werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Observability hingegen ist ein weiter gefasster Begriff. Hier geht es darum, komplexe Zusammenh\u00e4nge zwischen den einzelnen Anwendungselementen \u2013 zum Beispiel Microservices, Containern, Serverless Anwendungen oder anderen Komponenten \u2013 zu verstehen und mit den gesammelten Daten der Infrastruktur in Beziehung zu setzen. In einer Microservices Architektur werden in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Services dynamisch in einem gr\u00f6\u00dferen Kontext verwendet. Und nat\u00fcrlich k\u00f6nnen einzelne Services die Gesamtperformance des Systems positiv aber auch negativ beeinflussen. Pl\u00f6tzlich sorgt eine verz\u00f6gerte Abfrage der Warenverf\u00fcgbarkeit aus dem ERP System f\u00fcr eine sinkende Nutzerzufriedenheit und schlie\u00dflich f\u00fcr Abbr\u00fcche von Kaufvorg\u00e4ngen im Webshop. Bei komplexen Systemarchitekturen erlaubt Observability gr\u00f6\u00dfere Zusammenh\u00e4nge deutlich zu machen \u2013 auch in unbekanntem und sich stetig erweiterndem Terrain.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Observability wird immer beliebter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Langsam bewegt sich Observability aus der Nische heraus, das belegt auch der aktuelle State of Observability Report von VMware, bei der 315 IT-Fachkr\u00e4fte befragt wurden. Inzwischen nutzen 24 Prozent der befragten Unternehmen Observability-Tools, um die Stabilit\u00e4t der eigenen Apps zu \u00fcberwachen. Im letzten Jahr waren es nur 19 Prozent. Weitere 17 Prozent befinden sich gerade im Prozess der Implementierung und zus\u00e4tzlich planen 13 Prozent die Einf\u00fchrung in den n\u00e4chsten sechs Monaten. Insgesamt planen, implementieren oder nutzen 70 Prozent der Befragten Observability-Tools. <a href=\"https:\/\/tanzu.vmware.com\/content\/ebooks\/stateofkubernetes2022-ebook\">Cloud-native Apps geh\u00f6ren f\u00fcr viele Entwickler und Administratoren zum Arbeitsalltag<\/a>. So nutzen inzwischen 61 Prozent der Befragten Microservices, ein Plus von zw\u00f6lf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit ihrer wachsenden Bedeutung steigt auch das Bed\u00fcrfnis nach Ma\u00dfnahmen, welche die Stabilit\u00e4t der Apps sicherstellen. Dass Observability-Tools dazu geeignet sind, zeigen auch die Erfahrungen der Unternehmen. 98 Prozent sind der Meinung, dass der Einsatz von Observability-Tools Vorteile f\u00fcr ihre Organisationen mit sich bringt. 87 Prozent der Nutzer betrachten diese inzwischen als notwendig oder sehr wertvoll. Die Erfahrungen zeigen also: Es lohnt sich, auf Observability zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>Multi-Cloud und Cloud-native Apps befl\u00fcgeln Observability<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das liegt auch daran, dass immer mehr Unternehmen mit hybriden Apps arbeiten \u2013 also Anwendungen, die sowohl in einer Public Cloud als auch On-Premises laufen, oder Multi-Cloud-Apps. 89 Prozent der Befragten nutzen Hybrid-Apps und 29 Prozent geben sogar an, dass mindestens die H\u00e4lfte der genutzten Anwendungen hybrider Natur sind. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) setzen sogar auf Multi-Cloud-Apps, wobei 22 Prozent mindestens die H\u00e4lfte ihrer Anwendungen in mehreren Clouds nutzen. Doch je h\u00f6her die Anzahl der Clouds, desto komplexer ist auch das gesamte System. Besonders wenn eine Anwendung in mehreren Clouds l\u00e4uft, w\u00e4chst ihre Komplexit\u00e4t. So berichten 89 Prozent der Befragten, dass die genutzten Anwendungen deutlich komplexer sind, als es noch vor f\u00fcnf Jahren der Fall war. Immer mehr Technologien kommunizieren miteinander und sind voneinander abh\u00e4ngig. Diese Verzahnung spiegelt sich auch in der Umfrage wider. Bei 46 Prozent der Befragten stehen die Anwendungen mit mindestens 25 weiteren Technologien in Kontakt. Bei zehn Prozent sind es sogar mindestens 100 Technologien. Es gilt also nicht nur den \u00dcberblick \u00fcber die Anwendungen selbst zu behalten, sondern gleichzeitig auch das Zusammenspiel mit den restlichen technologischen Komponenten zu pr\u00fcfen, die mit der App verbunden sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alles Komponenten auf einen Blick<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Komplexit\u00e4t