{"id":19974,"date":"2021-11-17T11:52:00","date_gmt":"2021-11-17T10:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=19974"},"modified":"2021-11-16T11:46:00","modified_gmt":"2021-11-16T10:46:00","slug":"wie-das-new-normal-neue-moeglichkeiten-fuer-cyberkriminelle-schafft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=19974","title":{"rendered":"Wie das New Normal neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Cyberkriminelle schafft"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/www.netscout.com\/de\">Karl Heuser, Account Manager Security DACH bei NETSCOUT<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>Laut dem j\u00fcngsten <a href=\"https:\/\/www.netscout.com\/threatreport\">Threat Intelligence Report<\/a> von NETSCOUT war das Pandemiejahr 2020 ein rekordverd\u00e4chtiges Jahr f\u00fcr DDoS-Aktivit\u00e4ten, in dem weltweit mehr als zehn Millionen Angriffe beobachtet wurden. Dies ist die h\u00f6chste Zahl, die jemals in einem einzelnen Kalenderjahr verzeichnet wurde. Dar\u00fcber hinaus haben <a href=\"https:\/\/www.netscout.com\/blog\/asert\/our-new-ddos-normal-isnt-all-normal\">Untersuchungen<\/a> des ATLAS Security Engineering &amp; Response Team (ASERT) von NETSCOUT ergeben, dass Bedrohungsakteure in der ersten Jahresh\u00e4lfte 2021 weltweit etwa 5,4 Millionen DDoS-Angriffe durchgef\u00fchrt haben, was einem Anstieg von elf Prozent gegen\u00fcber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2020 entspricht. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, werden im Jahr 2021 knapp elf Millionen DDoS-Angriffe zu erwarten sein. Damit w\u00fcrde der Jahresrekord erneut gebrochen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Karl-Heuser_NETSCOUT.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"692\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Karl-Heuser_NETSCOUT-1024x692.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19998\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Karl-Heuser_NETSCOUT-1024x692.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Karl-Heuser_NETSCOUT-300x203.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Karl-Heuser_NETSCOUT-768x519.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Karl-Heuser_NETSCOUT.jpg 1234w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Bild: NETSCOUT<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Online-Abh\u00e4ngigkeit bedeutet mehr DDoS-Angriffe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Cyberkriminelle machen sich eindeutig die derzeitige Abh\u00e4ngigkeit von der Remote-Arbeit zunutze. Sie haben festgestellt, dass die Online-Infrastruktur wichtiger ist denn je, um die verteilten Arbeitskr\u00e4fte in Verbindung zu halten und den Gesch\u00e4ftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Online-basierte Dienste und \u00dcbertragungen, wie Zoom, Microsoft Teams und andere Videokonferenzanwendungen geh\u00f6rten im Jahr 2020 zu den am h\u00e4ufigsten angegriffenen Anwendungen, die f\u00fcr das t\u00e4gliche Gesch\u00e4ft eine entscheidende Rolle spielen. Andere kritische Branchen wie Finanzdienstleistungen, Bildung und E-Commerce tauchen ebenfalls in den Top 10 der am h\u00e4ufigsten angegriffenen Sektoren auf. Internetnutzer sind dar\u00fcber hinaus nicht mehr durch Sicherheitssysteme auf Unternehmensniveau vor Cyberangriffen gesch\u00fctzt sind, wenn sie remote arbeiten. Dies hat zu mehr Vorf\u00e4llen wie den DDoS-Erpressungsangriffen der Lazarus Bear Armada gef\u00fchrt, die auf VPN-Konzentratoren (Virtual Private Network) abzielten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen haben die Angreifer erkannt, dass sie jetzt ein ganzes Unternehmen st\u00f6ren k\u00f6nnen, anstatt nur zehn bis zwanzig Prozent der Belegschaft, wie es vor der Einf\u00fchrung von Ma\u00dfnahmen zur sozialen Distanzierung der Fall war. Die