{"id":17041,"date":"2020-09-15T11:13:00","date_gmt":"2020-09-15T09:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=17041"},"modified":"2020-09-08T08:46:12","modified_gmt":"2020-09-08T06:46:12","slug":"die-meilensteine-der-softwareverteilung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=17041","title":{"rendered":"Die Meilensteine der Softwareverteilung"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/adaptiva.com\/\">Dr. Deepak Kumar, Gr\u00fcnder und CEO von Adaptiva<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>Das Deployment von Software geh\u00f6rt f\u00fcr viele Administratoren zu den zeitaufwendigsten Aufgaben. Automatisierung und Peer-to-Peer-Netzwerke k\u00f6nnen sie massiv entlasten. Die Geburtsstunde des zentralen, unternehmensweit gesteuerten Software Deployments schl\u00e4gt 1995 mit dem Systems Management Server 1.0 (SMS) von Microsoft. Die Software stammt urspr\u00fcnglich vom britischen Unternehmen Network Managers, das Microsoft kurz zuvor \u00fcbernommen hatte. Zu diesem Zeitpunkt dominiert Novell mit Netware die Netzwerkwelt, TCP\/IP ist als Netzwerkprotokoll noch nicht etabliert, und im Netzwerk angemeldete Ger\u00e4te sind in der Regel station\u00e4re PCs. Der Siegeszug von Notebooks, Laptops, Convertibles und Tablets hat noch nicht begonnen. Aber er l\u00e4sst nicht mehr lange auf sich warten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Deepak-Kumar-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17042\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Deepak-Kumar-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Deepak-Kumar-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Deepak-Kumar-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Deepak-Kumar-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Deepak-Kumar-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Dr. Deepak Kumar ist Gr\u00fcnder und CEO von Adaptiva&nbsp; (Quelle: Adaptiva)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Denn um die Jahrtausendwende \u00e4ndern sich die Voraussetzungen: Mobile Endger\u00e4te bekommen endlich vern\u00fcnftige Displays, werden leichter, st\u00e4rker und vor allem bezahlbar und verbreiten sich daher rasch. Diese neue Mobilit\u00e4t stellt Administratoren und vor ganz neue Herausforderungen. Sie m\u00fcssen wissen, wo der aktuelle Standort des Ger\u00e4ts ist und welche Ressourcen dort verf\u00fcgbar sind. Gleichzeitig macht der durchschlagende Erfolg des Internets TCP\/IP zum wichtigsten Netzwerkprotokoll. Erstmals dominiert damit ein offener Standard, denn bis dahin waren es immer bestimmte Unternehmen gewesen, etwa IBM, Novell oder Microsoft, die den Netzwerken ihren Stempel aufgedr\u00fcckt hatten. Die wachsende Zahl mobiler Arbeitspl\u00e4tze macht auch eine grundlegende \u00dcberarbeitung von SMS notwendig, deshalb erscheint 2003 der Microsoft Endpoint Messenger (MEM) mit dem SSCM Client Manager. Starke Konkurrenz kommt zu dieser Zeit von Altiris, das sp\u00e4ter von Symantec gekauft wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Peer-to-Peer statt Client-Server<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls 2003 wird Adaptiva gegr\u00fcndet. Die treibende Idee hinter dem neuen Unternehmen ist die sogenannte \u201eSchematisierung von Absichten\u201c. Administratoren sollen sich nicht mehr mit allen Details der Softwareverteilung befassen m\u00fcssen, sondern nur noch definieren, welches Resultat sie sehen wollen \u2013 den Rest macht die Software, denn anders ist das Management der immer rasanter wachsenden Zahl mobiler Arbeitsplatzrechner in den Unternehmen nicht mehr mit vertretbarem Zeit- und Personalaufwand zu realisieren. Um das zu erreichen, wird die vorher monolithische Management-Software in Module aufgebrochen, die flexibel miteinander kombiniert werden k\u00f6nnen, je nachdem, welche Aufgabe gerade abgearbeitet werden soll. Im Laufe der Zeit werden die Module immer feingranularer.