{"id":11735,"date":"2017-10-11T12:04:30","date_gmt":"2017-10-11T10:04:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=11735"},"modified":"2017-10-09T09:09:09","modified_gmt":"2017-10-09T07:09:09","slug":"die-fuenf-dimensionen-der-unternehmensagilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=11735","title":{"rendered":"Die f\u00fcnf Dimensionen der Unternehmensagilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/?attachment_id=11733\" rel=\"attachment wp-att-11733\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11733\" src=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Unisys-300x200.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Unisys-300x200.png 300w, https:\/\/www.sysbus.eu\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/Unisys.png 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"http:\/\/www.unisys.de\/\">Dr. Uwe Heckert, Vice President Application Services f\u00fcr EMEA und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unisys Deutschland GmbH<\/a>\/gg<\/p>\n<p>In einer Zeit, die gepr\u00e4gt ist von kontinuierlichen Innovationen, Hyperwettbewerb und rapiden Ver\u00e4nderungen, kommt es f\u00fcr Unternehmen vor allem auf zwei Dinge an: Timing und Wandlungskunst. Insbesondere f\u00fcr traditionelle Unternehmen gilt es, schnell auf Marktver\u00e4nderungen zu reagieren, Kundenw\u00fcnsche m\u00f6glichst punktgenau und treffsicher zu erf\u00fcllen und sich gegen\u00fcber der starken Konkurrenz, auch neuer, von Grund auf digitaler Unternehmen, zu behaupten. Aber wie kann das gelingen? Die Antwort ist zun\u00e4chst einfach: mit Agilit\u00e4t. Allerdings ist es eine Herausforderung, ein bisher weniger agiles Unternehmen wirklich agil zu machen. Die Ber\u00fccksichtigung der f\u00fcnf Dimensionen der Unternehmensagilit\u00e4t kann hier sehr hilfreich sein.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Unternehmen, die es nicht schaffen, schnell genug auf die Erwartungen ihrer Kunden einzugehen, und das bei einem H\u00f6chstma\u00df an Kosteneffizienz, werden die Verlierer der Zukunft sein. Denn sie k\u00e4mpfen mit neuen Kontrahenten: jungen, dynamischen Unternehmen, die von Beginn an durch und durch digital und agil aufgestellt sind, rasch auf Ver\u00e4nderungen reagieren sowie neue Produkte und Services passgenau auf die W\u00fcnsche der Kunden zuschneiden. Sie fordern die traditionellen Marktf\u00fchrer in allen Branchen heraus. Damit diese dagegenhalten k\u00f6nnen, haben sie keine andere Wahl als ihr Agilit\u00e4tsniveau anzupassen. Doch wie geht das?<\/p>\n<p>Keine Frage: Agiler zu werden, ist eine gro\u00dfe Herausforderung. Die Umsetzung einiger Projekte unter Anwendung agiler Methoden reicht dabei bei weitem nicht aus. Es bedarf einer umfangreichen Ver\u00e4nderung, die das gesamte Unternehmen betrifft \u2013 angefangen bei den Mitarbeitern \u00fcber Prozesse bis hin zu Risikomanagement und eingesetzten Technologien.<\/p>\n<p>Wie geht man bei einer so umfangreichen Transformation am besten strategisch vor? Welche Kernelemente beziehungsweise Dimensionen sind wie zu ber\u00fccksichtigen?<\/p>\n<p><strong>Dimension 1: Neue Denkweisen<\/strong><\/p>\n<p>Zu allererst fordert Agilit\u00e4t eine neue Denkweise und einen Wandel der Unternehmenskultur. Jeder muss einen kooperativen Ansatz \u201eleben\u201c und sich aktiv in den Arbeitsprozess, der von selbstverwalteten Teams bestimmt wird, einbringen. Das ist auf der F\u00fchrungsebene der Unternehmen angekommen. Adidas hat beispielsweise bei der F\u00fchrungskultur angesetzt, um ein Umdenken im Unternehmen anzusto\u00dfen, Daimler arbeitet an einer neuen, agilen Unternehmenskultur und Merck will die Agilit\u00e4t seiner Mitarbeiter weiter f\u00f6rdern \u2013 um nur drei Beispiele zu nennen. Mitarbeiter m\u00fcssen bereit sein, zu Experimentieren und zu Versagen. Ohne diese ver\u00e4nderte Herangehensweise an die Entwicklung neuer Produkte und L\u00f6sungen k\u00f6nnen die anderen vier Dimensionen, die nun folgen, nicht vollst\u00e4ndig greifen und zum Erfolg f\u00fchren. Jeder innerhalb eines Unternehmens muss sich mit der Idee von Agilit\u00e4t anfreunden, damit das Unternehmen den vollen Return on Investment (ROI) der digitalen Transformation aussch\u00f6pfen kann.