{"id":21066,"date":"2022-05-11T11:47:00","date_gmt":"2022-05-11T09:47:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=21066"},"modified":"2022-05-04T09:55:46","modified_gmt":"2022-05-04T07:55:46","slug":"digitalisieren-bitte-mit-strategie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=21066","title":{"rendered":"Digitalisieren? Bitte mit Strategie!"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/www.struktur-management-partner.com\/wir\/menschen\/jan-rodig\">Jan Rodig, Partner bei Struktur Management Partner<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>Wer ein sch\u00f6nes Auto oder eine Immobilie besitzt, wei\u00df: Werterhalt oder sogar Wertsteigerung erfordern Investitionen und Instandhaltung. Gleiches gilt f\u00fcr Unternehmen. Nur wer rechtzeitig modernisiert und sich der volatilen Wirklichkeit agil anpasst, stellt sich zukunftssicher auf und sichert Rendite und Arbeitspl\u00e4tze. Das gilt aktuell insbesondere f\u00fcr die digitale Transformation. Ohne entsprechende Investitionen werden deutsche Unternehmen im globalen Vergleich weiter den Anschluss verlieren. Das wissen zwar die meisten Manager, doch wenn es um sinnvolle Ma\u00dfnahmen und konkrete Schritte geht, sind oft noch viele Fragen offen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WEB_Rodig_SMP_201014_358.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WEB_Rodig_SMP_201014_358-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21068\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WEB_Rodig_SMP_201014_358-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WEB_Rodig_SMP_201014_358-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WEB_Rodig_SMP_201014_358-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WEB_Rodig_SMP_201014_358-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WEB_Rodig_SMP_201014_358-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/WEB_Rodig_SMP_201014_358-1320x880.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Jan Rodig, Struktur Management Partner ((c) Struktur Management Partner)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dass Unternehmen die digitale Transformation vorantreiben m\u00fcssen, ist mittlerweile fast jedem klar. Doch der Megatrend \u201eDigitalisierung\u201c ist vielschichtig, vage und ver\u00e4ndert sich schnell. Er betrifft Gesch\u00e4ftsmodelle in all ihren Facetten \u2013 von der Positionierung \u00fcber das Angebot bis hin zur Wertsch\u00f6pfung und Erl\u00f6smechanik. Da geht schnell der \u00dcberblick verloren: Wo beginnen? Wo liegen die gr\u00f6\u00dften Hebel? Und wie geht man so etwas an?<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Unternehmen fl\u00fcchten sich in \u201eDigitalisierungstheater\u201c, bei dem m\u00e4chtige Buzzwords und hektischer Aktionismus zun\u00e4chst zwar tolle PR-Vorlagen liefern, am Ende aber kaum etwas Sinnvolles herauskommt. <a href=\"https:\/\/www.imd.org\/research-knowledge\/articles\/focus-on-people-and-culture-for-digital-transformation-at-scale\/\">Verschiedene Studien zeigen, dass nur etwa jedes achte Digitalprojekt in Unternehmen gelingt.<\/a> Das es auch anders geht, zeigten zahlreiche Digitalisierungsexperten und Praktiker aus dem Mittelstand im Rahmen der virtuellen <a href=\"https:\/\/www.digital-performance-conference.com\/\">\u201eDigital Performance Conference\u201c<\/a>. Dabei kristallisierten sich f\u00fcnf \u00fcbergeordnete Bausteine heraus, die erfolgskritisch f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Unternehmen in der digitalen Transformation sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Energie folgt dem Fokus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Startpunkt wirksamer Digitalisierungsvorhaben ist eine fundierte Digitalstrategie, die im Unternehmen bekannt ist und vom C-Level bis in die Fachabteilungen hinein von den wesentlichen