{"id":21222,"date":"2022-06-08T11:32:00","date_gmt":"2022-06-08T09:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=21222"},"modified":"2022-05-30T10:42:52","modified_gmt":"2022-05-30T08:42:52","slug":"ki-und-die-cloud-im-vertragsmanagement-eine-unschlagbare-kombination","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=21222","title":{"rendered":"KI und die Cloud \u2013 im Vertragsmanagement eine unschlagbare Kombination"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/www.icertis.com\/de\/\">Martin Mohr, Vice President Business Development and Alliances EMEA bei Icertis<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>Eines der Paradigmen, mit denen sich viele Unternehmen gerade in diesen schwierigen Zeiten, besch\u00e4ftigen m\u00fcssen, ist die Digitalisierung. Dass hierbei die Cloud eine wichtige Rolle spielt, steht sicherlich au\u00dfer Frage.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Martin-Mohr_Icertis_Vice-President-Business-Development-and-Alliances-EMEA-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"760\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Martin-Mohr_Icertis_Vice-President-Business-Development-and-Alliances-EMEA-760x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21223\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Martin-Mohr_Icertis_Vice-President-Business-Development-and-Alliances-EMEA-760x1024.jpg 760w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Martin-Mohr_Icertis_Vice-President-Business-Development-and-Alliances-EMEA-223x300.jpg 223w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Martin-Mohr_Icertis_Vice-President-Business-Development-and-Alliances-EMEA-768x1035.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Martin-Mohr_Icertis_Vice-President-Business-Development-and-Alliances-EMEA-1140x1536.jpg 1140w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Martin-Mohr_Icertis_Vice-President-Business-Development-and-Alliances-EMEA-1520x2048.jpg 1520w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Martin-Mohr_Icertis_Vice-President-Business-Development-and-Alliances-EMEA-1320x1778.jpg 1320w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Martin-Mohr_Icertis_Vice-President-Business-Development-and-Alliances-EMEA-scaled.jpg 1900w\" sizes=\"auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px\" \/><\/a><figcaption>Bild: Icertis<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ein Bereich jedoch, \u00fcber den in diesem Zusammenhang vergleichsweise selten gesprochen wird, der aber wirklich jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin zumindest mittelbar betrifft, ist das Vertragsmanagement der Unternehmen. Denn: Ohne Vertr\u00e4ge existiert ein Unternehmen gar nicht erst. Das wird sehr schnell deutlich, ruft man sich die Vielfalt der Vertr\u00e4ge ins Ged\u00e4chtnis, die letztendlich das Unternehmen und seine Aktivit\u00e4ten definieren. Seien es Arbeitsvertr\u00e4ge, Vertr\u00e4ge mit Kunden, Lieferanten, Partnern und den Gesellschaftern eines Unternehmens, um nur einige Bespiele zu nennen. Auf diese Weise kommen in gro\u00dfen, weltweit t\u00e4tigen Unternehmen unter Umst\u00e4nden auch mal mehrere Millionen Vertr\u00e4ge zustande.