{"id":16741,"date":"2020-08-04T11:31:00","date_gmt":"2020-08-04T09:31:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=16741"},"modified":"2020-07-16T10:07:09","modified_gmt":"2020-07-16T08:07:09","slug":"automatisierungswerkzeug-ivanti-automation-wichtige-stuetze-fuer-administratoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=16741","title":{"rendered":"Automatisierungswerkzeug Ivanti Automation: Wichtige St\u00fctze f\u00fcr Administratoren"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor: Dr. G\u00f6tz G\u00fcttich<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.ivanti.de\/\">Ivanti <\/a>hat mit \u201eIvanti Automation\u201c, zum Testzeitpunkt war die Version 2019.3 aktuell, ein leistungsf\u00e4higes Automatisierungsprodukt f\u00fcr IT-Umgebungen im Portfolio. Die L\u00f6sung l\u00e4sst sich gleicherma\u00dfen in der Cloud, in IT-Infrastrukturen und in Workspaces einsetzen. Ivanti Automation konnte im Testlabor zeigen, was in ihm steckt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"560\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/GettyImages-1023671664_new-1024x560.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16742\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/GettyImages-1023671664_new-1024x560.png 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/GettyImages-1023671664_new-300x164.png 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/GettyImages-1023671664_new-768x420.png 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/GettyImages-1023671664_new-1536x839.png 1536w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/GettyImages-1023671664_new.png 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Grafik: Ivanti<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Der Grundgedanke, der hinter Ivanti Automation steht ist, daf\u00fcr zu sorgen, dass m\u00f6glichst viele Arbeiten im IT-Umfeld ohne Interaktion durch Administratoren ablaufen. Ein Beispiel daf\u00fcr: In der Buchhaltung ben\u00f6tigt eine Mitarbeiterin einen neuen PC. Normalerweise m\u00fcssen die zust\u00e4ndigen Mitarbeiter in diesem Zusammenhang zun\u00e4chst einmal beim Asset Management anfragen, ob ein PC zur Verf\u00fcgung steht oder ob dieser erst bestellt werden muss. Dann haben sie den PC einzurichten, eine IP-Adresse zuzuweisen, Software zu installieren, Patches einzuspielen und so weiter. F\u00fcr all diese Dinge m\u00fcssen die Administratoren die unterschiedlichsten Verwaltungskonsolen aufrufen und dort Konfigurationst\u00e4tigkeiten vornehmen. Das Ziel von Ivanti Automation besteht nun darin, dass die Anwender alle erforderlichen Schritte im Service Management selbst ansto\u00dfen. Die eigentliche Arbeit l\u00e4uft dann automatisch ohne Interaktion mit den Administratoren ab, die nach Angaben des Herstellers dadurch auch gro\u00dfe Umgebungen mit verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig \u00fcberschaubaren Ressourcen im Griff behalten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"517\" height=\"380\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ivanti01.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16744\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ivanti01.png 517w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ivanti01-300x221.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 517px) 100vw, 517px\" \/><figcaption>Die Herstellung der Verbindung zum Datenbank-Server mit Hilfe des Datastore Wizard<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Aufbau des Systems<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit Ivanti Automation lassen sich folglich komplexe Operationen vereinfachen und die in Infrastruktur, Cloud und Workspace anfallenden Arbeitsschritte automatisieren. Die L\u00f6sung besteht dabei aus mehreren Komponenten. Zun\u00e4chst einmal einer Datenbank, die alle im Zusammenhang mit der Automatisierung erforderlichen Inhalte an einer zentralen Stelle vorh\u00e4lt. An Datenbanken unterst\u00fctzt die L\u00f6sung Azure SQL, IBM DB2, MySQL, Oracle und den SQL-Server von Microsoft.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu kommt eine Management-Konsole, \u00fcber die die Administratoren die Konfiguration der L\u00f6sung vornehmen. Im praktischen Betrieb ist es m\u00f6glich, so viele Management-Konsolen einzurichten, wie im jeweiligen Umfeld erforderlich. Bei Bedarf steht mit dem Ivanti Automation Management Portal auch ein Web-basiertes Verwaltungsinterface auf Basis von HTML5 f\u00fcr die Arbeit mit Ivanti Automation zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die dritte Komponente sind die so genannten Dispatcher, die die Jobs an die Agenten verteilen. Diese Agenten, die die eigentlichen Automatisierungsaufgaben auf den verwalteten Systemen ausf\u00fchren, stellen schlie\u00dflich die vierte und letzte Komponente der L\u00f6sung dar. Agenten stehen f\u00fcr Microsoft Windows, Unix, Linux und MacOS zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"517\" height=\"380\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ivanti03.