{"id":21129,"date":"2022-05-23T11:48:00","date_gmt":"2022-05-23T09:48:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=21129"},"modified":"2022-05-16T10:07:07","modified_gmt":"2022-05-16T08:07:07","slug":"alles-in-der-cloud-ein-plaedoyer-fuer-die-lokale-kopie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=21129","title":{"rendered":"Alles in der Cloud? Ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die lokale Kopie"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/www.cbltech.de\/\">Conrad Heinicke, Projektmanager bei CBL Datenrettung<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>Datenretter haben einen anderen Blick auf IT-Themen. Wer sich professionell mit den Schattenseiten der Technik befasst, kommt zu der \u00dcberzeugung, dass Datenverlust prinzipiell keine Frage des \u201eob\u201c ist, sondern des \u201ewann\u201c.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CBL_Datenrettung_Conrad_Heinicke_Projektmanager.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"682\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CBL_Datenrettung_Conrad_Heinicke_Projektmanager-682x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21130\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CBL_Datenrettung_Conrad_Heinicke_Projektmanager-682x1024.jpg 682w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CBL_Datenrettung_Conrad_Heinicke_Projektmanager-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CBL_Datenrettung_Conrad_Heinicke_Projektmanager-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CBL_Datenrettung_Conrad_Heinicke_Projektmanager-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CBL_Datenrettung_Conrad_Heinicke_Projektmanager.jpg 1181w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><\/a><figcaption>Bild: CBL Datenrettung<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Selbst in gro\u00dfen Unternehmen klafft eine L\u00fccke zwischen dem, was an Datensicherheit f\u00fcr die Gesch\u00e4ftskontinuit\u00e4t n\u00f6tig w\u00e4re und dem was tats\u00e4chlich gelingt. Der Veeam Data Protection Report 2021 hat beispielsweise festgestellt , dass 58 Prozent der Backups fehlschlagen und die Daten ungesch\u00fctzt bleiben. Trotz der wichtigen Rolle, die Backups bei der modernen Datensicherung spielten, werden 14 Prozent aller Daten \u00fcberhaupt nicht gesichert und 58 Prozent der Wiederherstellungen schlagen fehl, so dass die Daten von Unternehmen im Falle eines Ausfalls ungesch\u00fctzt und unwiederbringlich sind \u2013 zumindest bevor sich ein Datenretter des Falls annimmt. Unerwartete Ausf\u00e4lle sind dabei keine Seltenheit: 95 Prozent der Unternehmen hatten in den letzten zw\u00f6lf Monaten damit zu tun, und bei jedem vierten Server gab es in diesem Zeitraum mindestens einen unerwarteten Ausfall. Mehr als die H\u00e4lfte der befragten Manager r\u00e4umte ein, dass es durch Datenverluste zu einem Vertrauensverlust bei Kunden, Mitarbeitern und Stakeholdern gegen\u00fcber ihrem Unternehmen gekommen sein kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der Data Protection Trends Report 2022 zeigt bei den von Veeam nach ihren Datensicherungsstrategien befragten 3000 IT-Entscheidern in weltweit t\u00e4tigen Unternehmen wieder Erschreckendes: 18 Prozent der Unternehmen sichern ihre Daten nicht. Wenn nach Studien wie diesen selbst im Enterprise-Segment so viel im Argen liegt, kann man sich ausmalen, wie es bei kleinen und mittleren Unternehmen aussieht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ernste Folgen<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man stellt als Datenretter bei der Anmeldung eines neuen Falls die Fragen: \u201eWas ist passiert?\u201c und \u201eWarum ist das ein Problem?