{"id":15236,"date":"2019-11-05T11:33:34","date_gmt":"2019-11-05T10:33:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=15236"},"modified":"2019-11-04T09:49:40","modified_gmt":"2019-11-04T08:49:40","slug":"windows-server-2008-und-sql-server-2008-support-ende-als-chance-zum-modernisieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=15236","title":{"rendered":"Windows Server 2008 und SQL Server 2008: Support-Ende als Chance zum Modernisieren"},"content":{"rendered":"\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/www.softwareone.com\/de-de\">Kim Vahsen, Head of Cloud Solution Specialists DACH bei SoftwareONE<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Auslaufen der Extended Security Updates f\u00fcr die Betriebs- und Datenbankmanagementsysteme Windows Server 2008 und SQL Server 2008 liegt es nahe, diese in Microsoft Azure umzuziehen. Die Migration schafft Sicherheit, bietet im Hybrid-Modell Kostenvorteile, setzt aber sorgf\u00e4ltiges Planen voraus, um die Erneuerung richtig anzugehen. Neben der Cloud-Option gibt es zwei Varianten, die den lokalen Betrieb absichern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kim.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15237\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kim.jpg 750w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kim-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption> Kim Vahsen, Head of Cloud Solution Specialists DACH, SoftwareONE (Quelle: SoftwareONE)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Hersteller\nMicrosoft stellt f\u00fcr seine Software standardm\u00e4\u00dfig f\u00fcnf Jahre lang\nQualit\u00e4ts-Updates und neue Features sowie Security-Fixes im Mainstream-Support\nbereit. In der darauffolgenden zweiten Phase, dem ebenfalls f\u00fcnf Jahre\nw\u00e4hrenden Extended-Support, gibt es keine Neuentwicklung mehr, sondern nur noch\nUpdates f\u00fcr Sicherheit und Systemstabilit\u00e4t. Auch mit der Verl\u00e4ngerung ist jedoch\nam 14. Januar 2020 f\u00fcr Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 Schluss.\nDas Support-Ende betrifft zudem die Anwender von Small Business Server 2011, da\ndieses Betriebssystem auf Windows Server 2008 R2 basiert.&nbsp; Bereits Geschichte ist das Patchen von SQL\nServer 2008 und SQL Server 2008 R2, galt doch f\u00fcr diese\nDatenbankmanagementsysteme der Stichtag 9. Juli 2019. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn\nein System nicht mehr gepatcht wird, schlie\u00dft der Hersteller keine\nSicherheitsl\u00fccken mehr, weshalb unternehmenswichtige Zertifizierungen verloren\ngehen k\u00f6nnen. In dem Fall gehen Unternehmen ein hohes Risiko ein. Dieses bleibt\nauch beim Einsatz von Firewalls bestehen, die nicht ausreichend sch\u00fctzen, da\nSchadsoftware speziell auf Sicherheitsl\u00fccken abzielt \u2013 wie 2017 WannaCry. Die\nRansomware verbreitete sich auch sp\u00e4ter noch massiv. So ordnete der\nSicherheitsbericht von Kaspersky f\u00fcr das dritte Quartal 2018 fast zwei Drittel\nder Ransomware-Attacken WannaCry zu. Der Kryptotrojaner drang \u00fcber eine\nSicherheitsl\u00fccke in den Windows-Dateifreigaben (SMB) ein, was ihm allerdings\nleicht gemacht wurde. Denn viele Unternehmen spielten das Sicherheitsupdate\nnicht ein, welches Microsoft zwei Monate vor der ersten Attacke ver\u00f6ffentlichte\nhatte. Zudem sei daran erinnert, dass die DSGVO Unternehmen dazu verpflichtet,\nihre IT nach \u201edem aktuellen Stand der Technik\u201c zu sch\u00fctzen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Betroffene\nSysteme identifizieren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst\nsollten sich Unternehmen einen \u00dcberblick verschaffen, wo wie viel ungepatchte\nSoftware bei ihnen l\u00e4uft oder noch laufen wird. Diese Inventarisierung liefert\ndie Basis, zu entscheiden, wie mit dem Systemen verfahren werden soll.