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Das ist unter anderem deshalb notwendig, weil mittlerweile nicht selten die Softwareverteilung f\u00fcr eine f\u00fcnfstellige Zahl von im Netzwerk angemeldeten, meist mobilen Endger\u00e4ten organisiert werden muss. Die Performance dieser Laptops und Tablets ist so hoch, dass sie f\u00fcr neue, schnellere und effizientere Formen des Software Deployments geeignet sind. Multi-Core-Architekturen, gro\u00dfe Arbeitsspeicher, schnelle Festplatten oder SSDs und Gigabit-Netzwerkanschl\u00fcsse sind so dimensioniert, dass sie nur selten ausgereizt werden. Adaptiva nutzt diese brach liegenden Ressourcen, um Virtual SANs zu bilden, die f\u00fcr die Softwareverteilung genutzt werden. Das entlastet die zentralen Server und sorgt f\u00fcr eine h\u00f6here Performance, Stabilit\u00e4t und Skalierbarkeit. Softwareverteilung ist damit nicht mehr von einer \u00fcbergeordneten Server-Infrastruktur abh\u00e4ngig, die mit der wachsenden Zahl von Endger\u00e4ten immer massiver aufger\u00fcstet werden m\u00fcsste. Stattdessen erfolgt sie \u00fcber mobile Peer-to-Peer-Netzwerke (P2P), die f\u00fcr den Administrator jederzeit transparent und kontrollierbar sind. Und im Gegensatz zu zentralen Deployment-Servern sind sie um so stabiler, je mehr Endger\u00e4te sich im Netzwerk befinden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Peer-to-Peer-Technologie-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17044\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Peer-to-Peer-Technologie-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Peer-to-Peer-Technologie-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Peer-to-Peer-Technologie-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Peer-to-Peer-Technologie-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/Peer-to-Peer-Technologie-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Durch das Architekturmodell f\u00e4llt bei einer Peer-to-Peer-Umgebung im Unterschied zu Client-Server-Modellen nur ein geringer Netzwerk-Traffic an (Quelle: Adaptiva)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Software Deployment \u00fcber die Cloud<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der rasanten Verbreitung von Home-Office haben viele VPN-Verbindungen der zus\u00e4tzlichen Belastung nicht Stand halten k\u00f6nnen. Damit stellen sich auch f\u00fcr das Software Deployment neue Aufgaben. Im n\u00e4chsten logischen Schritt steht deshalb der Aufbau eines zus\u00e4tzlichen Kanals f\u00fcr die Softwareverteilung \u00fcber die Cloud an. Deshalb plant Adaptiva in den n\u00e4chsten Wochen die Vorstellung einer Cloud Edition, die das Software Deployment unabh\u00e4ngig vom Unternehmensnetzwerk macht und den Aufbau von Peer-to-Peer-Netzwerken \u00fcber das Internet erm\u00f6glicht. Dabei wird die Cloud zur Quelle der \u201eGolden Copy\u201c, die dann innerhalb des P2P-Netzwerks geteilt wird. Zus\u00e4tzlich wird die Cloud quasi zum Backup, falls ein Endger\u00e4t keine Verbindung zu einem P2P-Netzwerk haben sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf weitere Sicht wird die Absicherung von Cloud Services verst\u00e4rkt in den Blickpunkt r\u00fccken. Dabei \u00fcbernehmen Peer-to-Peer-Netzwerke die Aufgabe, jederzeit die vom Provider geforderte Geschwindigkeit und Skalierbarkeit gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen. Je st\u00e4rker ein Unternehmen sein Angebot digitalisiert hat, desto wichtiger ist diese Absicherung. J\u00fcngste Beispiele, wie etwa die Ausf\u00e4lle bei Garmin, haben gezeigt, wie unternehmenskritisch die Stabilit\u00e4t der Services ist. Noch in diesem Jahr werden die ersten L\u00f6sungen daf\u00fcr vorgestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Deployment von Software geh\u00f6rt f\u00fcr viele Administratoren zu den zeitaufwendigsten Aufgaben. Automatisierung und Peer-to-Peer-Netzwerke k\u00f6nnen sie massiv entlasten. Die Geburtsstunde des zentralen, unternehmensweit gesteuerten Software Deployments schl\u00e4gt 1995 mit dem Systems Management Server 1.0 (SMS) von Microsoft. Die Software stammt urspr\u00fcnglich vom britischen Unternehmen Network Managers, das Microsoft kurz zuvor \u00fcbernommen hatte. Zu diesem Zeitpunkt dominiert Novell mit Netware die Netzwerkwelt, TCP\/IP ist als Netzwerkprotokoll noch nicht etabliert, und im Netzwerk angemeldete Ger\u00e4te sind in der Regel station\u00e4re PCs. Der Siegeszug von Notebooks, Laptops, Convertibles und Tablets hat noch nicht begonnen. 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