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16746\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ivanti03.png 517w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ivanti03-300x221.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 517px) 100vw, 517px\" \/><figcaption>Das Anlegen der Datenbank<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Noch kurz ein Wort zu den Dispatchern: Diese lassen sich beliebig parallel und seriell implementieren. Auf diese Weise haben die Administratoren Gelegenheit, die Netzwerktopologie ihrer Organisation genau abzubilden. So l\u00e4sst sich beispielsweise beim Anbinden von Au\u00dfenstellen ein Dispatcher vor dem WAN und einer nach dem WAN positionieren. So ist es immer nur erforderlich, die Daten einmal \u00fcber das WAN zu schicken und nicht f\u00fcr jedes Endger\u00e4t separat. Das spart vor allem beim Verteilen gro\u00dfer Software-Pakete viel Bandbreite. Laut Hersteller kann ein Dispatcher bis zu 1500 Agenten verwalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Automatisierung dient im Betrieb nicht nur dazu, den IT-Verantwortlichen Arbeit zu ersparen, sondern sorgt auch daf\u00fcr, bei der manuellen Arbeit zwangsl\u00e4ufig immer wieder auftretende Fehler zu vermeiden. Eine leistungsf\u00e4hige Audit-Trail-Funktion stellt zudem sicher, dass s\u00e4mtliche Aktionen, die das Produkt durchgef\u00fchrt hat, stets nachvollzogen werden k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus steht f\u00fcr die einzelnen Automatisierungst\u00e4tigkeiten auch eine Versionsverwaltung zur Verf\u00fcgung, \u00fcber die sich \u00c4nderungen jederzeit nachvollziehen lassen. Flow Control l\u00e4sst sich im Betrieb \u00fcber If-Then-Konstruktionen realisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Es existieren zwei verschiedene Varianten von Ivanti Automation: Zum einen \u201eAutomation Standard\u201c, diese L\u00f6sung ist f\u00fcr alle Ivanti-Kunden kostenlos. Sie kann allerdings nur Verwendung finden, um Ivanti-Produkte zu automatisieren. \u201eAutomation Enterprise\u201c verf\u00fcgt im Gegensatz dazu auch \u00fcber externe Konnektoren, hier fallen aber Kosten an. Im Test verwendeten wir Automation Enterprise. Abgesehen davon l\u00e4sst sich die L\u00f6sung entweder in der Cloud oder On-Premise nutzen. Im Test setzten wir die On-Premise-L\u00f6sung ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kurze Erkl\u00e4rung der Begriffe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zum Lieferumfang von Ivanti Automation geh\u00f6ren mehr als 300 vorgefertigte Tasks, die die Administratoren direkt einsetzen k\u00f6nnen, um Arbeitsschritte automatisch durchzuf\u00fchren. Ein Task kann es beispielsweise sein, auf einem bestimmten Zielrechner den freien Festplattenplatz zu bestimmen. Der Leistungsumfang von Ivanti Automation beschr\u00e4nkt sich allerdings nicht auf die mitgelieferten Tasks, es gibt auch noch viele weitere Arbeitsanweisungen, die sich aus dem Internet herunterladen lassen, sowohl von Partnerunternehmen als auch aus der Community beziehungsweise von Ivanti selbst. Die entsprechende Webseite lautet <a href=\"https:\/\/marketplace.ivanti.com\">https:\/\/marketplace.ivanti.com<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Betrieb lassen sich die Tasks dann zu so genannten Modulen zusammenfassen. Dabei handelt es sich um Kombinationen von Tasks. Ein Modul kann beispielsweise die Installation eines Updates aus einer MSU-Datei und \u2013 als zweiten Schritt \u2013 den danach erforderlichen Neustart umfassen. Ein anderes Beispiel w\u00e4re ein Modul, das im Active Directory einen Benutzer anlegt. Dieses k\u00f6nnte aus einem Task bestehen, der pr\u00fcft, ob der jeweilige Benutzername schon vorhanden ist, und einem zweiten Task, der den eigentlichen Benutzer anlegt, wenn Task eins festgestellt hat, dass er noch nicht existiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"786\" height=\"560\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16748\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/1.png 786w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/1-300x214.png 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/1-768x547.