{"id":17542,"date":"2020-11-17T11:02:00","date_gmt":"2020-11-17T10:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=17542"},"modified":"2020-11-10T10:09:29","modified_gmt":"2020-11-10T09:09:29","slug":"mit-openjdk-raus-aus-der-java-kostenfalle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=17542","title":{"rendered":"Mit OpenJDK raus aus der Java-Kostenfalle"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/www.softwareone.com\/de-de\/\">Michael He\u00df, Business Development Manager bei SoftwareONE<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Oracle f\u00fcr sein Java Development Kit (JDK) Lizenzgeb\u00fchren verlangt, explodieren in vielen Unternehmen die IT-Kosten. Die Open Source Software OpenJDK ist dagegen gratis. Lohnt sich ein Umstieg? Und wie aufwendig ist er?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/200917_SWO_Michael-Hess-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17543\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/200917_SWO_Michael-Hess-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/200917_SWO_Michael-Hess-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/200917_SWO_Michael-Hess-768x1152.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/200917_SWO_Michael-Hess-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/200917_SWO_Michael-Hess-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/200917_SWO_Michael-Hess.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption>Bild: SoftwareONE<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele Jahre war Java kostenlos. Im Januar 2019 hat Oracle jedoch seine Lizenzbedingungen ge\u00e4ndert. Wer Oracle JDK weiterhin kommerziell nutzt, muss daf\u00fcr zahlen \u2013 und das nicht zu knapp. Da auf Java zu verzichten keine Option ist, sehen sich viele Unternehmen in der Kostenfalle gefangen. Doch es gibt eine Alternative: die Open Source Software OpenJDK. Sie basiert auf derselben Ursprungsversion von Sun Microsystems und wurde von der Open Source Community parallel weiterentwickelt. Daher sind OpenJDK und Oracle JDK Implementierungen derselben Java-SE-Spezifikation und unterscheiden sich nur in kleineren Details. Die Nutzung von OpenJDK ist kostenlos. Kunden zahlen lediglich f\u00fcr Wartung und Support, sofern sie dies w\u00fcnschen. Nat\u00fcrlich kann man OpenJDK auch ohne Wartung einsetzen. Das ist aber nur f\u00fcr Unternehmen ratsam, die \u00fcber spezialisierte Mitarbeiter f\u00fcr das Java-Management verf\u00fcgen. Denn sie m\u00fcssen sich kontinuierlich selbst um die Sicherheit ihrer Java-Installation k\u00fcmmern, Patches und Updates einspielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Welche OpenJDK-Distribution ist die richtige?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt verschiedene OpenJDK-Varianten auf dem Markt. Empfehlenswert ist die Distribution von Red Hat, da der Anbieter das umfangreichste Wartungs- und Support-Paket zur Verf\u00fcgung stellt. Kunden erhalten quartalsm\u00e4\u00dfige Updates sowie zeitnahe Bugfixes von OpenJDK 8 und 11. Grunds\u00e4tzlich garantiert der Open-Source-Spezialist Langzeit-Wartung und Support f\u00fcr mindestens sechs Jahre ab dem Release-Datum der jeweiligen OpenJDK-Version. F\u00fcr OpenJDK 8 sogar l\u00e4nger als neun Jahre. Als einzige Distribution auf dem Markt bietet Red Hat OpenJDK Applikations-Management mit Mission Control f\u00fcr Java 11 und bald auch f\u00fcr Java 8, Webstart f\u00fcr Java 8 sowie Multiplattform-Unterst\u00fctzung. Die Software ist sowohl f\u00fcr Red Hat Enterprise Linux (RHEL), Microsoft Windows als auch die Kubernetes-Plattform Open Shift erh\u00e4ltlich.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>F\u00fcr wen lohnt sich der Wechsel zu Red Hat OpenJDK?