{"id":13644,"date":"2018-12-08T11:44:05","date_gmt":"2018-12-08T10:44:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=13644"},"modified":"2018-12-05T10:50:59","modified_gmt":"2018-12-05T09:50:59","slug":"im-test-schneller-router-wechsel-mit-lancom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=13644","title":{"rendered":"Im Test: Schneller Router-Wechsel mit Lancom"},"content":{"rendered":"<p>Autor: Dr. G\u00f6tz G\u00fcttich<\/p>\n<p>Der Wechsel eines Routers ist in der Regel mit gro\u00dfem Aufwand verbunden. Da sich die bestehende Konfiguration des alten Routers normalerweise nicht problemlos auf ein neues System anderer Bauart \u00fcbernehmen l\u00e4sst, sind die Administratoren gezwungen, Teile der Konfiguration neu durchzuf\u00fchren oder gar s\u00e4mtliche Einstellungen komplett neu vorzunehmen. Lancom bietet auf seinen Routern eine M\u00f6glichkeit an, die Konfigurationsdaten als Skript-Datei abzuspeichern und auf einem anderen Lancom-Ger\u00e4t \u2013 auch anderer Bauart \u2013 wieder einzuspielen. Damit sollen Ausfallzeiten und fehlerhafte Neukonfigurationen vermieden werden. Wir haben uns im Testlabor angesehen, wie das funktioniert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/?attachment_id=13645\" rel=\"attachment wp-att-13645\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-13645\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/LANCOM_1781EF_image.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/LANCOM_1781EF_image.jpg 750w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/LANCOM_1781EF_image-300x180.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/a><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zu Beginn kurz etwas zu den Hintergr\u00fcnden: Nachdem wir unser Testlabor im Jahre 2007 gegr\u00fcndet hatten, verwendeten wir anfangs einen DSL-Anschluss der Telekom f\u00fcr den Internet-Zugang, zun\u00e4chst DSL 6000, sp\u00e4ter DSL 16000. Um diesen Internet-Zugang zu nutzen, setzten wir in den letzten Jahren einen Router vom Typ 1781A ein, den uns Lancom damals zur Verf\u00fcgung gestellte hatte. Dieser verf\u00fcgte \u00fcber ein integriertes ADSL2+-Modem und eignete sich deswegen bestens f\u00fcr diese Anschlussart. Die Telefonie lief parallel dazu \u00fcber eine ISDN-Anlage ab.<\/p>\n<p>2016 stiegen wir dann auf eine von \u201eDeutsche Glasfaser\u201c angebotene 100 Mbit-Glasfaseranbindung um. Dazu verwendeten wir den gleichen Router, legten den DSL-Port des 1781A still, definierten einen der vier LAN-Ports als WAN-Port und stellten die Internetverbindung als DHCP-Client her. Die Umstellung lief verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig problemlos, es gab nur eine kurze Auszeit, weil sich der Name des Internet-Objekts ge\u00e4ndert hatte und wir deshalb die Firewall-Regeln anpassen mussten, um die Konnektivit\u00e4t wiederherzustellen. Das nahm zwar ein paar Minuten in Anspruch, war aber narrensicher und danach funktionierte alles so, wie erwartet. Das wir den LAN-Port f\u00fcr den Internet-Zugang verwenden konnten, lag daran, dass wir in unserem Testlab nur drei der LAN-Ports verwendet hatten, einen f\u00fcr unser Produktivnetz, einen f\u00fcr das Testnetz und einen f\u00fcr G\u00e4ste.<\/p>\n<p><strong>VoIP-Konfiguration<\/strong><\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Aufwand war mit dem Umstellen der Telefonie auf VoIP verbunden. Hier aktivierten wir im Router die Lancom All-IP-Option und richteten unsere Telefonleitungen \u00fcber den Voice Call Manager ein. Dazu schlossen wir unsere ISDN-Anlage an den ISDN-Port des Routers an, simulierten einen internen ISDN-Bus und lie\u00dfen den Router die Umwandlung der Telefongespr\u00e4che in VoIP-Pakete \u00fcbernehmen. Die Konfiguration war nicht ganz trivial, dank der Unterst\u00fctzung durch das Lancom Forum (<a href=\"http:\/\/www.lancom-forum.de\">www.lancom-forum.de<\/a>) lie\u00dfen sich die auftretenden Probleme aber schnell l\u00f6sen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_13646\" aria-describedby=\"caption-attachment-13646\" style=\"width: 750px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/?attachment_id=13646\" rel=\"attachment wp-att-13646\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-13646\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Lancom.