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 786px) 100vw, 786px\" \/><figcaption>Vor der Installation des Web-basierten Automation Management Portals m\u00fcssen die Administratoren daf\u00fcr sorgen, dass der verwendete ISS diverse Rollendienste mitbringt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die \u201eProjekte\u201c wiederum stellen Kombinationen von Modulen dar, mit denen sich dann schon recht komplexe T\u00e4tigkeiten abwickeln lassen. Ein Beispiel: das Ausrollen von Software. Dabei sind die Administratoren unter anderem dazu in der Lage, spezielle Client-Builds mit Software f\u00fcr die im Netz vorhandenen Client-Typen zu definieren. Anschlie\u00dfend lassen sich die ganzen Software-Module in ein Projekt integrieren, das dann abh\u00e4ngig vom Client-Typ Software verteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Verkettete Jobs, die nacheinander ausgef\u00fchrt werden, bei Bedarf auch auf unterschiedlichen Agenten, nennen sich bei Ivanti Automation \u201eRun Books\u201c. Sie eignen sich beispielsweise f\u00fcr das Onboarding von Benutzern. Um f\u00fcr den Benutzer ein Konto im Active Directory zu erstellen, k\u00e4me in solch einem Fall ein Windows-Agent zum Einsatz, w\u00e4hrend ein neues Benutzerkonto auf Unix-Systemen \u00fcber den entsprechenden Unix-Agenten angelegt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eRessourcen\u201c stellen schlie\u00dflich Pakete dar, die von den Tasks verwendet werden k\u00f6nnen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Setup-Routinen f\u00fcr Software-Komponenten oder auch Installationsdateien von Patches handeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u201eJobs\u201c definieren im Betrieb, welche Module, Projekte und Run Books wann und auf welchen Systemen durchgef\u00fchrt werden. Sie lassen sich mit Zeitplanern bei Bedarf auch regelm\u00e4\u00dfig automatisch durchf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Damit die Automatisierungsl\u00f6sung auch mit externen Datenquellen und L\u00f6sungen von Drittanbietern zusammenarbeiten kann, existieren in der Enterprise-Version von Ivanti Automation ein leistungsf\u00e4higes API und diverse Add-Ons. Diese sind dazu in der Lage, mit IT Service Management-, IT Asset Management-, Virtualisierungs-, Cloud Provisioning-, PC Lifecycle Management- und SaaS-Anwendungen zu kommunizieren. Dazu geh\u00f6ren unter anderem das Active Directory, Hyper-V, Azure und der System Center Configuration Manager (SCCM) von Microsoft, die Virtualisierungsumgebung von Vmware und sogar direkte Konkurrenzprodukte zu den L\u00f6sungen von Ivanti, beispielsweise von BMC, IBM und Service Now. Laut Ivanti gilt in diesem Zusammenhang die Aussage \u201eWenn das Zielsystem eine Schnittstelle hat, dann l\u00e4sst es sich auch automatisieren\u201c, was sich \u00fcber built-in Tasks, wie beispielsweise Powershell, WebService oder die Kommandozeile realisieren l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Test<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr unseren Test installierten wir Ivanti Automation in unserem Netz, machten uns mit dem Funktionsumfang der Verwaltungswerkzeuge vertraut und f\u00fchrten diverse Automatisierungsaufgaben zunehmender Komplexit\u00e4t aus. Anschlie\u00dfend analysierten wir die Ergebnisse.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"651\" height=\"503\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IA03.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16750\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IA03.png 651w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IA03-300x232.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><figcaption>Die Push-Installation eines Dispatchers<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Installation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Installation von Ivanti Automation l\u00e4uft in mehreren Schritten ab. Der Hersteller empfiehlt, die L\u00f6sung nicht auf einem Dom\u00e4nencontroller zu installieren, sondern auf einem Webserver. Dabei unterst\u00fctzt das Produkt Windows Server 2012 oder neuer. Im Test verwendeten wir einen Windows Server 2019 der innerhalb einer Virtuellen Maschine unter Vmware ESXi 6.7 Update 3 lief. Was die Hardware-Anforderungen angeht, verh\u00e4lt sich Ivanti Automation moderat, die initiale Installation der Software nimmt lediglich 211 MByte Festplattenplatz in Anspruch. Unsere Test-VM verf\u00fcgte \u00fcber vier CPUs mit 3,6 GHz Taktfrequenz, acht GByte RAM und 100 GByte Festplattenplatz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verwaltungskonsole ben\u00f6tigt 32 MByte, ein Dispatcher 84 MByte und ein Agent 18 MByte. Es ist allerdings so, dass die Dispatcher genau wie die zentrale Datenbank alle f\u00fcr sie relevanten Ressourcen lokal vorhalten. Das bedeutet, erzeugt man ein Installationspaket f\u00fcr Microsoft Office mit einer Gr\u00f6\u00dfe von 1,3 GByte, so liegt dieses dann nicht nur im zentralen Repository, sondern wird auch auf die betroffenen Dispatcher kopiert. Deswegen empfiehlt Ivanti, den Dispatcher nicht auf dem gleichen System wie die Datenbank einzuspielen, da sonst viele Dateien darauf doppelt abgelegt w\u00fcrden. F\u00fcr unsere Testumgebung ignorierten wir diese Empfehlung zun\u00e4chst, wir spielten im Lauf des Tests aber einen zweiten Dispatcher auf einem Windows Server 2016 bei uns im Netz ein, wobei keine Probleme auftraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber der Reihe nach: Bevor wir mit der Installation von Ivanti Automation loslegen konnten, mussten wir zun\u00e4chst einmal ein paar Grundvoraussetzungen erf\u00fcllen. Da das System eine Datenbank ben\u00f6tigt, installierten wir auf unserem Server 2019 den Microsoft SQL Server 2017. F\u00fcr den Betrieb verwendeten wir die SQL-Server-Authentifizierung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"651\" height=\"503\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IA04.