{"id":16662,"date":"2020-07-24T11:14:00","date_gmt":"2020-07-24T09:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=16662"},"modified":"2020-07-10T11:22:06","modified_gmt":"2020-07-10T09:22:06","slug":"technologie-klassiker-sorgen-auch-heute-noch-fuer-hohe-leistung-und-qualitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=16662","title":{"rendered":"Technologie-Klassiker sorgen auch heute noch f\u00fcr hohe Leistung und Qualit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<p>Autorin\/Redakteur: Petra Adamik, freie IT-Autorin aus M\u00fcnchen\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>Gesch\u00e4ftsgeb\u00e4ude und Rechenzentren ben\u00f6tigen heute immer gr\u00f6\u00dfere Bandbreiten und h\u00f6here Geschwindigkeiten f\u00fcr die gew\u00fcnschten Daten\u00fcbertragungen. Um dem entgegenzukommen, m\u00fcssen aktuelle Verkabelungssysteme nicht nur hochperformant sein, sondern auch allgemein in ihrer Struktur und in ihrer Anwendung \u00fcberzeugen. Wie die Entwicklung zu heutigen Hochgeschwindigkeits-Verkabelungssystemen erfolgte, wird in dem folgenden Artikel erl\u00e4utert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"368\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2048-736-max-1024x368.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16663\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2048-736-max-1024x368.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2048-736-max-300x108.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2048-736-max-768x276.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2048-736-max-1536x552.jpg 1536w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2048-736-max.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>MTP Modulkassette 1997 bis 2020 (Quelle: Rosenberger OSI)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wer sich die rasante Entwicklung im Bereich der LWL-Datenverkabelung veranschaulichen will, kommt um einen Blick in die Vergangenheit nicht herum. Nur so wird deutlich, welche Fortschritte den Entwicklern und Herstellern innerhalb weniger Jahre gelungen sind. Aufgrund innovativer Entwicklungsarbeiten optimieren modernste Kabel sowie die dazugeh\u00f6renden Komponenten heute die Infrastrukturen von Unternehmen weltweit. Sie sorgen f\u00fcr eine hohe Verf\u00fcgbarkeit, Sicherheit und nicht zuletzt f\u00fcr einen durchg\u00e4ngigen Datenfluss. Damit spielen zeitgem\u00e4\u00dfe Verkabelungsstrukturen eine entscheidende Rolle f\u00fcr die Gesch\u00e4ftsprozesse von Organisationen und somit auch f\u00fcr deren wirtschaftliche Stabilit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Ist von der Entwicklung im Umfeld der Glasfaserverkabelung die Rede, lohnt ein Blick auf die Entwicklungsgeschichte der MTP\/MPO-Modul-Kassette. Sie war und ist eine feste Gr\u00f6\u00dfe bei der Glasfaserverkabelung von Rechenzentren. Ihre Urspr\u00fcnge reichen bis in die Anf\u00e4nge der 1990iger Jahre zur\u00fcck. Auf Initiative der IBM begann seinerzeit die Firma US Conec damit, ein Push-Pull-Stecksystem rund um die 12-Fasern-MT-Ferrule herum zu entwickeln, die bereits seit zehn Jahren auf dem Markt war. Dieses Mehrfaser-Stecksystem wurde unter dem US Conec Brand MTP in den Markt eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>1995 starteten dann die MTP-Pioniere Siecor (Siemens Corning Joint Venture) und OSI (heute Rosenberger OSI) die Entwicklung des ersten, IBM FTS genannten, MTP-Verkabelungssystems f\u00fcr Rechenzentren. Unterst\u00fctzt wurden sie dabei durch US Conec. Dieses IBM FTS wurde 1997 in den Markt eingef\u00fchrt und basierte auf werkskonfektionierten Trunkkabeln mit bis zu 144 Fasern, die mit der entsprechenden Anzahl 12-Fasern MTP-Steckern auf beiden Seiten ausgestattet waren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>MTP-Pionier erinnert sich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Damit die zw\u00f6lf Fasern der MTP-Stecker auf sechs einzelnen ESCON-Duplexkan\u00e4le ausgef\u00fchrt werden konnten (heute Port-Breakout genannt), entwickelten Siecor und OSI die ersten MTP Modul-Kassetten und Harnesse. \u201eDas MTP-Verkabelungssystem IBM FTS war nicht nur das erste seiner Art, sondern auch seiner Zeit weit voraus\u201c, erinnert sich MTP-Pionier Harald Jungb\u00e4ck, heute Produkt Manager f\u00fcr Rechenzentrums-Verkabelungssysteme bei <a href=\"https:\/\/osi.rosenberger.com\/de\/\">Rosenberger OSI<\/a>. Er war von Anfang an in die Entwicklung dieses ersten MTP-Verkabelungsystems involviert und hat die verschiedenen Entwicklungsstufen dieser Verkabelungs-Technologie bis heute begleitet. Er bringt die Vorteile der L\u00f6sung auf den Punkt: \u201eDamit konnten die 17 Mbit\/s des ESCON-Protokolls bis zu zwei Kilometer \u00fcber eine Multimodefaser mit 62,5 \u00b5m Kerndurchmesser \u00fcbertragen werden. Die Multimode MTP Verbindungen hatten damals noch bis maximal 1,2 [dB] Einf\u00fcged\u00e4mpfung, sind aber seit vielen Jahren durch die Entwicklung der Elite Ferrulenqualit\u00e4t von US Conec auf maximal 0,35 [dB] reduziert worden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2000-1414-max-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16665\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2000-1414-max-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2000-1414-max-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2000-1414-max-768x543.