{"id":12408,"date":"2018-03-06T11:03:53","date_gmt":"2018-03-06T10:03:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=12408"},"modified":"2018-03-05T13:06:38","modified_gmt":"2018-03-05T12:06:38","slug":"ein-kunde-eine-datenwelt-ein-ziel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=12408","title":{"rendered":"Ein Kunde, eine Datenwelt, ein Ziel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/?attachment_id=12409\" rel=\"attachment wp-att-12409\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12409\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Commanders_Act_TimovonFocht_CountryManagerDACH--300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Commanders_Act_TimovonFocht_CountryManagerDACH--300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Commanders_Act_TimovonFocht_CountryManagerDACH-.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/www.commandersact.com\/de\/\">Timo von Focht, Country Manager DACH bei Commanders Act<\/a>\/gg<\/p>\n<p>Stellen Sie sich vor, Sie haben den Job eines Lageristen bei einem gro\u00dfen Versandhaus angetreten. Die erste Lieferung kommt. Sie nehmen diese an und fahren sie in die linke hintere Ecke Ihres Lagers. Am n\u00e4chsten Tag kommt die n\u00e4chste und sie fahren diese Sachen in die rechte Ecke. Die n\u00e4chste Lieferung packen Sie oben drauf und die \u00fcbern\u00e4chste davor, dann daneben, dann kommt die n\u00e4chste und die n\u00e4chste und die n\u00e4chste. Es geht immer so weiter, bis Ihr Lager voll ist. Nun bekommen Sie eine Liste mit den ganzen Bestellungen. Nur leider wissen Sie nicht mehr, was sie wo hin verr\u00e4umt haben und leider kommen Sie an Ihre Sachen auch nicht mehr heran.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Unvorstellbar? So geht es manchem Marketingverantwortlichen mit den Daten \u00fcber aktuelle und potenzielle Kunden seines Unternehmens. Wie in einem Lager die Waren, werden in jedem Unternehmen Unmengen an Daten gesammelt: Bei jedem Kundenkontakt werden Informationen eingeholt, ob online oder pers\u00f6nlich, bei Webseiten-Besuchen und Online-K\u00e4ufen, am Point of Sale, bei Au\u00dfendienstkontakten, in Beratungsgespr\u00e4chen oder bei Service-Anfragen. Hinzu kommt, dass Marketingverantwortliche h\u00e4ufig Daten von Zweit- oder Drittanbietern, zum Beispiel bei Gesch\u00e4ftspartnern oder bei professionellen Datenh\u00e4ndlern, hinzukaufen, wenn wichtige komplement\u00e4re Informationen zum Kunden fehlen.<\/p>\n<p><strong>Kehrtwende: Nur strukturierte Daten sind wertvoll<\/strong><\/p>\n<p>All diese Daten sind nun in verschiedenen Abteilungen im Unternehmen verstreut. Wie in einem riesigen un\u00fcbersichtlichen Lagerhaus t\u00fcrmen sie sich in den virtuellen und physischen Ordnern und Ablagesystemen. Den \u00dcberblick \u00fcber diese vielen Datensilos zu behalten, die Datenflut gar manuell zu strukturieren und zu verarbeiten, wird praktisch unm\u00f6glich. Wurde jahrelang gebetsm\u00fchlenartig zum Datensammeln aufgerufen \u2013 \u201eJe mehr Daten ein Unternehmen hat, desto genauer kennt es seine Kunden\u201c \u2013 wird heutzutage zum Kehraus geblasen. Mittlerweile wissen Marketingverantwortliche: Es kommt nicht nur auf die Menge der Daten an, die sie sammeln, sondern vor allem darauf, wie sie mit den Informationen umgehen, wie sie sie speichern, strukturieren und analysieren. Data Management hei\u00dft das neue Zauberwort und Data Management Plattformen (DMP) bieten die M\u00f6glichkeit, Ordnung in die chaotische Lagerhaltung zu bekommen und die Daten in Echtzeit an den richtigen Abnehmer zu liefern.<\/p>\n<p><strong>Bei der Datenverwaltung steht der Kunde im Mittelpunkt<\/strong><\/p>\n<p>Die bislang g\u00e4ngige Art, Kunden-Informationen in einzelnen Datensilos abzulegen und zu verwalten, zum Beispiel getrennt nach digitalen und Offline-Daten, nach Akquise und Postsales, nach Offsite-, Onsite-, Offline- und CRM-Daten, etc. wird durch einen ganzheitlichen Ansatz abgel\u00f6st, in dessen Mittelpunkt der Kunde und die Kundeninteraktion steht. Die Daten werden dabei nicht mehr getrennt voneinander betrachtet, sondern in einer DMP zusammengef\u00fchrt, basierend auf einer anonymen Nutzer-ID. Bei der DMP handelt es sich somit um eine Art \u201eSuper-Datenbank\u201c, die unterschiedliche Datenquellen und Arten von Informationen \u2013 First-, Second- und Third-Party-Daten \u2013 zusammenf\u00fchrt und f\u00fcr Echtzeit-Kundeninteraktionen zur Verf\u00fcgung stellt. Was aber versteht man unter First-, Second- und Third-Party-Daten?