{"id":11278,"date":"2017-07-04T14:22:27","date_gmt":"2017-07-04T12:22:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=11278"},"modified":"2017-06-28T09:26:28","modified_gmt":"2017-06-28T07:26:28","slug":"stationaerer-handel-in-der-klemme-oje-das-internet-ist-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sysbus.eu\/?p=11278","title":{"rendered":"Station\u00e4rer Handel in der Klemme: Oje, das Internet ist weg"},"content":{"rendered":"<p>Autor\/Redakteur: <a href=\"https:\/\/cradlepoint.com\/\">Sascha Kremer, Director Carrier Development bei Cradlepoint<\/a>\/gg<\/p>\n<p>In nur wenigen Bereichen hat sich in den letzten 30 Jahren so viel ver\u00e4ndert wie im station\u00e4ren Handel. W\u00e4hrend manche Einzelh\u00e4ndler das Internet immer noch als Bedrohung empfinden, profitiert das Gros von vielen Vorteilen, die das World Wide Web mit sich bringt. Beispiel Kartenzahlungen: Sie w\u00e4ren ohne Internetanbindung gar nicht m\u00f6glich. Somit ist f\u00fcr Einzelh\u00e4ndler eine kontinuierliche Internetverbindung essenziell, ja gerade \u00fcberlebenswichtig. Umso schlimmer, wenn das Netz ausf\u00e4llt. Doch f\u00fcr den unangenehmen Fall der F\u00e4lle gibt es gute L\u00f6sungen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Ohne Internet sind moderne Verkaufserlebnisse undenkbar<\/strong><\/p>\n<p>Zu den neueren Entwicklungen im Einzelhandel z\u00e4hlt das so genannte Omni-Channel-Retailing. Dabei nutzen Shops oder Filialen mehrere, vor allem onlinebasierte Kan\u00e4le, um dem Kunden ein bestm\u00f6gliches Verkaufserlebnis zu bieten. So beispielsweise der Reifenwechsel am Auto: Bei gr\u00f6\u00dferen Werkst\u00e4tten und Werkstattketten ist es heute State-of-the-Art, dass der Kunde seine Wunschreifen und Felgen online bestellt, eventuell unterst\u00fctzt durch eine telefonische Beratung. Nach dem Kauf vereinbart er dann \u00fcber eine Webseitenschnittstelle gleich den Montagetermin. Die Werkstatt erh\u00e4lt die Terminanfrage in ihrem CRM und best\u00e4tigt per E-Mail. Zum Termin liegen die bestellten Reifen in der Werkstatt bereit und werden montiert.<\/p>\n<p><strong>Ohne Internet geht nichts mehr in der Filiale<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Beispiel zeigt: Der Einzelhandel ist st\u00e4rker als angenommen vernetzt. Gerade in gesch\u00e4ftskritischen Bereichen sp\u00fcrt der Nutzer, sprich die Mitarbeiter ebenso wie die Kunden, die Abh\u00e4ngigkeit vom Internet erst, wenn es mal ausf\u00e4llt. Denn ist die drahtgebundene Anbindung ans World Wide Web gekappt, funktioniert nicht nur das Omni-Channel-Retailing nicht, es kann der Verk\u00e4ufer auch keine Waren mehr verbuchen \u2013 das Kassensystem ist via Internet mit dem zentralen Warenwirtschaftssystem verkn\u00fcpft, der Kunde kann nicht bezahlen. Verk\u00e4ufer geraten in Stress, die Kunden werden ungeduldig. Das Image der Marke leidet. An dieser Stelle kommt eine 4G-\/LTE-basierte Failover-L\u00f6sung ins Spiel und ist sprichw\u00f6rtlich \u201ebares Geld\u201c wert.<\/p>\n<p><strong>Failover-L\u00f6sung f\u00fcr den station\u00e4ren Handel: Drei M\u00f6glichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Je nach Sicherheitsbed\u00fcrfnis gibt es drei unterschiedliche Szenarien, wie eine funkbasierte Failover-L\u00f6sung einfach und kosteng\u00fcnstig in die bestehende IT-Infrastruktur einer Filiale integriert werden kann.<\/p>\n<p><strong>M\u00f6glichkeit 1: Die schnellste Variante<\/strong><\/p>\n<p>Hier wird neben dem bestehenden Router ein zus\u00e4tzlicher 4G-Router als so genannte Overlay-Failover-L\u00f6sung eingesetzt. Dieser Router ist LTE-f\u00e4hig und wandelt die Mobilfunksignale in Ethernet-Signale um. Das bedeutet, der Mobilfunkrouter stellt f\u00fcr die anderen, herk\u00f6mmlichen Router eine zweite, \u201edrahtgebundene\u201c WAN-Verbindung bereit. In diesem Szenario sind die beiden WAN-Verbindungen, eine mobilfunkbasierte und eine kabelgebundene, immer verf\u00fcgbar. Der Router, der f\u00fcr das Overlay, also die ununterbrochene Internetverf\u00fcgbarkeit, zust\u00e4ndig ist, ermittelt, wann ein Failover erforderlich ist und switcht bei Bedarf auf Mobilfunk um. Der Nutzer merkt davon in der Regel nichts.<\/p>\n<p>Dieses Szenario eignet sich f\u00fcr Einzelh\u00e4ndler, die eine zuverl\u00e4ssige Failover-L\u00f6sungen brauchen, aber weder die Zeit, noch die Mittel oder den Bedarf haben, ihre Netzwerkarchitektur von Grund neu zu konzipieren. Anders hingegen die folgenden zwei Szenarien, die mehr Investition und Planung bei der IT-Infrastruktur ben\u00f6tigen, daf\u00fcr aber eine besonders hohe Ausfallsicherheit bieten.