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2000-1414-max-1536x1086.jpg 1536w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2000-1414-max.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Rosenberger OSI MTP cabling system IBM FTS (Markteinf\u00fchrung 1997) (Quelle: Rosenberger OSI)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Qualit\u00e4t ist nicht verhandelbar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorteile, die sich f\u00fcr Betreiber von Rechenzentren aus der neuen Technologie ergaben, waren in der zweiten H\u00e4lfte der 1990er Jahre nahezu revolution\u00e4r. Der Einsatz des jungen MTP-Steckers erm\u00f6glichte noch nie dagewesene kurze \u201eplug-and-play\u201c Installationszeiten bei der Rechenzentrumsverkabelung. Das reduzierte die Projektzeiten erheblich und stellte innerhalb k\u00fcrzester Zeit die Verf\u00fcgbarkeit der Infrastruktur sicher. Analog dazu wurde die Flexibilit\u00e4t bei Moves, Adds and Changes (MAC) auf das m\u00f6gliche Maximum gesteigert.<\/p>\n\n\n\n<p>Von dieser technologischen Innovation profitierten auch Wartungsarbeiten oder Reparaturen. Der Austausch von MTP-Modul-Kassetten oder Harnessen oder der Wechsel des Patch-Stecksystems auf der Front waren pl\u00f6tzlich fast ein Kinderspiel, gingen einfach, schnell und kosteng\u00fcnstig \u00fcber die B\u00fchne. Mehr als zwei Jahrzehnte waren zum Beispiel der Wechsel von ESCON auf SC-Duplex, oder von SC-Duplex auf LC-Duplex, kurz auch der MT-RJ als Patch-Stecksystem fast eine Art Standard. \u201eF\u00fcr uns und unsere Kooperationspartner galt und gilt bis heute: Qualit\u00e4t ist nicht verhandelbar\u201c, so MTP-Pionier Jungb\u00e4ck.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Diese Art von LWL-Verkabelungssystem etablierte sich schnell und sehr erfolgreich im Markt. Der Bedarf war gro\u00df. Aufgrund seiner hohen Marktakzeptanz wurde der MTP im Jahr 2000 in der IEC 61754-7 als MPO normiert. Die Vorteile, die mit dem Einsatz von MTP\/MPO einhergingen, blieben auch anderen Anbietern nicht verborgen. Um die Jahrtausendwende herum begannen dann auch Marktbegleiter von Siecor und OSI damit, ebenfalls MTP\/MPO-Verkabelungssysteme zu entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"731\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/4096-2925-max-1024x731.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16667\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/4096-2925-max-1024x731.jpg 1024w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/4096-2925-max-300x214.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/4096-2925-max-768x548.jpg 768w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/4096-2925-max-1536x1097.jpg 1536w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/4096-2925-max-2048x1463.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Rosenberger OSI PreConnect SMAP G2 UHD Width Partition 6-6 (Quelle: Rosenberger OSI)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Die Zukunft im Blick<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rosenberger OSI ist nicht nur ein Pionier der MTP\/MPO-Technologie, sondern hat diese auch konsequent weiterentwickelt und dem aktuellen Bedarf angepasst. Analysten sehen 400GBASE-SR8 als eine stark wachsende Anwendung in Rechenzentren. Explizit f\u00fcr diese Anwendung bringt Rosenberger OSI&nbsp; 2020 PreCONNECT SEDECIM auf den Markt. Basis f\u00fcr dieses System ist der 16-Fasern MTP\/MPO-Stecker. Als 16-Fasern multimode OM4 Variante, mit einem MTP\/MPO-16-Port auf der R\u00fcckseite sowie acht LC-Duplex Ports auf ihrer Vorderseite, ist die MTP\/MPO-Modul-Kassette inzwischen auch fit f\u00fcr den Port-Breakout von mit MTP\/MPO 16 werkskonfektionierten PreCONNECT-SEDECIM-Trunkkabeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Bereich der MTP\/MPO Verkabelungssysteme sieht Harald Jungb\u00e4ck Rosenberger OSI sehr gut aufgestellt. Mit den PreCONNECT Produktlinien DUODECIM, OCTO und SEDECIM bieten die Augsburger ein breites Portfolio, das den Bedarf \u00fcber die gesamte Evolution von MTP\/MPO-Verkabelungssystemen f\u00fcr zahlreiche Anwendungsf\u00e4lle abdecken kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesch\u00e4ftsgeb\u00e4ude und Rechenzentren ben\u00f6tigen heute immer gr\u00f6\u00dfere Bandbreiten und h\u00f6here Geschwindigkeiten f\u00fcr die gew\u00fcnschten Daten\u00fcbertragungen. Um dem entgegenzukommen, m\u00fcssen aktuelle Verkabelungssysteme nicht nur hochperformant sein, sondern auch allgemein in ihrer Struktur und in ihrer Anwendung \u00fcberzeugen. 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