{"id":14562,"date":"2019-06-11T11:54:11","date_gmt":"2019-06-11T09:54:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=14562"},"modified":"2019-06-06T09:00:04","modified_gmt":"2019-06-06T07:00:04","slug":"neuer-trend-serverless-computing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=14562","title":{"rendered":"Neuer Trend: Serverless Computing"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/de.talend.com\/\">Thomas Steinborn, VP Product Management bei Talend<\/a>\/gg<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entwicklung des Serverless-Konzeptes l\u00e4sst sich mit einem Blick auf die Erfolgsgeschichte der Cloud aufzeigen. So gibt es das Cloud-Computing-Konzept schon seit einiger Zeit, aber erst mit dem Aufkommen virtueller Maschinen und der Einf\u00fchrung von Amazon Elastic Compute wurden Cloud-Services ab 2006 wirklich f\u00fcr alle Unternehmen nutzbar. Im Jahr 2008 folgte Google mit der Google App Engine, 2010 kam Microsoft Azure auf den Markt. Anfangs unterschieden sich die Angebote gar nicht so sehr voneinander. Doch wie in fast jedem Markt folgte dem Wachstum rasch eine Zersplitterung. In den letzten Jahren ist der Markt f\u00fcr Cloud Computing so stark gewachsen, dass es sich f\u00fcr die Anbieter mittlerweile lohnt, spezifischere Angebote zu entwickeln, denn sie k\u00f6nnen sich darauf verlassen, einen relevanten Markt vorzufinden. Cloud-Anbieter haben bei ihren Angeboten und den darin unterst\u00fctzten Funktionen wie zum Beispiel KI, Machine Learning, Streaming, Batch und so weiter auf eine immer st\u00e4rkere Differenzierung gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2018-09-Thomas-Steinborn.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14563\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2018-09-Thomas-Steinborn.jpg 750w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/2018-09-Thomas-Steinborn-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><figcaption>Bild: Talend<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Cloud-Vielfalt w\u00e4chst<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund\nder Eigenarten des Cloud Computing, der F\u00fclle von Angeboten und der relativ\nniedrigen Kosten f\u00fcr die Services hat die Segmentierung mittlerweile ein\nbeispielloses Niveau erreicht, denn heute k\u00f6nnen die Kunden Cloud-L\u00f6sungen in\neiner Multi-Cloud-Umgebung einsetzen und anpassen. Daher sind Nischenanbieter,\ndie auf die Bed\u00fcrfnisse bestimmter Marktsegmente eingehen, eher selten:\nZahlreiche Cloud-Anbieter sind vielmehr in der Lage, die unterschiedlichen\nAnforderungen derselben Kunden zu bedienen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der neueste Treiber dieser extremen Segmentierung ist das Serverless Computing. Serverless Computing ist ein Modell, bei dem der Cloud-Provider sozusagen als Server auftritt und die Zuteilung von Ressourcen und Nutzungszeiten dynamisch verwaltet. Der Preis richtet sich nach dem tats\u00e4chlichen Ressourcenverbrauch einer Anwendung und nicht nach vorausbezahlten Kapazit\u00e4tseinheiten.<\/p>\n\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei\ndiesem Modell sind Entscheidungen zur Serververwaltung und zur\nKapazit\u00e4tsplanung f\u00fcr den Nutzer transparent. Zudem kann Serverless-Code\ngemeinsam mit Code verwendet werden, der in Microservices eingesetzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das\nMarktforschungsunternehmen Gartner sagt zu: \u201eServerless Computing ist ein\nneuartiges Software-Architekturmuster, das eine Bereitstellung und Verwaltung\nvon Infrastrukturen \u00fcberfl\u00fcssig macht.