f\u00fchrt dazu, dass traditionelle Monitoring-Tools an ihre Grenzen sto\u00dfen, besonders wenn es darum geht, Anwendungen und Infrastruktur gleichzeitig zu \u00fcberwachen. Das sehen auch die Befragten so: Ganze 84 Prozent sind sicher, dass klassisches Monitoring nicht mehr dazu imstande ist, moderne Cloud-Anwendungen zu \u00fcberblicken. Zudem sind 67 Prozent der Ansicht, dass man Anwendungen und Infrastruktur nicht mehr getrennt monitoren sollte. Doch je mehr Monitoring-Tools Unternehmen einsetzen, desto mehr (Personal-)aufwand erfordern die Implementierung und Nutzung. Ganzheitliche L\u00f6sungen, die einen \u00dcberblick \u00fcber alle Komponenten bieten, sind hier klar im Vorteil. Die zunehmende Komplexit\u00e4t f\u00fchrt dazu, dass St\u00f6rungen immer mehr Komponenten betreffen. Getrenntes Monitoring kann die Zusammenh\u00e4nge und Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Probleme nur schwer erkl\u00e4ren. Daher berichten inzwischen 97 Prozent der Studienteilnehmer von Schwierigkeiten beim Monitoring von Cloud-Applications. Hier stechen besonders drei Problemzonen hervor:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Fehlender ganzheitlicher \u00dcberblick \u00fcber alle Services hinweg \u2013 und eine daraus resultierende langsame Reaktionszeit auf St\u00f6rungen und Vorf\u00e4lle (59 Prozent)<\/li><li>Begrenzter Zugang f\u00fcr alle Teams, die den \u00dcberblick ben\u00f6tigen (39 Prozent)<\/li><li>Fehlender Einblick in die Nutzung von Cloud Ressourcen (39 Prozent)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Bei der Modernisierung den Durchblick behalten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr eine moderne Infrastruktur und Applikations-Landschaft, die auf einer oder mehreren Cloud-Umgebungen basiert, braucht man also L\u00f6sungen, die einen Gesamt\u00fcberblick bieten \u2013 ein Grund f\u00fcr die zunehmende Beliebtheit von Observability-Tools.&nbsp; Troubleshooting im Falle einer St\u00f6rung &nbsp;wird so deutlich effizienter, da nun direkt der Grund f\u00fcr Probleme ausgemacht werden kann. Traditionelle Monitoring Tools erkennen zwar die St\u00f6rung an sich, doch k\u00f6nnen sie in komplexen Umgebungen oft nicht den Ausl\u00f6ser daf\u00fcr finden. Als Folge leidet unter Umst\u00e4nden die Stabilit\u00e4t der Anwendungen, was zunehmend direkten Einfluss auf Nutzer- und Kundenzufriedenheit hat. Observability ist daher eine logische Antwort auf den enormen Erfolg moderner Applikationen und ein wichtiger Schritt f\u00fcr die Modernisierung von Unternehmensanwendungen. Insbesondere diejenigen, die kritische Anwendungen in Hybrid- oder Multi-Cloudumgebungen einsetzen oder die Modernisierung ihres Anwendungsportfolios planen, sollten daher \u00fcber den Einsatz von Observability-Tools nachdenken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Einfluss von Observability-Tools w\u00e4chst. Immer mehr Unternehmen setzen auf einen ganzheitlichen \u00dcberblick, wenn es darum geht, die Stabilit\u00e4t Cloud-nativer Apps zu gew\u00e4hrleisten. Das ist das Ergebnis des State of Observability Reports 2022 von VMware, bei dem 315 IT-Fachleute befragt wurden, die f\u00fcr den reibungslosen Ablauf unternehmenskritischer Cloud Anwendungen verantwortlich sind. Traditionelle Monitoring Tools sto\u00dfen dabei insbesondere in modernen Hybrid- und Multi-Cloud Umgebungen an ihre Grenzen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":21549,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[8,39],"tags":[6257,1261,16628,3140,21],"class_list":["post-21548","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-management","tag-cloud","tag-monitoring","tag-obervability","tag-report","tag-vmware"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21548","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21548"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21548\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21553,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21548\/revisions\/21553"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/21549"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21548"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21548"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21548"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}