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings liegt der wirkliche Wert der Vertr\u00e4ge in den Klauseln und Vereinbarungen unter anderem zu Preisen, Lieferfristen, Qualit\u00e4ten und anderen Parametern. Diese gilt es zu definieren, mit den Lieferanten und Kunden festzuzurren und schlie\u00dflich auch deren Einhaltung zu kontrollieren. Und hier ergeben sich gleich eine ganze Reihe von Herausforderungen, vor die die Unternehmen gestellt werden: Wie konsistent sind die Vereinbarungen \u00fcber bestehende und neu zu vereinbarende Vertr\u00e4ge hinweg? Welcher Vertrag hat die aktuell g\u00fcltigen Parameter f\u00fcr einen existierenden Kunden und welche Vorgaben sind einzuhalten, wenn es um neue Lieferanten geht? Sp\u00e4testens an dieser Stelle m\u00fcssen die Mitarbeiter dann das Recherchieren in sogenannten Legacy-Vertr\u00e4gen beginnen, mit ERP- und CRM-Systemen abgleichen und daraus schlie\u00dflich die richtigen Parameter extrahieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>CLM und Standardsoftware<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Ausnahme von dieser Vorgehensweise bildet ein intelligentes Vertragsmanagement (CLM, Contract Lifecycle Management). Denn CLM, beispielsweise in Form von ICI (Icertis Contract Intelligence) des US-CLM-Spezialisten Icertis, kann in die Anwendungen zur Unternehmenssteuerung wie ERP und CRM integriert werden. Die M\u00f6glichkeit zur Integration von ICI in SAP Ariba sorgt daf\u00fcr, dass wechselseitig im CLM und der Unternehmenssoftware die korrekten Vertragsparameter \u00fcbernommen werden k\u00f6nnen. In neue Vertr\u00e4ge werden somit automatisch die korrekten Klauseln und Inhalte \u00fcbernommen. Auch der umgekehrte Weg ist m\u00f6glich: Werden in Vertr\u00e4gen die Parameter adaptiert, erfolgt die \u00dcbernahme selbiger in SAP Ariba. Diese Optionen bedeuten eine enorme Arbeitserleichterung f\u00fcr Einkauf, Vertrieb und Rechtsabteilung beim Abschluss neuer Vertr\u00e4ge.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Altlast Legacy-Vertr\u00e4ge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Doch wie sieht es mit bestehenden Vertr\u00e4gen aus, die m\u00f6glicherweise bereits vor Jahren geschlossen wurden und lediglich in Papierform vorliegen? Damit auch unter diesen Bedingungen produktiver gearbeitet werden kann, m\u00fcssen die Legacy-Vertr\u00e4ge in die L\u00f6sung f\u00fcr das Vertragsmanagement \u00fcbertragen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das klingt zun\u00e4chst banal, m\u00fcssen diese Papier-basierten Dokumente doch \u201enur\u201c gescannt werden. Das ist jedoch schlicht zu kurz gedacht. Denn es reicht keineswegs aus, nur eine digitale Kopie der Vertr\u00e4ge zu erstellen. Der Wert liegt ja nicht im Abbild, sondern in den Vertragsklauseln, also den Inhalten selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu muss folglich aus dem Vertrag zus\u00e4tzlich via OCR der Text extrahiert werden \u2013 was mit gegenw\u00e4rtiger OCR-Software kein gro\u00dfes Problem darstellt. Der entscheidende Schritt des Produktivit\u00e4tssprungs erfolgt jedoch erst danach: Es gilt aus dem Schriftst\u00fcck die Vertragsinhalte automatisch herauszufiltern. Zwar ist das auch manuell m\u00f6glich, doch in gro\u00dfen Konzernen mit Millionen von Vertr\u00e4gen (siehe oben), ohne digitale Unterst\u00fctzung eine kaum zu bew\u00e4ltigende Aufgabe.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Das hei\u00dft, man braucht eine L\u00f6sung, die in der Lage ist, die Inhalte automatisch aus den gescannten Legacy-Vertr\u00e4gen zu extrahieren. Dabei stellt sich das Problem: Wie kann ich als Unternehmen die CLM-L\u00f6sung sehr schnell so trainieren, dass sie in der Lage ist, genau diese Aufgabe m\u00f6glichst perfekt und nur mit geringstm\u00f6glicher menschlicher Korrektur zu erf\u00fcllen?