{"id":12236,"date":"2018-01-25T14:51:09","date_gmt":"2018-01-25T13:51:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=12236"},"modified":"2018-01-24T11:55:22","modified_gmt":"2018-01-24T10:55:22","slug":"interview-kuenstliche-intelligenz-im-it-betrieb-zukunftsszenarie-noops","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=12236","title":{"rendered":"Interview \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz im IT-Betrieb \u2013 Zukunftsszenarie NoOps\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/?attachment_id=12234\" rel=\"attachment wp-att-12234\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12234\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Alois-Reitbauer-VP-Dynatrace-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Alois-Reitbauer-VP-Dynatrace-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Alois-Reitbauer-VP-Dynatrace.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Interview mit <a href=\"https:\/\/www.dynatrace.de\/\">Alois Reitbauer, Chief Technology Strategist bei Dynatrace<\/a>: Intelligente Assistenten arbeiten im B\u00fcro mit und sind zu Hause eingezogen. Als Schl\u00fcssel kann man das Handy benutzen, Alexa erkl\u00e4rt uns den aktuellen Wetterbericht. Im B\u00fcro freut man sich jetzt, wenn beim ersten Sonnenschein gleich morgens die Jalousien heruntergehen. Im IT-Betrieb \u00fcbernimmt kluge Software eigenst\u00e4ndig bestimmte Entscheidungen. Macht diese k\u00fcnstliche Intelligenz (KI) Netzwerkexperten und Systemarchitekten demn\u00e4chst \u00fcberfl\u00fcssig?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Frage: <\/strong>\u201eHerr Reitbauer, K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) h\u00e4lt in vielen Arbeitsbereichen Einzug. Was kann ein intelligenter Assistent heute schon im IT-Betrieb beitragen?\u201c<\/p>\n<p><strong>Reitbauer:<\/strong> \u201eEine KI-L\u00f6sung kann zum Beispiel sehr viele repetitive T\u00e4tigkeiten \u00fcbernehmen. Dazu z\u00e4hlen etwa die Sammlung und Analyse von Daten, das Reporting oder die Pr\u00fcfung, ob die Systeme in Ordnung sind. So l\u00e4sst sich schnell erkennen, was sich seit dem vorigen Tag ver\u00e4ndert hat und wie die aktuelle Nutzererfahrung ist. Im Fachjargon handelt es sich um so genannte \u201eTap on your Shoulder Tasks\u201c, also Anfragen, die typischerweise von Kollegen zwischendurch kommen und sich meist rund um Datensuche oder Problemerkennung drehen. Solche spontanen Aufgaben kosten die IT-Abteilung oft viel Zeit und st\u00f6ren den Arbeitsablauf oder halten von wichtigeren, strategischen Prozessen ab. Den gro\u00dfen Vorteil eines virtuellen, KI-basierten Assistenten bildet daher das Einsparen von Arbeitszeit. Zudem ist er durch Spracheingabe einfach zug\u00e4nglich. Noch besser eignet sich eine Kombination von Spracheingabe, Chatfunktion und Browser-Oberfl\u00e4che direkt im Produkt, wie wir es bei Dynatrace davis bieten. Dann kann der Anwender in der jeweiligen Situation die optimale Eingabevariante nutzen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> \u201eGibt es bereits Anwendungsf\u00e4lle und Kunden f\u00fcr den Digital Assistant for Virtual Interaction Services (davis) von Dynatrace? Welche weiteren Entwicklungen sind zuk\u00fcnftig geplant?\u201c<\/p>\n<p><strong>Reitbauer:<\/strong> \u201eEs gibt bereits zahlreiche Anwendungsbereiche f\u00fcr davis wie Smart-TV-Settop-Boxen, In-Car-Entertainment oder Navigationssysteme. Aber auch im IT-Betrieb leistet die Plattform wertvolle Dienste. Denn die Mitarbeiter k\u00f6nnen effizienter und schneller arbeiten, wenn sie langwierige Routinet\u00e4tigkeiten an den virtuellen Assistenten auslagern. Er kann zum Beispiel Datenbanken oder Milliarden von Abh\u00e4ngigkeiten in wenigen Sekunden durchsuchen und wertvolle Informationen daraus ziehen, w\u00e4hrend ein Mensch daf\u00fcr oft eine halbe Stunde oder l\u00e4nger braucht. Zudem analysiert die KI-Software die Informationen meist gr\u00fcndlicher, da sie alle m\u00f6glichen Optionen pr\u00fcft und sich nicht mit der ersten Antwort zufriedengibt. Denn das offensichtlichste ist nicht unbedingt das tats\u00e4chliche Problem. Dabei erfordert davis durch die Spracheingabe null Lernaufwand.<br \/>\nMomentan funktioniert diese bei davis nur auf Basis von Alexa. In Zukunft wollen wir weitere Plattformen wie Microsoft Cortana oder Google Assistant unterst\u00fctzen. Zudem soll unsere L\u00f6sung weitere Einsatzszenarien abdecken und f\u00fcr mehr Zielgruppen bereitstehen. W\u00e4hrend sie bislang eher f\u00fcr technische IT-Fragestellungen konzipiert ist, wird sie k\u00fcnftig st\u00e4rker in Richtung Management und Line of Business gehen. Zum Beispiel k\u00f6nnen dann Verantwortliche f\u00fcr Mobile Apps gesch\u00e4ftsrelevante Fragen stellen, wie: Wo stehen wir im Plan f\u00fcr die Produktaktivierungen? Wie erfolgreich ist der Vertrieb? Wie lautet der aktuelle Stand f\u00fcr das Reporting? Die Antworten erhalten sie dann in Echtzeit.