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16752\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IA04.png 651w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/IA04-300x232.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><figcaption>Die Verteilung eines Agenten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nachdem die Datenbank lief, stellten wir noch sicher, dass die sonstigen Anforderungen erf\u00fcllt waren. Diese lauten: das .Net-Framework 4.6 oder neuer, ein aktueller, JavaScript-f\u00e4higer Browser und der IIS 7.5 oder neuer mit diversen Features, die in der Dokumentation genau aufgelistet sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem wir das alles eingespielt hatten, riefen wir zun\u00e4chst einmal die Setup-Routine f\u00fcr Ivanti Automation auf. Die Installation dieser Software l\u00e4uft Wizard-gesteuert ab und sollte keinen Administratoren vor besondere Herausforderungen stellen. Es reicht im Wesentlichen aus, die Lizenz zu best\u00e4tigen und den Installationspfad anzugeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Abschluss des Setups starteten wir die Ivanti-Automation-Konsole, die direkt im Setup-Modus hochkam. Dort gaben wir zun\u00e4chst den Typ und die Adresse unserer Datenbank an und teilten dem System die Login-Daten des zuvor erzeugten &#8222;sa&#8220;-Kontos mit. Anschlie\u00dfend fragte uns die Software, wie die Automation-Datenbank hei\u00dfen sollte, wo die Daten abgelegt wurden und wie der Name des Login-Accounts lautete.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschluss der Erstkonfiguration erzeugten wir mit Hilfe des Setup-Modus noch ein Zertifikat zum Absichern der Kommunikation zwischen Agenten und Dispatchern und gaben an, ob wir die Standard- oder die Enterprise-Version der Software nutzen wollten. Damit war das System betriebsbereit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"628\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Web-1024x628.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16754\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Web-1024x628.png 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Web-300x184.png 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Web-768x471.png 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Web.png 1284w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Das Dashboard des Web-basierten Management-Portals liefert unter anderem eine \u00dcbersicht \u00fcber die abgearbeiteten Aufgaben<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Das Web-Interface<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bevor wir nun mit der Arbeit mit der L\u00f6sung beginnen konnten, machten wir uns aber zun\u00e4chst daran, das Web-Interface auf HTML5-Basis zu installieren, damit wirklich alle Funktionalit\u00e4ten f\u00fcr den Test verf\u00fcgbar waren. Auch hier l\u00e4uft das Setup wieder \u00fcber einen Wizard ab, der sich auf das Anzeigen der Lizenz, die Angabe des Installationspfades und die Angabe von Hostname und Port beschr\u00e4nkt. Bei Bedarf k\u00f6nnen die zust\u00e4ndigen Mitarbeiter mit der Installationsroutine auch noch ein Zertifikat f\u00fcr den Zugriff auf die Webseite erzeugen. Anschlie\u00dfend l\u00e4uft die Installation durch. Auch hier m\u00fcssen die Verantwortlichen im n\u00e4chsten Schritt wieder eine Verbindung zur Datenbank herstellen. Danach ist das Setup abgeschlossen. Das Einspielen der Software gestaltet sich also recht unproblematisch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erste Schritte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Damit wir nun unsere ersten Jobs starten konnten, war es im n\u00e4chsten Testschritt erforderlich, zun\u00e4chst einmal unsere Umgebung vorzubereiten und einen Dispatcher sowie diverse Agenten im Netz zu installieren. Die Dispatcher lassen sich entweder manuell beziehungsweise automatisch \u00fcber MSI-Dateien auf den Zielsystemen einspielen, oder per Push-Installation \u00fcber die Konsole verteilen. Im Test verwendeten wir die Konsole, um Dispatcher auf Systemen unter Windows Server 2016 und Windows Server 2019 auszubringen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"591\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/C-1024x591.