Protagonisten mitgetragen wird. Eine kritische \u2013 und ehrliche \u2013 Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation ist hier ebenso wichtig wie eine kluge Zielsetzung. Dabei gilt es zun\u00e4chst die unz\u00e4hligen digitalen Buzzwords und Trends mit Relevanz f\u00fcr das Unternehmen zu priorisieren: Welche digitalen Technologien sollte das Unternehmen verstehen? Welche neu aufkommenden Kundenerwartungen werden kritisch? Wie ver\u00e4ndert sich der Wettbewerb durch digitale Einfl\u00fcsse \u2013 sowohl durch die traditionellen Wettbewerber, aber auch Plattformen, Startups und Tech-Riesen?<\/p>\n\n\n\n<p>Am Ende dieses Erkenntnisprozesses haben die F\u00fchrungskr\u00e4fte des Unternehmens ein klares Bild der zugleich dringlichsten und relevantesten Digitalisierungsthemen, auf welche sich das Unternehmen fokussieren sollte. Ein Abgleich mit dem Status quo im Haus zeigt dann schnell die Handlungsbedarfe und Digitalisierungspotenziale auf, welche es anzugehen gilt. Diese m\u00fcssen vor dem Hintergrund der individuellen Rahmenbedingungen \u2013 beispielsweise Positionierung, Unternehmensstrategie und Ressourcenaus\u00adstattung \u2013 betrachtet werden, um sinnvolle strategische Schwerpunkte f\u00fcr die Digitalisierung setzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Pflicht: Prozessdigitalisierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein zweiter entscheidender Aspekt folgt in der Regel aus den meisten Digitalstrategien: die Digitalisierung der Prozesse im Unternehmen. Fast jedes Unternehmen hat Effizienzpotenziale in den administrativen Bereichen, die sich beispielsweise mit Robotic Process Automation (RPA) oder Process Mining identifizieren und erschlie\u00dfen lassen. Auch die Fehlerquote l\u00e4sst sich damit senken und Durchlaufzeiten beschleunigen. Prozessdigitalisierung kann zum Beispiel dabei helfen, Ausschuss und Materialverschwendung zu reduzieren, Lagerbest\u00e4nde zu verringern, den Anteil fristgerechter Lieferungen zu steigern oder die Supply Chain noch effektiver zu gestalten. Der Effekt: Amortisationszeiten von wenigen Monaten, die sich sehen lassen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>Mit Corona f\u00fcr viele Branchen auch Pflicht: Marketing- &amp; Vertriebsdigitalisierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein dritter wichtiger Aspekt ist die Digitalisierung von Marketing und Vertrieb \u2013 online l\u00e4sst sich beides ohnehin kaum noch voneinander trennen. Ob spezialisierte Online-H\u00e4ndler, Online-Generalisten, Marktpl\u00e4tze oder eigene Online-Shops \u2013 in der Pandemie wurden auch traditionelle Hersteller und H\u00e4ndler regelrecht in die digitalen Kan\u00e4le gezwungen. Der Direct-to-Customer-Trend (D2C), bei dem Hersteller online direkt an ihre Endkunden verkaufen, hat sich noch einmal enorm beschleunigt. Das befl\u00fcgelt den Absatz. Und mit Hilfe vieler Daten entlang der Customer Journey wird vor allem auch das Kundenverst\u00e4ndnis deutlich verbessert \u2013 und nicht zuletzt ebenfalls die Kundenbindung. Denn ge\u00e4ndertes Kaufverhalten, m\u00f6gliche Unzufriedenheiten, drohende Abwanderung zum Wettbewerb etc. lassen sich digital deutlich schneller und besser erkennen, so dass rechtzeitig Gegenma\u00dfnahmen ergriffen werden k\u00f6nnen. Doch die digitale Welt ist auch komplex, dynamisch und wettbewerbsintensiv. Nur ein ganzheitlicher end-to-end-Ansatz stellt eine erfolgreiche langfristige Skalierung sicher.