\u201c Die Antworten geben erste Hinweise auf den Schaden, die Art der wiederherzustellenden Zieldaten und gegebenenfalls welchen darunter besondere Priorit\u00e4t zukommt. Was Datenretter dabei allerdings auch zu h\u00f6ren bekommen, sind die Trag\u00f6dien hinter den F\u00e4llen. Datenverluste gef\u00e4hrden regelm\u00e4\u00dfig berufliche Karrieren und den Fortbestand von Firmen. Fehlendes oder misslungenes Backup sind ein weitverbreitetes Problem und Datenrettung wird dann zur letzten Chance. Diese t\u00e4gliche Erfahrung f\u00fchrt dazu, dass Datenretter eine ganz anderen Blick auf Speichertechnologien und Medien haben. Die Forschung und Entwicklung bei einem professionellen Data-Recovery-Dienstleister zielt immer auf etwas, was die Hersteller von Datentr\u00e4gern nicht vorsehen: den Zugriff auf ein Ger\u00e4t, dass keinen Zugriff mehr erlaubt. Ansonsten w\u00fcnschenswerte Features wie Hardware-Verschl\u00fcsselung werden zu erschwerenden Herausforderungen. Vor allem sind die angelieferten defekten Festplatten, Memorysticks, SSDs oder Magnetb\u00e4nder aber eine Chance, in 80 bis teilweise 90 Prozent der F\u00e4lle Daten f\u00fcr die Kundschaft zu rekonstruieren.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>Auch die Cloud besteht aus Hardware<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Cloud-Computing und Cloud-Speicher sind gerade f\u00fcr kleine und junge Unternehmen oft reizvoll. Es ist eine Entlastung und gibt ein Gef\u00fchl der Sicherheit, die Datenverarbeitung externen Dienstleistern zu \u00fcbergeben. Als Datenretter bekommt man auch F\u00e4lle von Rechenzentrumsbetreibern, darunter auch solche, die Cloud-Computing anbieten. Wie k\u00f6nnte es auch anders sein: Cloud ist im Prinzip nichts anderes als die Nutzung virtualisierter Server und auch virtuelle Maschinen laufen auf Hardware, die kaputt gehen kann, werden mit Software betrieben, die Fehler aufweisen kann und werden von Menschen administriert, die fehlbar sind. Cloud ist zudem eine Dienstleistung, die gewissenService-level Agreements unterliegt aber unter Umst\u00e4nden nur Verf\u00fcgbarkeit einer Funktion und Datenschutz, nicht aber Datensicherheit garantieren. Wenn im Fall eines technischen Versagens nicht der Rechenzentrumsbetreiber f\u00fcr Recovery sorgt, gilt: Kein Datenretter kann helfen, wenn Daten in der Cloud verloren gehen. Dies beginnt schon in der allt\u00e4glichen Welt der automatischen Speicherung aus Office-Anwendungen. Es sind Einzelf\u00e4lle, wenn Daten in der Cloud verloren gehen, aber weder Apple noch Microsoft garantieren f\u00fcr die Daten in ihren automatischen Cloud-Speichern und sie geben einem auch keine defekte Festplatte, mit der man zum Datenretter gehen kann.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CBL-Datenrettung-Symbolfoto.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CBL-Datenrettung-Symbolfoto-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21131\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CBL-Datenrettung-Symbolfoto-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CBL-Datenrettung-Symbolfoto-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CBL-Datenrettung-Symbolfoto-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/CBL-Datenrettung-Symbolfoto.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Bild: CBL Datenrettung<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Eigener physischer Speicher gibt zus\u00e4tzliche Sicherheit <\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt vieles, was bei der Auswahl eines Cloud-Service zu bedenken ist, wie etwa europ\u00e4ische Datenschutzstandards, eventueller Bedarf f\u00fcr individuelle Managed Services oder ob man Cloud-Funktionalit\u00e4t nicht auch mit einer eigenen privaten Cloud erreichen kann \u2013 angefangen bei Einstiegsl\u00f6sungen wie Nextcloud. Doch es gibt ein Argument f\u00fcr eigenen physischen Speicher, sei es die externe Festplatte des Einzelunternehmens, der eigenen File-Server im Unternehmen oder im Colocation-Rechenzentrum: Die Wiederherstellbarkeit im Falle des Backup-Versagens. Datenrettung sollte immer nur der Plan B oder eher noch der Plan C sein, aber eines ist gewiss: Eigener physischer Speicher und ein Backup-Konzept mit mehreren r\u00e4umlich getrennten Speicherorten sind unerl\u00e4sslich. Einer dieser Speicher kann in der Cloud sein, aber es sollte immer auch physischen Speicher geben. Und wenn der versagt, k\u00f6nnen seri\u00f6se Datenretter in 80 bis 90 Prozent der F\u00e4lle helfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Datenretter haben einen anderen Blick auf IT-Themen. 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