<\/p>\n<p><strong>Dimension 2: Agilit\u00e4t auf Prozessebene<\/strong><\/p>\n<p>Unternehmensagilit\u00e4t bedarf in einem zweiten Schritt des Einsatzes von agilen Methoden auf Mitarbeiter- und Teamebene. Hier kommen Ans\u00e4tze, wie beispielsweise Scrum, ins Spiel. Scrum wird vor allem in der Softwareentwicklung angewendet, was eine aktuelle Studie der Hochschule Koblenz, bei der 700 IT-Entscheider befragt wurden, best\u00e4tigt. Vorrangiges Ziel dabei: die Optimierung der Produkteinf\u00fchrungszeit.<\/p>\n<p>Generell gilt: Durch eine agile Vorgehensweise beim Projektmanagement lassen sich umfangeiche, komplexe (Entwicklungs-)Projekte effizient managen. Anstelle von pr\u00e4zise durchgeplanten Projekten tritt die iterative Entwicklung in kurzen Feedback-Schleifen, wobei Projektteams kurzfristig auf \u00c4nderungen oder Probleme reagieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Neben der Etablierung agiler Werkzeuge bedarf es der Verwendung und Individualisierung von Softwarel\u00f6sungen wie dem Scaled Agile Framework (SAFe). SAFe beruht auf schlanken und agilen Prinzipien und synchronisiert Ausrichtung, Zusammenarbeit und \u00dcbergaben in agilen Teams. Mittels SAFe l\u00e4sst sich Agilit\u00e4t auf drei Ebenen erreichen: auf der Team-, Projekt- und Portfolioebene. Der Gro\u00dfteil bisheriger Transformationen konzentrierte sich mit der Team- und Projektebene hingegen lediglich auf zwei Bereiche. H\u00e4ufig wurde bisher die Unternehmensebene vernachl\u00e4ssigt, denn Agilit\u00e4t auf Unternehmenseben zu skalieren ist ein schwieriges Unterfangen. Hier k\u00f6nnen sich Anleitungen zu Frameworks wie SAFe als dienlich erweisen. Sie zeigen etablierte Mechanismen auf, mit denen sich die Herausforderung hinsichtlich der Koordinierung agiler Teams \u00fcber alle Unternehmensbereiche hinweg l\u00f6sen lassen. Die Tipps k\u00f6nnen Unternehmen beim Aufsetzen einer konsistenten Architektur helfen und sicherstellen, dass die Arbeit eines jeden Mitarbeiters zu Produktzielen, F\u00fchrungsrolle und Governance-Richtlinien passt.<\/p>\n<p><strong>Dimension 3: Entwicklungsautomatisierung<\/strong><\/p>\n<p>Entwicklungsautomatisierung ist das dritte Schl\u00fcsselelement zu mehr Agilit\u00e4t im Unternehmen. Dabei geht es um Automatisierung entlang des gesamten Lebenszyklus, die Umweltmanagement und Release-Management ebenso umfasst wie Problem-Management und die team\u00fcbergreifende Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Indem Qualit\u00e4tschecks direkt in den Release-Prozess eingebettet sind, l\u00e4sst sich durch automatisierte Entwicklungsprozesse beispielsweise die Qualit\u00e4tskontrolle optimieren. Zudem f\u00fchrt Entwicklungsautomatisierung zu einer besseren Zusammenarbeit von Entwicklungs- und operativen Teams und damit zu DevOps, einem Konzept zur Verbesserung von Prozessen, das f\u00fcr eine h\u00f6here Geschwindigkeit sorgt und den Time-to-Market verk\u00fcrzt. Durch die Automatisierung der Entwicklung lassen sich dar\u00fcber hinaus Entwicklungsstrategien nutzen, die dem Experimentieren mehr Raum geben \u2013 getreu dem Motto: Scheitere schnell, reagiere schnell. Diese Herangehensweise unterst\u00fctzt die Etablierung einer Innovationskultur und schafft die Voraussetzung, rasch mit neuen Produkten auf Marktver\u00e4nderungen und sich wandelnde Kundenanforderungen reagieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p><strong>Dimension 4: Flie\u00dfende App-Architektur<\/strong><\/p>\n<p>Vorteil einer flie\u00dfenden App Architektur ist die h\u00f6here Flexibilit\u00e4t. Vorhandenes, egal ob Code oder Infrastruktur, kann so leicht wiederverwendet und hoch oder runter skaliert werden. Apps, die auf service-orientierte Architekturen, Mircoservices und Application Program Interfaces (APIs) setzen, lassen sich in ver\u00e4nderter Weise zusammensetzen und verbinden, um neue Gesch\u00e4ftsziele zu erreichen. Dieses Design unterst\u00fctzt wiederum das Experimentieren und die Innovationskultur \u2013 und damit die Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Flie\u00dfende Architekturen sorgen auch daf\u00fcr, dass Wertstr\u00f6me die Arbeit richtig voranbringen. Denn Erfolge lassen sich ausbauen und Misserfolge einschr\u00e4nken. So verhindert man, dass die Kosten explodieren, wenn der ROI nicht stimmt.