{"id":19635,"date":"2021-09-24T11:18:00","date_gmt":"2021-09-24T09:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=19635"},"modified":"2021-09-08T09:25:58","modified_gmt":"2021-09-08T07:25:58","slug":"das-vollstaendig-virtuelle-rechenzentrum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=19635","title":{"rendered":"Das vollst\u00e4ndig virtuelle Rechenzentrum"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/gridscale.io\/\">Henrik Hasenkamp, CEO von gridscale<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>Extrem konvergent und performant, flexibel skalierbar und vergleichsweise einfach zu betreiben \u2013 das sind die Hauptmerkmale von hyperkonvergenten IT-Infrastrukturen. Besonders f\u00fcr Unternehmen, die den virtualisierten Anteil ihrer IT deutlich steigern, virtuelle Desktop-Infrastrukturen oder besonders datenintensive Technologien umsetzen wollen, sind HCI interessant. Bei der Implementierung gibt es jedoch einiges zu beachten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Henrik-IMG_1288-Bearbeitet-1-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Henrik-IMG_1288-Bearbeitet-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19636\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Henrik-IMG_1288-Bearbeitet-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Henrik-IMG_1288-Bearbeitet-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Henrik-IMG_1288-Bearbeitet-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Henrik-IMG_1288-Bearbeitet-1-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Henrik-IMG_1288-Bearbeitet-1-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Henrik-IMG_1288-Bearbeitet-1-1320x880.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Bild: gridscale<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>IT-Infrastrukturen sind sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernde und in verschiedenen Richtungen wachsende Gebilde: wechselnde Anforderungen und Technologien wie Virtualisierung und Cloud Computing haben aus den meisten On-Premise-Rechenzentren l\u00e4ngst hybride, bedarfssensible IT-Services gemacht. Je konvergenter die verschiedenen Systeme dabei zusammenarbeiten, umso besser.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch genau diese Konvergenz zu gew\u00e4hrleisten ist nicht ganz einfach. Immer mehr verschiedene propriet\u00e4re Einzelsysteme und IT-Services (Infrastruktur- oder Softwareservices) m\u00fcssen aufeinander abgestimmt und administriert werden, auch wenn Virtualisierung und Cloud hier bereits f\u00fcr Vereinfachungen sorgen. Dennoch kommt es zu Reibungsverlusten, Schatten-IT und steigendem Administrationsaufwand.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was sind hyperkonvergente Infrastrukturen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hinter Hyperconverged Infrastructures (HCI) steckt die Idee, die Konvergenz der IT-Systeme konsequent umzusetzen. Das hei\u00dft, alle Hardware-Komponenten werden durch Virtualisierung zu einer einzigen Appliance zusammengef\u00fchrt und durch ein \u00fcbergreifendes Management-System gesteuert. Das gesamte Rechenzentrum steht als virtueller Service zur Verf\u00fcgung, wahlweise gehostet und gemanagt durch einen externen Cloud-Dienstleister oder im eigenen Rechenzentrum.<\/p>\n\n\n\n<p>Das HCI-Prinzip reduziert die Hardware auf ihre eigentliche Funktion und legt eine Software-Ebene dar\u00fcber, die gewisserma\u00dfen als Gesamt-Intelligenz alles steuert. Als Hypervisor greift die Management-Software auf alle Ressourcen zu und teilt diese je nach Bedarf den Gast-VMs zu. Auch Netzwerkfunktionen und Speicherkapazit\u00e4ten werden nicht mehr durch dedizierte Hardware abgebildet, sondern als software-definierte Komponenten automatisch freien Ger\u00e4ten aus dem Pool zugewiesen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Vor- und Nachteile haben HCI?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Abstraktion der gesamten IT-Ressourcen und die zentrale Steuerung sorgen f\u00fcr eine extrem am Bedarf ausgerichtete Verteilung. Das wirkt sich positiv auf die Performance aus. Genau wie Cloud-Infrastrukturen ist die Skalierung eher unkompliziert, Lastspitzen lassen sich gut abfedern und statt Spezial-Hardware, wie etwa externe Storage-Systeme, erf\u00fcllt preisg\u00fcnstigere Commodity-Hardware denselben Zweck. Die Systeme sind zumeist von den Herstellern oder Cloud-Dienstleistern weitgehend vorkonfiguriert und stehen somit schnell vor Ort oder als Service zur Verf\u00fcgung, samt physischer Sicherheit und softwarebasierter Security.