{"id":12081,"date":"2017-12-19T14:16:30","date_gmt":"2017-12-19T13:16:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=12081"},"modified":"2017-12-18T09:20:30","modified_gmt":"2017-12-18T08:20:30","slug":"bye-bye-isdn-welcome-all-ip","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=12081","title":{"rendered":"Bye bye ISDN \u2013 Welcome All IP"},"content":{"rendered":"<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/www.byon.de\/\">Udo Thermer, Head of Product Development bei der byon gmbh<\/a>\/gg<\/p>\n<p>Viele Unternehmen setzen bei ihrer Telefonanlage oder Call Center-L\u00f6sung auf ISDN. Allerdings plant die Telekom, das analoge Telefonnetz 2018 abzuschalten. Die schrittweise Umstellung von analogen Anschl\u00fcssen hat bereits begonnen. Bald wird ISDN komplett von IP-Telefonie abgel\u00f6st. Was dabei \u2013 schon heute \u2013 zu beachten ist, lesen Sie hier.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mittlerweile sind viele Unternehmen auf die so genannte Voice-over-IP-Technologie (VoIP) umgestiegen. Allein bei der Telekom ist die Anzahl der ISDN- und Analoganschl\u00fcsse in den vergangenen Jahren um die H\u00e4lfte zur\u00fcckgegangen. Bisher unterh\u00e4lt die Telekom mehrere Netze mit unterschiedlichen Technologien f\u00fcr Sprach- und Daten\u00fcbertragung. Mit IP-Telefonie ist das k\u00fcnftig nicht mehr n\u00f6tig, denn bei dieser Technologie wird die Sprache ebenfalls in Form von Datenpaketen \u00fcber ein Datennetz wie das Internet transportiert. Forciert die Telekom nun den Umstieg und schaltet das analoge Telefonnetz ganz ab, hat sie den Vorteil, k\u00fcnftig nur noch ein Netz betreiben zu m\u00fcssen \u2013 und zwar das IP-Netz. Die Abl\u00f6sung von ISDN hei\u00dft SIP (Session Initiation Protocol). Das ist ein VoIP-Sprachprotokoll, das die Funktionen des ISDN-Anschlusses \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p><strong>H\u00f6here Bandbreite f\u00fcr Voice ben\u00f6tigt <\/strong><\/p>\n<p>Eine der wichtigsten Voraussetzungen f\u00fcr einen erfolgreichen VoIP-Betrieb liegt in der erforderlichen Bandbreite. Unternehmen m\u00fcssen bedenken, dass zus\u00e4tzlich zu ihrem aktuellen Bedarf an \u201enormaler\u201c Bandbreite f\u00fcr E-Mails, Internetzugang und andere Anwendungen nun auch die Telefonie \u00fcber die vorhandene Datenleitung abgebildet werden muss. Wie hoch der Bedarf ist, l\u00e4sst sich individuell errechnen. Als Faustregel gilt: Ein Gespr\u00e4ch ben\u00f6tigt rund 100 Kbit\/s symmetrischer Bandbreite, damit die Gespr\u00e4chsqualit\u00e4t dem ISDN-Niveau entspricht. Werden also in einem Call Center gleichzeitig 20 Gespr\u00e4che gef\u00fchrt, werden 2 Mbit\/s der vorhandenen Datenleitung nur von der Telefonie belegt. Da gerade in Call Centern die Sprachqualit\u00e4t eine wichtige Rolle spielt, sollte diese Bandbreite der Telefonie fest zugeteilt werden, um keinen Qualit\u00e4tsverlust oder gar Gespr\u00e4chsabbr\u00fcche zu riskieren. Zudem sollte das Unternehmen darauf achten, dass in seinem LAN-Netz Sprache vor Daten priorisiert wird, damit ein Telefongespr\u00e4ch nicht zugunsten anderer Anwendungen abgebrochen wird.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12078\" aria-describedby=\"caption-attachment-12078\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/?attachment_id=12078\" rel=\"attachment wp-att-12078\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-12078\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Telefonanlage_Quelle-byon-GmbH-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Telefonanlage_Quelle-byon-GmbH-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Telefonanlage_Quelle-byon-GmbH.