<\/p>\n<p><strong>First-Party-Daten<\/strong><\/p>\n<p>Als First-Party-Daten bezeichnet man jene Daten, die Unternehmen auf der eigenen Website sammeln, beispielsweise \u00fcber Kontakt- oder Suchformulare, Webanalyse oder Testing, sowie Offline-Daten, wie zum Beispiel aus dem CRM-System oder aus den R\u00fcckmeldungen zu einem Gewinnspiel. Auch wenn diese Informationen von grundlegender Bedeutung sind, ergeben sie alleine noch kein vollst\u00e4ndiges Bild eines Verbrauchers: Dieses gelingt erst, wenn die Informationen mit Second und Third-Party-Daten verkn\u00fcpft werden.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p><strong>Second-Party-Daten<\/strong><\/p>\n<p>Bei Second-Party-Daten handelt es sich um First-Party-Daten von Dritten, zum Beispiel von Gesch\u00e4fts- oder Marketingpartnern. Beispielsweise werden durch Media-Agenturen Daten im Rahmen von Kampagnenauslieferungen erhoben, die anschlie\u00dfend als Second Party-Daten bereitgestellt werden k\u00f6nnen. Es handelt sich vor allem um Informationen \u00fcber Interessengebiete sowie andere, nicht-personenbezogene Segmentierungs-Daten (Altersgruppe, Geschlecht, Herkunft, Kaufinteressen). Da Unternehmen, je nach Branche und Produktangebot, ganz unterschiedliche Kundendaten sammeln, erg\u00e4nzen sich First- und Second-Party-Daten oft gut und sorgen f\u00fcr ein vollst\u00e4ndigeres Kundenbild.<\/p>\n<p><strong>Third-Party-Daten<\/strong><\/p>\n<p>Bei Third-Party-Daten handelt es sich um Daten, die von professionellen Datenh\u00e4ndlern zugekauft oder angemietet werden. In der Regel werden diese Daten \u00fcber sogenannte Third Party Cookies \u00fcber eine Vielzahl von Webangeboten erhoben und ausgewertet.<\/p>\n<p>Eine Kombination aus all diesen drei Datentypen erm\u00f6glicht eine verbesserte Sicht auf die Kundeninteressen und damit eine M\u00f6glichkeit zur Optimierung der Kundenansprache.<\/p>\n<p><strong>Segmentierung: Kunden kontextbezogen ansprechen<\/strong><\/p>\n<p>Dabei ist die DMP gleichzeitig Br\u00fccke zwischen diesen drei Datenarten und Kommandozentrale f\u00fcr den Marketer. Die DMP erfasst nicht nur Daten zu Kunden und Kundeninteraktionen, sondern hilft auch dabei, die Kundendaten zu segmentieren und f\u00fcr das Aussteuern von Inhalten und Werbung gezielt nutzbar zu machen. Und zwar sowohl in der Akquise als auch auf der Website, in Apps, im Call-Center oder f\u00fcr gezielte E-Mailings. So kann ein Online-H\u00e4ndler mit den richtigen Inhalten die Relevanz seiner Produktempfehlungen individuell f\u00fcr jeden Besucher verbessern und seine Konversionsraten deutlich steigern. Daf\u00fcr muss er aber wissen, was der Besucher erwartet, was ihn interessiert, und vor allem: er muss all diese Informationen beisammen haben.<\/p>\n<p>\u00dcberblick: Die DMP unterst\u00fctzt Marketingverantwortliche dabei:<\/p>\n<ul>\n<li>Kunden bei der Kaufentscheidung mit den richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt zu unterst\u00fctzen.<\/li>\n<li>Kunden entsprechend ihren Bed\u00fcrfnissen zu beraten.<\/li>\n<li>Die Akquise-Kosten f\u00fcr Neukunden zu senken, indem man Werbung gezielter aussteuert und Streuverluste verringert.<\/li>\n<li>Upsell-Potenziale zu nutzen f\u00fcr gezielte Produktempfehlungen zum richtigen Zeitpunkt, auch bei l\u00e4ngerfristigen Kundenbeziehungen.<\/li>\n<li>Service-Kosten zu senken, indem Chat-Fenster zum Beispiel nur bestimmten Kundenprofilen angeboten werden.<\/li>\n<li>Bestimmte, nicht interessierte Kunden von Promotions- und Mailing-Aktionen auszunehmen.<\/li>\n<li>Individuell bei Warenkorbabbrechern nachzufassen.<\/li>\n<li>VIP-Kunden mit vereinfachten Zahlungsm\u00f6glichkeiten zu locken.<\/li>\n<li>Kunden, die im Begriff sind, die Website zu verlassen, spezielle Angebote zu machen.