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die K\u00f6nigsdisziplin: Digitale Services und Gesch\u00e4ftsmodelle<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sind die zwei zuvor genannten Digitalisierungsbausteine h\u00e4ufig kurz- bis mittelfristig umsetzbar und erfolgswirksam, so stellt sich der Erfolg beim vierten Baustein meist erst deutlich sp\u00e4ter ein. Mit digitalen Services und Gesch\u00e4ftsmodellen \u2013 auch als K\u00f6nigsdisziplin der Digitalisierung bezeichnet \u2013 bauen Unternehmen zus\u00e4tzliche Erl\u00f6sstr\u00f6me und zuk\u00fcnftige neue digitale Gesch\u00e4ftsfelder auf. Und sie sichern ihr Kerngesch\u00e4ft ab \u2013 denn zunehmend kaufen Kunden physische Produkte nur noch, wenn dazu auch erg\u00e4nzende digitale Mehrwertdienste verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch im Mittelstand gibt es daf\u00fcr bereits viele Beispiele: Ob als digitale Plattform eines Maschinenbauers f\u00fcr die Optimierung der Produktion seiner Kunden oder als App eines Fahrradherstellers, die den Kunden bei der Ortung und remote Verrieglung ihrer Fahrzeuge hilft. Doch nur wenige Unternehmen verdienen damit bereits (viel) Geld \u2013 der Weg dahin ist meist steinig und lang. Denn zum einen m\u00fcssen zun\u00e4chst die richtigen Ans\u00e4tze gefunden werden, die gleichzeitig einen relevanten Mehrwert f\u00fcr die Kunden liefern, als auch f\u00fcr das Unternehmen sinnvoll sind. Und zum anderen gilt es diese auch so umzusetzen, dass am Ende eine leicht zu bedienende L\u00f6sung herauskommt, die den Nutzern Freude bereitet und sich sicher sowie effizient skalieren l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das finale Puzzlest\u00fcck<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ist klar, welche konkreten digitalen Potenziale gehoben werden sollen, geht es an die Umsetzung. Dazu braucht man in der Regel viele neue digitale F\u00e4higkeiten. F\u00fcnf Leitfragen haben sich f\u00fcr eine wirksame Umsetzung bew\u00e4hrt: Welche digitalen F\u00e4higkeiten ben\u00f6tigt das Unternehmen? Wo sollten diese organisatorisch aufgeh\u00e4ngt werden? Welche Kompetenzen kann man zukaufen, welche braucht man inhouse? Was muss sich in Arbeitsweisen und Kultur ver\u00e4ndern \u2013 und wie gelingt das? Und wie gestaltet man diesen Ver\u00e4nderungsprozess, der oft einen grundlegenden Paradigmenwechsel zumindest in Teilen des Unternehmens erfordert. Schlie\u00dflich werden traditionelle Unternehmen nicht \u00fcber Nacht datengetrieben, konsequent kundenzentriert und agil.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Datenbasiert immer \u201eup to date\u201c bleiben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zum Gl\u00fcck muss nicht jeder Mittelst\u00e4ndler auf dem Weg in die Digitalisierung das Rad neu erfinden. Vieles hat sich in der Zwischenzeit als bew\u00e4hrt und erfolgversprechend herausgestellt. Andererseits wurden m\u00f6gliche Fallstricke im Lauf der Zeit immer besser identifiziert und lassen sich proaktiv angehen. Somit ist mittlerweile ein breiter Erfahrungsschatz vorhanden. Einen Einblick in diesen geben renommierte Experten und Praktiker aus dem Mittelstand auch im Jahr 2022 wieder auf der Digital Performance Conference. F\u00fcr Mittelst\u00e4ndler eine gute Gelegenheit aktuelle, praxisnahe Tipps zu Digitalisierungsstrategien zu erhalten. Bereits jetzt gibt es die M\u00f6glichkeit sich auf der Website <a href=\"https:\/\/www.digital-performance-conference.com\/\">https:\/\/www.digital-performance-conference.com\/<\/a> f\u00fcr die virtuelle f\u00fcnft\u00e4gige Konferenz im Oktober zu registrieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer ein sch\u00f6nes Auto oder eine Immobilie besitzt, wei\u00df: Werterhalt oder sogar Wertsteigerung erfordern Investitionen und Instandhaltung. Gleiches gilt f\u00fcr Unternehmen. Nur wer rechtzeitig modernisiert und sich der volatilen Wirklichkeit agil anpasst, stellt sich zukunftssicher auf und sichert Rendite und Arbeitspl\u00e4tze. Das gilt aktuell insbesondere f\u00fcr die digitale Transformation. Ohne entsprechende Investitionen werden deutsche Unternehmen im globalen Vergleich weiter den Anschluss verlieren. 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