\nRisikoarm kann es nach dem Support-Ende auf drei Arten weitergehen: entweder\nmit der Migration in die Microsoft-Azure-Cloud, dem Upgrade auf eine neuere\nOn-Premises-Version oder dem Erwerb von Extended Security Updates. Welche\nOption am besten passt, h\u00e4ngt von den individuellen Anforderungen eines\nUnternehmens ab, was auch dessen langfristiges Vorgehen einschlie\u00dft. Der\nnachfolgende \u00dcberblick zu den drei gangbaren Wegen zeigt m\u00f6gliche Vor- und\nNachteile auf, die Unternehmen f\u00fcr sich abw\u00e4gen m\u00fcssen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.\nAzure-Migration<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Support-Ende von Windows Server 2008 und SQL Server 2008 l\u00e4sst sich zum Anlass nehmen, eine Cloud-Strategie zu entwickeln oder bestehende Konzepte anzupassen und anzugehen. Microsoft bietet nun zus\u00e4tzliche Anreize f\u00fcr das Verlagern von Workload zu Azure. So erhalten diejenigen Extended Security f\u00fcr ihre Windows Server 2008 oder SQL Server 2008 drei Jahre lang kostenlos, die diese Systeme zu Azure schieben. Das funktioniert ohne gro\u00dfe Code-\u00c4nderungen einfach per \u201eLift and Shift\u201c, wobei Unternehmen zun\u00e4chst ihre Server wie gehabt lokal weiter betreiben k\u00f6nnen. Ihnen bleiben drei Jahre Zeit f\u00fcr den Cloud-Einstieg. <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p>Windows-Server-Abonnenten\nund Besitzer einer Lizenz, die Software Assurance einschlie\u00dft, steht ein Modell\noffen, das der Hersteller Hybridvorteil nennt. Das bedeutet: Bis zu zwei\nvirtuelle Maschinen f\u00fcr das Betriebssystem kosten nichts, es fallen lediglich\nBasis-Compute-Kosten an. Der Umstieg in den Cloud-Betrieb kann so einen\nSpareffekt von maximal 55 Prozent erzielen. Wie nahe man dieser Marke mit\nseinen Systemen kommt, l\u00e4sst sich mit dem Einsparungsrechner auf der\nAzure-Website ermitteln. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr\nSQL-Server-2008-Anwender verringert eine verwaltete Azure-SQL-Datenbank-Instanz\nden Aufwand in der Administration erheblich. Der \u201eDatabase as a Service\u201c, f\u00fcr\nden Microsoft Hochverf\u00fcgbarkeit garantiert, bedeutet zudem automatisierte\nSicherheits-Patches und Upgrades. Bestehende SQL-Server-Anwendungen lassen sich\nebenfalls per \u201eLift and Shift\u201c ohne gro\u00dfe Code-\u00c4nderungen migrieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der\nVier-Stufen-Migrationsplan<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beim\nUmzug nach Azure will keiner \u00dcberraschungen erleben, sondern alles soll\nreibungslos laufen. Das setzt eine sorgf\u00e4ltige Planung von zumindest vier\nSchritten voraus:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Das Inventarisieren und Bewerten der Workloads in den Kategorien Eigenentwicklungen, Microsoft-Applikationen, Microsoft-Partner-Applikationen und zentrale Windows Server Workloads wie DNS oder File\/Print. Microsoft bietet dazu Werkzeuge wie das kostenlose Assessment-and-Planning (MAP)-Toolkit und Azure Migrate an.<\/li><li>Dimensionieren der Azure-Ressourcen CPU-Leistung, RAM und Storage nach dem Bedarf aus bestehenden VMware-Umgebungen mit Azure Migrate. <\/li><li>Bewerten des App-Migrationsrisikos hinsichtlich der Effekte auf den Gesch\u00e4ftsbetrieb und ihrer Komplexit\u00e4t. <\/li><li>Berechnen der Kosten f\u00fcr die Cloud-Einf\u00fchrung mit dem Azure Total Cost of Ownership Calculator. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>2.