{"id":18211,"date":"2021-02-15T11:56:00","date_gmt":"2021-02-15T10:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=18211"},"modified":"2021-02-09T10:08:15","modified_gmt":"2021-02-09T09:08:15","slug":"umweltfreundliches-hosting-gruene-energie-fuer-server","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=18211","title":{"rendered":"Umweltfreundliches Hosting: Gr\u00fcne Energie f\u00fcr Server?"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/hahn-david.com\/suchmaschinenmarketing\/eigenen-blog-erstellen\">David Hahn<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>Das Internet verbraucht t\u00e4glich eine gro\u00dfe Menge an Strom, insgesamt sollen Rechenzentren zirka zwei Prozent des Stroms in Deutschland f\u00fcr sich beanspruchen. Jede Webseite ist ein Teil dessen und so ist es auch wichtig, dass die eigene Webseite zumindest \u00fcber gr\u00fcne Energie funktioniert. Gibt es das umweltfreundliche Hosting \u00fcberhaupt? Was gibt es zu beachten?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hahn-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"769\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hahn-1-1024x769.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-18214\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hahn-1-1024x769.png 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hahn-1-300x225.png 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hahn-1-768x577.png 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Hahn-1.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Screenshot: Sysbus<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Ein Rechenzentrum in einer Gr\u00f6\u00dfe von 1.000 Quadratmeter verbraucht etwa 5,5 Millionen Kilowattstunden Strom. Der Energiebedarf liegt laut dem Institut f\u00fcr Nachhaltigkeit Borderstep bei 12,4 Milliarden Kilowattstunden (2016). So viel Strom erzeugen vier mittlere Kohlekraftwerke.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie hoch denn der Stromverbrauch tats\u00e4chlich ist, kann nur schlecht abgesch\u00e4tzt werden. Feststeht allerdings, dass das Internet in wenigen Jahren bereits umweltbelastender sein wird als der Flugverkehr. Es hat demnach einen gro\u00dfen Einfluss, wenn Webhoster den Strom aus \u00f6kologischen Quellen beziehen, wie zum Beispiel aus <a href=\"https:\/\/deinenergieportal.de\/?cat=66\">Solaranlagen<\/a> oder Windkraft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Server mit \u00d6kostrom: Eigenes Webhosting umweltfreundlich gestalten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das gr\u00fcne Webhosting ist heutzutage keine Seltenheit mehr, denn immer mehr Anbieter m\u00f6chten hierauf umsteigen, da dies einen Faktor im Marketing darstellt. Wenn <a href=\"https:\/\/hahn-david.com\/suchmaschinenmarketing\/eigenen-blog-erstellen\">ein eigener Blog betrieben werden soll<\/a>, dann kann explizit darauf geachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich w\u00e4re nicht nur gut, wenn \u00d6kostrom als Energiequelle dient, sondern auch das Rechenzentrum sehr energiesparend ausgelegt wird. Das Rechenzentrum wird damit nicht nur gr\u00fcn sondern sogar klimaneutral.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Woran wird gr\u00fcnes Webhosting erkannt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt kein Zertifikat oder einen \u00e4hnlichen Standard, um zu zeigen oder zu beweisen, dass es sich um ein gr\u00fcnes Webhosting handelt. Entsprechend muss auf typische Anzeichen geachtet werden. Dazu geh\u00f6ren folgende Faktoren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Erw\u00e4hnt der Webhoster den verwendeten Stromanbieter?<\/li><li>Wird der Webhoster auf in einer \u00d6ko-Webhosting Liste genannt?<\/li><li>Gibt es eine klare \u201e\u00d6ko\u201c-Kommunikation des Anbieters auf der Webseite?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wenn der Anbieter nicht zumindest ein Label hierzu auf der Webseite pr\u00e4sentiert, dann kann schon fast davon ausgegangen werden, dass der Strom wom\u00f6glich von Atomkraftwerken oder aus Kohlekraftwerken stammt. F\u00fcr Rechenzentren gibt es n\u00e4mlich immerhin auch die Kennzeichnung des Blauen Engels, welches Unternehmen w\u00fcrde dies nicht gerne zeigen?