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-12078\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: byon GmbH<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Geeignetes Equipment bereitstellen <\/strong><\/p>\n<p>In Bezug auf das Equipment sollten vor allem Call Center-Betreiber sicherstellen, dass sowohl die vorhandenen Endger\u00e4te als auch die internen Verkabelungen IP-kompatibel sind. Dies betrifft in erster Linie Switches \u2013 gegebenenfalls m\u00fcssen neue erworben werden \u2013 und grundlegende Einstellungen an den Firewalls. Je nach Anwendungsgebiet und gew\u00fcnschten Funktionen k\u00f6nnen die Kosten f\u00fcr IP-f\u00e4hige-Endger\u00e4te stark variieren. Es gibt zum einen die M\u00f6glichkeit, statt Hardware-Telefonen Software-Telefone am PC einzusetzen \u2013 so genannte Softphones. Daf\u00fcr ben\u00f6tigt man lediglich ein Headset. Qualitativ gute Produkte sind bereits ab 30 Euro erh\u00e4ltlich. Dazu kommen dann noch Lizenzkosten f\u00fcr das Softphone, entweder als Einmalkosten oder mit monatlichen beziehungsweise j\u00e4hrlichen Beitr\u00e4gen. Wie hoch diese Kosten sind, h\u00e4ngt vom jeweiligen Anbieter ab. Wer nicht auf das gewohnte Hardware-Telefon verzichten will, bekommt bereits ab rund 50 Euro IP-f\u00e4hige Hardware-Endger\u00e4te wie zum Beispiel Tischtelefone oder DECT-Telefone.<\/p>\n<p>Doch Vorsicht: IP-Telefon ist nicht gleich IP-Telefon \u2013 es gibt Unterschiede bei der Kompatibilit\u00e4t zum jeweiligen SIP-Anbieter. In den meisten F\u00e4llen ist reine Telefonie gew\u00e4hrleistet, Funktionen wie Rufweiterleitung oder Warteschleife beispielsweise k\u00f6nnen aber unter Umst\u00e4nden nicht m\u00f6glich sein. Daher empfiehlt es sich, entweder die vom Anbieter vorgeschlagenen Ger\u00e4te zu verwenden oder im Vorfeld genau zu pr\u00fcfen, ob bei den gew\u00e4hlten Endger\u00e4ten alle gew\u00fcnschten Funktionen gegeben sind.<\/p>\n<p>VoIP-Telefonanlagen k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich vor Ort installiert oder in der Cloud betrieben werden. Eine Cloud-Anlage bietet g\u00fcnstigere Mietpreise, Service und Wartung inklusive, erfordert aber h\u00f6here Bandbreite. Bei einer Vor-Ort-Installation hat der Kunde die Hoheit \u00fcber die Hardware. Welche Variante die richtige ist, h\u00e4ngt von den Gegebenheiten beim Kunden ab und muss individuell entschieden werden.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p><strong>Frei skalierbar und g\u00fcnstiger <\/strong><\/p>\n<p>Die Umstellung auf VoIP ist zun\u00e4chst mit Investitionen verbunden. Die neue Technologie birgt aber auch viele Vorteile \u2013 sowohl hinsichtlich der Funktionen als auch mit Blick auf die Kosten. Der neue SIP-Anschluss \u2013 auch SIP-Trunk genannt \u2013 ersetzt einen oder mehrere ISDN-Anschl\u00fcsse. Der Vorteil dabei: Ein ISDN-Anschluss verf\u00fcgt \u00fcber zwei Sprachkan\u00e4le, kann also gleichzeitig zwei Gespr\u00e4che abbilden. Wollte man bisher ein drittes Gespr\u00e4ch f\u00fchren, musste ein zweiter ISDN-Anschluss gelegt und bezahlt werden. SIP-Anschl\u00fcsse hingegen sind flexibel skalierbar, ganz egal ob ein Unternehmen zwei Kan\u00e4le braucht oder hundert. F\u00fcr Call Center, in denen viele Gespr\u00e4che gleichzeitig laufen, ist das ein wesentlicher Vorteil, da sie unabh\u00e4ngig von der Anzahl der erforderlichen Sprachkan\u00e4le nur einen SIP-Anschluss ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Zusatzfunktionen wie Pr\u00e4senzinformationen, Chat oder individuelle Mailboxen sind bei IP-Anlagen noch besser ins System