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16756\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/C-1024x591.png 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/C-300x173.png 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/C-768x443.png 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/C.png 1049w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Unsere Testumgebung mit den ersten beiden Agenten<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das funktionierte recht einfach \u00fcber den Aufruf von &#8222;Topology\/Dispatchers&#8220; und die Auswahl von &#8222;New&#8220;. Im nun aufgehenden Fenster w\u00e4hlten wir zun\u00e4chst die Zielcomputer aus. Das geht \u00fcber die Angabe von IP-Adresse oder Hostname oder eine Suchfunktion, die bestimmte Netzwerkbereiche oder auch das Windows Netzwerk durchsuchen kann. Bei Bedarf lassen sich auch mehrere Zielsysteme gleichzeitig selektieren. Nach einem Klick auf &#8222;Deploy now&#8220; fragt das System noch nach den Zugriffsdaten f\u00fcr die Zielsysteme (der verwendete Account sollte \u00fcber Administratorrechte verf\u00fcgen), danach l\u00e4uft die Push-Installation durch und die neu eingespielten Dispatcher erscheinen in der Konsolen\u00fcbersicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Agenten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt konnte es daran gehen, Agenten zu verteilen. Dabei verwendeten wir Windows 10, Windows Server 2016 und Windows Server 2019 als Zielsysteme. Das Verteilen der Agenten funktioniert im Prinzip genauso wie das der Dispatcher, die Administratoren haben dabei allerdings noch die Zusatzoption, &#8222;Agent Settings&#8220; vorzunehmen, die beispielsweise festlegen, mit welchem Dispatcher sich der jeweilige Agent verbinden soll. Nach dem Ausbringen der Agenten war unsere Umgebung einsatzbereit und wir konnten mit den ersten Jobs loslegen.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>Die ersten Arbeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um unsere neue Installation zu testen, machten wir uns im ersten Schritt daran, die Software &#8222;Notepad++&#8220; auf unsere Zielsysteme zu verteilen. Dazu luden wir zun\u00e4chst einmal die entsprechende Installationsdatei &#8222;npp.7.8.4.Installer.x64.exe&#8220; von der Webseite des Herstellers unter <a href=\"https:\/\/notepad-plus-plus.org\">https:\/\/notepad-plus-plus.org<\/a> herunter.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem das erledigt war, legten wir anschlie\u00dfend in Ivanti Automation eine neue Ressource an. Dazu wechselten wir nach &#8222;Library\/Ressources&#8220;, w\u00e4hlten den Befehl &#8222;New&#8220; und entschieden uns f\u00fcr den Ressourcentyp &#8222;Stored in Datastore&#8220;. Alternativ lassen sich Ressourcen auch auf Fileshares, auf URLs oder als Ivanti Ressource Package definieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend gaben wir den Pfad zu unserer zuvor heruntergeladenen Installationsdatei an und klickten auf &#8222;OK&#8220;. Danach \u00fcbernahm das System die Setup-Datei in den Datenspeicher.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"651\" height=\"503\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/B.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16758\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/B.png 651w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/B-300x232.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><figcaption>Hier der Evaluator, der daf\u00fcr sorgt, dass der Installations-Task nur dann startet, wenn genug freier Speicherplatz auf dem Ziellaufwerk vorhanden ist<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Das erste Modul<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt konnten wir uns daran machen, das erste Modul anzulegen. Dazu w\u00e4hlten wir den Befehl &#8222;New&#8220; unter &#8222;Library\/Modules&#8220; und gaben im &#8222;Properties&#8220;-Reiter einen Namen f\u00fcr das Modul an. Anschlie\u00dfend wechselten wir auf den &#8222;Tasks&#8220;-Reiter und selektierten &#8222;Add&#8220;. Daraufhin erhielten wir eine Liste mit den verf\u00fcgbaren Aufgaben. Aus dieser w\u00e4hlten wir unter &#8222;Provisioning\/Unattended Installation\/Perform&#8220; aus. Daraufhin \u00f6ffnete sich ein weiteres Fenster, in dem wir unter &#8222;Filename&#8220; unsere Installer-Ressource ausw\u00e4hlen konnten. Anschlie\u00dfend mussten wir noch unter &#8222;Parameters&#8220; den Switch &#8222;\/S&#8220; angeben, damit die Installation &#8222;silent&#8220;, also ohne Benutzeraktionen auf dem Zielsystem ablief. Damit war die Definition des ersten Moduls, das nur einen Task enthielt, abgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Installations-Job<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt konnten wir den ersten Job erzeugen und starten. Hierzu wechselten wir nach &#8222;Jobs\/Scheduling&#8220;, selektierten &#8222;New&#8220; und trugen unter &#8222;What&#8220; unser Modul ein. Anschlie\u00dfend klickten wir auf das &#8222;Who&#8220;-Feld und trugen dort unsere Zielagenten ein. Unter &#8222;When&#8220; gaben wir an &#8222;Immediately&#8220;, damit der Job sofort startete. Nach einem Klick auf &#8222;OK&#8220; verteilte Ivanti Automation das Notepad++ dann wie erwartet. Die Bedienung der Software ist folglich geradeheraus und (zumindest bei einfachen Jobs) nicht besonders kompliziert.