\u201c<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> \u201eWas k\u00f6nnen KI-Systeme leisten, was Menschen nicht schaffen? Wie viele Mitarbeiter ersetzt so ein System?\u201c<\/p>\n<p><strong>Reitbauer: <\/strong>\u201cWir glauben nicht, dass KI-Systeme auf absehbare Zeit Menschen ersetzen. Schon heute ist der Fachkr\u00e4ftemangel ein gro\u00dfes Problem f\u00fcr viele Unternehmen. Was die wenigen verf\u00fcgbaren Menschen nicht schaffen, k\u00f6nnen virtuelle Assistenten erledigen. Dazu z\u00e4hlen vor allem die nicht spannenden Aufgaben wie Datensammlung und -analyse oder die Aufdeckung und Behebung von Standardproblemen. In solchen klar abgegrenzten Bereichen werden sie Aufgaben \u00fcbernehmen. Das l\u00e4sst sich mit den heutigen Navigationsger\u00e4ten vergleichen: Inzwischen liest kein Mensch mehr Karten, wenn er zu einem bestimmten Ort fahren m\u00f6chte, sondern gibt die Adresse in das Navi ein. \u00c4hnlich kann dann das IT-Management fragen: Welche Aufgaben stehen heute an und wie lassen sich diese am besten erledigen? Im Zuge der digitalen Transformation m\u00fcssten Unternehmen eigentlich noch mehr Fachkr\u00e4fte einstellen, die schlicht nicht verf\u00fcgbar sind. KI hilft, diesen Fachkr\u00e4ftemangel zu vermeiden und die Mitarbeiter von monotonen, zeitraubenden T\u00e4tigkeiten zu entlasten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> \u201eWird der Mensch in Zukunft \u00fcberfl\u00fcssig? Braucht man keine IT-Professionals mehr? Kommt der vollst\u00e4ndig automatisierte IT-Betrieb mit Robotern und k\u00fcnstlichen Assistenten?\u201c<\/p>\n<p><strong>Reitbauer:<\/strong> \u201eWahrscheinlich werden KI-basierte Systeme tats\u00e4chlich in einigen Bereichen Menschen vollkommen ersetzen. Wir denken zum Beispiel an den klassischen IT-Betrieb, der immer weiter automatisiert wird, so dass wir heute schon von NoOps sprechen. Die menschlichen Mitarbeiter werden dadurch aber nicht \u00fcberfl\u00fcssig, nur ihr T\u00e4tigkeitsbereich ver\u00e4ndert sich. So werden sie in Zukunft immer h\u00f6herwertige Aufgaben erhalten, die das Unternehmen wirklich voranbringen. Dazu geh\u00f6rt die Entwicklung neuer Gesch\u00e4ftsideen oder neuer Funktionen f\u00fcr Anwender, die intuitiver zu bedienen sind. Die hochqualifizierten menschlichen Mitarbeiter in solchen Bereichen einzusetzen ist auch deutlich sinnvoller als bei Routinet\u00e4tigkeiten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> \u201eWarum entwickelt Dynatrace am \u00f6sterreichischen Standort Linz? Wie will Dynatrace das 220 Mitarbeiter-Lab weiter ausbauen?\u201c<\/p>\n<p><strong>Reitbauer:<\/strong> \u201eIm Vergleich zu den USA m\u00fcssen wir uns in Europa nicht verstecken. Wir haben exzellente technische Ressourcen, eine hohe Qualit\u00e4t der Mitarbeiter und sogar eine h\u00f6here Kontinuit\u00e4t der Entwicklung. Denn die europ\u00e4ischen Kollegen bleiben oft deutlich l\u00e4nger im gleichen Unternehmen und verf\u00fcgen daher \u00fcber mehr Spezial-Wissen zu Technologien und Kunden.<br \/>\nNat\u00fcrlich ist auch der Standort Linz vom Fachkr\u00e4ftemangel betroffen. Dem wollen wir durch Entwicklungsarbeit f\u00fcr die Jugend wie einen CoderDoJo entgegenwirken. IT-Professionals bieten wir sehr schnell hohe Eigenverantwortung f\u00fcr Bugdets und ein extrem innovatives Arbeitsumfeld, denn wir gehen f\u00fcr unsere Kunden immer mit den neuesten Trends mit, wie gerade MicroServices, KI und Cloudauslagerungen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview mit Alois Reitbauer, Chief Technology Strategist bei Dynatrace: Intelligente Assistenten arbeiten im B\u00fcro mit und sind zu Hause eingezogen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":12234,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[622,10036],"tags":[9229,9961,1765,4906,6257,10890,6392,10885,3249,9200,6264,10888,10830,10883,10889,8759,10887,10357,3875,6624,10886,1790,10884],"class_list":["post-12236","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-interview","category-kuenstliche-intelligenz","tag-alexa","tag-alois-reitbauer","tag-browser","tag-chat","tag-cloud","tag-coderdoja","tag-cortana","tag-davis","tag-dynatrace","tag-entertainment","tag-entwicklung","tag-fachkraeftemangel","tag-google-assistant","tag-intellgente-assistenten","tag-it-professional","tag-microservice","tag-navigation","tag-noops","tag-reporting","tag-roboter","tag-settop-box","tag-smart-tv","tag-spracheingabe"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12236","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12236"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12236\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12237,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12236\/revisions\/12237"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12234"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12236"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12236"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12236"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}