{"id":12331,"date":"2018-02-13T14:21:32","date_gmt":"2018-02-13T13:21:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=12331"},"modified":"2018-02-09T11:25:23","modified_gmt":"2018-02-09T10:25:23","slug":"software-erstellung-mit-der-cloud-ist-der-erfolg-programmiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=12331","title":{"rendered":"Software-Erstellung: Mit der Cloud ist der Erfolg programmiert"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_12324\" aria-describedby=\"caption-attachment-12324\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Comparex_Andreas_Graefe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-12324\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Comparex_Andreas_Graefe-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Comparex_Andreas_Graefe-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Comparex_Andreas_Graefe.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-12324\" class=\"wp-caption-text\">Andreas Gr\u00e4fe, Teamleiter Software-Entwicklung bei Comparex (Quelle: Comparex)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"http:\/\/www.comparex-group.com\/web\/de\/de\/comparex.htm\">Andreas Gr\u00e4fe, Teamleiter Software-Entwicklung bei Comparex<\/a>\/gg<\/p>\n<p>Software-Entwickler m\u00fcssen schnell und flexibel agieren. In der Cloud stehen kosteng\u00fcnstig Ressourcen bereit, die ihre Arbeit beschleunigen. Entwicklerteams erstellen jedoch erst dann hochwertige Anwendungen in k\u00fcrzester Zeit, wenn sie zu den richtigen Werkzeugen greifen \u2013 und sich nicht auf Infrastrukturebenen oder bei Plattform- und Software-Diensten verrennen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die Entwicklung von Software erfordert den schnellen Zugriff auf unterschiedliche Ressourcen, wof\u00fcr die interne IT zun\u00e4chst neue Systeme einrichten muss. Die serviceorientierte Programmierung, die heute verbreitet ist, kommt jedoch ohne eine Vielzahl bestimmter Tools nicht aus. So ist das schnelle Feedback aus der Fachabteilung oder von einem externen Auftraggeber unerl\u00e4sslich f\u00fcr die Software-Entwickler. Der kontinuierliche Informationsfluss zwischen den Projektbeteiligten l\u00e4sst sich \u00fcber moderne Feedback- oder Ticketsysteme herstellen. Zahlreiche Software-as-a-Service (SaaS)-L\u00f6sungen wiederum unterst\u00fctzen den gesamten Prozess des Application Lifecycle Management (ALM).<\/p>\n<p>Doch wo sollen die zentralen Services laufen? Am besten in der Cloud, die Entwicklern dieselben Vorteile bietet wie anderen Anwendergruppen: Agilit\u00e4t, Flexibilit\u00e4t, Skalierbarkeit und geringere Kosten. Die Provisionierung der Cloud-Dienste erfolgt in wenigen Minuten und Kosten fallen nur f\u00fcr den Zeitraum der Ausf\u00fchrung an. Eine Cloud-L\u00f6sung l\u00e4uft in der Regel auch bei Lastspitzen st\u00f6rungsfrei. Hinzukommt vor allem, dass f\u00fcr eine Anwendungsentwicklung in der Cloud deutlich mehr Services zur Verf\u00fcgung stehen, insbesondere f\u00fcr Test- und Qualit\u00e4tssicherungssysteme. Den individuellen Ressourcenbedarf stellt die gew\u00e4hlte Cloud-Plattform automatisch bereit, ohne dass eine Firma eine eigene Infrastruktur daf\u00fcr errichten muss. Als Speicherinfrastruktur \u00fcberzeugen Container-basierte Gro\u00dfspeichersysteme aus der Cloud. Denn diese Systeme replizieren automatisch, wodurch Datenverluste sofort behoben werden.