<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle erfolgt der Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz, denn die KI kann die sich aus den Klauseln ergebenden Rechte und Pflichten der Vertragsparteien extrahieren. Dabei ber\u00fccksichtigt die Analyse nicht nur die Worte des Vertrags, sondern auch den Kontext der gesamten Vertr\u00e4ge und Klauseln. Dies ist n\u00f6tig, da eine wortgleiche Formulierung in einem anderen Zusammenhang eine komplett andere Bedeutung besitzen kann. Die L\u00f6sung muss diesem Umstand bei der Zuordnung Rechnung tragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Voraussetzung f\u00fcr autonome Entscheidungen \u00fcber sinnvolle und vielleicht weniger sinnvolle Klauseln neuer Vertr\u00e4ge, ist, wie in allen KI-L\u00f6sungen, eine m\u00f6glichst umfassende Basis. Sie wird durch jeden neuen Vertrag immer weiter verfeinert, hat mehr Nuancen und auch im internationalen Vertragswesen kann sie in der Folge von Nutzen sein. Je mehr Vertr\u00e4ge das System analysiert, desto genauer die Zuordnung. Dabei ist offensichtlich, dass eine Cloud-basierte L\u00f6sung, die sich nicht nur aus den Vertr\u00e4gen eines Unternehmens, vielleicht sogar nur aus einem Land oder einem Sprachraum speist, weitaus schneller lernt und vielf\u00e4ltigere Inhalte analysieren kann als eine On-Premises-L\u00f6sung eines einzelnen Unternehmens.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird es im Laufe des maschinellen Lernens der CLM-L\u00f6sung auch zu Vorg\u00e4ngen kommen, in denen die automatisierte Zuordnung nicht funktioniert. Der Grund daf\u00fcr kann darin bestehen, dass es sich beispielsweise um eine neue Klausel handelt oder die erkannte Klausel nicht den Richtlinien entspricht, beziehungsweise der Kontext unklar ist. An dieser Stelle ist dann nach wie vor eine menschliche Aktion notwendig, um den Widerspruch aufzul\u00f6sen. Die CLM-L\u00f6sung lernt daraus und kann anschlie\u00dfend das so Erlernte bei der n\u00e4chsten, \u00e4hnlich gelagerten Entscheidungsfindung einflie\u00dfen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus lernt die intelligente CLM-L\u00f6sung aufgrund der hohen Zahl unterschiedlichster Vertr\u00e4ge in der Cloud viel schneller und immer detaillierter nicht nur diese Rechte, Pflichten und Attribute zu extrahieren und zu analysieren, sondern kann diese auch miteinander in Beziehung setzen. Eine Aufgabe, die ohne die Hilfe K\u00fcnstlicher Intelligenz und maschinellen Lernens einfach nicht umsetzbar w\u00e4re. Und die Cloud sorgt daf\u00fcr, dass eine weitaus gr\u00f6\u00dfere Zahl an Vertr\u00e4gen und Klauseln verarbeitet wird, sodass weitaus besseres und schnelleres Lernen der CLM-Plattform gew\u00e4hrleistet ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund der Kombination von CLM, KI und der Cloud ergibt sich noch ein weiterer positiver Aspekt f\u00fcr Unternehmen, die auf diese Kombination im Bereich des Vertragsmanagements setzen: Das Risikomanagement der Organisation erf\u00e4hrt eine entscheidende Verbesserung, denn es werden Vertragsrisiken nicht nur im eigenen Kontext analysiert, sondern \u00fcber s\u00e4mtliche Vertr\u00e4ge der Cloud-basierten CLM-L\u00f6sung. Die Zuordnung, die die K\u00fcnstliche Intelligenz treffen kann, erstreckt sich folglich keineswegs ausschlie\u00dflich auf Lieferfristen, Qualit\u00e4t oder Preis, sondern auch auf viele andere Aspekte, die zwischen Unternehmen heutzutage eine wichtige Rolle spielen. \u00a0Gemeint sind hier dritte Parteien, beispielsweise in der Lieferkette. Auf diese Weise wird deutlich, dass ein umfassender Cloud- und KI-basierter Ansatz im Bereich des Vertragsmanagement einen weitaus h\u00f6heren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens liefern kann als dies eine traditionelle On-Premesis-L\u00f6sung je leisten k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eines der Paradigmen, mit denen sich viele Unternehmen gerade in diesen schwierigen Zeiten, besch\u00e4ftigen m\u00fcssen, ist die Digitalisierung. 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