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenhang ist es allerdings wichtig zu bedenken, dass es sich bei Ivanti Automation nicht um eine Software-Verteilungsl\u00f6sung (das k\u00f6nnen viele) handelt, sondern dass das System einen deutlich gr\u00f6\u00dferen Funktionsumfang hat. Wir haben das eben aufgef\u00fchrte Beispiel nur gew\u00e4hlt, da sich damit die Konfiguration eines Jobs und der dazugeh\u00f6rigen Bestandteile recht gut demonstrieren l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Jobs<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chstes legten wir diverse weitere Ressourcen und Jobs an, um uns mit der Software n\u00e4her vertraut zu machen. Zu ihnen geh\u00f6rten unter anderem Abfragen des Fragmentierungsgrads bestimmter Laufwerke, das Auslesen der Systemnamen, die Abfrage des freien Speicherplatzes auf den Ziellaufwerken und das Verteilen eines Security-Scanners auf die Zielrechner mit anschlie\u00dfendem Start des Scans auf den verwalteten Clients.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse dieses Scans lie\u00dfen sich dann unter &#8222;Tasks\/Job History&#8220; und die Auswahl des Jobs \u00fcber die Reiter &#8222;Tasks&#8220; und &#8222;Agents&#8220; jeweils unter &#8222;Details&#8220; einsehen. Die Administratoren bleiben folglich nie \u00fcber die mit der Software durchgef\u00fchrten Aktionen im Unklaren. Job-Ergebnisse lassen sich zudem jederzeit als XML-Dateien exportieren und so andernorts weiter nutzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"651\" height=\"503\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/UserQuery.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16760\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/UserQuery.png 651w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/UserQuery-300x232.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><figcaption>Bei diesem Job legte das System den User &#8222;Ivanti&#8220; nur nach vorheriger Pr\u00fcfung auf die Existenz eines Benutzerkontos gleichen Namens an<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Ein anspruchsvollerer Job<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt konnten wir uns an etwas anspruchsvollere Aufgaben machen. Dazu wandten wir uns der Automatisierung der Arbeiten im Microsoft Active Directory zu. Mit Ivanti Automation lassen sich im Active Directory Benutzerkonten anlegen, bearbeiten, l\u00f6schen oder abfragen. Der Task &#8222;Create Active Directory User&#8220; legt ein Benutzerkonto in einem bestimmten Active-Directory-Ordner an und stellt grundlegende Daten wie Logon-Name, Passwort, Passworteinstellungen und \u00e4hnliches bereit.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Task &#8222;Manage Active Directory User&#8220; haben die IT-Verantwortlichen die Option, s\u00e4mtliche Benutzerangaben zu modifizieren, einschlie\u00dflich Gruppenzugeh\u00f6rigkeiten und E-Mail-Adressen. &#8222;Delete Active Directory User&#8220; l\u00f6scht im Gegensatz dazu Benutzerkonten und zwar nach Organisationseinheit, Logon Name, User Property Value und der Zahl der Tage seit dem letzten Login. &#8222;Query Active Directory User&#8220; zeigt wiederum einen \u00dcberblick \u00fcber alle Benutzer an, auch hier wieder nach Organisationseinheit, Logon Name, User Property Value und Tagen nach dem letzten Login.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Test verwendeten wir nun die Query-Funktion, um festzustellen, welche Benutzerkonten bereits vorhanden waren, legten dann einen neuen Benutzer-Account namens &#8222;Ivanti&#8220; an, modifizierten diesen im n\u00e4chsten Schritt und l\u00f6schten das Testkonto zum Schluss wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Um den Job zum Abfragen der Benutzerkonten anzulegen, wechselten wie nach &#8222;Modules\/Quick Task&#8220; und gaben unseren Dom\u00e4nencontroller (dieser lief unter Windows Server 2019) sowie die entsprechenden Zugangsdaten an. Anschlie\u00dfend w\u00e4hlten wir unter dem Reiter &#8222;User Properties&#8220; noch die Daten aus, die im Report erscheinen sollten, wie Name, Gruppenmitgliedschaften, Logon Name und \u00e4hnliches. Zum Schluss erzeugten wir mit dem neuen Modul einen Job und lie\u00dfen ihn laufen. Kurz darauf konnten wir uns unter &#8222;Job History\/View\/Agents&#8220; die Ergebnisse ansehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Anlegen eines Benutzerkontos<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt konnten wir uns daran machen, ein Benutzerkonto zu erzeugen. Auch dazu verwendeten wir wieder die Quick-Task-Funktion und gaben im Task &#8222;Create Active Directory User&#8220; unsere Dom\u00e4ne und die dazugeh\u00f6rigen Credentials an. Anschlie\u00dfend teilten wir dem System mit, dass wir das Benutzerkonto in der Organisationseinheit &#8222;Users&#8220; erzeugen wollten und f\u00fcllten die Felder &#8222;Logon Name&#8220;, &#8222;First Name&#8220;, &#8222;Last Name&#8220;, &#8222;Full Name&#8220; und &#8222;Password&#8220; aus. Au\u00dferdem konnten wir noch festlegen, ob der neue Benutzer sein Passwort beim n\u00e4chsten Login \u00e4ndern musste, ob das Passwort niemals ablaufen sollte und so weiter. Danach lie\u00dfen wir den Job laufen und fragten anschlie\u00dfend das Active Directory mit der Query-Funktion erneut ab, um zu sehen, ob der neue User vorhanden war. Wir zu erwarten, fand er sich in der Liste.