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insbesondere f\u00fcr Kunden, die bereits RHEL nutzen, ist der Umstieg interessant. Denn in RHEL ist OpenJDK schon enthalten und tief in die Applikations-Infrastruktur integriert \u2013 vom Betriebssystem \u00fcber das Identity Management und Container Services bis hin zur API. Die RHEL-Subscription inkludiert auch den Enterprise-Support und Wartungsservices f\u00fcr OpenJDK. Es fallen also keine zus\u00e4tzlichen Kosten an. Dasselbe trifft auf Red Hat Middleware-Subscriptionen zu. Auch f\u00fcr Kunden, die Java Workloads auf Windows-Servern und -Desktops betreiben, lohnt sich ein Wechsel von Oracle JDK zu OpenJDK. Sie k\u00f6nnen Support und Wartungsservices im j\u00e4hrlichen Abo beziehen, und zwar deutlich g\u00fcnstiger als bei Oracle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Weichen f\u00fcr die Zukunft stellen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da es Red Hat OpenJDK auch in einer Version f\u00fcr OpenShift gibt, ist die Software zudem f\u00fcr Unternehmen interessant, die bereits Container einsetzen oder dies planen. Die Container-Technologie ist im Trend, um Applikationen effizienter und flexibler bereitzustellen. OpenShift basiert auf der Open Source Software Kubernetes, der beliebtesten Plattform zur Container-Orchestrierung. Mit OpenJDK f\u00fcr OpenShift k\u00f6nnen Kunden Java-Anwendungen entwickeln, die weniger Ressourcen verbrauchen und performanter in Containern laufen. Sie erhalten sowohl f\u00fcr OpenShift, RHEL als auch OpenJDK Support aus einer Hand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Blick auf die Zukunft sollten Unternehmen au\u00dferdem im Hinterkopf behalten, dass Red Hat f\u00fchrender Treiber im Open Source Projekt Quarkus ist und auch daf\u00fcr vollen Support bietet. Quarkus ist ein Kubernetes-natives Java-Framework, das Experten zufolge k\u00fcnftig einmal herk\u00f6mmliches Java abl\u00f6sen wird. Es erm\u00f6glicht Container-basierte Microservices, die innerhalb von Millisekunden starten. Anders als herk\u00f6mmliches Java nutzt Quarkus kleine, f\u00fcr den jeweiligen Anwendungsfall optimierte Bibliotheken und ben\u00f6tigt keine umfangreichen Libraries. Applikationen werden dadurch deutlich schlanker und schneller.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Keine Angst vor der Migration&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich ist der Wechsel von Oracle JDK auf OpenJDK wie jede Migration mit einem gewissen Aufwand verbunden. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass dieser oft geringer ausf\u00e4llt als bef\u00fcrchtet. In der Regel sind nur bei rund drei Prozent der Applikationen schwierigere Anpassungen erforderlich. 97 Prozent lassen sich dagegen meist problemlos umziehen. Unternehmen k\u00f6nnen das kostenlose Application Migration Toolkit nutzen, um die Migration zu erleichtern. Es scannt die Java-Applikationen automatisiert und analysiert, wie schwierig sie zu migrieren sind. Bedienen l\u00e4sst sich das Toolkit wahlweise \u00fcber ein Kommandozeilen-Interface oder eine Web-Konsole mit vereinfachter Oberfl\u00e4che. Die Web-Konsole ist hilfreich, um gro\u00dfe Mengen an Anwendungen zu managen, Aufw\u00e4nde abzusch\u00e4tzen und die Migration zu planen. Zudem vereinfacht ein IDE-Plugin komplexe Schritte w\u00e4hrend des Umzugs. Es unterst\u00fctzt Entwickler interaktiv mit Inline-Hilfen und kann vollautomatisch Schnellkorrekturen durchf\u00fchren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt viele Gr\u00fcnde, die f\u00fcr einen Wechsel von Oracle JDK zur Open-Source-Alternative Red Hat OpenJDK sprechen: Unternehmen sparen damit Kosten, gewinnen Unabh\u00e4ngigkeit und profitiert von umfangreichen Support- und Wartungsservices. Gleichzeitig stellen sie die Weichen f\u00fcr Container-Technologie und den Java-Nachfolger Quarkus. Wer sich zur Migration entscheidet, sollte dies auch als Chance zur Modernisierung nutzen. Vielleicht k\u00f6nnte es sinnvoll sein, gleich auf die neueste Java-Version zu wechseln oder Applikationen in Container umzuziehen. Vor der Migration gilt es also genau zu \u00fcberlegen, wo die Reise hingehen soll. Ein spezialisierter Dienstleister hilft gerne dabei, verschiedene Szenarien durchzuspielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Oracle f\u00fcr sein Java Development Kit (JDK) Lizenzgeb\u00fchren verlangt, explodieren in vielen Unternehmen die IT-Kosten. Die Open Source Software OpenJDK ist dagegen gratis. Lohnt sich ein Umstieg? 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