<\/p>\n<p><strong>Dimension 5: On-Demand Applikationsplattformen<\/strong><\/p>\n<p>Das f\u00fcnfte Element, das agile Unternehmen ben\u00f6tigen, sind On-Demand Applikationsplattformen. Dazu m\u00fcssen Unternehmen sich von ihrem bisherigen Cloud-Verst\u00e4ndnis l\u00f6sen und die Wolke nicht nur als Speicherort f\u00fcr Daten und zur Verbesserung der IT-Infrastruktur begreifen. Platfrom-as-a-Service (PaaS) ist hier das Stichwort. PaaS bietet eine Reihe von Services wie Datenbankservices, mobile Services und Development Frameworks mit vorgefertigten Diensten wie Messaging und Benachrichtigungen. Die Kombination dieser Plattformen mit intelligenten Visualisierungstools erm\u00f6glicht schnelles Prototyping und hohe Skalierbarkeit. Dies treibt Innovationen voran und gibt Unternehmen die F\u00e4higkeit, mit passenden neuen Produkten genau dann auf den Markt zu gehen, wenn Kunden schon darauf warten.<\/p>\n<p><strong>St\u00fcck-f\u00fcr-St\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>Keine Frage: Diese f\u00fcnf Dimensionen im Unternehmen zu etablieren ist eine gro\u00dfe Herausforderung. Wichtig ist es daher, sich in kleinen Schritten dem gro\u00dfen Ziel zu n\u00e4heren. \u201eSlice the Elephant\u201c, k\u00f6nnte man sagen. Eine geeignete Startm\u00f6glichkeit ist die Analyse von Schwachstellen innerhalb des Unternehmens. Wo hakt es? Welche Arbeitsschritte sind ineffektiv? Wo geht viel Zeit und Geld verloren? Wo gibt es schwerwiegende Probleme? Unternehmen f\u00fchren sich damit nicht nur vor Augen, an welcher Stelle \u00c4nderungsbedarf besteht, sondern k\u00f6nnen ausgehend davon die n\u00e4chsten taktisch klugen (Teil-)Schritte definieren, die zum Gesamtansatz passen.<\/p>\n<p>Unternehmen, die den digitalen Wandel aktiv gestalten und sich agil aufstellen, werden k\u00fcnftig die Nase vorn haben; sie sind profitabler und weisen ein st\u00e4rkeres Wachstum auf als Unternehmen, die agile Ans\u00e4tze vernachl\u00e4ssigen. Durch die Ber\u00fccksichtigung der f\u00fcnf Dimensionen k\u00f6nnen Unternehmen ihren Wandlungsprozess nicht nur antreiben, sondern erheblich beschleunigen. Zudem biete sich so die einmalige Chance, Kunden und Kundenanspr\u00fcche besser zu verstehen. Mit der F\u00e4higkeit zum Experimentieren \u2013 im Sinne von \u00e4ndere schnell, scheitere schnell, reagiere schnell \u2013 k\u00f6nnen Unternehmen effiziente, skalierbare Produkte, L\u00f6sungen und Services entwickeln, diese in kurzen Zyklen auf den Markt bringen und das Feedback von Kunden umgehend in die Weiterentwicklung einbeziehen. Diese \u201eArbeitsweise\u201c schafft Raum f\u00fcr kontinuierliche Innovationen und damit f\u00fcr die Entwicklung von Produkte und Leistungen, die gut performen, bei der Zielgruppe ankommen, das Unternehmenswachstum befl\u00fcgeln und die Konkurrenz in den Schatten stellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor\/Redakteur: Dr. Uwe Heckert, Vice President Application Services f\u00fcr EMEA und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unisys Deutschland GmbH\/gg In einer Zeit, die<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":11733,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[8,39],"tags":[7681,8548,4185,10282,4602,5262,1994,6512,10281,10283,4478,3985,3620,4394,10284,6796,10279,10277,10280,10278],"class_list":["post-11735","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-management","tag-adidas","tag-agilitaet","tag-api","tag-daimler","tag-devops","tag-digitalisierung","tag-governance","tag-innovation","tag-markveraenderung","tag-merck","tag-on-demand","tag-paas","tag-roi","tag-safe","tag-scrum","tag-skalierbarkeit","tag-timing","tag-unisys","tag-wandlungskunst","tag-wettbewerb"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11735","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11735"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11735\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11736,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11735\/revisions\/11736"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11733"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11735"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11735"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}