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Modifizieren und L\u00f6schen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nun ging es daran, das Benutzerkonto zu \u00e4ndern. Dazu erzeugten wir einen Quick Task mit der Funktion &#8222;Manage Active Directory User&#8220;. Auch hier gaben wir wieder die Dom\u00e4ne mit Credentials an und konnten danach ausw\u00e4hlen, ob wir einen einzelnen Benutzer oder mehrere Konten, die bestimmte Kriterien erf\u00fcllten, bearbeiten wollten. Zu den verf\u00fcgbaren Kriterien geh\u00f6ren unter anderem der Login Name, der Active Directory Folder oder auch die Zahl der Tage seit dem letzten Login. Im Test modifizierten wir zu diesem Zeitpunkt lediglich den User &#8222;Ivanti&#8220;. Wir f\u00fcgten ihm \u00fcber den entsprechenden Reiter eine neue E-Mail-Adresse hinzu. Nachdem der Job durchgelaufen war, pr\u00fcften wir wieder, ob alles geklappt hatte. Erneut traten keine Probleme auf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"651\" height=\"503\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/A.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16762\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/A.png 651w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/A-300x232.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px\" \/><figcaption>Die Ergebnisse einer Abfrage der Active-Directory-Konten finden sich nach dem Ende des Jobs unter &#8222;Job History\/View\/Agents&#8220;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zum Schluss l\u00f6schten wir das AD-Benutzerkonto wieder mit der &#8222;Delete&#8220;-Funktion. Dabei gingen wir analog zu den anderen Aktionen vor, auch hier gab es keine Schwierigkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verketten von Aufgaben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Interessanter ist es nun, die einzelnen Aufgaben zu verketten, beispielsweise vor der Installation einer Software erst einmal nachzusehen, ob auf dem Ziellaufwerk genug freier Speicher existiert und das Setup nur dann zu starten, wenn die entsprechende \u00dcberpr\u00fcfung positiv ausf\u00e4llt. Oder einen Active Directory User nur dann anzulegen, wenn eine vorhergehende Anfrage ergeben hat, dass noch kein Benutzerkonto dieses Namens existiert. Dieser Aufgabe widmeten wir uns im letzten Teil des Tests.<\/p>\n\n\n\n<p>Um den freien Festplattenplatz auszulesen, ist es zun\u00e4chst erforderlich, ein Modul mit einem Query-Task anzulegen, der den Disk Space abfragt. Diesem Job kann man dann unter dem Reiter \u201eEvaluator\u201c einen Operand mitgeben. F\u00fcr unser Beispiel nahmen wir dazu \u201eFree Space\u201c und setzten die dazugeh\u00f6rige Kondition auf \u201emehr als 2 GByte\u201c. Anschlie\u00dfend gaben wir noch unter \u201eIf evaluator returns data then\u201c als Option \u201eContinue\u201c an, damit das System in F\u00e4llen, in denen der freie Speicherplatz gr\u00f6\u00dfer als zwei GByte war, mit der Installation fortfuhr. Gleichzeitig mussten wir dann noch unter \u201eIf evaluator returns NO data then\u201c als Ma\u00dfnahme \u201eFail this query\u201c eingeben, damit das System bei zu wenig Speicherplatz die Aufgabe abbrach. Anschlie\u00dfend f\u00fcgten wir dem gleichen Modul noch den eigentlichen Installations-Task hinzu. Damit war diese Aufgabe abgeschlossen und Ivanti Automation verhielt sich nach dem Aufruf des entsprechenden Jobs wie erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ganze geht \u00fcbrigens auch umgekehrt. Man kann beispielsweise in einem Task unter \u201eCondition\u201c angeben, dass der Task nur dann ausgef\u00fchrt wird, wenn der vorherige Task komplett durchgelaufen ist, was in manchen F\u00e4llen den sinnvolleren Weg darstellt. Das System arbeitet da also sehr flexibel.