{"id":14901,"date":"2019-08-27T11:14:30","date_gmt":"2019-08-27T09:14:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=14901"},"modified":"2019-08-26T09:20:08","modified_gmt":"2019-08-26T07:20:08","slug":"mariadb-kubernetes-operator-open-source-datenbank-mit-enterprise-ambitionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=14901","title":{"rendered":"MariaDB Kubernetes Operator: Open-Source-Datenbank mit Enterprise-Ambitionen"},"content":{"rendered":"\n<p>Platform as a Service (PaaS) ist zum Standard avanciert und Kubernetes hat betr\u00e4chtlich dazu beigetragen, die Cloud zu stabilisieren. Die vollautomatische Replikation mit Kubernetes erfolgreich zu orchestrieren, ist mithilfe von StatefulSets kein Hexenwerk mehr. Im Interview erl\u00e4utert Saravana Krishnamurthy, Vice President of Product Management Cloud &amp; Analytics der MariaDB Corporation, auf welchen Ansatz der Datenbankspezialist bei Kubernetes &amp; Co. setzt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Saravana-Krishnamurthy-klein-002.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14902\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Saravana-Krishnamurthy-klein-002.jpg 750w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Saravana-Krishnamurthy-klein-002-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption>Bild: MariaDB<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Frage<\/strong>: &#8222;Container-Plattformen wie\nKubernetes gelten als komplex und nicht ganz einfach in der Handhabung. Warum\ngewinnt Kubernetes aus Ihrer Sicht derart an Bedeutung?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Krishnamurthy<\/strong>: &#8222;Der Siegeszug der\nverschiedenen DevOps-Ans\u00e4tze in den Unternehmen bringt neue Anforderungen an\ndie Produktivit\u00e4t und Agilit\u00e4t von Plattformen mit sich. Daf\u00fcr hat sich\nKubernetes, kurz gerne als K8s bezeichnet, als Orchestrierungs-Werkzeug\nempfohlen. Unz\u00e4hlige DevOps-Projekte auf Millionen von Server-Instanzen wurden\ndamit realisiert. Und seit Kubernetes von Google unter eine Open-Source-Lizenz\ngestellt wurde, engagiert sich auch die Community massiv in diesem Projekt.\nMariaDB sieht in Kubernetes das Potential, die Multi-Cloud-F\u00e4higkeit von\nUnternehmen weiter zu verbessern. Denn PaaS wird zum De-facto-Standard f\u00fcr den\nBetrieb von stateless und stateful Anwendungen sowie von Microservices. Kubernetes\nist eines der am st\u00e4rksten gewachsenen Open-Source-Projekte der letzten Jahre.\nUnd fast schon der Standard zur Verwaltung von Hunderten lose gekoppelter\nAnwendungs-Container, die miteinander interagieren m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frage<\/strong>: &#8222;Welche Vorteile erwachsen\nihren Kunden aus dem Einsatz von Kubernetes?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Krishnamurthy<\/strong>: &#8222;F\u00fcr uns als\nDatenbankspezialisten sind die Hauptvorteile die Multi-Cloud-Eignung sowie die\nUnterst\u00fctzung von so genannten Stateful Applications. Die Datenspeicherung ist\nbei Datenbanken nun einmal elementar, aber auch ein kompliziertes Thema. So\nsind Replikate nicht einfach austauschbar. Und soll ein Replikat installiert\nwerden, m\u00fcssen die einzelnen Knoten sorgf\u00e4ltig koordiniert sein. Sonst\nfunktionieren weder Upgrades noch Schema-\u00c4nderungen. Kubernetes bietet\nStatefulSets, die den Zugriff eines Pods auf ein nichtfl\u00fcchtiges