\u201c Nach Ansicht von Gartner m\u00fcssen\nIT-F\u00fchrungskr\u00e4fte beim Serverless Computing einen anwendungszentrischen Ansatz\nverfolgen. Dabei werden anstelle physischer Infrastrukturen Schnittstellen f\u00fcr\ndie Anwendungsprogrammierung (APIs) und Service-Level-Agreements (SLAs)\nverwaltet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Funktionen werden als Service\nverf\u00fcgbar<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das\nServerless-Konzept wird meistens mit Functions-as-a-Service (FaaS) verkn\u00fcpft.\nFaaS eignet sich, um ereignisbasierte Echtzeitintegrationen bereitzustellen.\nFaaS ist ohne Containertechnologien nicht denkbar, denn Container treiben nicht\nnur die zugrundeliegende Funktionsinfrastruktur an, sondern sind bestens f\u00fcr\nrechenintensive Workloads mit langer Ausf\u00fchrungsdauer geeignet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das\nPraktische bei dem Container-Konzept ist die Tatsache, dass mehrere Big Player\nwie Google, AWS, Azure, Redhat und andere in enger Kooperation ein gemeinsames\nContainerformat erstellen. Hier liegt ein wesentlicher Unterschied etwa zu den\nvirtuellen Maschinen vor, bei denen jeder Hersteller sein eigenes S\u00fcppchen\nkocht: AWS hat AMI entwickelt, VMware setzt auf VMDK, Google hat sein Google\nImage. Dagegen erlauben Container den IT-Architekten die Nutzung desselben\nPakets f\u00fcr alle Plattformen. Ein solches Paket kann eine Workload mit langer\nAusf\u00fchrungsdauer, genauso gut aber auch einen einzelnen Service enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beschleunigte Entwicklungsarbeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Serverless\nComputing muss immer zusammen mit Continuous Integration\/Continuous Delivery\n(CI\/CD) eingesetzt werden, denn nur so k\u00f6nnen die Unternehmen die\nTime-to-Market verk\u00fcrzen. Durch Verringerung der Entwicklungsdauer k\u00f6nnen die\nUnternehmen neue Produkte und Funktionen schneller liefern \u2013 in globalen\nM\u00e4rkten ein wichtiger Vorteil. CI\/CD verwaltet die zus\u00e4tzliche Komplexit\u00e4t, die\nEntwickler unter Verwendung eines differenzierten\nServerless-Bereitstellungsmodells administrieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach\nAnsicht von Talend muss das R\u00fcckgrat der Datenintegration bei Unternehmen nativ\nund portabel sein. Nativer Code reduziert Laufzeiten und vermeidet zus\u00e4tzliche\nEntwicklungen. Dabei ist noch nicht einmal der Code propriet\u00e4r, es gibt also\nkeine Beschr\u00e4nkungen auf eine bestimmte Umgebung. Dies f\u00fchrt zu einem Mehr an\nFlexibilit\u00e4t, Skalierbarkeit und Leistung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die\nVorteile von Serverless Computing sind erh\u00f6hte Agilit\u00e4t, unbegrenzte\nSkalierbarkeit, einfachere Wartung und niedrigere Kosten. Dar\u00fcber hinaus\nunterst\u00fctzt Serverless Computing Multi-Cloud-Umgebungen und l\u00e4sst das Pay-As-You-Go-Modell\nWirklichkeit werden. Weiterhin f\u00f6rdert der Serverless-Ansatz die Nachhaltigkeit\ndatengest\u00fctzter Strategien in finanzieller Hinsicht. Und genau deswegen werden\ndurch Serverless Computing die Karten im Bereich der Datenintegration neu gemischt.\nJetzt sind die M\u00f6glichkeiten im Bereich Data-on-Demand nahezu unbegrenzt. Denn\ndie Unternehmen entscheiden nun, wie, wo und wann sie Daten auf eine f\u00fcr sie\nwirtschaftlich sinnvolle Weise verarbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Entwicklung des Serverless-Konzeptes l\u00e4sst sich mit einem Blick auf die Erfolgsgeschichte der Cloud aufzeigen. 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