\nVersions-Upgrade<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmen,\ndie Windows Server und SQL Server aus Compliance- oder anderen Gr\u00fcnden weiter\nim eigenen Rechenzentrum betreiben wollen, sollten upgraden. Erste Wahl stellen\ndie aktuellen Versionen Windows Server 2019 und SQL Server 2017 dar. F\u00fcr\nAnwender, die \u00fcber eine Software Assurance verf\u00fcgen, ist das Upgrade inklusive.\nAlle anderen zahlen die Lizenzkosten.<\/p>\n\n\n\n<p>Skeptiker\nbef\u00fcrchten bei den neuesten Versionen Fehler im System \u2013 und deshalb instabil\nlaufende Server und Datenverlust. Ihnen liefert Microsoft derzeit nichts, sich\nbest\u00e4tigt zu f\u00fchlen. Es besteht also kein Anlass, Windows Server 2019 nicht zu\nnutzen. Zudem lassen sich mit dem Storage Migration Service Daten und Freigaben\nschnell und einfach migrieren. Weitere Vorteile liegen in der verbesserten\nDocker-Container- und Kubernetes-Unterst\u00fctzung sowie erweiterten integrierten\nSicherheitsfunktionen. \u00dcber das browserbasierte Windows Admin Center lassen\nsich On-Premises-Systeme mit Azure-Services wie Azure Backup, Azure File Sync\noder Disaster Recovery verbinden. Die Verwaltungskonsole unterst\u00fctzt also den\nHybrid-Ansatz, sodass Unternehmen sukzessive Workloads in die Cloud auslagern\nk\u00f6nnen. Viele weitere Features steuern den Einsatz von hyperkonvergenten\nInfrastrukturen (HCI). <\/p>\n\n\n\n<p>Ein\ngewichtiges Argument f\u00fcr das Upgrade auf SQL Server 2017 k\u00f6nnte sein, dass sich\ndie SQL-Server nun auf Linux, MacOS und Docker-Container betreiben lassen. Die\nHybrid-Cloud-Option gibt es mit der Funktion Stretch Database, die\nbeispielsweise warme und kalte Transaktionsdaten von On-Premises-Servern auf\nAzure ausdehnt. Daneben verspricht Microsoft f\u00fcr SQL Server 2017 mehr\nSicherheit und Performance. Letztere soll sich in schnelleren, bis zu 100-fach\nbeschleunigten Abfragen und in einer um das 30-fache erh\u00f6hten\nTraktionsgeschwindigkeit \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.\nErwerb von Extended Security Updates<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Falls\njedoch eine gesch\u00e4ftskritische Software nur mit Windows Server 2008 l\u00e4uft,\nbleibt lediglich die Notfallvariante: Der Kauf der Extended Security Updates\nf\u00fcr die On-Premises-Server, die der Hersteller drei Jahre anbietet.\nVoraussetzung ist eine aktive Software Assurance oder eine Abonnement-Lizenz.\nDie Extended Security Updates kosten 75 Prozent der aktuellen Windows-Server-\noder SQL-Server-Lizenz und fallen f\u00fcr die Server an, die tats\u00e4chlich noch\nlaufen. Wer demnach diese Server abbauen kann, sollte das tun, um Kosten zu\nsparen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Strategisch\ng\u00fcnstige Gelegenheit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein\nSupport-Ende baut Handlungsdruck auf, Systeme abzusichern. Doch im Fall von\nWindows Server 2008 und SQL Server 2008 ergibt sich so f\u00fcr Unternehmen die\nChance, ihre Server nicht nur auf den neuesten Stand zu bringen, sondern das\nauch strukturiert anzugehen. Strategisch und kostentechnisch ist jetzt der\ng\u00fcnstigste Zeitpunkt f\u00fcr den Azure-Einstieg. Die Hybrid-Cloud-Option l\u00e4sst sich\nauch sp\u00e4ter und sukzessive mit einem Server-Upgrade ziehen, wenn zun\u00e4chst On-Premises\nVorrang genie\u00dft. Als Notl\u00f6sung zu betrachten sind Extended Security Updates,\nwelche die Zeit bis zur n\u00f6tigen strategischen Weichenstellung sicher\n\u00fcberbr\u00fccken. Diese muss in den n\u00e4chsten drei Jahre erfolgen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Auslaufen der Extended Security Updates f\u00fcr die Betriebs- und Datenbankmanagementsysteme Windows Server 2008 und SQL Server 2008 liegt es nahe, diese in Microsoft Azure umzuziehen. 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