Speichermedium\ngarantieren. F\u00fcr Unternehmen mit einem massiven Datenbankverwaltungsaufkommen\nsind Multi-Cloud-L\u00f6sungen besonders attraktiv. Sie sch\u00fctzen quasi\nstrukturbedingt gegen Ausf\u00e4lle und Datenverlust. Als Failover-L\u00f6sung bieten\nMulti-Clouds somit eine verf\u00fcgbare, hoch skalierbare Backup-L\u00f6sung f\u00fcr Daten,\nWorkflows und Systeme, falls die prim\u00e4re Cloud versagt. Kubernetes erm\u00f6glicht\ndas dynamische Wachstum eines Cloud-Dienstes. Zudem werden Portabilit\u00e4t und\nElastizit\u00e4t gew\u00e4hrleistet.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frage<\/strong>: &#8222;Verringert Kubernetes Ihrer\nEinsch\u00e4tzung nach auch die Gefahr der Anbieterabh\u00e4ngigkeit?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Krishnamurthy<\/strong>: &#8222;Mit Sicherheit. Die hohe Portabilit\u00e4t sorgt daf\u00fcr, dass Kubernetes nicht nur von zahlreichen, sondern vor allem von den gr\u00f6\u00dften und wichtigsten Cloud-Anbietern unterst\u00fctzt wird. Mehr noch: Wenn wir allein schon das Beispiel Google Anthos \u2013 die ehemalige Cloud Services Platform \u2013 nehmen, deutet sich an, dass Kubernetes zuk\u00fcnftig wohl zum Standard-Werkzeug aller Cloud-Plattformen wird.&#8220; <\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p><strong>Frage<\/strong>: &#8222;Wie interagieren Kubernetes\nund der neue MariaDB Kubernetes Operator?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Krishnamurthy<\/strong>: &#8222;Der Operator erleichtert und\nbeschleunigt die Softwareverteilung sowie die Verwaltung von MariaDB Platform\nin der Cloud. Komplexe Architekturen werden mit dem MariaDB Kubernetes Operator\nhandhabbar. Das betrifft sowohl einzelne Server als auch Strukturen mit\nprim\u00e4ren und sekund\u00e4ren Servern oder auch MariaDB ColumStore mit einem einzelnen\nAnwendermodul und mehreren Performance-Modulen. Der MariaDB Kubernetes Operator\nverf\u00fcgt au\u00dferdem \u00fcber eine CRD, eine Custom Resource Definition, um die\nKubernetes-API f\u00fcr den Einsatz von MariaDB zu erweitern. Zudem besitzt der\nOperator ein Docker-Image, das die Helm Chart und CRD in einen Controller\nintegriert. So lassen sich MariaDB-Container reibungslos in ein\nKubernetes-Cluster einf\u00fcgen, l\u00f6schen oder anpassen. Dies hat sich in vielen\nAnwendungsf\u00e4llen auf GKE, Azure und OpenShift bewiesen. Nicht umsonst hat der\nMariaDB Kubernetes Operator als einer der ersten Operatoren die Red Hat\nOpenShift Zertifizierung erhalten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frage<\/strong>: &#8222;Was macht diese Zertifizierung\nvon Red Hat f\u00fcr MariaDB so wertvoll?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Krishnamurthy<\/strong>: &#8222;OpenShift ist die wohl am\nmeisten unterst\u00fctzte Kubernetes-Plattform im Enterprise-Sektor. Zudem gibt es\nbei unseren Kunden und den OpenShift-Anwendern von Red Hat signifikante\n\u00dcberschneidungen. Diese m\u00f6chten die MariaDB-Software in gr\u00f6\u00dferem Umfang in\nOpenShift nutzen. Mit einem zertifizierten Operator und korrespondierenden\nContainer-Images k\u00f6nnen diese Kunden sehr einfach MariaDB in einer wartbaren\nUmgebung ausrollen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frage<\/strong>: &#8222;Welche Rolle spielt Kubernetes\nim Rahmen der Cloud-Strategie von MariaDB?