<\/p>\n<p><strong>Bessere Performance und zentrales Managementwerkzeug <\/strong><\/p>\n<p>Welcher Performance-Gewinn in die Software-Entwicklung einzieht, l\u00e4sst sich mit Microsoft Azure SQL demonstrieren: Ein Anwender kann quasi per Schieberegler ein transaktionsbezogenes Backup durchf\u00fchren \u2013 und das f\u00fcr einen individuell w\u00e4hlbaren Zeitraum. Zudem sind Lasttests einer neuen Software mit 200.000 Nutzern m\u00f6glich, wo bei herk\u00f6mmlichen Systemen die Kosten aus dem Ruder laufen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Das Entwickeln von Software in der Cloud bringt also viele Vorteile. Unternehmen bef\u00fcrchten allerdings, sich zu sehr von einem Betriebssystem abh\u00e4ngig zu machen. Es hat sich bew\u00e4hrt, vom Erfassen der Anforderungen \u00fcber das Managen der Tests und das Bearbeiten der Anforderungen bis zum Erstellen von Releases und Iterationen auf ein Tool zu setzen: Microsoft Team Foundation Server (TFS), dessen Cloud-Variante Visual Studio Team Services (VSTS) ist.<\/p>\n<p>Dieser Cloud-Service wird st\u00e4ndig aktualisiert, enth\u00e4lt bereits Backup- und Recovery-Funktionen und zeichnet sich eben durch Offenheit zu anderen Systemen wie Unix, Linux oder MacOS aus. In Verbindung mit Azure leistet VSTS jedoch am meisten. Entwickler k\u00f6nnen so Buildserver oder Testumgebungen in der Cloud nutzen, um Anwendungen zu bauen, zu testen und zu warten. Durch verschiedene Testarten und der Unterst\u00fctzung diverser Frameworks sowie Tools entsteht eine vollwertige Testumgebung.<\/p>\n<p><strong>Die passenden Mittel w\u00e4hlen<\/strong><\/p>\n<p>Je nach Projektgr\u00f6\u00dfe und -tiefe braucht ein Entwicklerteam Infrastrukturebene (IaaS), mehrere Plattformen (PaaS) oder Software-L\u00f6sungen (SaaS). Unter Umst\u00e4nden reicht es aus, den lokalen Server in der Cloud abzubilden. In dem Fall wird eine Datenbank, ein Active-Directory-Controller oder eine eigene L\u00f6sung auf einer virtuellen Maschine (VM) betrieben. Der Mehrwert h\u00e4lt sich in Grenzen, denn ein Anwender hat sich weiterhin selbst um das Betriebssystem, die Patches, Backups und mehr zu k\u00fcmmern. Mit SaaS-L\u00f6sungen k\u00f6nnen Entwickler ihren Abnehmern einfach Zusatzleistungen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Der Nachteil: die Software-L\u00f6sungen lassen sich kaum individualisieren. Au\u00dferdem reicht der eingeschr\u00e4nkte Funktionsumfang f\u00fcr ambitionierte Entwicklungsprojekte meist nicht aus. Sind hochspezialisierte Datenbanksysteme, Dienste zum Verbinden und Kommunizieren von verteilten und hochverf\u00fcgbaren Systemen oder Anwendungen f\u00fcr das Internet of Things (IoT) gefragt, r\u00fcckt PaaS in den Fokus.<\/p>\n<p>Bei Datenverlust oder -manipulation erweist es sich als Vorteil, wenn Unternehmen nicht auf mehrere SaaS-L\u00f6sungen, sondern auf die Plattform eines einzigen Anbieters setzen. Denn die Daten lassen sich so leichter wiederherstellen. F\u00fcr was sich Unternehmen auch entscheiden, sie sollten bei der Suche nach der passenden L\u00f6sung unbedingt drei Aspekte ber\u00fccksichtigen: Eine Software wird in der Cloud anders als On-Premises betrieben. Auch gibt es im Funktionsumfang kleinere Unterschiede. Zudem sollte eine Plattform den Mehrmandanten-Betrieb der Software unterst\u00fctzen, die auf ihr entwickelt wird.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p><strong>Pay as you use intelligent umsetzen<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr PaaS-Dienste spricht das Pay-as-you-use-Modell. Wie der Name besagt, stellen Provider nur die Services in Rechnung, welche tats\u00e4chlich genutzt wurden. Anschaffungskosten von Hardware und Software fallen nicht an. Pay as you use bietet sich insbesondere f\u00fcr zeitlich begrenzte Entwicklungsaufgaben an. Wenn Entwickler in ihre Software Intelligenz integrieren, lassen sich nicht genutzte Dienste einfach in den Schlafmodus versetzen und bei aktuellem Bedarf wiedererwecken.