Tatsache, dass mehr Menschen als je zuvor online sind, bedeutet, dass es mehr M\u00f6glichkeiten gibt, sch\u00e4dliche Angriffe zu starten. Diese Faktoren verdeutlichen die zentrale Rolle, die die Pandemie f\u00fcr den j\u00fcngsten Anstieg der DDoS-Angriffe gespielt hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schutzma\u00dfnahmen Einmaleins<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>DDoS-Angriffe setzen Unternehmen dem Risiko aus, gro\u00dfe Teile ihrer Online-Dienste und -Systeme zu zerst\u00f6ren oder lahmzulegen. Hinzu kommt, dass die Kosten, die anfallen, wenn man Opfer eines DDoS-Angriffs wird, erheblich sind. Wie die j\u00fcngste <a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/Presse\/Presseinformation\/Angriffsziel-deutsche-Wirtschaft-mehr-als-220-Milliarden-Euro-Schaden-pro-Jahr\">Bitkom-Studie<\/a> zeigt, entsteht der deutschen Wirtschaft durch Cyberkriminalit\u00e4t ein j\u00e4hrlicher Gesamtschaden von 223 Milliarden Euro. DDoS-Attacken stehen an zweiter Stelle auf der Liste.<\/p>\n\n\n\n<p>Um dieser Bedrohung zu begegnen, ben\u00f6tigen Unternehmen ein leistungsstarkes und effektives DDoS-Abwehrsystem, das die \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Online-Infrastruktur sch\u00fctzt, bevor ein Angriff stattfindet. Denn f\u00fcr die Organisationen, die ihre Systeme proaktiv mit einem starken DDoS-Schutz gesichert haben, war der Schaden durch einen Angriff minimal.<\/p>\n\n\n\n<p>DDoS-Abwehrsysteme sollten au\u00dferdem in halbj\u00e4hrlichen Abst\u00e4nden getestet werden, um sicherzustellen, dass alle an den Online-Systemen vorgenommenen \u00c4nderungen in den Gesamtplan zur DDoS-Abwehr einbezogen werden. Wenn es um den Schutz von VPN-Konzentratoren geht, sollten Unternehmen die Implementierung einer sogenannten &#8222;Stateless&#8220; L\u00f6sung vor Ort in Betracht ziehen. Durch den Einsatz einer Stateless Paketverarbeitungstechnologie und einer fortschrittlichen Verteidigungsl\u00f6sung am Rande des Netzwerks werden DDoS-Angriffe sofort erkannt. Diese schnelle Erkennung bedeutet, dass die Unternehmen \u00fcber die Angriffe benachrichtigt werden, bevor ein ernsthafter Schaden entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die massive Verlagerung der Belegschaft ins Homeoffice bot eine lukrative Gelegenheit f\u00fcr Cyberkriminelle, ganze Unternehmen mit DDoS-Angriffen lahmzulegen. Die komplexe und sich st\u00e4ndig weiterentwickelnde Natur moderner DDoS-Angriffe bedeutet, dass sich Unternehmen an die immer raffinierteren Bedrohungen anpassen m\u00fcssen, indem sie ihre Cybersicherheitsstrategie st\u00e4ndig verbessern und neu konzipieren. Durch die Implementierung robuster Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen wie eines DDoS-Abwehrsystems und die Durchf\u00fchrung regelm\u00e4\u00dfiger Tests sind Unternehmen in einer viel besseren Position, um sich vor diesen opportunistischen &#8222;New Normal&#8220; Cyber-Bedrohungen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut dem j\u00fcngsten Threat Intelligence Report von NETSCOUT war das Pandemiejahr 2020 ein rekordverd\u00e4chtiges Jahr f\u00fcr DDoS-Aktivit\u00e4ten, in dem weltweit mehr als zehn Millionen Angriffe beobachtet wurden. Dies ist die h\u00f6chste Zahl, die jemals in einem einzelnen Kalenderjahr verzeichnet wurde. Dar\u00fcber hinaus haben Untersuchungen des ATLAS Security Engineering &#038; Response Team (ASERT) von NETSCOUT ergeben, dass Bedrohungsakteure in der ersten Jahresh\u00e4lfte 2021 weltweit etwa 5,4 Millionen DDoS-Angriffe durchgef\u00fchrt haben, was einem Anstieg von elf Prozent gegen\u00fcber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2020 entspricht. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, werden im Jahr 2021 knapp elf Millionen DDoS-Angriffe zu erwarten sein. 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