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Krishnamurthy<\/strong>: &#8222;Kubernetes ist ein wichtiger\nBaustein und Treiber unserer Multi-Cloud-Strategie. Die zertifizierten\nContainer-Images und Operatoren haben wir mit Absicht fr\u00fchzeitig entwickelt.\nUnsere Kunden sollen \u00fcber gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Flexibilit\u00e4t beim Betrieb verf\u00fcgen.\nDatenbankdienste in der Cloud erleben ein geradezu exponentielles Wachstum. Die\nKooperation mit Kubernetes erm\u00f6glicht es uns, den gewohnt hohen Servicestandard\nzu halten. Und unseren Kunden gew\u00e4hrt sie absolute Freiheit in der Wahl der\nCloud. Schlie\u00dflich besagt eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmens\n451 Research, dass das herk\u00f6mmliche Modell der vor Ort installierten\nDatenbanken bis 2021 von aktuell fast 80 Prozent Anteil auf weniger als 30\nProzent sinken wird. Im Gegenzug prognostiziert man den Cloud-Nutzungsmodellen\nein markantes Wachstum. F\u00fcr Private Clouds rechnet man mit einem Anstieg von\ngut f\u00fcnf Prozent auf 24,5 Prozent, f\u00fcr Public Clouds mit einem Sprung von fast\nsechs Prozent auf knapp 48 Prozent. MariaDB wird s\u00e4mtliche Modelle bedienen.<br>\nUnsere Kunden aus dem Segment der Fortune 1000 haben in den vergangenen Monaten\nihr gro\u00dfes Interesse deutlich gemacht, MariaDB via Kubernetes und OpenShift zu\nnutzen, um ihre eigenen Entwicklungs- und Produktionsplattformen umzugestalten.\nDie Entwicklungsteams k\u00f6nnen in Eigenregie auf die Komponenten zugreifen und\nihre Agilit\u00e4t steigern.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frage<\/strong>: &#8222;MariaDB arbeitet an seinem\nPublic-Cloud-Dienst SkySQL. Was genau steckt dahinter?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Krishnamurthy<\/strong>: &#8222;SkySQL ist als Public-Cloud-Dienst zur Selbstprovisionierung konzipiert, der einerseits unseren hohen Serviceanspr\u00fcchen gerecht wird und zugleich gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Elastizit\u00e4t garantiert. Schritt f\u00fcr Schritt werden die Funktionen der selbstverwaltenden Datenbank ausgebaut. Der MariaDB Kubernetes Operator macht SkySQL kompatibel mit allen Technologien von Drittanbietern aus dem Kubernetes- und Docker-\u00d6kosystem. Das Innovationspotential von Open Source trifft hier auf die Leistungsstabilit\u00e4t einer Community-dominierten Cloud. SkySQL arbeitet reibungslos, ist hoch skalierbar und erm\u00f6glicht es, Datenbanken sofort aufzusetzen, ohne sich Gedanken \u00fcber Server- oder Speicher-Charakteristiken machen zu m\u00fcssen. Also weniger Zeit f\u00fcr die Datenbank, mehr Zeit f\u00fcrs Gesch\u00e4ft.<br>SkySQL will die g\u00e4ngigen Cloud-Konventionen zum Vorteil der Kunden revolutionieren. Wir wollen vor allem unsere bew\u00e4hrt hohen Support-Standards aufrechterhalten. Datensicherung wird bei SkySQL besonders gro\u00dfgeschrieben. Funktionen wie Sicherung und Wiederherstellung, Snapshotting, Aktualisierungen im Wechsel und andere werden auf Enterprise-Niveau durchgef\u00fchrt und setzen neue Standards im Bereich des relationalen Datenbankmanagements.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Platform as a Service (PaaS) ist zum Standard avanciert und Kubernetes hat betr\u00e4chtlich dazu beigetragen, die Cloud zu stabilisieren. Die vollautomatische Replikation mit Kubernetes erfolgreich zu orchestrieren, ist mithilfe von StatefulSets kein Hexenwerk mehr. 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