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p><strong>M\u00f6glichkeit 2: Ein Router mit mehreren Modems f\u00fcr erh\u00f6hte Ausfallsicherheit<\/strong><\/p>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit zur Vermeidung von Ausfallzeiten stellen Multi-WAN-Failover-L\u00f6sungen dar. Hier werden Dual- oder Multi-Modem-Ger\u00e4te eingesetzt. Diese nutzen zwei oder mehr WAN-Quellen und erm\u00f6glichen so den Failover von einer drahtgebundenen Verbindung zu einer LTE-Verbindung und \u2013 falls diese instabil ist \u2013 auf eine zweite LTE-Verbindung eines anderen Carriers. Denkbar ist auch der Wechsel auf ein anderes verf\u00fcgbares Wi-Fi.<\/p>\n<p>Die Software, die im Router steckt, ist dabei so \u201eintelligent\u201c, dass selbst bei Internetverbindungen, die immer wieder instabil sind \u2013 etwa bei \u00fcberf\u00fcllten Funkzellen im Gro\u00dfstadtbereich \u2013 eine stabile Internetverbindung erhalten bleibt. Der Administrator definiert dazu Regeln in der zentralen Managementansicht, zum Beispiel maximale Latenzzeiten, minimale Signalst\u00e4rke oder H\u00e4ufigkeiten und Zeitabst\u00e4nde bei Unterbrechungen. Wird eine dieser Grenzen \u00fcber- beziehungsweise unterschritten, switcht der Router automatisch auf ein anderes Netz.<\/p>\n<p><strong>M\u00f6glichkeit 3: Wenn Router und Internet ausfallen<\/strong><\/p>\n<p>Alternativ erm\u00f6glicht das Virtual Router Redundancy Protocol (VRRP) eine dritte Failover-Option: den zeitgleichen Internet-Failover und einen Router-Failover. In diesem Fall erfolgt automatisch ein Failover des gesamten Netzwerks, wenn der drahtgebundene Hauptrouter aufgrund von Hardware- oder Softwarefehlern ausf\u00e4llt. Die LAN- und WAN-Verbindungen werden dabei nicht unterbrochen. Dieses Szenario stellt die h\u00f6chstm\u00f6gliche Ausfallsicherheit auf Basis von 4G-Technologie dar.<\/p>\n<p><strong>Administration: Ortsunabh\u00e4ngig \u2013 dank Cloud<\/strong><\/p>\n<p>Allen drei L\u00f6sungen ist eine ortsunabh\u00e4ngige M\u00f6glichkeit zur Administration gemein. Gerade f\u00fcr Filialnetzwerke beziehungsweise H\u00e4ndler mit mehreren Standorten ist diese Option interessant. S\u00e4mtliche Ger\u00e4te und Netzwerke sind \u00fcber eine nach markt\u00fcblichen Sicherheitsstandards abgesicherte Private Cloud miteinander verbunden. Innerhalb dieser Private Cloud werden keinerlei sensible Daten versendet, lediglich Konfigurationsdaten.<\/p>\n<p>Ein IT-Mitarbeiter, der vor Ort t\u00e4tig wird, ist somit nicht erforderlich. In einem zentralen Dashboard identifiziert der IT-Verantwortliche Ger\u00e4te; er konfiguriert und aktualisiert einzelne Router oder ganze Router-Gruppen. Auch Failover-Regeln definiert der Administrator aus der Ferne.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck in die Filiale: Die Mitarbeiter an der Kasse scannen Artikel ein. Eine Kundin holt an der Kasse online bestellte und in die Filiale gelieferte Produkte ab. An mehreren kleinen Countern sehen Kunden die neusten Produkte. Ein Kunde pr\u00fcft den Punktestand auf seiner Bonuskarte. Im Relax-Bereich surfen einige Kunden im offenen Kunden-WLAN. Das optimale Service-Erlebnis funktioniert \u2013 dank unterbrechungsfreiem Internet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor\/Redakteur: Sascha Kremer, Director Carrier Development bei Cradlepoint\/gg In nur wenigen Bereichen hat sich in den letzten 30 Jahren so<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11275,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","footnotes":""},"categories":[8,274],"tags":[2084,6257,9333,3402,1060,5511,5559,2982,111,9843,1538,9842,9568,1960,2245],"class_list":["post-11278","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-artikel","category-infrastructure","tag-4g","tag-cloud","tag-cradlepoint","tag-crm","tag-e-mail","tag-failover","tag-filiale","tag-internet","tag-lte","tag-omni-channel-retailing","tag-shop","tag-stationaerer-handel","tag-vrrp","tag-wan","tag-wifi"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11278","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11278"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11278\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11280,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11278\/revisions\/11280"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11275"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11278"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sysbus.eu\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}