eingebunden und einfacher zu bedienen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen beim Einsatz von Softphones verschiedene Schnittstellen eingerichtet werden, etwa zum Exchange-Programm von Outlook, wodurch Kontakte einfach ausgew\u00e4hlt und angerufen werden k\u00f6nnen. Um- und Weiterleitungen lassen sich ebenfalls flexibel festlegen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Vorteil: IP-Telefonie ist g\u00fcnstiger. Allein die Grundgeb\u00fchr eines ISDN-Anschlusses kostet zwischen 20 und 30 Euro im Monat. Bei VoIP hingegen zahlt man pro Sprachkanal meist zwischen 50 Cent und zwei Euro. Bei sechs ben\u00f6tigten Sprachkan\u00e4len steht eine monatliche Grundgeb\u00fchr von maximal zw\u00f6lf Euro bei SIP beziehungsweise VoIP einer Summe von bis zu 90 Euro bei ISDN gegen\u00fcber. Zudem sind die Minutenpreise der neuen Technologie bis zu 70 Prozent g\u00fcnstiger als bei ISDN.<\/p>\n<p><strong>Schrittweise Migration ebenfalls m\u00f6glich <\/strong><\/p>\n<p>Einige Netzbetreiber werben damit, auch nach der Abschaltung des analogen Telekom-Netzes 2018 weiter ISDN anbieten zu wollen. Allerdings k\u00f6nnen Kunden dieses Angebot nur in Anspruch nehmen, wenn sie auch tats\u00e4chlich das eigene Netz des Anbieters nutzen \u2013 und zwar komplett. Dabei ist zu beachten, dass viele Anbieter f\u00fcr die Anbindung gezielter Geb\u00e4ude Zug\u00e4nge der Telekom mieten (die so genannte \u201eletzte Meile\u201c). In diesen F\u00e4llen wird auch dieser Anschluss 2018 abgeschaltet.<\/p>\n<p>Wird zu VoIP gewechselt, bedeutet das aber nicht, dass von heute auf morgen alles umgestellt werden muss. Es gibt Migrationskonzepte, die es erm\u00f6glichen, den Wechsel zur IP-Telefonie schrittweise vorzunehmen. Bei vielen Telefonanlagen kann etwa ein sogenanntes IP-Gateway zwischengeschaltet werden. Das erm\u00f6glicht es, ISDN-Anlagen an einem SIP-Anschluss zu betreiben. IP-Gateways k\u00f6nnen als Zwischenl\u00f6sung maximal ein bis zwei Jahre eingesetzt werden. Danach sollte man in neue Hardware investieren.<\/p>\n<p>Mit neuen VoIP- oder Cloud-Telefonanlagen sind Unternehmen und Call Center bestens f\u00fcr die Zukunft ger\u00fcstet. Denn auch wenn ein Unternehmen nicht von Telekom-Leitungen abh\u00e4ngt, wird es sich in den n\u00e4chsten Jahren mit VoIP auseinandersetzen m\u00fcssen. Analoge Telefonie ist ein Auslaufmodell. Internettelefonie ist die Zukunft und birgt gerade f\u00fcr Call Center vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor\/Redakteur: Udo Thermer, Head of Product Development bei der byon gmbh\/gg Viele Unternehmen setzen bei ihrer Telefonanlage oder Call Center-L\u00f6sung<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":12079,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[8,10141],"tags":[4796,10710,10711,6257,2894,1060,10712,2982,2892,2981,1449,4799,10713,5853,7852,2601,4540],"class_list":["post-12081","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-hintergrund","tag-all-ip","tag-byon","tag-call-center","tag-cloud","tag-dect","tag-e-mail","tag-headset","tag-internet","tag-isdn","tag-lan","tag-outlook","tag-sip","tag-softphone","tag-telefonanlage","tag-telefonie","tag-telekom","tag-voip"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12081"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12081\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12082,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12081\/revisions\/12082"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12079"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12081"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}