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abw\u00e4rme von Servern nutzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Nutzung der Abw\u00e4rme von den Servern ist ein weiterer Schritt, um ein Rechenzentrum noch nachhaltiger zu gestalten. Das Projekt auf EU-Ebene nennt sich Reuseheat und soll nicht nur die Abw\u00e4rme von Server-R\u00e4umen nutzbar machen, sondern auch von Geb\u00e4uden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bisher setzen vor allem Internetanbieter aus Schweden auf dieses Verfahren. In Deutschland tut sich hierzu auch etwas \u2013 die ersten nachhaltigen Rechenzentren sind bereits in Planung, wobei dies weiterhin auch L\u00e4ndersache darstellt. <a href=\"https:\/\/www.nachhaltige-rechenzentren.de\/\">Baden-W\u00fcrttemberg hat hierzu bereits eine Webseite<\/a> geschaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das bedeutet aber nicht, dass Deutschland (beziehungsweise die Bundesl\u00e4nder) im EU-Vergleich hinterherhinken. Der Prozess ist derzeit noch in der systematischen Erforschung. Das Umweltbundesamt hat im Jahr 2018 ein Abschlussbericht mit dem Titel \u201eKennzahlen und Indikatoren f\u00fcr die Beurteilung der Ressourceneffizienz von Rechenzentren und Pr\u00fcfung der praktischen Anwendbarkeit\u201c ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>Veranschaulichung: Google verbraucht so viel Strom wie eine Gro\u00dfstadt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie gro\u00df der Energiebedarf werden kann wird klar, wenn bedacht wird, dass Google so viel Strom ben\u00f6tigt, wie eine Gro\u00dfstadt. Der Konzern gibt an, dass die Datenzentren einen Verbrauch von 260 Millionen Watt haben. Dies entspricht der Produktionsleistung eines Atomkraftwerks \u2013 dar\u00fcber k\u00f6nnen 200.000 Haushalte versorgt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Zahl relativiert sich jedoch, weil an anderen Stellen wiederum Energie gespart wird. Wegen Google m\u00fcssen Menschen sich nicht ins Auto setzen und zur Bibliothek fahren \u2013 damit wird Benzin und Diesel gespart, welche unter einem enormen Stromverbrauch produziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Google erw\u00e4hnt im Bericht zum Beispiel auch, dass der Verbrauch je Nutzer bei einer 60-Watt-Gl\u00fchbirne liegt, welche dreistundenlang brennt. Eine Google-Suchanfrage verbraucht so zum Beispiel 0,3 Wattstunden. Bei mehr als einer Milliarde Suchanfragen w\u00e4re dies ein Verbrauch von \u00fcber 12,5 Millionen Watt. Ein weiterer Verbrauch entsteht dann noch durch die Plattform YouTube f\u00fcr das Videostreaming oder durch das Google Cloud Hosting.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Stromverbrauch wird in naher Zukunft weiterhin steigen, aber an anderen Stellen wird der Stromverbrauch wiederum reduziert. So werden zum Beispiel die Rechenzentren nachhaltiger oder gar klimaneutral und mit neuartigen Konzepten (Abw\u00e4rme) sogar noch effizienter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Konzerne verpflichten sich zur Klimaneutralit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einige Konzerne (auch aus dem Bereich Webhosting) haben sich verpflichtet, dass sie bis zum Jahr 2030 v\u00f6llig klimaneutral handeln. Einer der Vorreiter war Apple. Der Konzern aus Kalifornien hat bisher sein Rechenzentrum bei Amazon (AWS) bezogen, worauf auch eine Vielzahl von Webseiten laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile baut der Konzern auch eigene Rechenzentren, davon liegt eines auch in Europa. Das Unternehmen hat Ende Juli 2020 angek\u00fcndigt, dass die Emissionen aus Rechenzentren 20 Jahre fr\u00fcher als geplant auf Null reduziert werden. Die IPCC-Ziele verfolgen aber auch andere Konzerne. Der Strom soll k\u00fcnftig aus Solaranlagen oder aus der Windkraft gewonnen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit: Ist gr\u00fcnes Webhosting schon jetzt m\u00f6glich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Internet (beziehungsweise die entsprechenden Rechenzentren) hat einen gro\u00dfen Strombedarf, denn jede Webseite muss rund um die Uhr erreichbar sein. Es w\u00e4re tragisch, wenn eine Webseite f\u00fcr mehrere Stunden am Tag Offline geschaltet werden m\u00fcsste. Dabei w\u00fcrde Umsatz verlorengehen und all die Informationen und Lerninhalte k\u00f6nnen nicht wiedergegeben werden. Die permanente Verf\u00fcgbarkeit von Informationen ist aber der brisanteste Vorteil des Internets.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Blogger oder Webmaster sollte zumindest ein Anbieter gew\u00e4hlt werden, welcher das Rechenzentrum mit \u00d6kostrom versorgt. Das senkt die Co2-Emissionen, der Energieverbrauch wird m\u00f6glicherweise auch noch sinken und wenn mehrere Webseiten betrieben werden \u2013 zum Beispiel als Agentur \u2013 dann kann man mit einem ruhigen Gewissen schlafen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Internet verbraucht t\u00e4glich eine gro\u00dfe Menge an Strom, insgesamt sollen Rechenzentren zirka zwei Prozent des Stroms in Deutschland f\u00fcr sich beanspruchen. Jede Webseite ist ein Teil dessen und so ist es auch wichtig, dass die eigene Webseite zumindest \u00fcber gr\u00fcne Energie funktioniert. Gibt es das umweltfreundliche Hosting \u00fcberhaupt? 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