<\/li>\n<li>Langfristigen Kunden-Churn durch Segment-Analyse und rechtzeitige Ansprache zu vermeiden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Botschaften individualisieren<\/strong><\/p>\n<p>Wie das Ganze funktioniert? Je mehr Informationen dem Marketingverantwortlichen \u00fcber die Interessen seiner User vorliegen, je genauer und umfangreicher die User-Profile in der DMP sind, und je spezifischer die Segmentierung, umso besser k\u00f6nnen Kampagnen und Werbebotschaften individualisiert werden. Ein Schl\u00fcssel f\u00fcr effektives und erfolgreiches Marketing, denn die Konversionsraten individualisierter Werbebotschaften sind deutlich h\u00f6her als die allgemeiner, ungezielter Botschaften.<\/p>\n<p><strong>Wissen transferieren<\/strong><\/p>\n<p>Auch k\u00f6nnen Marketingverantwortliche zuf\u00e4llige Erfolge wiederholbar machen, indem sie auf die User-Profile in der DMP zur\u00fcckgreifen. Reagiert zum Beispiel eine Bestandskundengruppe mit einem besonderen Attribut positiv auf eine Werbekampagne, kann dieselbe Ma\u00dfnahme auch an Neukunden mit demselben Merkmal ausgespielt werden. Vermutlich werden diese auch positiv reagieren. Dieses Vorgehen bietet sich f\u00fcr alle Ebenen an, vom Newsletter oder der Mailing-Aktion bis hin zur personalisierten Beratung des Kunden im Ladengesch\u00e4ft.<\/p>\n<p><strong>In Echtzeit reagieren<\/strong><\/p>\n<p>Besonders interessant sind individualisierte Online-Angebote, die in Echtzeit ausgestreut werden: So ist es m\u00f6glich, \u00fcber die Navigationsdaten in der DMP jene Nutzer zu identifizieren, die sich immer wieder bestimmte Produktgruppen angesehen haben, ohne dabei etwas zu kaufen. Diese potenziellen Kunden k\u00f6nnen mithilfe eines individuellen Angebots \u2013 zum Beispiel einem Preisnachlass auf das Produkt, an dem sie Interesse gezeigt haben \u2013 unter Umst\u00e4nden doch noch zum Kauf bewogen werden.<\/p>\n<p><strong>Nach dem Kauf weiteragieren<\/strong><\/p>\n<p>Ein Kunde, der sich zum Beispiel ein neues Schlafzimmer kauft, hat vermutlich Interesse an weiteren M\u00f6beln, hier gilt es auf Basis der bisherigen K\u00e4ufer und der gekauften Gegenst\u00e4nde, Vorschl\u00e4ge zu entwickeln und zu testen, die einen automatisierten Dialog mit dem Kunden erm\u00f6glichen. Je nach Gr\u00f6\u00dfe, Preis, Stil der gekauften M\u00f6bel kann auf Basis von Lookalike-Analysen ein Profil erstellt werden, welche anderen Anschaffungen f\u00fcr den K\u00e4ufer noch von Interesse sein k\u00f6nnten. Hier gilt es, Hypothesen zu bilden und entsprechende Kommunikationsma\u00dfnahmen und Kan\u00e4le zu testen, um einen m\u00f6glichst nachhaltigen Dialog mit dem Kunden zu erzeugen.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber eine DMP k\u00f6nnen Marketingverantwortliche eigene Kundendaten und Daten von Drittanbietern bestm\u00f6glich organisieren und segmentieren. Sie k\u00f6nnen situationsbezogene Angebote ausstreuen, Botschaften kommunizieren, Wissen transferieren, Warenkorbabbrecher ansprechen und Echtzeitanalysen durchf\u00fchren. Sie verfeinern ihre Akquise- und Kundenbindungsstrategien, senken ihre Ausgaben durch ein genaueres Targeting und steigern die Chancen f\u00fcr einen erfolgreichen Kaufabschluss und eine positive Customer Experience.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor\/Redakteur: Timo von Focht, Country Manager DACH bei Commanders Act\/gg Stellen Sie sich vor, Sie haben den Job eines Lageristen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":12409,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[8,39],"tags":[11066,3402,2347,10015,11067,9163,2480],"class_list":["post-12408","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-management","tag-commanders-act","tag-crm","tag-daten","tag-datenmanagement","tag-dmp","tag-kunde","tag-marketing"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12408","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12408"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12408\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12411,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12408\/revisions\/12411"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12408"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12408"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12408"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}