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"436\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Lancom.png 750w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Lancom-300x174.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-13646\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcber die Funktion &#8222;Als Skript-Datei sichern&#8220; lassen sich bestehende Konfigurationen auf andere Lancom-Systeme \u00fcbertragen<\/figcaption><\/figure>\n<p>Danach funktionierte erst einmal alles, die Telefonie fiel aber immer wieder einmal aus, so dass wir den Router und beziehungsweise oder die ISDN-Anlage neu starten mussten. Dabei handelte es sich um eine alte Eumex 800, die schon in den Jahren zuvor immer mal Probleme bereitet hatte. Deswegen beschlossen wir, nachdem die Zahl der Telefonausf\u00e4lle so zugenommen hatte, dass sie uns auf die Nerven ging, nicht l\u00e4nger an der alten Technik festzuhalten. Statt dessen schalteten wir die ISDN-Anlage ab und ersetzten unsere Telefone durch neue IP-Telefone \u2013 hier entschieden wir uns f\u00fcr Produkte von Grandstream. Um diese in Betrieb zu nehmen, deaktivierten wir im 1781A den Voice Call Manager und aktivierten den SIP Application Level Gateway. Dieser erm\u00f6glichte es uns, die IP-Telefone direkt bei dem SIP-Server unseres Providers anzumelden und anschlie\u00dfend problemlos zu telefonieren.<\/p>\n<p><strong>Umstieg auf 400 Mbit-Glasfaser<\/strong><\/p>\n<p>Nach der Einf\u00fchrung der IP-Telefone hatten wir zwei Jahre lang \u00fcberhaupt keine Probleme. Danach bot uns unser Provider den Wechsel auf eine Glasfaser-Anbindung mit einer Geschwindigkeit von 400 Mbit pro Sekunde zum gleichen Preis an. Deswegen mussten wir uns nun der Herausforderung stellen und den bestehenden Router durch ein anderes Modell ersetzen, da der 1781A zu langsam war, um diese Verbindung ausnutzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nach einigen \u00dcberlegungen entschieden wir uns f\u00fcr einen Lancom 1781EF+, da dieses Ger\u00e4t alle unsere Anforderungen genau erf\u00fcllte. Es handelt sich dabei um einen reinen Router ohne DSL-Modem und WLAN, was wir beides in unserer Umgebung nicht ben\u00f6tigten (das WLAN wird hier \u00fcber einen dedizierten Access Point bereitgestellt). Anstelle des DSL-Anschlusses bietet der 1781EF+ einen dedizierten WAN-Port und zus\u00e4tzlich vier LAN-Anschl\u00fcsse. Die Konfiguration \u00e4nderte sich also geringf\u00fcgig, da wir keinen LAN-Port mehr zum WAN-Port umkonfigurieren mussten.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p><strong>Der Router-Wechsel<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem wir den neuen Router von Lancom erhalten hatten, fuhren wir ihn zun\u00e4chst einmal in einer Standby-Konfiguration hoch, gaben ihm eine IP-Adresse im LAN, aktualisierten die Firmware auf die zum Testzeitpunkt aktuelle Version 10.20.0175Rel (die gleiche Firmware lief auch auf dem 1781A) und aktivierten auch bei dem neuen System die ALL-IP-Option, damit wir nach dem Wechsel sofort wieder telefonieren konnten.<\/p>\n<p>Sobald das erledigt war, riefen wir das Lancom-Konfigurationswerkzeug LANconfig auf und selektierten mit der rechten Maustaste den Eintrag unseres alten 1781A. Dann wechselten wir nach \u201eKonfigurations-Verwaltung\u201c und w\u00e4hlten den Befehl \u201eAls Skript-Datei sichern\u201c aus.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend zogen wir alle Kabel vom 1781A ab, stellten ihn au\u00dfer Dienst und schlossen stattdessen den 1781EF+ genauso an, wie zuvor den 1781A, also mit dem WAN-Anschluss an einem der LAN-Ports. Da die Konfiguration ja \u00fcbertragen wurde, gingen wir zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass der Internet-Zugang danach wieder so funktionieren w\u00fcrde wie zuvor und nahmen uns vor, den WAN-Port des Routers erst sp\u00e4ter in Betrieb zu nehmen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend wurde es spannend, denn wir spielten die alte Konfiguration als Skript nun auf dem neuen Router ein. Ob das funktionieren w\u00fcrde und ob irgendwelche Probleme auftreten w\u00fcrden, war uns dabei v\u00f6llig unklar, insbesondere auch, weil die alte Konfiguration ja mehrmals ge\u00e4ndert worden war und auch Elemente enthielt, mit denen der 1781EF+ definitiv nichts anfangen konnte, wie die Konfiguration des DSL-Modems.