{"id":17264,"date":"2020-10-09T11:17:00","date_gmt":"2020-10-09T09:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=17264"},"modified":"2020-10-05T10:21:03","modified_gmt":"2020-10-05T08:21:03","slug":"erstes-halbjahr-2020-ueber-zwei-millionen-schaedliche-android-anwendungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=17264","title":{"rendered":"Erstes Halbjahr 2020: \u00dcber zwei Millionen sch\u00e4dliche Android-Anwendungen"},"content":{"rendered":"\n<p>Laut dem GDATA Mobile Malware Report wird alle acht Sekunden eine Android-Applikation publiziert, die Schadsoftware enth\u00e4lt. Das entspricht einem Anstieg von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zur Zeit besonders im Mittelpunkt: Dropper und gef\u00e4lschte Corona-Tracker, die eine \u00dcbersicht mit Echtzeit-Infektionszahlen versprechen, aber Ransom- oder Adware auf den Mobilger\u00e4ten installieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"484\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/G_DATA_Blog_MMWR_Q1_2020_Phone_Header_e6660e58a7-1024x484.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17265\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/G_DATA_Blog_MMWR_Q1_2020_Phone_Header_e6660e58a7-1024x484.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/G_DATA_Blog_MMWR_Q1_2020_Phone_Header_e6660e58a7-300x142.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/G_DATA_Blog_MMWR_Q1_2020_Phone_Header_e6660e58a7-768x363.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/G_DATA_Blog_MMWR_Q1_2020_Phone_Header_e6660e58a7.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Grafik: GDATA<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Mehr als zwei Millionen Android-Apps mit Malware und damit durchschnittlich mehr als 11.000 Apps pro Tag konnten die Mobile-Security-Spezialisten von G DATA in den ersten sechs Monaten des Jahres identifizieren. Auch bei mobiler Schadsoftware setzen Cyberkriminelle vermehrt auf sogenannte Dropper. Dahinter verbirgt sich eine Installations-Datei f\u00fcr eine Android-App. Erst im zweiten Schritt wird ein b\u00f6sartiges \u201eAndroid Package\u201c nachgeladen und installiert. So sch\u00fctzen Angreifer den Schadcode vor der Erkennung. Denn dieser ist in der Regel sehr aufwendig herzustellen und somit teuer. Ein weiterer Vorteil: Die sch\u00e4dlichen Apps lassen sich gezielt auf unterschiedliche Zielgruppen abstimmen, etwa als Spiel oder als App f\u00fcr Fotobearbeitung. Gerade Kinder sind hier besonders gef\u00e4hrdet, wie Sicherheitsexperten schon mehrfach gezeigt haben. Unter anderem war auch die mobile Fortnite-Version davon betroffen. Die Schad-Komponente bleibt gleich, nur die H\u00fclle \u00e4ndert sich. Verbreitet werden diese Apps ganz legal \u00fcber App-Stores. Auch im Play Store von Google haben Sicherheitsexperten gef\u00e4hrliche Apps identifiziert, obwohl dieser oft als die sicherste Alternative gilt<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Billig und gef\u00e4hrlich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weiterhin problematisch bleiben Billig-Smartphones. Denn die vermeintlichen Schn\u00e4ppchen erfreuen sich bei bestimmten Zielgruppen wie Grundschulkindern oder der Gro\u00dfeltern-Generation als Einsteigerger\u00e4t gro\u00dfer Beliebtheit. Das Problem daran: Immer wieder gelangen Smartphones in den Handel, auf denen bereits sch\u00e4dliche Apps vorinstalliert oder das Betriebssystem manipuliert wurde. Schon direkt nach der Inbetriebnahme f\u00fchren sie ein Eigenleben: Sie installieren \u00fcber Nacht Apps oder versenden SMS. Dabei ist es nicht immer der Hersteller, der Schadsoftware auf dem Smartphone installiert. W\u00e4hrend des Versands oder beim Zwischenh\u00e4ndler nutzen Kriminelle die Gelegenheit, um die Ger\u00e4te zu manipulieren. Das Problem: Die Malware ist h\u00e4ufig tief in die Firmware integriert. Diese zu entfernen ist aufwendig und komplex \u2013 ohne Fachwissen geht das nicht: Wer sich nicht zutraut, eine neue Firmware direkt vom Hersteller h\u00e4ndisch auf das Ger\u00e4t einzuspielen, sollte sich lieber ein neues Ger\u00e4t kaufen. Das alte Ger\u00e4t sollte man fachgerecht entsorgen und vorher zur\u00fccksetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein sicheres Zeichen f\u00fcr ein Smartphone mit Malware ist ein hoher Akkuverbrauch. Denn im Hintergrund f\u00fchren Kriminelle Aktionen aus, mit denen sie Geld verdienen. \u201eEin weiteres Kennzeichen ist etwa, dass sich die Banking-App nicht installieren l\u00e4sst\u201c, sagt Stefan Decker, Mobile Researcher bei G DATA CyberDefense. \u201eEin aktueller Virenscanner geh\u00f6rt zur Grundausstattung f\u00fcr jedes Handy. Er bewahrt die Nutzer vor unliebsamen \u00dcberraschungen durch sch\u00e4dliche Apps.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gefahren f\u00fcr Smartphones werden weiterhin zunehmen. Denn mobile Ger\u00e4te sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und \u00fcbernehmen viele Funktionen in unserem Leben. Dabei vertrauen Nutzer den digitalen Helfern viele pers\u00f6nliche Daten an, die einen besonderen Schutz bed\u00fcrfen. Ein besonnener Umgang mit den Daten geh\u00f6rt definitiv dazu sowie ein sorgf\u00e4ltiger Umgang mit den Passw\u00f6rtern f\u00fcr die Apps auf dem Ger\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"https:\/\/www.gdata.de\/\">https:\/\/www.gdata.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laut dem GDATA Mobile Malware Report wird alle acht Sekunden eine Android-Applikation publiziert, die Schadsoftware enth\u00e4lt. Das entspricht einem Anstieg von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 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