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht immer jedoch erf\u00fcllen solche vorgefertigten Angebote alle individuellen W\u00fcnsche \u2013 HCI-Systeme sind eher Universal-L\u00f6sungen. So kann es beispielsweise zu \u00dcberdimensionierungen kommen, wenn etwa nur zus\u00e4tzlicher Storage ben\u00f6tigt, aber eine gesamte Appliance hinzugeschaltet wird. Die Auswirkungen auf die Kosten sollten hier genau gepr\u00fcft werden. Und eben weil HC-Infrastrukturen als Gesamt-Appliance konzipiert werden, begibt sich der Anwender in eine st\u00e4rkere Abh\u00e4ngigkeit zum Dienstleister als dies bei klassischen Cloud-Services der Fall ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar sinkt die Komplexit\u00e4t der IT-Infrastruktur aus der Sicht des Administrators deutlich \u2013 die der Software jedoch steigt. F\u00fcr den Betrieb sind nun umfangreiche Kenntnisse bei Virtualisierungs- und Hypervisor-Technologien gefragt. Die meisten HCI-Angebote am Markt setzen auf etablierte Hypervisoren, wie etwa vSphere von VMware, Hyper-V von Microsoft oder KVM aus dem Open-Source-Bereich. Alle sind sehr leistungsf\u00e4hige, vielschichtige Softwarepakete mit einem immensen Funktionsumfang.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcr welche Use Cases eignen sich HCI besonders?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich eignen sich HCI f\u00fcr Unternehmen, die von einer hardware-zentrierten Infrastruktur hin zu mehr Virtualisierung und Serviceorientierung in der IT transformieren wollen. Die Unternehmensgr\u00f6\u00dfe spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Wegen der bedarfsgerechten Zuweisung von Rechenkapazit\u00e4ten und der einheitlichen Datenbasis f\u00fcr alle VMs sind HCI eine gute Basis f\u00fcr virtuelle Desktop-Strukturen (VDI) und CAD-Anwendungen. Da hyperkonvergente Infrastrukturen schnell einsatzbereit sind und durch ihre ausgepr\u00e4gte Konvergenz eine hohe Performance bieten, eignen sie sich zudem f\u00fcr datenintensive Technologien, wie IoT, Big Data oder DevOps.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Integration einer HCI mit einer bereits vorhandenen Infrastruktur ist nicht nur m\u00f6glich, sondern sinnvoll und \u00fcblich. So l\u00e4sst sich die Technologie gut an einem dedizierten Projekt testen und mit den gemachten Erfahrungen Schritt f\u00fcr Schritt in andere Bereiche einf\u00fchren. Besonders wenn HCI als gemanagter Service genutzt wird und damit Anschaffungskosten f\u00fcr Hardware entfallen, k\u00f6nnen verschiedene Szenarien getestet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was sollten Unternehmen bei der Implementierung beachten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der konkrete Anwendungsfall entscheidet, ob eine HCI-Implementierung sinnvoll ist und ob die Vorteile in einem vern\u00fcnftigen Verh\u00e4ltnis zu den Kosten stehen. Unternehmen sollten vorab mehrere Optionen vergleichen: Soll HCI On-Premise laufen, sind die Anschaffungskosten f\u00fcr die Appliance einzukalkulieren. Diese entfallen, wenn HCI als Service von einem Cloud-Dienstleister bezogen werden soll. Auch hier lohnt es sich mehrere Anbieter zu vergleichen \u2013 mit Blick auf die Kosten und die k\u00fcnftige, gesch\u00e4ftskritische Zusammenarbeit. Die HCI-Appliance wird in der Regel von einem Anbieter komplett angeboten. Das gew\u00e4hrleistet die versprochene Konvergenz, erh\u00f6ht aber das Risiko eines Vendor-Lock-ins. Au\u00dferdem sollten Unternehmen pr\u00fcfen, ob im konkreten Fall eventuell eine andere Cloud-Sourcing-Option die g\u00fcnstigere und flexiblere Wahl ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmen sollten zudem vorab pr\u00fcfen, welchen Aufwand die Integration mit der vorhandenen Infrastruktur nach sich ziehen wird. Es ist wichtig, Transparenz \u00fcber den gesamten Stack herzustellen, notwendige Interaktionen zu dokumentieren, individuell notwendige Anpassungen zu ber\u00fccksichtigen und so Inkompatibilit\u00e4ten fr\u00fch zu erkennen. Au\u00dferdem wird Virtualisierungs- und Hypervisor-Know-how ben\u00f6tigt, nicht nur f\u00fcr die Implementierung, sondern auch f\u00fcr den Betrieb. Werden die wichtigsten Punkte sorgf\u00e4ltig vorab gekl\u00e4rt, ist die Installation selbst unkompliziert und innerhalb k\u00fcrzester Zeit steht ein performantes, hyperkonvergentes Rechenzentrum zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Extrem konvergent und performant, flexibel skalierbar und vergleichsweise einfach zu betreiben \u2013 das sind die Hauptmerkmale von hyperkonvergenten IT-Infrastrukturen. 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