<\/p>\n<p>Das Einspielen der Konfiguration selbst lief wieder \u00fcber das LANconfig-Tool und einen Rechtsklick auf den Router-Eintrag ab. Diesmal selektierten wir aber den Befehl \u201eKonfigurations-Verwaltung \/ Aus Skript-Datei wiederherstellen\u201c. Nach dem Einspielen der alten Konfiguration kam der Router auch mit der richtigen Gateway-IP-Adresse hoch, die zuvor der alte 1781A genutzt hatte. Wir starteten zu diesem Zeitpunkt das LANmonitor-Werkzeug, um zu \u00fcberwachen, ob der Router auch wie erwartet eine Internet-Verbindung herstellen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Nach ein paar Minuten war uns klar: Das hatte nicht geklappt. Eine Internet-Verbindung kam nicht zustande und der Router machte auch keine Anstalten, daran etwas zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>Probleml\u00f6sung<\/strong><\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt dachten wir uns, dass wir, wenn wir den Internet-Zugang sowieso neu konfigurieren mussten, auch gleich den WAN-Port dazu verwenden konnten. Wir steckten also das Internet-Kabel von dem an den als WAN-Anschluss konfigurierten LAN-Port auf den echten WAN-Port um und riefen dann in LANconfig den Assistenten zum \u201eInternet-Zugang einrichten\u201c auf. Hier konfigurierten wir den WAN-Port als DHCP-Client und lie\u00dfen sonst alle Parameter auf den Vorgaben. Anschlie\u00dfend stellte der 1781EF+ den Internet-Zugang sofort her und alles funktionierte wir erwartet. Unsere Firewall-Regeln waren aktiv, die drei Netze f\u00fcr G\u00e4ste, das Testlabor und die normale Online-Arbeit liefen und auch die Telefone waren sofort nutzbar. Im Anschluss f\u00fchrten wir lediglich eine kosmetische \u00c4nderung durch und konfigurierten den jetzt nicht mehr genutzten, zuvor als WAN-Port eingerichteten LAN-Anschluss wieder als LAN-Port, damit wir ihn sp\u00e4ter einmal in dieser Funktion nutzen konnten.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Der Router-Wechsel unter LCOS \u00fcber die Funktion, bestehende Konfigurationen als Skript zu sichern und auf anderen Ger\u00e4ten \u2013 auch unterschiedlichen Typs \u2013 wieder einzuspielen, nimmt den Administratoren viel Arbeit ab. Das langwierige und oft mit Fehlern behaftete neu Eingeben der Firewall-Regeln entf\u00e4llt genauso wie das Neukonfigurieren des Routers, zumindest zum gr\u00f6\u00dften Teil. Wieso die \u00dcbernahme der Internet-Zugangskonfiguration bei uns nicht geklappt hat, wurde zwar nicht klar, m\u00f6glicherweise lag es am DSL-Modem des alten Routers, m\u00f6glicherweise auch am \u00c4ndern des Zugangs-Ports. Wichtig ist aber, dass der Router-Wechsel innerhalb weniger Minuten vollzogen war (der Assistent f\u00fcr den Internet-Zugang l\u00e4sst sich in wenigen Sekunden abarbeiten) und dass die arbeitsintensiven Aufgaben, wie die Definition der Netze, die genannte Firewall-Konfiguration oder auch das Einrichten der Telefonie nicht neu durchgef\u00fchrt werden mussten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor: Dr. G\u00f6tz G\u00fcttich Der Wechsel eines Routers ist in der Regel mit gro\u00dfem Aufwand verbunden. Da sich die bestehende<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":13645,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[274,9],"tags":[11886,1918,4796,11887,2025,825,887,2892,34,9463,7875,2161,35,4799,4662,2601,4540],"class_list":["post-13644","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-infrastructure","category-test","tag-1781a","tag-1781ef","tag-all-ip","tag-deutsche-glasfaser","tag-dsl","tag-firewall","tag-glasfaser","tag-isdn","tag-lancom","tag-lanconfig","tag-lanmonitor","tag-lcos","tag-router","tag-sip","tag-skript","tag-telekom","tag-voip"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13644","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13644"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13644\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13647,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13644\/revisions\/13647"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/13645"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13644"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13644"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13644"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}