<\/p>\n<p>Wie effizient diese Ressourcenkontrolle ist, veranschaulicht folgendes Beispiel: Eine Firma erstellt eine Software, welche komplexe Operationen auf gro\u00dfen Datenmengen einer SQL-Datenbank vornehmen muss. Das Unternehmen nutzt Azure SQL in der Edition Premium P15. Pro Stunde fallen 25,30 Euro an. Die Bearbeitung dauert zwei Stunden und muss jeden Freitag stattfinden. Bei vier Freitagen macht das (vier mal 2h mal 25,30 Euro\/h) 202,40 Euro. W\u00fcrde die Azure SQL-Datenbank den ganzen Monat durchlaufen, w\u00fcrde dies Kosten von circa 16.000 Euro verursachen.<\/p>\n<p><strong>Deutsche Cloud als sichere Option<\/strong><\/p>\n<p>Trotz der vielen Vorteile sind Bedenken gegen\u00fcber Cloud-L\u00f6sungen im \u00f6ffentlichen Dienst und Unternehmen noch verbreitet. Tats\u00e4chlich w\u00fcrde der Quellcode einer Anwendung dann zu Teilen in der Cloud liegen. Allerdings ist er dort eben nicht frei zug\u00e4nglich. Die Forderung nach einem hohen Datenschutzniveau erf\u00fcllt Microsoft Azure mit der Option, die Daten in die sogenannte Deutsche Cloud mit Rechenzentrum in Deutschland zu legen. F\u00fcr diese garantiert die Deutsche Telekom als Treuh\u00e4nder, dass deutsches Datenschutzrecht und die Bestimmungen der Europ\u00e4ischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) eingehalten werden. Ohnehin werden f\u00fcr die Programmierung Testdaten genutzt. Dabei handelt es sich um mit Hilfe eines Testdatengenerators randomisierte Daten ohne fachlichen Bezug. Verschafft sich eine nichtautorisierte Person Zugriff auf die Testdaten, kann sie sie also nicht ohne zus\u00e4tzlichen Aufwand nutzen, wenn \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Viele Unternehmen wollen neben der Entwicklung auch das Applikations-Management und Hosting outsourcen. Ihren Bedarf bedienen flexibel nutzbare All-in-One-L\u00f6sungen. Es empfiehlt sich, dass sich Unternehmen professionell beraten lassen \u2013 egal welche Cloud-Nutzung sie anstreben. Ein IT-Dienstleister wie Comparex unterst\u00fctzt potenzielle Anwenderfirmen, die passenden Cloud-Dienste f\u00fcr die Software-Entwicklung zu evaluieren. Versierte Experten sind in der Lage, ein vorgegebenes Budget und die spezifischen Anforderungen zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p><strong>Webbasierte L\u00f6sungen als Entwicklungstreiber<\/strong><\/p>\n<p>Immer mehr Unternehmen und ihre Kunden fragen Online-L\u00f6sungen nach \u2013 und wollen vermeiden, mit den schwer auszurollenden Fat-Clients arbeiten zu m\u00fcssen. Viele Entwickler haben zwar diverse Vorst\u00f6\u00dfe unternommen, um vollwertig ausgestattete, leistungsf\u00e4hige Desktops smarter und ihre Bereitstellung intelligenter zu machen, webbasierte L\u00f6sungen sind dennoch in allen Belangen \u00fcberlegen. Sie werden umfangreicher und intelligenter. So l\u00e4sst sich \u00fcber Progressive Web Apps (PWA) viel Hardware ansteuern. Es basiert auf HTML 5, welches JavaScript als Runtime nutzt. Dieser Trend treibt die Software-Entwicklung in der Cloud an, wozu auch besser performende Anwendungsentwicklungen beitragen. Davon ausgenommen bleibt lediglich das Entwickeln von Treibern und anderer Software f\u00fcr Hardware. Das sollte auch k\u00fcnftig besser On-Premises erfolgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor\/Redakteur: Andreas Gr\u00e4fe, Teamleiter Software-Entwicklung bei Comparex\/gg Software-Entwickler m\u00fcssen schnell und flexibel agieren. 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