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Abfragen eines Active-Directory-Users geht genauso. Man muss ein Modul anlegen, dass den Task enth\u00e4lt, die Active-Directory-User auszulesen. Dabei besteht die M\u00f6glichkeit, die Ausgabe nach einem Benutzernamen zu filtern und den Task nur dann fortzusetzen, wenn sie leer bleibt. Steht n\u00e4mlich etwas drin, so existiert der Benutzer schon und es ist keine weitere Aktion erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Optionen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle ist es nun an der Zeit, noch kurz einen \u00dcberblick \u00fcber die weiteren M\u00f6glichkeiten zu bieten, die die Software mit sich bringt. Zu den Tasks, die die L\u00f6sung Out of the Box ausf\u00fchren kann, geh\u00f6ren unter anderem Konfigurations-Tasks, die beispielsweise Eintr\u00e4ge in der Registry ver\u00e4ndern oder Dateioperationen durchf\u00fchren. Dazu kommen Provisioning-Aufgaben (etwa zum Provisioning von Anwendungen und Diensten) und Tasks f\u00fcr das PC Lifecycle Management. Dar\u00fcber hinaus stellt die Software den Anwendern auch noch eine Library zum Management von virtuellen Anwendungen und Maschinen zur Verf\u00fcgung, genauso wie eine Library zur Sicherheit, die Tasks anbietet, die unter anderem Sicherheitsrisiken abfragen und Security-Updates installieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu kommen noch einige weitere Aufgabenbereiche, wie der &#8222;System State&#8220; mit Tasks zum Defragementieren von Disks und Abfragen der Ereigniseintr\u00e4ge und der Punkt &#8222;Advanced&#8220; \u00fcber den sich SMTP-Traps senden lassen und der Tasks zum Ausf\u00fchren von Power Shell Scripts anbietet. Weitere Libraries befassen sich mit den Linux-, MacOS- und Unix-Agenten, der Verwaltung von Diensten beziehungsweise mobilen Ger\u00e4ten und vielem mehr.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"591\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/D-1024x591.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-16764\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/D-1024x591.png 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/D-300x173.png 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/D-768x443.png 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/D.png 1049w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>\u00dcber den Audit Trail k\u00f6nnen die zust\u00e4ndigen Mitarbeiter jederzeit nachvollziehen, welche Aktionen \u00fcber Ivanti Automation durchgef\u00fchrt wurden<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>S\u00e4mtliche in einer Library definierten Eintr\u00e4ge lassen sich \u00fcbrigens jederzeit als &#8222;Building Blocks&#8220; im- und exportieren. Damit ist es nicht nur m\u00f6glich, sie von einer Installation auf eine andere zu \u00fcbertragen, sondern sie k\u00f6nnen auf diese Art und Weise auch gesichert werden. Die Absicherung der Building Blocks erfolgt im Betrieb mit Passkeys.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ivanti Automation konnte uns im Test durch den modularen Aufbau, den gro\u00dfen Funktionsumfang und die relativ einfache, schnell zu erlernende Bedienung \u00fcberzeugen. Die Software, mit der die Arbeit wirklich Spa\u00df macht, l\u00e4sst sich f\u00fcr eine Vielzahl von Aufgaben nutzen, von der Software-Verteilung bis zum Steuern von Patch-Management- und Verwaltungsl\u00f6sungen. Dabei stehen den Anwendern sehr viele M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung, die Jobs zu steuern. Zus\u00e4tzlich zu den bereits genannten Optionen gibt es zum Beispiel auch Konditionen auf Basis bestimmter Dateien oder Ordner und vieles mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit die Anwender immer nur die Funktionen nutzen k\u00f6nnen, die sie f\u00fcr die Erledigung ihrer Arbeit auch wirklich brauchen, steht dar\u00fcber hinaus eine leistungsf\u00e4hige Rollenverwaltung zur Verf\u00fcgung. Au\u00dferdem haben die zust\u00e4ndigen Mitarbeiter \u00fcber &#8222;Trusts&#8220; die Gelegenheit, daf\u00fcr zu sorgen, dass nicht alle Agenten alle Module und Ressourcen nutzen k\u00f6nnen. Das ergibt beispielsweise in Multi-Tenant-Umgebungen Sinn.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Bedarf lassen sich auch mehrere Agenten zu Teams zusammenfassen und die Jobs dann auf Team-Ebene ausf\u00fchren. Auf diese Weise ist es m\u00f6glich, die Organisation nach Standorten, Betriebssystemen und \u00e4hnlichem aufzuteilen und so die \u00dcbersichtlichkeit zu erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Einsatz einer L\u00f6sung wie Ivanti Automation verringert nicht nur den Arbeitsaufwand f\u00fcr die IT-Abteilungen, sondern erh\u00f6ht \u2013 wie bereits angesprochen \u2013 auch die Sicherheit, da viele Fehlerquellen, die beim manuellen Arbeiten zu Tage treten, wegfallen. Das macht das Produkt f\u00fcr eine Vielzahl von Aufgabenbereichen interessant.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wir haben diesen Test im Auftrag des Herstellers durchgef\u00fchrt. Der Bericht wurde davon nicht beeinflusst und bleibt neutral und unabh\u00e4ngig, ohne Vorgaben Dritter. Diese Offenlegung dient der Transparenz.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ivanti hat mit \u201eIvanti Automation\u201c, zum Testzeitpunkt war die Version 2019.3 aktuell, ein leistungsf\u00e4higes Automatisierungprodukt f\u00fcr IT-Umgebungen im Portfolio. Die L\u00f6sung l\u00e4sst sich gleicherma\u00dfen in der Cloud, in IT-Infrastrukturen und in Workspaces einsetzen. 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